Die Verbindlichkeit ist gestorben – und leider nicht nur diese

Die Verbindlichkeit ist gestorben

Gibt es heut zu Tage eigentlich irgendwo noch irgendeine Art der Verlässlichkeit oder Verbindlichkeit? Kann man auf irgendeine Aussage oder Ansage eines Anderen noch etwas geben? 
Im Geschäft kennen wir das schon länger. Ich nenne es immer die „facebook-Mentalität“ schnell mal was „liken“ oder „zusagen“ ohne je daran zu glauben, es zu kennen, es zu mögen oder es ernst zu nehmen. 
Aber selbst im Alltagsleben erfahre ich immer mehr, man kann sich leider auf nichts mehr verlassen. Heute der Fall „Gerätecontainer“. Wir freuen uns, dass er da ist. Die Umstände dazu aber, puhhhhh. 
Also der Gerätekontainer wurde von uns geordert. Ausdrücklich baten wir, dass die Spedition uns vor der Lieferung  kontaktiert. Genau das wurde vom Lieferanten auch so geschrieben. Schließlich, so hieß es weiter, muss der Kunde zum Abladen 4 Personen oder einen Stapler bereit halten. 
Die Bestellung wurde also gern vom Lieferanten angenommen und dann hörten wir nichts mehr. Immerhin stand auch dabei, daß die Lieferung im Moment wegen hohen Autragsaufkommens etwas länger dauern kann. 
Vergangenen Mittwoch dann war es so weit. Ich bin allein daheim zum Gartentag. Volker fuhr am Vormittag in die Firma und hatte geschäftliche Termine. 
Da klingelt es an der Haustür. Ich dachte, die Bekannte der Mutter, die zum Gartenrundgang angekündigt war, ist schon hier und rannte los. 
Bitte? Was soll das? Da steht ein sehr kleiner LKW mit einem  sehr großen Anhänger und hat zwei solche Geräte-Container an Bord. 
Verdutzt frage ich, was er hier will und dass er sich nicht angekündigt hat. Die Aussage hätte ich mir sparen können, da eine Verständigung auf Deutsch leider nicht möglich war. Seine Sprache spreche ich nicht, also blieb Zeichensprache und einzelne Wörter. 
Ich rufe Volker an, er weiß auch von nichts. Ich sehe mir den LKW an erinnere mich an etliche Lieferungen von Fliesen oder Terassenplatten mit LKWs vom Baumarkt. Die Maschinen waren etwa zehn mal größer und – jetzt kommt´s – die hatten einen riesigen Kran-Arm angebaut. Mit dem hieften sie immer die Ware in die Einfahrt. 
Ich versuche also dem Fahrer  des Mini-LKWs folgende Information zu entlocken: Wie lädt er das ab? 
Und wieder war ich verdutzt. Die Antwort war so einfach wie kurz. „Vier Mann“ schmetterten die beiden Worte als bloße Tatsache aus seinem nuschelnden Mund. 
Fragend blickte ich mich um. Vier Mann? „Nix vier Mann.  Du und ich. Wir sind zwei Mann. „
Er antwortete mit einem Axelzucken und abermals zwei Worten „Nu….. probiere…..“. Meine Stirn legte sich in Falten und er fängt an, die Sicherungsgurte zu lösen. Ich sollte der Vollständigkeit halber hier erwähnen, dass es gegen Mittag ist. Im Schatten haben wir 32°C und dort im Vorgarten knallt gerade voll die Sonne hin. 
Ach und noch was sollte ich erwähnen. Der Container hat eine Grundfläche von 4 x 2,5 Metern. Geliefert werden die einzelnen Teile: Bodenplatte mit 3 cm dicken Holzbohlen ausgelegt, Dach, Seitenwände, Rückwand und Vorderwand mit zweiflügeliger Tür. 
Teil für Teil laden also die schon erwähnten zwei (!) Mann alles ab. Die  Sache schien, wäre nicht die Hitze dabei, machbar. Doch dann kam die Bodenplatte. Maße und Beschaffenheit habe ich soeben beschrieben! Jetzt wird die Angabe von vier Mann klar. Ich hatte mich ja schon, während er die Gurte löste umgesehen, ob ich irgendeinen Nachbarn oder auf der Straße jemanden sehe, den ich kenne und anquatschen könnte. Aber Mittwoch Mittag ist alles ausgeflogen und „uf Schicht“. Es bleibt definitiv bei „zwei Mann“. 
Die Ladefläche des LKW geht mir bis zur Brust. Da muss die Platte runter und in den Hof. Meine Kräfte langen noch zum Runterheben und ein Stück vom LKW weg. Dann muss ich absetzen. Vielleicht  hätte der Fahrer noch durchgehalten, ich jedenfalls nicht. Hoch bekam ich sie auch nicht mehr und so mussten wir sie über einen Meter am Beton ziehen. Nicht leicht und nicht gut für den Lack unten an den  Eck-Profilen. Aber das Tor musste ja wieder geschlossen werden können. 
Wir hatten es geschafft und ich war fix und fertig. Und ich war sauer, dass man einem Kunden, der so ein Teil kauft (ja kauft, es war ja nicht gerade geschenkt!), welches diese Ausmaße und das Gewicht hat, nicht Bescheid sagt, wann es kommt. Und das obwohl es in der Produktbeschreibung ausdrücklich so geschrieben steht. Schon allein wegen der vier Mann oder Stapler die wohl wirklich erforderlich sind. Noch ärgerlicher ist, dass Volker kurz vorher weg fuhr. Hätten wir gewusst, dass die Lieferung heute erfolgt, hätte er die Termine später machen könne und wäre daheim geblieben. 
Jedenfalls liegt nun das Teil im Hof und muss da auch schnellstens wieder raus. So kann ja kein Auto in den Grund fahren.  Wir müssen draußen parken. 

Nicht alle Verbindlichkeit ist tot. 

Der Liefertermin erweist sich auch weiter als ungünstig. Niemand, den wir fragen, hat am Wochenende Zeit, uns zu helfen. Und diese Aussagen sind – Stichwort Verbindlichkeit und Ehrlichkeit – ernsthaft gemeint. Haben doch die Gefragten uns schon so wahnsinnig viel im Garten und bei den Weihern geholfen. Bereitwillig! Aber jeder hat halt so seine Termine. Das geht uns ja auch nicht anders. 
Jedenfalls richtet es sich ein Freund ein, vor der Baustelle bei seinem Sohn, noch schnell uns zu helfen. 
Er kommt mit seinem Schlepper, an dem vorne eine Gabel montiert ist und dem Hänger. Auf unseren Auto-Anhängern kann man das nicht transportieren. 
Wir schaffen es zu Zweit mit der hydraulischen Frontgabel des Schleppers, die Bodenplatte wieder auf den Anhänger zu transportieren. 
Jetzt noch zu dritt die anderen Teile. 
Alles fest verzurrt und los geht der wilde Ritt. Im Konvoi von Schlepper mit Anhänger und unserem Bus tuckern wir raus zu unseren Karpfenweihern. 
Meine Arme und Schultern freuen sich schon. Zum dritten Mal innerhalb weniger Tage wird nun die Last abermals verladen. Runter vom Hänger und einfach an die alte Hütte gelehnt. 
Nun kann Volker noch die paar restlichen Balken der alten Hütte abreißen. Dann kann aufgestellt werden. Dazu aber brauchen wir definitiv mindestens 4-5 Personen. Einmal muss die Bodenplatte ja von Hand an Ort und Stelle gebracht werden und das Gelände ist nicht eben, sogar mit einer meterhohen Stufe zum Bach dahinter ausgestattet. Zum anderen muss das Dach ja nicht nur bewegt, sondern zielgerichtet aufgelegt werden. Die Helfer sind jedenfalls mittlerweile, da ich die Zeilen hier schreibe organisiert. Gottseidank und ganz gewiss verbindlich. 
Wenn der Gerätecontainer dann steht, hat er diese Aussicht. Er hat es doch ganz gut getroffen oder? 
Und für was braucht man nun so einen Container bei den Weihern? Nun, da gibt es eine Vielzahl an Dingen, die untergebracht werden müssen. 
Das fängt an  mit ein paar Fässern Getreide und altem Brot als Futter. Man braucht verschiedene Käscher und Wasserwannen zum Fischen. Schaufeln, Rechen und dergleichen sind zu Grundstückspflege notwendig. Bretter, Rohre und so weiter zum Verschließen der Mönche, inklusive diverser Reserveteile. Dazu kommen Stiefel, Schubkarren und andere Werkzeuge. Also der Container wird rasch voll sein. 

