Zwei Gartenprojekte sind abgeschlossen –

Die Dürre vom vergangenen Sommer war der Auslöser. Wir entschlossen uns zu zwei Projekten in diesem Zusammenhang. Mit einem, das ich heute beschreibe, spare ich Zeit (beim Gießen) und mit dem anderen machen wir aus der Not eine Tugend. Das wird demnächst beschrieben.

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Der Selbstversorger Landgarten im Frühjahr 2018 -eine Fotogalerie

Ich sortiere gerade die Fotos vom vergangene Jahr. Es ist Halbzeit und bis einschließlich Juni sind sie in Ordnern gespeichert.

Ich kann es selbst nicht glauben, wie schön das Frühjahr 2018 war. Bis dann eben die große Dürre zugeschlagen hatte. Zuerst aber einmal ein paar Landgarten-Eindrücke vom Frühjahr 2018:

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Ein Samstag im Herbst. Damals und heute. Vieles ist gleich und doch so anders.

So, es ist wieder so weit.  Wir haben Samstag. Die Arbeitswoche klingt aus. Was mache ich am Samstag?

Samstag wird ausgeschlafen. Danach gibt es ein kleines Frühstück und schließlich machen wir uns zurecht. Liegen die Haare korrekt? Etwas vom neuen Duft auftragen. Was ziehe ich an? Immerhin, es geht ins Herz der großen Stadt, an deren Rand ich wohne. Hinein ins Gewimmel zu all den anderen Stadtmenschen.

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Herbstarbeiten und Gedanken zu Garten, Natur und uns Menschen

Im Frühjahr (war das nicht gerade eben?) wollte die Gartensaison einfach nicht beginnen. So unendlich lange war es viel zu kalt und ungemütlich im Garten.
Jetzt im Herbst entschädigt uns die Natur für die im Frühjahr verlorenen Gartenwochen. Die Saison scheint kein Ende nehmen zu wollen. Das Wetter ist traumhaft, die Sonne scheint nach wie vor unablässig vom  Himmel. Einzig die Höhe ihrer Bögen, die sie Tag für Tag über den Garten zieht verrät das fortgeschrittene Jahr. Wenn man das für sich einmal beobachtet, wo die Sonne im Sommer über den Garten zieht und wie flach sie nun schon wieder wandert, wird man wirklich erstaunt sein.

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trotz Jahrhunderthitze – es wird gearbeitet, es blüht und es wird geerntet

Heute melde ich mich  wieder aus unseren Liegenschaften. Die  Hitze ist mittlerweile sehr anstrengend. Oft kann ich gar nicht lange in den Garten, so brennt die Sonne herunter. Selbst im Schatten haben wir deutlich über 30 Grad. In der Sonne kann man sich überhaupt nicht aufhalten. Nachts kühlt es nicht unter 20 Grad und das Haus ist aufgeheizt vom Keller (25 Grad) bis zum Dach unter dem wir schlafen (31 Grad). Erholsam sind die Nächte schon länger nicht mehr. Heute hat es abgekühlt am Abend. Nur Regen ist leider nicht in Aussicht. Aber besser schlafen werden wir wohl die kommenden beiden Nächte. Dann geht es wieder weiter mit Hochsommer. 
Meinen Garten kann ich gießen. Die Karpfenweiher aber nicht. Das macht mir langsam Sorgen. Auf dem Foto sieht man rechts am Uferrand die Befestigungsgitter. Die sollten nicht zu sehen sein und vollkommen unter Wasser liegen. Und jedes Mal, wenn, wir raus kommen, ist der Wasserspiegel wieder um etwa eine Handbreite abgesunken. 
Am vergangenen Wochenende hatten wir Dank der tatkräftigen Hilfe von den Stammtischfreunden in weniger als einer halben Stunde unseren Gerätcontainer, den ihr ja nun schon kennen lernen durftet, aufgestellt. 

So, und eingerichtet ist er mittlerweile auch. Die Utensilien sind aus der alten Hütte umgeräumt. Jetzt kann die Hütte restlich abgerissen werden. 
Die Hitze und Trockenheit scheint ja nun noch etliche Wochen oder Monate anzuhalten. Meine Gemüsejungpflanzen waren überfällig. Den Lauch hatte ich vor ein paar Tagen ja schon gepflanzt. Nun musste der Nero di toscana-Kohl ins Beet. Wieder habe ich mit ca. 60 Litern bewässert und dann gepflanzt. Nun kann er wachsen. Den Boden muss ich noch einen Weile zusätzlich zur Tropfbewässerung von Hand gießen. 
Ich weiß, dass man am Foto nun wirklich fast keinen Kohl erkennen kann. Und ich sage euch, das ist in der Realität auch nicht anders. Aber vielleicht gelingt er ja und wächst und in ein paar Wochen kann ich tolle Kohlpflanzen fotografieren und bewundern. Dann werde ich genau hier zu dieser Stelle verlinken. 
Dieses Jahr ist der Befall der  Erdflöhe wieder sehr,sehr groß. Letztes Jahr hatte ich keinerlei Schaden durch sie. Dieses  Jahr sind fast alle Kohlpflanzen zum Teil zum Tode durchlöchert. 
Und das ist der oben bereits erwähnte Lauch. Auch ihn gieße ich zusätzlich zur Bewässerung mit dem Schlauch. Und er ist angegangen und wächst bereits. 
Gleiches gilt auch für die wohl härteste und widerstandsfähigste Gemüse-Jungpflanze, den Kopfsalat. Der wächst irgendwie immer an. Ich bin jedes Mal fasziniert, wie die unendlich zarten und winzigen Pflanzen selbst bei der größten Hitze anwachsen. 
Im Bildhintergrund seht ihr die Jungpflanze von oben. In der Reihe davor kann ich schon wieder Kopfsalat fürs Mittagessen ernten. 
Apropos Essen. Der kriechende Oregano oder was es genau ist (ich weiß es nicht mehr) blüht und wird überflutet von Schmetterlingen und Hummeln aller Größen. Es ist wunderschön sich hier hin zu kauern und den Insekten beim Essen zu zu sehen. 
Ich kann sie gar nicht oft genug abbilden. Und sei es nur als Erinnerung, wenn mal wieder ein schlechtes Tomatenjahr kommt. Rot, rot, rot. Überall leuchten sie grell aus dem dunkelgrünen Laub. 
Die Farbe rot ist auch eine gute Überleitung zum Ziergarten. 
Genau wie die Tomaten dieses Jahr einfach nur traumhaft sind, blüht der Oleander in so wundervoller Weise seit Monaten. Ich kann mich gar nicht satt sehen an ihm. 
Und natürlich auch die weißen Blüten vom Oleander sind ein Traum dieses Jahr. 
Weniger, ja wesentlich weniger auffällig blüht es zur gleichen Zeit irgendwo am Boden in einem Staudenbeet. Die Alpenveilchen sind erschienen. 
Bei manchen Pflanzen ist es sinnvoll, die verblühten Blüten nicht ab zu schneiden. Hier sehen wir die Fruchtstände einer Staudenclematis. Sie sind mindestens so dekorativ, wie die Blüten.   Ihre Blüte habe ich in diesem Beitrag schon einmal gezeigt. 
Selbst meine Sukkulenten muss ich dieses Jahr laufend gießen. Eine Staude ist mir schon mangels Wasser abgestorben. Sie treibt nun aber aus den Wurzeln wieder aus. Eine Sukkulente, die in der hängenden Metallkugel, ging mir kaputt. Ich habe sie aus der Kugel und in den Schatten gestellt. Sofort trieben die bis dahin blätterlosen Stängel wieder aus. Selbst diesem Sedum war es den ganzen Tag in der Sonne zu heiß. 
Mit dem Hochsommerfoto vom Staudenbeet im Vorgarten verabschiede ich mich für heute. Ich wünsche noch eine schöne Zeit im Garten und  vor allem Abkühlung und Regen. 

Die Verbindlichkeit ist gestorben – und leider nicht nur diese

Die Verbindlichkeit ist gestorben

Gibt es heut zu Tage eigentlich irgendwo noch irgendeine Art der Verlässlichkeit oder Verbindlichkeit? Kann man auf irgendeine Aussage oder Ansage eines Anderen noch etwas geben? 
Im Geschäft kennen wir das schon länger. Ich nenne es immer die „facebook-Mentalität“ schnell mal was „liken“ oder „zusagen“ ohne je daran zu glauben, es zu kennen, es zu mögen oder es ernst zu nehmen. 
Aber selbst im Alltagsleben erfahre ich immer mehr, man kann sich leider auf nichts mehr verlassen. Heute der Fall „Gerätecontainer“. Wir freuen uns, dass er da ist. Die Umstände dazu aber, puhhhhh. 
Also der Gerätekontainer wurde von uns geordert. Ausdrücklich baten wir, dass die Spedition uns vor der Lieferung  kontaktiert. Genau das wurde vom Lieferanten auch so geschrieben. Schließlich, so hieß es weiter, muss der Kunde zum Abladen 4 Personen oder einen Stapler bereit halten. 
Die Bestellung wurde also gern vom Lieferanten angenommen und dann hörten wir nichts mehr. Immerhin stand auch dabei, daß die Lieferung im Moment wegen hohen Autragsaufkommens etwas länger dauern kann. 
Vergangenen Mittwoch dann war es so weit. Ich bin allein daheim zum Gartentag. Volker fuhr am Vormittag in die Firma und hatte geschäftliche Termine. 
Da klingelt es an der Haustür. Ich dachte, die Bekannte der Mutter, die zum Gartenrundgang angekündigt war, ist schon hier und rannte los. 
Bitte? Was soll das? Da steht ein sehr kleiner LKW mit einem  sehr großen Anhänger und hat zwei solche Geräte-Container an Bord. 
Verdutzt frage ich, was er hier will und dass er sich nicht angekündigt hat. Die Aussage hätte ich mir sparen können, da eine Verständigung auf Deutsch leider nicht möglich war. Seine Sprache spreche ich nicht, also blieb Zeichensprache und einzelne Wörter. 
Ich rufe Volker an, er weiß auch von nichts. Ich sehe mir den LKW an erinnere mich an etliche Lieferungen von Fliesen oder Terassenplatten mit LKWs vom Baumarkt. Die Maschinen waren etwa zehn mal größer und – jetzt kommt´s – die hatten einen riesigen Kran-Arm angebaut. Mit dem hieften sie immer die Ware in die Einfahrt. 
Ich versuche also dem Fahrer  des Mini-LKWs folgende Information zu entlocken: Wie lädt er das ab? 
Und wieder war ich verdutzt. Die Antwort war so einfach wie kurz. „Vier Mann“ schmetterten die beiden Worte als bloße Tatsache aus seinem nuschelnden Mund. 
Fragend blickte ich mich um. Vier Mann? „Nix vier Mann.  Du und ich. Wir sind zwei Mann. „
Er antwortete mit einem Axelzucken und abermals zwei Worten „Nu….. probiere…..“. Meine Stirn legte sich in Falten und er fängt an, die Sicherungsgurte zu lösen. Ich sollte der Vollständigkeit halber hier erwähnen, dass es gegen Mittag ist. Im Schatten haben wir 32°C und dort im Vorgarten knallt gerade voll die Sonne hin. 
Ach und noch was sollte ich erwähnen. Der Container hat eine Grundfläche von 4 x 2,5 Metern. Geliefert werden die einzelnen Teile: Bodenplatte mit 3 cm dicken Holzbohlen ausgelegt, Dach, Seitenwände, Rückwand und Vorderwand mit zweiflügeliger Tür. 
Teil für Teil laden also die schon erwähnten zwei (!) Mann alles ab. Die  Sache schien, wäre nicht die Hitze dabei, machbar. Doch dann kam die Bodenplatte. Maße und Beschaffenheit habe ich soeben beschrieben! Jetzt wird die Angabe von vier Mann klar. Ich hatte mich ja schon, während er die Gurte löste umgesehen, ob ich irgendeinen Nachbarn oder auf der Straße jemanden sehe, den ich kenne und anquatschen könnte. Aber Mittwoch Mittag ist alles ausgeflogen und „uf Schicht“. Es bleibt definitiv bei „zwei Mann“. 
Die Ladefläche des LKW geht mir bis zur Brust. Da muss die Platte runter und in den Hof. Meine Kräfte langen noch zum Runterheben und ein Stück vom LKW weg. Dann muss ich absetzen. Vielleicht  hätte der Fahrer noch durchgehalten, ich jedenfalls nicht. Hoch bekam ich sie auch nicht mehr und so mussten wir sie über einen Meter am Beton ziehen. Nicht leicht und nicht gut für den Lack unten an den  Eck-Profilen. Aber das Tor musste ja wieder geschlossen werden können. 
Wir hatten es geschafft und ich war fix und fertig. Und ich war sauer, dass man einem Kunden, der so ein Teil kauft (ja kauft, es war ja nicht gerade geschenkt!), welches diese Ausmaße und das Gewicht hat, nicht Bescheid sagt, wann es kommt. Und das obwohl es in der Produktbeschreibung ausdrücklich so geschrieben steht. Schon allein wegen der vier Mann oder Stapler die wohl wirklich erforderlich sind. Noch ärgerlicher ist, dass Volker kurz vorher weg fuhr. Hätten wir gewusst, dass die Lieferung heute erfolgt, hätte er die Termine später machen könne und wäre daheim geblieben. 
Jedenfalls liegt nun das Teil im Hof und muss da auch schnellstens wieder raus. So kann ja kein Auto in den Grund fahren.  Wir müssen draußen parken. 