Ernsthafte und traurige Schäden durch  Hitze und Dürre

Neben diesem Teich steht dann der Container.  Und leider beginnt mit dieser schönen Aussicht ein weiteres „Drama“ des Wochenendes. Diese Hitze und vor allem auch die Dürre forderte ihre Opfer. Leider.
Dürre? Also das hier sieht doch wundervoll aus. Wäre doch nur ein Stückchen meiner Wiese im Garten ebenfalls so satt grün. 
Aber so nah am Wasser liegt der Rasen daheim leider nicht und ist daher zu 100% vertrocknet. 

Auch schöne Blüten findet man hier draußen am Weiher.

Aber ich schweife ab und bin eigentlich bei dem traurigen Teil meines heutigen Artikels angekommen. Schauen wir also noch einmal auf den Teich von eben. Mit dem grünen Pfeil habe ich den normalen Wasserstand markiert. Ihr seht selbst, wo er mittlerweile ist. Deutlich niedriger. 
Gut, so ein Weiher ist über 2 Meter tief. Da ist schon noch genug Wasser darin. Kein Grund zur Panik, oder? 
Und ich sage doch! Keiner unserer Weiher hat nun mehr einen Zulauf. Der Bach zwischen ihnen ist komplett trocken. Die Quellen, die von  unten Wasser liefern, langen nicht aus, den Verdunstungsverlust auszugleichen. Daher sinkt der Spiegel. Und wenn die Sonne Tag für Tag, Woche für  Woche, Monat für Monat herunter sticht. Kein neues Wasser hinein fließt und doch viele Fische darin leben wird etwas knapp. Sehr knapp. Ahnt ihr es? Ja, der Sauerstoff wird knapp. Karpfen sind Warmwasserfische und brauchen vergleichsweise wenig Sauerstoff. Forellen wären hier schon lange dahin. Aber, sie brauchen Sauerstoff, das steht fest. 
Wenn dann noch in einem Teich diese Pest an Wasserlinsen die Oberfläche versiegelt, kann auch kein Sauerstoff mehr über die Luft ins Wasser. Und die Pflanzen sind eine Pest. Man schöpft sie ab mit einem Käscher, eimerweise, wannenweise und die Fläche wird nicht frei, niemals. 
Und dann ist es so weit. Der Weiher kippt um, die Fische sterben. Im Weiher waren alte Fische. Graskarpfen, die mindestens 15 Jahre alt waren und riesige Spiegelkarpfen, die auch immer für Brut sorgten. Tot schwammen sie an der Oberfläche. Vom Geruch ganz zu schweigen. 
Wir mussten also im Juli „Weiher-Fischen“. Eine Arbeit, die sonst im März oder Oktober dran ist. Zeit dazu haben wir eigentlich nicht, aber es muss sein. 
Während das wertvolle Wasser also im Graben verschwindet, fange ich an ein Loch auszuheben. Deutlich länger als breit. Die Graskarpfen waren wesentlich länger und vor allem dicker als mein Arm. Dazu also die Spaten und Schaufeln im Container…..
Es reut uns sehr ums Wasser, das die anderen Weiher gut brauchen könnten. Aber es stinkt ekelig und wir würden den anderen Weihern mehr schaden als nutzen damit. 
Zwei Karpfen konnten wir retten. Nach gründlicher Dusche (es mussten alle Wasserlinsen von ihnen abgespült werden) kamen sie in einen anderen  Teich und können sich dort erholen. 
So lange wir also draußen waren, ließen wir unsere Pumpen Wasser als Fontäne wieder in die Teich pumpen. Vielleicht kommt so ein wenig Sauerstoff rein. 

Eigentlich aber auch nur eine Farce. Wenn es täglich geschähe wohl sinnvoll, aber so? Meine Pumpe läuft mit einem Tank nur eine Stunde. Also müsste ich, wenn ich daheim bin, stündlich raus zum Tanken. Die andere Pumpe ist elektrisch, betrieben mit einem Stromaggregat. Das läuft ein paar Stunden, aber aus unbekannten Grund geht es nach etwa  2 Stunden aus und lässt sich erst am nächsten Tag wieder starten. Also erübrigt sich die Frage, ob ich es machen soll mit den Fontänen am Weiher. Da hier überall keine Linsen auf der Oberfläche sind, hoffen, wir auf einen guten Ausgang. Es kann ja nur noch Wochen dauern mit der Hitze. Haben wir doch im Wasser alles, was wir an Fischen haben. Von der einjährigen Brut, über die zweijährigen, dreijährigen Fische, die Speisekarpfen und die alten Karpfen, die dieses Jahr sicher wieder für reichlich Brut sorgen werden.
Für die ist dieser Sommer auch anstrengend, wie für uns.  

Sommer im Land – Urlaub im Garten

Das Wasser kommt und geht

Vor gerade einmal zwei Monaten verfasste ich hier einen ausführlichen Artikel über all das Wasser in unserem Garten. Brunnen, Hundebadewanne, Insektentränke oder Seerosenbecken alles ist vorhanden. 
Heute kommt es mir vor, als wäre das ein anderes Land und ein anderer Garten. Da seit Monaten mal wieder der Regen fehlt und das Frühjahr ab April super warm daher kam, haben wir nun statt Rasen Heu und Erde und statt saftiger Büsche und Sträucher überall Herbstlaub herumfliegen und immer kahlere werdende Bäume. 
Der Sommer hat das Land fest im Griff. Schaut man sich in den sozialen Medien und den dortigen Mitteilungen um, hat man wenigstens den Trost, dass es – wie mir scheint – allen und überall so ergeht. Nein. Gärtnern macht hier keinen Spaß mehr. Meine Selbstversorgung liegt dieses Jahr auch darnieder. Das Gemüse will nichts werden. Und das ist doch der eigentliche Schwerpunkt meiner Gartentätigkeiten. 

Zu heiß, zu trocken, zu hell – ich finde keine Fotomotive mehr

Sei es wie es ist, ich habe noch ein paar ganz schöne Fotos gemacht und Arbeiten erledigt, bevor es jetzt in den letzten Tagen wirklich schlimm wurde. Seit Tagen bin ich auf der Suche nach Fotomotiven für meinen Blog. Ich konnte nichts finden. Klar gibt es tatsächlich einige Dinge, dir mir persönlich Freude bereiten. Für ein Foto allerdings langt es nicht. Neu gepflanzte Stauden zum Beispiel. Frisch gepflanzte Sukkulenten-Schalen oder der in Arbeit befindliche Teichgarten in der alten Zinkwanne wären hier zu nennen. 
Hier nun also die alten Fotos.

Wenn es heiß wird und trocken, dann sieht man sie wieder – die Frösche. 

Ja! Mein Laubfrosch ist wieder da. Lange schon hielt ich nach ihm Ausschau und jetzt hat er sich wieder gezeigt. Er wohnt wie jedes Jahr unter der Topf-Platte mit den Kohljungpflanzen im Gewächshaus. Ich kann ihn sogar vorsichtig mit dem Finger streicheln, ohne dass er weg hüpft. 

Ich habe einen neuen Lieblings-Sitzplatz gefunden

Dann habe ich einen neuen Lieblingsplatz im Garten gefunden und sofort mit einem alten Stuhl möbliert. 
An der höchsten Stelle des Grundstückes unter dem Walnußbaum und vor der Scheunenwand ist es super angenehm schattig. Man überblickt das Grundstück (zumindest den oberen Gartenteil). Man sieht, wenn jemand herein kommt und ist selbst durch Baum und Scheune und Ramblerrosen, wie in einer Höhle. Die Bilder sind von letzter Woche. Du meine Güte, war es da noch schön grün…..

Schade, daß das Auto im Bild ist.  Wenigstens ist es grün und fällt nicht so auf. Die Fotos habe ich in meiner Freude über diesen schönen Sitzplatz spontan gemacht und wollte nicht extra den Bus wegfahren.

Wenn man ganz nach rechts blickt, schaut man in den Gemüsegarten. Wozu wir die Regen-Fässer zusammengeschlossen und auf Betonplatten sicher aufgestellt haben, weiß ich jetzt auch nicht. Eigentlich könnte man daraus warmes Gießwasser für zum Beispiel Gurken entnehmen. 
Blickt man nach links zu den Nachbarn, fällt der Blick auf die Säulenobstreihe. 
Und hier sieht man den Stuhl. Wie gut, daß wir die Angelhütte ausräumten und ihn dort fanden. Eigentlich sollte auf den Sperrmüll, nun ist er Möblierung für meinen  neuen Lieblingsplatz. 

Trotz Hitze, die Arbeit muss erledigt werden: Kompost umschichten

Aber nicht, dass ihr denkt, ich sitze nur gelangweilt im Garten herum. Nein, das eher selten. Schließlich muss einiges erledigt werden. Der Kompost sollte schon längst umgeschichtet werden.  Der kommt dann im nächsten Frühjahr auf die Beete. 
Lockerer, wohlriechender Kompost. Würmer sind (fast) keine mehr darin aber unzählige Asseln und Tausendfüssler. Die setzen ihn noch gar um. Vor allem jetzt, da durch das Umsetzen in den anderen Behälter wieder Luft hinein kommt. 
Schon ist die Arbeit geschafft. Zum Schutz vor Sonne und  dem Austrocknen kommt auf den großen Behälter auch noch ein Deckel aus Pappe. Da es so langanhaltend trocken ist, muss ich auch meine frischen oder diese fast fertigen Komposte regelmäßig wässern. Ansonsten würde alles nur vertrocknen, aber nicht verrotten. Dabei ist aber zu darauf achten, dass man es nur feucht macht und nicht alles ersäuft. Dann würde es faulen und stinken, was viele Unwissende ja immer wieder von einem Komposthaufen glauben. 
Während ich also meine Komposthaufen umgeschaufelt habe, hat Volker an den Weihern schon mit der Angelhütte weiter gemacht. Später am Nachmittag werde ich auch mit raus gehen. 
Vorher gieße ich noch ein paar Kannen Wasser zu meinen Quittenbäumen. Dort am Hang ist alles verbrannt. Quitten lieben es warm und nicht zu nass. Scheinbar haben sie tiefe Wurzeln. Noch sehen sie in Ordnung aus. Nur die Wildrose dazwischen ist schon wieder abgestorben. 

Es ist jetzt das allererste Jahr, in dem die  Quitten tatsächlich Fruchtansätze haben. Hoffentlich werfen sie die nicht wegen der Dürre ab. Ich hätte doch so gern die ersten Quitten von ihnen probiert.

Nächste Sommerarbeit: Hecke-schneiden

Bevor es aber raus geht zu den Weihern, wird erst noch die eine Hecke hier geschnitten. Sie ist fast dreißig Meter lang, Stellenweise einiges über 2 Meter hoch und der Hang ist recht buckelig und uneben. Da ist eine Hilfe sehr angenehm. Volker reicht mir die Heckenschere, wenn ich mal wieder, zum ich weiß nicht wievielten Male ,oben auf der Leiter stehe. 
Unter der Hecke aus vorwiegend Liguster war ganz dicht der Giersch. Der ist jetzt verdorrt. An etlichen Stellen ist auch der Liguster verdorrt. Überhaupt ist sie gar  nicht mehr schön, die Hecke. Die Schneebeeren mögen wohl die Dürre und Hitze nicht. Die machen gar nichts mehr her. Irgendwann muss da mal ein Fachmann mit dem Bagger her und alles rausreißen. Aber was dann hin? Hainbuche wäre mir recht. Aber die ist für unser Klima auch nicht gut, was ich so las. Am Ende wird es vielleicht wieder Liguster. Oder Thuja. 
Das war ein Scherz!!!!!!!!!!!!!! Keine Panik! Thuja wird es bei mir nicht geben. 
Die Hecke ist geschnitten. Das Schnittgut den Berg hoch gefahren zum Kompost. Das sollte jetzt zeitnah gehäckselt werden, was aber nicht klappen wird. Wir haben es auf alte Paletten gelegt, in der Hoffnung, dass es eher trocknet als fault. Wenn anfängt zu faulen bekommt es der Häcksler nicht mehr klein, weil es dann weich wird. 

Dritte Sommerarbeit: Hütte abreißen

Jetzt geht es erst mal noch raus zur Angelhütte. Schließlich ist der Wertstoffhof nur am Samstag geöffnet. Wenn man nur einmal die Woche etwas entsorgen kann, muß man das nutzen und so werden eben jetzt abends noch rasch die beiden Anhänger mit Altholz voll geschlichtet. 
Dach und Wände sind demontiert. Bleiben noch die „Stützbalken“ und die Querbalken vom Dach. Zu blöd, daß die am hinteren Ende höchsten 1,60 lichte Höhe vorhalten. Ich bin 1,86 und nun könnt ihr euch denken, wo die blutunterlaufene Stelle auf meinem, nur noch schütter mit Haar bedecktem  Haupt her kommt. Hätte ich mehr Haare, würden mich nicht alle Leute fragen, was ich angestellt habe. 
Einer der tragenden Balken. Falls jemand meint, die schöne alte Hütte hätte man noch erhalten können…..

Doch noch ein paar schöne Gartenfotos – Achtung: Gelb

So, das waren jetzt genug Fotos von der Arbeit. Zum Genießen kommen jetzt noch ein paar Schmankerl für’s Auge. 
Naja, ich weiß ja, daß die Geschmäcker verschieden sind und viele unter euch Farbe im Garten nicht mögen. Für alle anderen kann das aber auch ganz reizvoll sein. Und für die „mit-ohne-Farbe“ habe ich ja immerhin weißen Phlox. In der Kombination mit schrillem Pink-Phlox und dem feuerroten Mohn, der sich da selbst hingesetzt hat, erinnert mich das Bild in der vollen Sonne irgendwie an Filme aus der Zeit vom „Ponnyhof“ und dergleichen. Findet ihr nicht? 

Heute fotografiert man ja eher nicht mehr in der prallen Sonne. Das ergibt dann solche Fotos, wie hier mit den Färberkamillen und Lichtnelken im Abendlicht. 

Gleiche Pflanze, anderes Licht. Eben doch mal wieder Mittagssonne.

Und noch mal Färberkamillen. Ich finde sie einfach Klasse. Und sie vertragen Trockenheit…

Gelbe Färberkamillen mit hellblauen Storchschnabel.