Nicht alle Verbindlichkeit ist tot. 

Der Liefertermin erweist sich auch weiter als ungünstig. Niemand, den wir fragen, hat am Wochenende Zeit, uns zu helfen. Und diese Aussagen sind – Stichwort Verbindlichkeit und Ehrlichkeit – ernsthaft gemeint. Haben doch die Gefragten uns schon so wahnsinnig viel im Garten und bei den Weihern geholfen. Bereitwillig! Aber jeder hat halt so seine Termine. Das geht uns ja auch nicht anders. 
Jedenfalls richtet es sich ein Freund ein, vor der Baustelle bei seinem Sohn, noch schnell uns zu helfen. 
Er kommt mit seinem Schlepper, an dem vorne eine Gabel montiert ist und dem Hänger. Auf unseren Auto-Anhängern kann man das nicht transportieren. 
Wir schaffen es zu Zweit mit der hydraulischen Frontgabel des Schleppers, die Bodenplatte wieder auf den Anhänger zu transportieren. 
Jetzt noch zu dritt die anderen Teile. 
Alles fest verzurrt und los geht der wilde Ritt. Im Konvoi von Schlepper mit Anhänger und unserem Bus tuckern wir raus zu unseren Karpfenweihern. 
Meine Arme und Schultern freuen sich schon. Zum dritten Mal innerhalb weniger Tage wird nun die Last abermals verladen. Runter vom Hänger und einfach an die alte Hütte gelehnt. 
Nun kann Volker noch die paar restlichen Balken der alten Hütte abreißen. Dann kann aufgestellt werden. Dazu aber brauchen wir definitiv mindestens 4-5 Personen. Einmal muss die Bodenplatte ja von Hand an Ort und Stelle gebracht werden und das Gelände ist nicht eben, sogar mit einer meterhohen Stufe zum Bach dahinter ausgestattet. Zum anderen muss das Dach ja nicht nur bewegt, sondern zielgerichtet aufgelegt werden. Die Helfer sind jedenfalls mittlerweile, da ich die Zeilen hier schreibe organisiert. Gottseidank und ganz gewiss verbindlich. 
Wenn der Gerätecontainer dann steht, hat er diese Aussicht. Er hat es doch ganz gut getroffen oder? 
Und für was braucht man nun so einen Container bei den Weihern? Nun, da gibt es eine Vielzahl an Dingen, die untergebracht werden müssen. 
Das fängt an  mit ein paar Fässern Getreide und altem Brot als Futter. Man braucht verschiedene Käscher und Wasserwannen zum Fischen. Schaufeln, Rechen und dergleichen sind zu Grundstückspflege notwendig. Bretter, Rohre und so weiter zum Verschließen der Mönche, inklusive diverser Reserveteile. Dazu kommen Stiefel, Schubkarren und andere Werkzeuge. Also der Container wird rasch voll sein. 

Ernsthafte und traurige Schäden durch  Hitze und Dürre

Neben diesem Teich steht dann der Container.  Und leider beginnt mit dieser schönen Aussicht ein weiteres „Drama“ des Wochenendes. Diese Hitze und vor allem auch die Dürre forderte ihre Opfer. Leider.
Dürre? Also das hier sieht doch wundervoll aus. Wäre doch nur ein Stückchen meiner Wiese im Garten ebenfalls so satt grün. 
Aber so nah am Wasser liegt der Rasen daheim leider nicht und ist daher zu 100% vertrocknet. 

Auch schöne Blüten findet man hier draußen am Weiher.

Aber ich schweife ab und bin eigentlich bei dem traurigen Teil meines heutigen Artikels angekommen. Schauen wir also noch einmal auf den Teich von eben. Mit dem grünen Pfeil habe ich den normalen Wasserstand markiert. Ihr seht selbst, wo er mittlerweile ist. Deutlich niedriger. 
Gut, so ein Weiher ist über 2 Meter tief. Da ist schon noch genug Wasser darin. Kein Grund zur Panik, oder? 
Und ich sage doch! Keiner unserer Weiher hat nun mehr einen Zulauf. Der Bach zwischen ihnen ist komplett trocken. Die Quellen, die von  unten Wasser liefern, langen nicht aus, den Verdunstungsverlust auszugleichen. Daher sinkt der Spiegel. Und wenn die Sonne Tag für Tag, Woche für  Woche, Monat für Monat herunter sticht. Kein neues Wasser hinein fließt und doch viele Fische darin leben wird etwas knapp. Sehr knapp. Ahnt ihr es? Ja, der Sauerstoff wird knapp. Karpfen sind Warmwasserfische und brauchen vergleichsweise wenig Sauerstoff. Forellen wären hier schon lange dahin. Aber, sie brauchen Sauerstoff, das steht fest. 
Wenn dann noch in einem Teich diese Pest an Wasserlinsen die Oberfläche versiegelt, kann auch kein Sauerstoff mehr über die Luft ins Wasser. Und die Pflanzen sind eine Pest. Man schöpft sie ab mit einem Käscher, eimerweise, wannenweise und die Fläche wird nicht frei, niemals. 
Und dann ist es so weit. Der Weiher kippt um, die Fische sterben. Im Weiher waren alte Fische. Graskarpfen, die mindestens 15 Jahre alt waren und riesige Spiegelkarpfen, die auch immer für Brut sorgten. Tot schwammen sie an der Oberfläche. Vom Geruch ganz zu schweigen. 
Wir mussten also im Juli „Weiher-Fischen“. Eine Arbeit, die sonst im März oder Oktober dran ist. Zeit dazu haben wir eigentlich nicht, aber es muss sein. 
Während das wertvolle Wasser also im Graben verschwindet, fange ich an ein Loch auszuheben. Deutlich länger als breit. Die Graskarpfen waren wesentlich länger und vor allem dicker als mein Arm. Dazu also die Spaten und Schaufeln im Container…..
Es reut uns sehr ums Wasser, das die anderen Weiher gut brauchen könnten. Aber es stinkt ekelig und wir würden den anderen Weihern mehr schaden als nutzen damit. 
Zwei Karpfen konnten wir retten. Nach gründlicher Dusche (es mussten alle Wasserlinsen von ihnen abgespült werden) kamen sie in einen anderen  Teich und können sich dort erholen. 
So lange wir also draußen waren, ließen wir unsere Pumpen Wasser als Fontäne wieder in die Teich pumpen. Vielleicht kommt so ein wenig Sauerstoff rein. 