Und wieder gelb, aber diesmal bei der Nachtkerze. Sie hat sich zusammen mit dem blauen Natternkopf selbst ausgesät und steht vor dem dunklen Laub der winterharten Zitrone. Der gefällt die Wärme glaube ich auch.

Wieder ein anderes Gelb findet man bei der Trollblume. Zu ihr hat sich eine pinkfarbene Spornblume gesät.

Nun aber zur Abwechslung einmal etwas in  Gelb. Das Brandkraut vor der Banane, die ja gelbe Früchte hätte, würde sie welche tragen.
Aber im Ernst, der Garten hat jetzt viel Gelb, während im Frühjahr (neben den Narzissen ganz zeitig) vor allem die Blautöne mit etwas Rosa vorherrschen. Ein schöner Farbwechsel, der sich jedes Jahr vollzieht. 
Und hier? Na, immerhin ist die Mitte einer jeden Blüte deutlich Gelb. Also passt sie und darf natürlich stehen bleiben. Die Bodendeckerrose Sternenflor wird von Jahr zu Jahr ein wenig größer. Anfangs war sie recht mickrig. 

Sonne zu hell für Fotos? Nicht bei diesen Pflanzen.

Hier sieht man, dass Fotos in der prallen Mittagssonne manchmal auch gelingen. Es sind ja auch Sonnenanbeter hier an und über der Mauer vom Mäuerchenbeet.

Größte Hitze und eigentlich keinerlei Platz stören den Mauerpfeffer oder die Walzenwolfsmilch nicht. Sie lassen sich nieder, wo der Samen eben gerade hinfällt.

Und mal ehrlich, solche Gartenszenen hier kann man doch nur in der vollen Sonne fotografieren. In der Abenddämmerung würde die Urlaubsstimmung beim Anblick der Palmlilie und Banane im Staudenbeet glaube ich nicht aufkommen. 
Bis auf ein Staudenbeet habe ich auch endlich alle wieder einmal vom Unkraut befreit und die sich jetzt aussamenden Akeleien abgeschnitten. Will man im Frühjahr eine solche Pracht habe, wie ich sie hier schon oft gezeigt habe, dann muß man eben die „scheußlichen“ Samenstände im Beet in Kauf nehmen. Erst abschneiden, wenn schon Samen ausgefallen sind, heißt es hier. 

Wer schreibt  nur diese Gartenpflegetipps im Internet?

Tschja, mein Vorgarten mit dem Mäuerchenbeet in den ersten Juli-Tagen. Wo die Bewässerung verlegt ist sieht glaube ich jedes Kind. Und wer genau hinsieht, erkennt, dass auch die zweite Hecke, die noch höher ist und vor allem dicker, geschnitten ist. 
Und, sagt mal ehrlich. Wer schreibt denn bei Facebook immer diese irre sinnvollen Gartentipps mit der Rasenpflege. Laufend lese ich, was ich jetzt als Hobbygärtner machen muß, dass mein Rasen toll aussieht. Die Texte sind dann Standard-Wortaneinanderreihungen mit Lehrmeinung aus der Gärtner-Ausbildung. Hallo! Ich bin ja nicht der einzige, dessen Rasen so aussieht und dann kommt mir da ein Schreibtischtäter, der vielleicht gar keinen Garten hat, mit hilfreichen Tipps und Tricks für einen schönen Rasen und will mir einreden, dass am Ende ich selbst Schuld bin, dass mein Rasen so aussieht. Mangelnde Pflege oder so. 

Urlaubskulisse im eigenen Garten

Was soll’s. Dort wo die hier stehen, wenn sie frei wachsen, dürfte der „Rasen“ wohl auch so aussehen, wie bei mir. Vielleicht gedeihen sie daher so erfolgreich?

Auch am mediterranen Platz sieht es aus, wie im Urlaub. Wenngleich ich auch hier bei den Kübelpflanzen schon wieder erste Verbrennungen an den Blättern festgestellt habe.

Was für eine Freude. Vom schönsten Urlaub meines Lebens, habe ich letzten Herbst Montbretienknollen mitgebracht. Jetzt blühen sie und erinnern mich jedes Mal an diese wundervolle Woche.

Ein neues Gartenprojekt?

Für heute bin ich schon beinahe durch. Zum Abschluss noch einmal ein Stückchen von meinem Rasen. Wir waren bei dem „Tag der offenen Gartentür“ auch in einem Garten ganz in der Nähe und haben da sehr schöne Anregungen bekommen. Dieses Stück Rasen wird es nicht mehr lange geben. Wieder ist ein Gartenprojekt geboren. Wer neugierig ist, schaut einfach in den nächsten Monaten immer mal wieder vorbei. Vielleicht wird es auch erst im nächsten Jahr umgesetzt, aber gemacht wird es, das steht fest. 

Rezepte aus dem Garten

Und für die Rezepteliebhaber habe ich einmal wieder gebacken. Himbeerkuchen mit Erdbeeren (schwarze Himbeeren gibt es wirklich! Dir Roten waren da noch nicht reif). 
Und die Kirschen aus Nachbars Garten habe ich eingekocht und eingefrohren.

Der Gemüsegarten, die Karpfenweiher und unsere diversen Projekte

Willkommen im Hochsommer (phänologisch)
und im Sommer ganz allgemein. Wir haben den längsten Tag und die
kürzeste Nacht. Ab jetzt geht es wieder rückwärts. Die Nächte
werden länger und die Sonne weniger. Die Zeit verfliegt. Es gibt so
viel zu tun, dass ich zum Schreiben kaum noch Zeit habe. Vieles muss
erledigt werden und doch möchte ich diese Arbeiten keinesfalls
missen. Es macht Spaß immer wieder etwas schöner zu machen oder
einfach die, der Jahreszeit entsprechenden, Arbeiten zu verrichten.
Wir genießen die Zeit draußen – sowohl im wunderbaren Garten als
auch in der traumhaften fränkischen Landschaft bei unseren
Karpfenweihern.
Im letzten Beitrag versprach ich,
dieses Mal den Gemüsegarten oder im weitesten Sinne unsere
Nutzflächen (dann kann ich auch über die Weiher berichten) zu
schreiben.
Das werde ich heute tun. Es sind
allerdings so unendlich viele schöne Momentaufnahmen und Details in
Fotos festgehalten, dass ich, trotz ausgiebigen Streichens, wirklich
viele heute zeigen werde. Für alle Interessierten und für mich,
wenn ich im kalten und trostlosen Winter mich anhand der Fotos gerne
auch mal wieder in den Sommer zurück versetzen möchte.
Um nun den Bericht nicht unnötig
aufzublähen, werde ich mich mit Erklärungen und Worten
zurückhalten. Wenn jemand also Interesse an einem bestimmten Foto
hat, ihn oder sie eine Frage dazu quält oder einfach mehr
Information gewünscht ist, dann bitte schreibt einen Kommentar. Ich
habe aus diesem Grunde die Fotos nummeriert. So kann man leicht
ausdrücken, von welchem Bild jeweils gerade die Rede ist.
Oder ihr schreibt mir einfach nur, welches Bilder, welche Bilder euch am besten gefallen haben. Würde mich auch mal interessieren. 
Bevor es nun in den Nutzgarten geht,
starte ich noch einmal kurz im Ziergarten. Wieder haben wir ein
Projekt abgeschlossen. Die Fassade vom Palmenhaus ist fertig renoviert.

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 Das war auch nötig. Das Holz wer verwittert und die Fassade nach dem Fenstereinbau spät im letzten Herbst war beschädigt. 

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Jetzt ist auch die Fassade fertig
renoviert.
Die Dächer über ihm und dem
benachbarten Carport sind auch mal wieder von Laub und Moos befreit.
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Die Gelegenheit nutzte ich, um den
Garten – und auch den Gemüsegarten – einmal aus einer noch
völlig unbekannten Perspektive ab zu lichten.
Nach dem Blick auf Dach wende ich mich dem Wohnhaus zu und fotografiere immer mehr nach links drehend, bis ich den Gemüsegarten im Blick habe. 
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Nachdem wir den Gemüsegarten jetzt von
oben betrachtet haben, begeben wir uns nun auf eine eher
bodenständige Perspektive, die mehr Details ermöglicht.
Zuerst ein paar Beet-Ansichten: 
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Einzelne Gemüsekulturen: 
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Baldige Ernte: 
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Erfolgte oder kurz bevorstehende Ernte:
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Hier muss noch gewachsen werden:
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Was man vom Dach aus nicht gesehen  hat, ist der Garten unten am Dorfweiher: 
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Mein neuer Garten-Helfer: eine Benzinpumpe. Ohne die wäre der Weihergarten nicht so grün. Wasser ist ja genug da, es muss nur in entsprechender Menge und mit möglichst wenig Zeitbeanspruchung in die Beete gebracht werden. 
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Weil ja jetzt wieder eines der
diesjährigen Gartenprojekte abgeschlossen ist, haben wir uns sofort
einem lange fälligen Projekt bei den Weihern zugewendet. Die dortige
Hütte ist so marode, daß sie abgerissen wird.
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Zu aller erst wollten wir die Bretter
neu streichen. Oder alles mit Blech neu verkleiden.
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Dann stellten wir fest, daß viele
Balken so morsch sind, daß sie schon gar nicht mehr existieren.
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Hohlräume wurden von der Natur
erobert.
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Da ist jede Arbeit und jedes Geld zu
schade, das hier rein gesteckt wird. Bevor sie aber abgerissen werden
kann, muss sie entrümpelt werden. Schließlich lagern hier noch all
die Sachen vom Vorbesitzer.
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Trotz der unschönen und staubigen
Arbeit bei fast 30 Grad Hitze
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blieb mir aber immer noch die Zeit,
Schönes wahr zu nehmen.
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Nachdem wird die Karpfen gefüttert
haben (sie wachsen übrigens prächtig),
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 ging es auch für uns heim
zum Eiskaffee auf die schattige Terrasse beim Haus.
Das darf aber nicht mehr über diesen Steg hier geschehen. 
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Aber keine Bange, die neuen Stahlträger liegen schon bereit im Garten. Wenn das Projekt Hütte abgeschlossen ist, kommt dieser Steg hier dran. 

Salat im Gewächshaus und die Staudenbeete werden aufgeräumt

„Schreibst du gar nichts mehr in deinem Blog? Dein letzter Beitrag ist ja schon so lange her!“ 
Oh weh, solche Fragen kommen schon? Und tatsächlich ist da ja auch noch das Winterbild mit Schnee. Ich habe tatsächlich schon, für mich, sehr lange nichts mehr von mir gegeben. Schuld ist aber auch dieser Winter. Da kam er noch einmal ganz  heftig zurück. Extreme Kälte und Eiswind für zwei Wochen. Da hatte mich meine Gartenlust, die noch immer im Winterschlaf war, so gar nicht gepackt. Wozu auch, man hätte sowieso nichts im Garten machen können. Sogar das Sähen von Gemüse musste noch bleiben. Im Haus ist es zu warm und viel zu dunkel. Im Gewächshaus dagegen viel zu kalt. 
Nicht zu kalt war es meinem Winterkopfsalat. Waren draußen -15°C blieb es innen, unter drei Lagen Vlies und den Solarschläuchen die meiste Zeit des Tages frostfrei. Nur der Salat an der Außenwand hatte ein paar Frostflecken. Jetzt ist es wärmer und ich habe die Vliesauflagen entfernt. Der Salat braucht Licht zum Wachsen. Durch die Stegdoppelplatten mit ihren Algen und Winterdreck kommt das schon gedämpft ins Gewächshaus. Die Vliesauflagen filtern weiteres Licht. Das ist nicht gut für den Salat. 
Ich glaube, wir können bald den ersten ernten.  Schaut doch mal, wie der Salat noch im Oktober ausgesehen hat: HIER sieht man ihn. 
Weiter gibt es im Gewächshaus eben noch nichts. Kübelpflanzen ausräumen ist auch noch nicht drin. Letztes Jahr um diese Zeit waren schon alle draußen, was aber ja eigentlich zu früh ist. Die Quittung bekamen wir dann im April mit den Spätfrösten. 
Meinen Granatapfel und einen Oleander habe ich schon mal ins Gewächshaus geräumt. Die können Frost vertragen, haben also so geschützt nichts zu Befürchten. Vielleicht sollte ich langsam noch ein paar Kübel mit zum Beispiel Rosmarin, den großen Oleander oder den Mammutbaum ins Gewächshaus räumen. Das beruhigt das Gewissen, endlich im Garten etwas zu machen und tut diesen robusten Pflanzen auch gut. 
Schon seit dem Pflanzen im Herbst steht die Schale im Gewächshaus. Darin wachsen Elfenkrokus und Wildtulpen. Beides habe ich in die Blumenwiese gepflanzt und ein paar in die Schale, mit der Hoffnung, sie hier im Gewächshaus früher wachsen  und natürlich eher blühen zu lassen. 
In der Wiese kommen die Wildtulpen gerade aus der Erde. Die hier dürften bald blühen. 
Als Vorbereitung für den Sommer im Gewächshaus wachsen im Heizungskeller bereits unter Kunstlicht die Paprika-Jungpflanzen. Heute habe ich noch Tomaten gesät. 
Vor einiger Zeit habe ich diese Süßkartoffel ins Wasser gesteckt. Hoffentlich treibt sie, dachte ich mir. Vergangenes Jahr konnte ich keine pflanzen, weil nicht eine Knolle, die ich kaufte zu treiben begann. Diesmal holte ich eine aus dem Bioladen. Die Hoffnung, daß diese nicht irgendwie triebhemmend chemisch behandelt wurde, veranlasste mich dazu. Schließlich werden unsere normalen Kartoffeln ja auch mit Chemie behandelt, daß sie NICHT treiben. Vielleicht wird das bei Süßkartoffeln auch gemacht? Immerhin, diese hier treibt. Jetzt müssen die Triebe schön wachsen, werden dann abgetrennt und wieder ins Wasser gestellt. So wird aus jedem Trieb ein Ableger mit Wurzeln und ich habe aus einer Knolle mehrere Pflanzen. Die kommen ins Gewächshaus als Bodendecker unter die Tomaten. So der Plan jedenfalls. 
Und so verbringe ich meine Zeit. Eigentlich sollte ich in den Garten und was machen. Aber irgendwie fällt der Anfang im Frühjahr schwer. Heute am Samstag muss aber was geschehen. Die Zeit rennt mir davon. 
Aber erst mal einkaufen. Ausreden, um nicht raus zu müssen in den Garten, finden sich immer. Also ab ins Nachbardorf zum dortigen Metzger. Auf dem Weg dahin komme ich an unseren Weihern vorbei. Also mache ich kurz Halt und sehe nach dem Rechten. 
Die Weiher mit Wasser drin, sind noch zugefroren. 

Der Weiher ohne Wasser sieht auch eher trostlos aus. Hier wartet noch Arbeit. Der Mönch und der Vorlauf vor dem Mönch müssen instand gesetzt werden.