Eigentlich aber auch nur eine Farce. Wenn es täglich geschähe wohl sinnvoll, aber so? Meine Pumpe läuft mit einem Tank nur eine Stunde. Also müsste ich, wenn ich daheim bin, stündlich raus zum Tanken. Die andere Pumpe ist elektrisch, betrieben mit einem Stromaggregat. Das läuft ein paar Stunden, aber aus unbekannten Grund geht es nach etwa  2 Stunden aus und lässt sich erst am nächsten Tag wieder starten. Also erübrigt sich die Frage, ob ich es machen soll mit den Fontänen am Weiher. Da hier überall keine Linsen auf der Oberfläche sind, hoffen, wir auf einen guten Ausgang. Es kann ja nur noch Wochen dauern mit der Hitze. Haben wir doch im Wasser alles, was wir an Fischen haben. Von der einjährigen Brut, über die zweijährigen, dreijährigen Fische, die Speisekarpfen und die alten Karpfen, die dieses Jahr sicher wieder für reichlich Brut sorgen werden.
Für die ist dieser Sommer auch anstrengend, wie für uns.  

Sommer im Land – Urlaub im Garten

Das Wasser kommt und geht

Vor gerade einmal zwei Monaten verfasste ich hier einen ausführlichen Artikel über all das Wasser in unserem Garten. Brunnen, Hundebadewanne, Insektentränke oder Seerosenbecken alles ist vorhanden. 
Heute kommt es mir vor, als wäre das ein anderes Land und ein anderer Garten. Da seit Monaten mal wieder der Regen fehlt und das Frühjahr ab April super warm daher kam, haben wir nun statt Rasen Heu und Erde und statt saftiger Büsche und Sträucher überall Herbstlaub herumfliegen und immer kahlere werdende Bäume. 
Der Sommer hat das Land fest im Griff. Schaut man sich in den sozialen Medien und den dortigen Mitteilungen um, hat man wenigstens den Trost, dass es – wie mir scheint – allen und überall so ergeht. Nein. Gärtnern macht hier keinen Spaß mehr. Meine Selbstversorgung liegt dieses Jahr auch darnieder. Das Gemüse will nichts werden. Und das ist doch der eigentliche Schwerpunkt meiner Gartentätigkeiten. 

Zu heiß, zu trocken, zu hell – ich finde keine Fotomotive mehr

Sei es wie es ist, ich habe noch ein paar ganz schöne Fotos gemacht und Arbeiten erledigt, bevor es jetzt in den letzten Tagen wirklich schlimm wurde. Seit Tagen bin ich auf der Suche nach Fotomotiven für meinen Blog. Ich konnte nichts finden. Klar gibt es tatsächlich einige Dinge, dir mir persönlich Freude bereiten. Für ein Foto allerdings langt es nicht. Neu gepflanzte Stauden zum Beispiel. Frisch gepflanzte Sukkulenten-Schalen oder der in Arbeit befindliche Teichgarten in der alten Zinkwanne wären hier zu nennen. 
Hier nun also die alten Fotos.

Wenn es heiß wird und trocken, dann sieht man sie wieder – die Frösche. 

Ja! Mein Laubfrosch ist wieder da. Lange schon hielt ich nach ihm Ausschau und jetzt hat er sich wieder gezeigt. Er wohnt wie jedes Jahr unter der Topf-Platte mit den Kohljungpflanzen im Gewächshaus. Ich kann ihn sogar vorsichtig mit dem Finger streicheln, ohne dass er weg hüpft. 

Ich habe einen neuen Lieblings-Sitzplatz gefunden

Dann habe ich einen neuen Lieblingsplatz im Garten gefunden und sofort mit einem alten Stuhl möbliert. 
An der höchsten Stelle des Grundstückes unter dem Walnußbaum und vor der Scheunenwand ist es super angenehm schattig. Man überblickt das Grundstück (zumindest den oberen Gartenteil). Man sieht, wenn jemand herein kommt und ist selbst durch Baum und Scheune und Ramblerrosen, wie in einer Höhle. Die Bilder sind von letzter Woche. Du meine Güte, war es da noch schön grün…..

Schade, daß das Auto im Bild ist.  Wenigstens ist es grün und fällt nicht so auf. Die Fotos habe ich in meiner Freude über diesen schönen Sitzplatz spontan gemacht und wollte nicht extra den Bus wegfahren.

Wenn man ganz nach rechts blickt, schaut man in den Gemüsegarten. Wozu wir die Regen-Fässer zusammengeschlossen und auf Betonplatten sicher aufgestellt haben, weiß ich jetzt auch nicht. Eigentlich könnte man daraus warmes Gießwasser für zum Beispiel Gurken entnehmen. 
Blickt man nach links zu den Nachbarn, fällt der Blick auf die Säulenobstreihe. 
Und hier sieht man den Stuhl. Wie gut, daß wir die Angelhütte ausräumten und ihn dort fanden. Eigentlich sollte auf den Sperrmüll, nun ist er Möblierung für meinen  neuen Lieblingsplatz. 