Ein paar Arbeiten hat Volker im Winter schon erledigt. Erlen gerodet. Die Stämme sind Brennholz und die Äste wandern seit Jahren auf unsere Totholz-Hecke. Und es sind noch immer Erlen an den Bachufern zu roden. Die Arbeit reißt eben nie ab. 
Ach und die sind auch wieder da! Als wir damals vor vielen vielen Jahren die Weiher übernahmen, steckte ich in einen Streifen Wiese am Bach ein paar Packungen Krokus und Narzissen. Seither begrüßen sie uns in jedem Frühling wieder. 
Dann Stehe auf dem Damm und lasse das Auge noch ein wenig in die Weite der fränkischen Landschaft schweifen. Was muss noch alles gemacht werden, bevor es dann plötzlich wieder heiß und Sommer ist. Und bis hier alles saftig Grün und zugewachsen aussieht. 
Aber ich sollte doch etwas im Garten machen und nicht hier in der Landschaft stehen und sinnieren. 
Also ab in den Garten. 
Immerhin stehen hier ja auch Krokusse in der Wiese. Sind diese hier nicht allzu süß. Gepflanzt habe ich das so nicht (bewußt). Aber was für eine fotogene Gesellschaft. 
Ok, ich bin ehrlich. Das Foto war ein paar Tage vorher aufgenommen. 
Heute sieht die Wiese und die Krokusse mit Schneeglöckchen so aus. Gewachsen ist alles schon wieder.  Mit 10 Grad ist es heute auch sehr angenehm draußen. Aber, es gibt ein Aber. Die fehlende Sonne und beständiger leichter Nieselregen, verleiten eben nicht unbedingt zur Gartenarbeit. 
Gleich neben der Blumenwiese habe ich dann tatsächlich meine heutigen Gartenstunden verbracht. Das Mäuerchenbeet muß, wie die anderen Staudenbeete auch, dringend aufgeräumt werden. Schließlich treiben überall schon die Zwiebelpflanzen. 

So lange noch Schnee darüber lag, was ja auch die wenigste Zeit im Winter der Fall war, sah alles noch ruhig, friedlich und aufgeräumt aus. Wenn kein Schnee den Chaos verdeckte, waren die hellen Tagesstunden derart gering, daß einem die Trostlosigkeit gar nicht richtig auffiel. Jetzt aber im März, mit deutlich längeren Tagen, neuem Wachstum und – außer heute – viel Sonne, kann ich den Anblick nicht mehr ertragen. So sieht der ganze Garten aus. Vom Gemüsegarten ganz zu schweigen.

Und dann ist es geschafft. Nach kurzweiligen viereinhalb Stunden im Nieselregen ist es vollbracht. Das Staudenbeet ist aufgeräumt, die Weigelie auf den Stock gesetzt und der Sommerflieder gestutzt. Die Weigelie war total überaltert. Wahrscheinlich blüht sie dann dieses Jahr nicht, die kommenden Jahre dafür umso mehr. Und die Optik wird auch wieder besser. Ab und an muss man die mal abschneiden, wenn man nicht jedes Jahr die alten Äste Stück für Stück auslichtet. 
Die Rosen schneide ich noch nicht. Es heißt immer wieder, dass man das macht, wenn die Forsythie blüht. Dann ist die Gefahr des erneuten Zurückfrierens am Geringsten. Jetzt kann noch mal richtig Frost kommen. Also warte ich noch. Früher schnitt ich auch zeitiger und es passierte nichts. Im vergangen Jahr hingegen froren einige gefährlich zurück, nach dem Schnitt. Daher wende ich jetzt einfach die Forsythienregel, die so gesehen ja auch eine phänologische Gartenregel ist. Und die sind von mir in jedem Fall bevorzugt. 
Die Staudenreste sind auf den Kompost gewandert. Das schon ersichtliche Unkraut (Brennessel,Löwenzahn, Schöllkraut, Spitzwegerich und andere) landete in der Biotonne. Die Äste der Sträucher sind gehäckselt und gleich wieder auf dem Staudenbeet verteilt, wo sie langsam verrotten können. 
Also ein Anfang ist gemacht und ein  Beet so weit startklar. Das Staudenbeet im oben Garten hatte ich ja schon vor dem Winterrückfall in Angriff genommen. 
Mal sehen, was dann morgen anliegt. Auf jeden Fall wird ein wenig Gemüse gesät. Und wenn ich dann weiß, was das Wetter macht, weiß ich auch, was ich mache. 

2018 und die Lostage – schade, daß die Regeln wohl doch stimmen.

Na das wird ja ein Jahr werden! 
Also mal ehrlich. Am Lostag Maria Lichtmeß war das Wetter ganz eindeutig so gestaltet, daß es noch einen langen Winter vorher sagte. Tatsächlich wurde der Winter immer heftiger. 
Jetzt sind wieder zwei Lostage ins Land gegangen. Petrus und Matthias. So wie das Wetter da ist, bleibt es weitere 40 Tage. 
Also das ist jetzt ehrlich ernst. Nun weiß ich nicht, wie genau die Regel zu deuten ist. Wir haben blauen Himmel und Sonne von früh bis spät. Bleibt das 40 Tage? Wir haben aber auch einen eisigen Wind, der sich laut Wetterspezialisten anfühlt, als wäre er 10-15 Grad kälter. Und das bei Temperaturen von einigen Minusgraden.  Bleibt das auch 40 Tage?  Und wir haben nachts immer mindestens 8 Kältegrade, jetzt dann sogar tagelang zweistellige Minusgrade. Bleibt das 40 Tage?
Schnee und blauer Himmel im Garten
Sicher sind solche Regeln ja wohl eher Tendenzen und keine exakten Vorhersagen. Aber ich kann es drehen und wenden wie ich will, es versuchen, mir schön zu reden. Es bleibt wenig Schönes an allem. 
Selbst wenn nur die Tendenz 40 Tage anhält, wird das echt anstrengend. Denn die momentane Wetterlage ist alles andere als alltäglich. Es ist keine Katastrophe und kein Weltuntergang. Allerdings kommt es dennoch äußerst selten vor. Ich habe im Radio gehört, dass es 1986 zum letzten Mal derart  kalt war, Ende Februar. 
Auch ein wenig für mich als Erinnerung in künftigen Jahren bilde ich hier im Tagebuch einmal die aktuelle Wetterprognose ab. Der genannte Samstag ist der 24. Februar. Der letzte Sonntag ist somit bereits der 4. März. 

Immerhin bleibt mir so noch die winterliche Ruhe vor dem warmen Ofen erhalten. Wie schon mehrfach erwähnt, hielt und hält sich meine Gartenlust ja noch in Grenzen. Wahrscheinlich weiß meine innere Uhr instinktiv, dass es noch Zeit hat bis zum Gartenstart.

Im Gewächshaus gedeiht der Salat noch sehr schön. Unter dem Vlies mit den Solarschläuchen zur Temperaturpufferung ist es auch morgens zeitig noch immer frostfrei, der Boden nicht gefroren. Im Gewächshaus über dem Vlies ist aber Frost und der unbedeckte Boden sehr wohl gefroren.

Meine Washingtonia macht mir die allergrößten Sorgen. Morgens sind -5°C im PalmenHäuschen. Draußen sind nachts -8°C. Wie kalt wird es wohl bei Nachts -13°C und tags -5°C? Ich glaube, das war es dann nach über dreißig gemeinsamen Jahren.

Die Hanfpalme ist ja härter im  Nehmen. Sie bekam aber um den Kübel sicherheitshalber noch einmal Isolierfolie angelegt. Schwierig ist es jetzt mit dieser Sonne. Nachts müsste das Dach geschlossen werden, gerade bei zweistelligen Minusgraden. Tags knallt hier aber die Sonne darauf und erhitzt es auf über 30 Grad. Da ich aber ja auch berufstätig bin, muß ich es auch nachts offen lassen, weil ich tags nicht daheim bin zum öffnen. Ich hoffe, die Kälte ist weniger schädlich, als die Hitze tagsüber, die ein geschlossenes Häuschen produzieren würde.

Winterschutz der Hanfpalme

Da schon ein paar Blüten im Garten waren, schaute ich mich auch nach denen um. Die Schneeglöckchen haben sich zum Boden gebückt, um der Kälte ein wenig auszuweichen. Na, das nützt aber bei den Temperaturen  nicht viel, glaube ich.

Schneeglöckchen tiefgefroren
Schneeglöckchen tiefgefroren

Heute morgen war ich bei den Karpfen.

Karpfenweiher im Winter

Die Weiher sind fast zugefroren. Nur dort wo das Wasser einfließt ist die Eisschicht noch offen.

Karpfenweiher im Winter

 Die Kälte macht den Karpfen nichts. Sie sind aber gefährdet, wenn der Weihter komplett zugefroren ist und kein Zulauf und Ablauf vorhanden ist. Dann wird der Sauerstoff irgendwann aufgebraucht und sie ersticken. Ich denke, da noch nicht alles zugefroren ist und der Zulauf ja auch vorhanden ist, dürfte dieses Jahr nichts passieren. Aber wann wohl  die Weiher wieder endgültig eisfrei sein werden? Das ist immer für mich so ein natürliches Phänomen im Frühjahr. Wenn die Weiher wieder komplett eisfrei sind, dann ist der Winter überstanden.

Die fränkische Landschaft bei Eiswind und Eiseskälte. 

Winter in Franken

Da bin ich mal gespannt, wie es nächstes Jahr zu der Zeit aussieht. Daher ist es immer schön, so ein Tagebuch zu haben und die Jahre vergleichen zu können.

Schaut doch mal in Jahr 2017 Ende Februar. Da legte ich die Tropfschläuche und die robusten Kübelpflanzen waren ausgeräumt. Die Seerose stand wieder im Becken. 

Blicken wir in das Jahr 2016 , da blühten schon die Krokusse und im anderen Beitrag sieht man wie die Stauden schon grün sind.

2015 konnte ich schon Mitte Februar meine Staudenbeete putzen.

Besonders schön finde ich das Jahr 2014. Schaut doch mal diesen Bericht an. Darin blicke ich ebenfalls zurück und sogar in den Schrebergarten meiner Mutter. Da werden Erinnerungen wach…

Jedenfalls war es da ganz anders als dieses Jahr. Logisch ist ja auch keine vier dabei. Aber lest doch selbst mal nach. In dem Bericht gibt es Bilder von 2004 bis 2011. Das ist ja mal interessant. Und es zeigt, daß dieses Jahr 2018 zwar gefühlt „blöd“ ist, aber nüchtern betrachtet, allein schon über die wenigen Jahre meiner Tagebücher, einfach „ein Jahr“ ist. Nicht mehr  und nicht weniger. Und wir sind ein Teil von dem allem. Wie gut, daß man am Wetter nichts ändern kann…..

Hanfpalme im Kübel im Freien überwintern und der Erlkönig

Eine Woche ist es nun schon wieder her. Ich berichtete von grausligem Novemberwetter und wie wir dabei im  Schneegriesel die Washingtonia vollends einbauten und so für den Winter fit machten
Dann brachte ich noch das  Foto der anderen, großen und noch ungeschützten Palme. Einer Hanfpalme im Kübel. 
Heute kann ich meinen Palmenüberwinterungsbericht fortsetzten. Wieder war Wochenende. Wieder war es grauslig kalt und regnete und graupelte. Wieder ist ein Palme eingepackt und geschützt. 
Hanfpalme im Kübel
Hanfpalme im Kübel
Die Hanfpalme (Alter etwa 27 Jahre) wird ihren dritten  Winter im Freien verbringen. 
Gepflanzt ist sie, genau wie die Washingtonia, in einen Cortensthal-Pflanzkübel. Der ist quadratisch mit 60x60cm (Washingtonia 80x80cm). Vorteil dieser Kübel sind die Wände. Sie lassen sich von innen mit Dämmplatten leicht verkleiden. Auf die Dämmplatten kommt eine Wurzelheizung und dann wird der  Kübel mit Teichfolie ausgeschlagen (Löcher am Boden nicht vergessen!). 
Berichtet habe ich hierzu bereits beim Umpflanzen der Washingtonia.
Die Hanfpalme hat einen sehr hohen und geraden Stamm. Der kann leicht mit einem Heizkabel für diese Zwecke umwickelt werden. Darüber wird eine etwa 15 mm dicke Dämm-Matte gewickelt und befestigt. 
Oben im Palmenherz endet mit ein paar Umwicklungen das Heizkabel. Die Oberfläche der Erde im Kübel wird von einem speziellen „Mäntelchen“ für diese Zwecke, isoliert mit Luftpolsterfolie, isoliert. 
Die letzten beiden Winter kam über den  Schopf, also die Wedel der Palme nun noch ein gigantischer Vliessack. Ebenfalls zum Überwintern von Kübelpflanzen im xxxxxxl-Format erhältlich. 
Die Palme hat überlebt. Im letzten sehr kalten Winter hatten wir mehrer Tage -15°C weniger. Da schützt so ein Vliessack nicht. Die Wedel dieser Palme halten laut Literatur -10 oder -15 °C aus. Dann sind sie gefroren. In diesem Zustand dürften sie auf keinen Fall hin und her bewegt werden. Dadurch brächen die Kapillaren in den Wedeln und beim Auftauen vertrocknen sie, weil von unten nun  kein Wasser durch die geborstenen Kapillare nachfließen kann. Genau das passiert in den Winterstürmen der eisigen Nächte. Im Frühjahr war das Herz und die jungen Triebspitzen saftig grün und alle ausgewachsenen Wedel abgestorben. 
Das soll nicht wieder passieren. Wir mussten uns etwas überlegen, das dieses Hin und Her der gefrorenen Wedel verhindert…..
Die Konstruktion steht nun schon neben der Palme. Erstes Maßnehmen vor Ort. 
Hanfpalme im Kübel überwintern (Freiland)
Hanfpalme im Kübel überwintern (Freiland)
Gleich wieder zurück in die Werkstatt, den Elektrotacker gezück und los geht’s. 
Schnell ist das Häuschen mit Gewächshausfolie bespannt. Hier verzichten wir, wegen der Frosthärte auf die zweite Schicht der Luftpolsterfolie. Wenn letztes Jahr ein Vliessack langte und im Winter davor, wird es dieses Häuschen erst recht schaffen, die Palme zu schützen. 
Zu Zweit ein echter Kraftack, auf der Leiter balancierend, das doch recht schwere Häuschen über-Kopf auf die Palme zu heben und an der Wand zu fixieren. Danach kamen schnell dir Stützbeine dran und wir konnten durchschnaufen. 
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Ganz fertig ist der Schutz aber erst jetzt, wo die Unterseite auch verkleidet ist. Natürlich dürfen wir hier, wie auch bei der Washingtonia nicht nur den Frost im Sinn haben, sondern müssen auf eine gute Belüftung achten. Und so lange kein (Dauer-)Frost kommt, muß die Palmenkrone nicht eingebaut sein. 
So sieht der Schutz nun im Moment aus. Die Lüftungsklappe ist geöffnet. Das heißt, sie hängt dank der Scharniere, einfach nach unten. Damit der Wind sie nicht unnötig beutelt, ist sei mit einem Häkchen am Stamm fixiert. 
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Will man den Schutz schließen, so klappt man den Haltebügel nach unten….
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
… hebt die Folienklappe an und drückt sie von unten ans Häuschen. 
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Wird jetzt der Haltebügel wieder nach oben geklappt, drückt er die Folie dauerhaft und zuverlässig von unten ans Häuschen. 
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
So sieht der geschlossene Palmenschutz nun endgültig aus. Zwei Kabel aus dem Topf gehen rüber an den Carport-Balken zur Steckdose. Wurzelheizung und Stammheizung werden erst eingeschaltet, wenn Dauerfrost kommt. Am empfindlichsten sind die Wurzeln, dann kommt der Stamm und das Herz und schließlich die robusten  Blätter. 
Der Winter kann kommen. Jetzt sind alle Pflanzen geschützt. 
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Wie schon einmal erwähnt muß der Winter ja nicht erst kommen. Phänomenologisch sind wir bereits im Winter. Und hier in Mittelfranken ist das Wetter genau so, wie man es sich eben im November vorstellt. 
Kalt, naß, neblig, grau, hellgrau, dunkelgrau und schwarz sind die vorherrschenden Farben. 
Schaut doch mal bei den Karpfenweihern die Zapfen der Schwarzerle. Von einer leichten Eisschicht überzogen. 
Erlenzapfen mit Eismantel im November
Erlenzapfen mit Eismantel im November