Trotz Hitze, die Arbeit muss erledigt werden: Kompost umschichten

Aber nicht, dass ihr denkt, ich sitze nur gelangweilt im Garten herum. Nein, das eher selten. Schließlich muss einiges erledigt werden. Der Kompost sollte schon längst umgeschichtet werden.  Der kommt dann im nächsten Frühjahr auf die Beete. 
Lockerer, wohlriechender Kompost. Würmer sind (fast) keine mehr darin aber unzählige Asseln und Tausendfüssler. Die setzen ihn noch gar um. Vor allem jetzt, da durch das Umsetzen in den anderen Behälter wieder Luft hinein kommt. 
Schon ist die Arbeit geschafft. Zum Schutz vor Sonne und  dem Austrocknen kommt auf den großen Behälter auch noch ein Deckel aus Pappe. Da es so langanhaltend trocken ist, muss ich auch meine frischen oder diese fast fertigen Komposte regelmäßig wässern. Ansonsten würde alles nur vertrocknen, aber nicht verrotten. Dabei ist aber zu darauf achten, dass man es nur feucht macht und nicht alles ersäuft. Dann würde es faulen und stinken, was viele Unwissende ja immer wieder von einem Komposthaufen glauben. 
Während ich also meine Komposthaufen umgeschaufelt habe, hat Volker an den Weihern schon mit der Angelhütte weiter gemacht. Später am Nachmittag werde ich auch mit raus gehen. 
Vorher gieße ich noch ein paar Kannen Wasser zu meinen Quittenbäumen. Dort am Hang ist alles verbrannt. Quitten lieben es warm und nicht zu nass. Scheinbar haben sie tiefe Wurzeln. Noch sehen sie in Ordnung aus. Nur die Wildrose dazwischen ist schon wieder abgestorben. 

Es ist jetzt das allererste Jahr, in dem die  Quitten tatsächlich Fruchtansätze haben. Hoffentlich werfen sie die nicht wegen der Dürre ab. Ich hätte doch so gern die ersten Quitten von ihnen probiert.

Nächste Sommerarbeit: Hecke-schneiden

Bevor es aber raus geht zu den Weihern, wird erst noch die eine Hecke hier geschnitten. Sie ist fast dreißig Meter lang, Stellenweise einiges über 2 Meter hoch und der Hang ist recht buckelig und uneben. Da ist eine Hilfe sehr angenehm. Volker reicht mir die Heckenschere, wenn ich mal wieder, zum ich weiß nicht wievielten Male ,oben auf der Leiter stehe. 
Unter der Hecke aus vorwiegend Liguster war ganz dicht der Giersch. Der ist jetzt verdorrt. An etlichen Stellen ist auch der Liguster verdorrt. Überhaupt ist sie gar  nicht mehr schön, die Hecke. Die Schneebeeren mögen wohl die Dürre und Hitze nicht. Die machen gar nichts mehr her. Irgendwann muss da mal ein Fachmann mit dem Bagger her und alles rausreißen. Aber was dann hin? Hainbuche wäre mir recht. Aber die ist für unser Klima auch nicht gut, was ich so las. Am Ende wird es vielleicht wieder Liguster. Oder Thuja. 
Das war ein Scherz!!!!!!!!!!!!!! Keine Panik! Thuja wird es bei mir nicht geben. 
Die Hecke ist geschnitten. Das Schnittgut den Berg hoch gefahren zum Kompost. Das sollte jetzt zeitnah gehäckselt werden, was aber nicht klappen wird. Wir haben es auf alte Paletten gelegt, in der Hoffnung, dass es eher trocknet als fault. Wenn anfängt zu faulen bekommt es der Häcksler nicht mehr klein, weil es dann weich wird. 

Dritte Sommerarbeit: Hütte abreißen

Jetzt geht es erst mal noch raus zur Angelhütte. Schließlich ist der Wertstoffhof nur am Samstag geöffnet. Wenn man nur einmal die Woche etwas entsorgen kann, muß man das nutzen und so werden eben jetzt abends noch rasch die beiden Anhänger mit Altholz voll geschlichtet. 
Dach und Wände sind demontiert. Bleiben noch die „Stützbalken“ und die Querbalken vom Dach. Zu blöd, daß die am hinteren Ende höchsten 1,60 lichte Höhe vorhalten. Ich bin 1,86 und nun könnt ihr euch denken, wo die blutunterlaufene Stelle auf meinem, nur noch schütter mit Haar bedecktem  Haupt her kommt. Hätte ich mehr Haare, würden mich nicht alle Leute fragen, was ich angestellt habe. 
Einer der tragenden Balken. Falls jemand meint, die schöne alte Hütte hätte man noch erhalten können…..

Doch noch ein paar schöne Gartenfotos – Achtung: Gelb

So, das waren jetzt genug Fotos von der Arbeit. Zum Genießen kommen jetzt noch ein paar Schmankerl für’s Auge. 
Naja, ich weiß ja, daß die Geschmäcker verschieden sind und viele unter euch Farbe im Garten nicht mögen. Für alle anderen kann das aber auch ganz reizvoll sein. Und für die „mit-ohne-Farbe“ habe ich ja immerhin weißen Phlox. In der Kombination mit schrillem Pink-Phlox und dem feuerroten Mohn, der sich da selbst hingesetzt hat, erinnert mich das Bild in der vollen Sonne irgendwie an Filme aus der Zeit vom „Ponnyhof“ und dergleichen. Findet ihr nicht? 

Heute fotografiert man ja eher nicht mehr in der prallen Sonne. Das ergibt dann solche Fotos, wie hier mit den Färberkamillen und Lichtnelken im Abendlicht. 

Gleiche Pflanze, anderes Licht. Eben doch mal wieder Mittagssonne.

Und noch mal Färberkamillen. Ich finde sie einfach Klasse. Und sie vertragen Trockenheit…

Gelbe Färberkamillen mit hellblauen Storchschnabel.

Und wieder gelb, aber diesmal bei der Nachtkerze. Sie hat sich zusammen mit dem blauen Natternkopf selbst ausgesät und steht vor dem dunklen Laub der winterharten Zitrone. Der gefällt die Wärme glaube ich auch.

Wieder ein anderes Gelb findet man bei der Trollblume. Zu ihr hat sich eine pinkfarbene Spornblume gesät.

Nun aber zur Abwechslung einmal etwas in  Gelb. Das Brandkraut vor der Banane, die ja gelbe Früchte hätte, würde sie welche tragen.
Aber im Ernst, der Garten hat jetzt viel Gelb, während im Frühjahr (neben den Narzissen ganz zeitig) vor allem die Blautöne mit etwas Rosa vorherrschen. Ein schöner Farbwechsel, der sich jedes Jahr vollzieht. 
Und hier? Na, immerhin ist die Mitte einer jeden Blüte deutlich Gelb. Also passt sie und darf natürlich stehen bleiben. Die Bodendeckerrose Sternenflor wird von Jahr zu Jahr ein wenig größer. Anfangs war sie recht mickrig. 

Sonne zu hell für Fotos? Nicht bei diesen Pflanzen.

Hier sieht man, dass Fotos in der prallen Mittagssonne manchmal auch gelingen. Es sind ja auch Sonnenanbeter hier an und über der Mauer vom Mäuerchenbeet.

Größte Hitze und eigentlich keinerlei Platz stören den Mauerpfeffer oder die Walzenwolfsmilch nicht. Sie lassen sich nieder, wo der Samen eben gerade hinfällt.

Und mal ehrlich, solche Gartenszenen hier kann man doch nur in der vollen Sonne fotografieren. In der Abenddämmerung würde die Urlaubsstimmung beim Anblick der Palmlilie und Banane im Staudenbeet glaube ich nicht aufkommen. 
Bis auf ein Staudenbeet habe ich auch endlich alle wieder einmal vom Unkraut befreit und die sich jetzt aussamenden Akeleien abgeschnitten. Will man im Frühjahr eine solche Pracht habe, wie ich sie hier schon oft gezeigt habe, dann muß man eben die „scheußlichen“ Samenstände im Beet in Kauf nehmen. Erst abschneiden, wenn schon Samen ausgefallen sind, heißt es hier. 

Wer schreibt  nur diese Gartenpflegetipps im Internet?

Tschja, mein Vorgarten mit dem Mäuerchenbeet in den ersten Juli-Tagen. Wo die Bewässerung verlegt ist sieht glaube ich jedes Kind. Und wer genau hinsieht, erkennt, dass auch die zweite Hecke, die noch höher ist und vor allem dicker, geschnitten ist. 
Und, sagt mal ehrlich. Wer schreibt denn bei Facebook immer diese irre sinnvollen Gartentipps mit der Rasenpflege. Laufend lese ich, was ich jetzt als Hobbygärtner machen muß, dass mein Rasen toll aussieht. Die Texte sind dann Standard-Wortaneinanderreihungen mit Lehrmeinung aus der Gärtner-Ausbildung. Hallo! Ich bin ja nicht der einzige, dessen Rasen so aussieht und dann kommt mir da ein Schreibtischtäter, der vielleicht gar keinen Garten hat, mit hilfreichen Tipps und Tricks für einen schönen Rasen und will mir einreden, dass am Ende ich selbst Schuld bin, dass mein Rasen so aussieht. Mangelnde Pflege oder so. 

Urlaubskulisse im eigenen Garten

Was soll’s. Dort wo die hier stehen, wenn sie frei wachsen, dürfte der „Rasen“ wohl auch so aussehen, wie bei mir. Vielleicht gedeihen sie daher so erfolgreich?

Auch am mediterranen Platz sieht es aus, wie im Urlaub. Wenngleich ich auch hier bei den Kübelpflanzen schon wieder erste Verbrennungen an den Blättern festgestellt habe.

Was für eine Freude. Vom schönsten Urlaub meines Lebens, habe ich letzten Herbst Montbretienknollen mitgebracht. Jetzt blühen sie und erinnern mich jedes Mal an diese wundervolle Woche.

Ein neues Gartenprojekt?

Für heute bin ich schon beinahe durch. Zum Abschluss noch einmal ein Stückchen von meinem Rasen. Wir waren bei dem „Tag der offenen Gartentür“ auch in einem Garten ganz in der Nähe und haben da sehr schöne Anregungen bekommen. Dieses Stück Rasen wird es nicht mehr lange geben. Wieder ist ein Gartenprojekt geboren. Wer neugierig ist, schaut einfach in den nächsten Monaten immer mal wieder vorbei. Vielleicht wird es auch erst im nächsten Jahr umgesetzt, aber gemacht wird es, das steht fest. 

Rezepte aus dem Garten

Und für die Rezepteliebhaber habe ich einmal wieder gebacken. Himbeerkuchen mit Erdbeeren (schwarze Himbeeren gibt es wirklich! Dir Roten waren da noch nicht reif). 
Und die Kirschen aus Nachbars Garten habe ich eingekocht und eingefrohren.

Der Gemüsegarten, die Karpfenweiher und unsere diversen Projekte

Willkommen im Hochsommer (phänologisch)
und im Sommer ganz allgemein. Wir haben den längsten Tag und die
kürzeste Nacht. Ab jetzt geht es wieder rückwärts. Die Nächte
werden länger und die Sonne weniger. Die Zeit verfliegt. Es gibt so
viel zu tun, dass ich zum Schreiben kaum noch Zeit habe. Vieles muss
erledigt werden und doch möchte ich diese Arbeiten keinesfalls
missen. Es macht Spaß immer wieder etwas schöner zu machen oder
einfach die, der Jahreszeit entsprechenden, Arbeiten zu verrichten.
Wir genießen die Zeit draußen – sowohl im wunderbaren Garten als
auch in der traumhaften fränkischen Landschaft bei unseren
Karpfenweihern.
Im letzten Beitrag versprach ich,
dieses Mal den Gemüsegarten oder im weitesten Sinne unsere
Nutzflächen (dann kann ich auch über die Weiher berichten) zu
schreiben.
Das werde ich heute tun. Es sind
allerdings so unendlich viele schöne Momentaufnahmen und Details in
Fotos festgehalten, dass ich, trotz ausgiebigen Streichens, wirklich
viele heute zeigen werde. Für alle Interessierten und für mich,
wenn ich im kalten und trostlosen Winter mich anhand der Fotos gerne
auch mal wieder in den Sommer zurück versetzen möchte.
Um nun den Bericht nicht unnötig
aufzublähen, werde ich mich mit Erklärungen und Worten
zurückhalten. Wenn jemand also Interesse an einem bestimmten Foto
hat, ihn oder sie eine Frage dazu quält oder einfach mehr
Information gewünscht ist, dann bitte schreibt einen Kommentar. Ich
habe aus diesem Grunde die Fotos nummeriert. So kann man leicht
ausdrücken, von welchem Bild jeweils gerade die Rede ist.
Oder ihr schreibt mir einfach nur, welches Bilder, welche Bilder euch am besten gefallen haben. Würde mich auch mal interessieren. 
Bevor es nun in den Nutzgarten geht,
starte ich noch einmal kurz im Ziergarten. Wieder haben wir ein
Projekt abgeschlossen. Die Fassade vom Palmenhaus ist fertig renoviert.

2

 Das war auch nötig. Das Holz wer verwittert und die Fassade nach dem Fenstereinbau spät im letzten Herbst war beschädigt. 

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Jetzt ist auch die Fassade fertig
renoviert.
Die Dächer über ihm und dem
benachbarten Carport sind auch mal wieder von Laub und Moos befreit.
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Die Gelegenheit nutzte ich, um den
Garten – und auch den Gemüsegarten – einmal aus einer noch
völlig unbekannten Perspektive ab zu lichten.
Nach dem Blick auf Dach wende ich mich dem Wohnhaus zu und fotografiere immer mehr nach links drehend, bis ich den Gemüsegarten im Blick habe. 
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Nachdem wir den Gemüsegarten jetzt von
oben betrachtet haben, begeben wir uns nun auf eine eher
bodenständige Perspektive, die mehr Details ermöglicht.
Zuerst ein paar Beet-Ansichten: 
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Einzelne Gemüsekulturen: 
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Baldige Ernte: 
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Erfolgte oder kurz bevorstehende Ernte:
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Hier muss noch gewachsen werden:
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Was man vom Dach aus nicht gesehen  hat, ist der Garten unten am Dorfweiher: 
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Mein neuer Garten-Helfer: eine Benzinpumpe. Ohne die wäre der Weihergarten nicht so grün. Wasser ist ja genug da, es muss nur in entsprechender Menge und mit möglichst wenig Zeitbeanspruchung in die Beete gebracht werden. 
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Weil ja jetzt wieder eines der
diesjährigen Gartenprojekte abgeschlossen ist, haben wir uns sofort
einem lange fälligen Projekt bei den Weihern zugewendet. Die dortige
Hütte ist so marode, daß sie abgerissen wird.
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Zu aller erst wollten wir die Bretter
neu streichen. Oder alles mit Blech neu verkleiden.
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Dann stellten wir fest, daß viele
Balken so morsch sind, daß sie schon gar nicht mehr existieren.
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Hohlräume wurden von der Natur
erobert.
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Da ist jede Arbeit und jedes Geld zu
schade, das hier rein gesteckt wird. Bevor sie aber abgerissen werden
kann, muss sie entrümpelt werden. Schließlich lagern hier noch all
die Sachen vom Vorbesitzer.
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Trotz der unschönen und staubigen
Arbeit bei fast 30 Grad Hitze
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blieb mir aber immer noch die Zeit,
Schönes wahr zu nehmen.
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Nachdem wird die Karpfen gefüttert
haben (sie wachsen übrigens prächtig),
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 ging es auch für uns heim
zum Eiskaffee auf die schattige Terrasse beim Haus.
Das darf aber nicht mehr über diesen Steg hier geschehen. 
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Aber keine Bange, die neuen Stahlträger liegen schon bereit im Garten. Wenn das Projekt Hütte abgeschlossen ist, kommt dieser Steg hier dran. 

Salat im Gewächshaus und die Staudenbeete werden aufgeräumt

„Schreibst du gar nichts mehr in deinem Blog? Dein letzter Beitrag ist ja schon so lange her!“ 
Oh weh, solche Fragen kommen schon? Und tatsächlich ist da ja auch noch das Winterbild mit Schnee. Ich habe tatsächlich schon, für mich, sehr lange nichts mehr von mir gegeben. Schuld ist aber auch dieser Winter. Da kam er noch einmal ganz  heftig zurück. Extreme Kälte und Eiswind für zwei Wochen. Da hatte mich meine Gartenlust, die noch immer im Winterschlaf war, so gar nicht gepackt. Wozu auch, man hätte sowieso nichts im Garten machen können. Sogar das Sähen von Gemüse musste noch bleiben. Im Haus ist es zu warm und viel zu dunkel. Im Gewächshaus dagegen viel zu kalt. 
Nicht zu kalt war es meinem Winterkopfsalat. Waren draußen -15°C blieb es innen, unter drei Lagen Vlies und den Solarschläuchen die meiste Zeit des Tages frostfrei. Nur der Salat an der Außenwand hatte ein paar Frostflecken. Jetzt ist es wärmer und ich habe die Vliesauflagen entfernt. Der Salat braucht Licht zum Wachsen. Durch die Stegdoppelplatten mit ihren Algen und Winterdreck kommt das schon gedämpft ins Gewächshaus. Die Vliesauflagen filtern weiteres Licht. Das ist nicht gut für den Salat. 
Ich glaube, wir können bald den ersten ernten.  Schaut doch mal, wie der Salat noch im Oktober ausgesehen hat: HIER sieht man ihn. 
Weiter gibt es im Gewächshaus eben noch nichts. Kübelpflanzen ausräumen ist auch noch nicht drin. Letztes Jahr um diese Zeit waren schon alle draußen, was aber ja eigentlich zu früh ist. Die Quittung bekamen wir dann im April mit den Spätfrösten. 
Meinen Granatapfel und einen Oleander habe ich schon mal ins Gewächshaus geräumt. Die können Frost vertragen, haben also so geschützt nichts zu Befürchten. Vielleicht sollte ich langsam noch ein paar Kübel mit zum Beispiel Rosmarin, den großen Oleander oder den Mammutbaum ins Gewächshaus räumen. Das beruhigt das Gewissen, endlich im Garten etwas zu machen und tut diesen robusten Pflanzen auch gut. 
Schon seit dem Pflanzen im Herbst steht die Schale im Gewächshaus. Darin wachsen Elfenkrokus und Wildtulpen. Beides habe ich in die Blumenwiese gepflanzt und ein paar in die Schale, mit der Hoffnung, sie hier im Gewächshaus früher wachsen  und natürlich eher blühen zu lassen. 
In der Wiese kommen die Wildtulpen gerade aus der Erde. Die hier dürften bald blühen. 
Als Vorbereitung für den Sommer im Gewächshaus wachsen im Heizungskeller bereits unter Kunstlicht die Paprika-Jungpflanzen. Heute habe ich noch Tomaten gesät. 
Vor einiger Zeit habe ich diese Süßkartoffel ins Wasser gesteckt. Hoffentlich treibt sie, dachte ich mir. Vergangenes Jahr konnte ich keine pflanzen, weil nicht eine Knolle, die ich kaufte zu treiben begann. Diesmal holte ich eine aus dem Bioladen. Die Hoffnung, daß diese nicht irgendwie triebhemmend chemisch behandelt wurde, veranlasste mich dazu. Schließlich werden unsere normalen Kartoffeln ja auch mit Chemie behandelt, daß sie NICHT treiben. Vielleicht wird das bei Süßkartoffeln auch gemacht? Immerhin, diese hier treibt. Jetzt müssen die Triebe schön wachsen, werden dann abgetrennt und wieder ins Wasser gestellt. So wird aus jedem Trieb ein Ableger mit Wurzeln und ich habe aus einer Knolle mehrere Pflanzen. Die kommen ins Gewächshaus als Bodendecker unter die Tomaten. So der Plan jedenfalls. 
Und so verbringe ich meine Zeit. Eigentlich sollte ich in den Garten und was machen. Aber irgendwie fällt der Anfang im Frühjahr schwer. Heute am Samstag muss aber was geschehen. Die Zeit rennt mir davon. 
Aber erst mal einkaufen. Ausreden, um nicht raus zu müssen in den Garten, finden sich immer. Also ab ins Nachbardorf zum dortigen Metzger. Auf dem Weg dahin komme ich an unseren Weihern vorbei. Also mache ich kurz Halt und sehe nach dem Rechten. 
Die Weiher mit Wasser drin, sind noch zugefroren. 

Der Weiher ohne Wasser sieht auch eher trostlos aus. Hier wartet noch Arbeit. Der Mönch und der Vorlauf vor dem Mönch müssen instand gesetzt werden.

Ein paar Arbeiten hat Volker im Winter schon erledigt. Erlen gerodet. Die Stämme sind Brennholz und die Äste wandern seit Jahren auf unsere Totholz-Hecke. Und es sind noch immer Erlen an den Bachufern zu roden. Die Arbeit reißt eben nie ab. 
Ach und die sind auch wieder da! Als wir damals vor vielen vielen Jahren die Weiher übernahmen, steckte ich in einen Streifen Wiese am Bach ein paar Packungen Krokus und Narzissen. Seither begrüßen sie uns in jedem Frühling wieder. 
Dann Stehe auf dem Damm und lasse das Auge noch ein wenig in die Weite der fränkischen Landschaft schweifen. Was muss noch alles gemacht werden, bevor es dann plötzlich wieder heiß und Sommer ist. Und bis hier alles saftig Grün und zugewachsen aussieht. 
Aber ich sollte doch etwas im Garten machen und nicht hier in der Landschaft stehen und sinnieren. 
Also ab in den Garten. 
Immerhin stehen hier ja auch Krokusse in der Wiese. Sind diese hier nicht allzu süß. Gepflanzt habe ich das so nicht (bewußt). Aber was für eine fotogene Gesellschaft. 
Ok, ich bin ehrlich. Das Foto war ein paar Tage vorher aufgenommen. 
Heute sieht die Wiese und die Krokusse mit Schneeglöckchen so aus. Gewachsen ist alles schon wieder.  Mit 10 Grad ist es heute auch sehr angenehm draußen. Aber, es gibt ein Aber. Die fehlende Sonne und beständiger leichter Nieselregen, verleiten eben nicht unbedingt zur Gartenarbeit. 
Gleich neben der Blumenwiese habe ich dann tatsächlich meine heutigen Gartenstunden verbracht. Das Mäuerchenbeet muß, wie die anderen Staudenbeete auch, dringend aufgeräumt werden. Schließlich treiben überall schon die Zwiebelpflanzen. 

So lange noch Schnee darüber lag, was ja auch die wenigste Zeit im Winter der Fall war, sah alles noch ruhig, friedlich und aufgeräumt aus. Wenn kein Schnee den Chaos verdeckte, waren die hellen Tagesstunden derart gering, daß einem die Trostlosigkeit gar nicht richtig auffiel. Jetzt aber im März, mit deutlich längeren Tagen, neuem Wachstum und – außer heute – viel Sonne, kann ich den Anblick nicht mehr ertragen. So sieht der ganze Garten aus. Vom Gemüsegarten ganz zu schweigen.

Und dann ist es geschafft. Nach kurzweiligen viereinhalb Stunden im Nieselregen ist es vollbracht. Das Staudenbeet ist aufgeräumt, die Weigelie auf den Stock gesetzt und der Sommerflieder gestutzt. Die Weigelie war total überaltert. Wahrscheinlich blüht sie dann dieses Jahr nicht, die kommenden Jahre dafür umso mehr. Und die Optik wird auch wieder besser. Ab und an muss man die mal abschneiden, wenn man nicht jedes Jahr die alten Äste Stück für Stück auslichtet. 
Die Rosen schneide ich noch nicht. Es heißt immer wieder, dass man das macht, wenn die Forsythie blüht. Dann ist die Gefahr des erneuten Zurückfrierens am Geringsten. Jetzt kann noch mal richtig Frost kommen. Also warte ich noch. Früher schnitt ich auch zeitiger und es passierte nichts. Im vergangen Jahr hingegen froren einige gefährlich zurück, nach dem Schnitt. Daher wende ich jetzt einfach die Forsythienregel, die so gesehen ja auch eine phänologische Gartenregel ist. Und die sind von mir in jedem Fall bevorzugt. 
Die Staudenreste sind auf den Kompost gewandert. Das schon ersichtliche Unkraut (Brennessel,Löwenzahn, Schöllkraut, Spitzwegerich und andere) landete in der Biotonne. Die Äste der Sträucher sind gehäckselt und gleich wieder auf dem Staudenbeet verteilt, wo sie langsam verrotten können. 
Also ein Anfang ist gemacht und ein  Beet so weit startklar. Das Staudenbeet im oben Garten hatte ich ja schon vor dem Winterrückfall in Angriff genommen. 
Mal sehen, was dann morgen anliegt. Auf jeden Fall wird ein wenig Gemüse gesät. Und wenn ich dann weiß, was das Wetter macht, weiß ich auch, was ich mache.