Wenn das keine Novemberstimmung ist. Und doch strahlt das ganze Ruhe aus. Finde ich. Die Ruhe dieser Jahreszeit in der nichts zu machen ist im Garten und am Feld.  Ausser man  muß noch Palmen einbauen….

Erlenzapfen mit Eismantel im November
Erlenzapfen mit Eismantel im November

Und wer kennt es nicht, den Erlkönig?

Wenn man jetzt hier draußen steht, unter den Erlen im November bei den Karpfenweihern,  dann spürt man ihn. Den Erlkönig. Dann wird es einem kalt und man erschauert. Gut, daß das Auto  in der Nähe steht und man schnell nach Hause gefahren ist….

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? –
Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron’ und Schweif? –
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. –

„Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir;
Manch’ bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.“ –

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht? –
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
In dürren Blättern säuselt der Wind. –

„Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.“ –

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort? –
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh’ es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. –

„Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt.“ –
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! –

Dem Vater grauset’s; er reitet geschwind,
Er hält in Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Erlkönig Erlenkönig
Erlkönig
Novembernebel
Novembernebel

Neue Fenster, reiche Ernte und der Umzug der Kübelpflanzen

Kaum ist das Karpfenfischen vorüber, geht es im Garten weiter mit Arbeiten. Ich weiß schon, warum ich
eigentlich lieber im Urlaub geblieben wäre.  War mir doch klar, was
auf mich zukommen wird, wenn wir daheim sind.
Gottseidank ist das Wetter immer wieder
noch einmal traumhaft und die anfallenden Arbeiten können erledigt
werden.
Endlich kamen  auch die neuen Fenster: Voraussetzung, daß ich anfangen kann, Kübelpflanzen ein zu räumen.
Und ich habe nun auch die restlichen
Wurzelgemüse- bis auf Meerreettich- geerntet. Jetzt müssen sie nur noch eingelagert werden.
Wurzelgemüse frisch geerntet- rote Beete, Winterrettich schwarz und rot
Wurzelgemüse frisch geerntet- rote Beete, Winterrettich schwarz und rot

Neue Fenster für die Pflanzen – und uns.

Mittwoch früh, es ist noch dunkel und
ich schon wach. Der Schreiner soll heute kommen. Er steht kurz nach
Sieben vor der Tür und ich bin froh. 
Jetzt wird das endlich real,
was wir vor vielen Monaten bestellt hatten. Das Palmenhaus, der
Überwinterungsraum für die Kübelpflanzen, früher Hasenstall und
Schafstall, erhält neue Fenster. 
Damals schon, als er erbaut wurde, hat mann ausgemusterte
Fenster verwendet. Das ist Jahrzehnte her. Durch die Ritzen in den
Rahmen konnte man hindurchsehen, so groß waren sie. Wie sinnig das
ist, wenn man den Raum im Winter mittels elektrischer
Gewächshausheizung temperiert, brauche ich wohl nicht zu sagen.
Das Palmenhaus mit den alten Fenstern
Das Palmenhaus mit den alten Fenstern
Wenn es richtig eisig draußen war,
also unter -10°C, habe ich innen sogar noch Vlies über die
Kübelpflanzen am Fenster gelegt, daß sie nicht so eisig angeblasen
werden, durch all die Ritzen.
Jetzt kommen neue Kunststofffenster mit
Isolierung rein. Dann ist das nicht mehr nötig mit dem Vlies.
Neben dem Palmenhaus ist auch der
Vorraum zum Wohnhaus dran. Wieder schon damals gebrauchte Fenster mit heute Ritzen
zum hindurchsehen. Heiztechnisch ein Desaster.
Vorbau am Haus mit alten Fenstern
Vorbau am Haus mit alten Fenstern
Vorbau am Haus -neue Fenster werden eingebaut
Und schließlich bekommt die Garage
noch ein richtiges Fenster, das ich jetzt kippen kann. Hier ist es mal anders herum, die Wärme soll nicht drin bleiben, sondern raus aus dem Raum. 
Da ich in der
Garage auch meine Kartoffeln lagere, ist das sehr praktisch. Durch das
alte, nicht zu öffnende Fenster, blieb es lange recht warm in der
Garage im Haus. Zu warm zum Lagern von Wurzelgemüse,
genau wie im Keller. Daher freue ich mich auf das Fenster und die
frische kühle Luft, die da eintritt.
Kurz nach Mittag sind sie fertig und
die Fenster eingebaut. Jetzt fehlen nur noch die Simse. Dazu
aber muß Volker erst die Mauern aufstocken, daß die neuen Simse an
den neuen Fenster ordentlich montiert werden können. Wenn das
gemacht ist, kann der Abschluß vom Schreiner erledigt werden. Das
ist aber vor allem eine optische Sache. Die Funktion der neuen und
dichten Fenster ist ab sofort gegeben.
Vorbau am Haus mit neuen Fenstern aber noch ohne Sims
Vorbau am Haus mit neuen Fenstern aber noch ohne Sims
Vorbau am Haus mit neuen Fenstern aber rechts noch ohne Sims
Vorbau am Haus mit neuen Fenstern aber rechts noch ohne Sims

Wurzelgemüse wird geerntet

Während die Schreiner ihrer Arbeit
nach gingen, beschäftigten mich die Wurzelgemüse.
Sellerie, Winterrettich, rote Beete und
ein wenig Kren für den aktuellen Gebrauch sowie Möhren und
Pastinaken waren aus zu graben.
urzelgemüse Ernte: Sellerie, Winterrettiche, Rote Beete, Möhren und Kren
Wurzelgemüse Ernte: Sellerie, Winterrettiche, Rote Beete, Möhren und Kren
Die Sellerie sind sehr schön. Rettiche
sind schön aber wenig. Die gingen wieder nicht auf im Herbst beim
Sähen. Rote Beete im Beet sind eine Katastrophe beim Keimen. Im Topf
keimten sie auch nicht. Daher habe ich nur einige wenige, was aber
langt, da nur ich sie esse.
Die Möhren keimten wie immer auch
nicht. Ab März sähe ich bis glaube ich Juli. Es keimt nie was, nur
ein paar sind dann doch plötzlich da gewesen. Zu spät und wie immer
nicht vereinzelt. Weil ich mir monatelang vergebens Mühe mit ihnen
mache, habe ich dann jedes Jahr wieder, keine Lust zu Vereinzeln, wenn
doch welche keimen. Der Frust ist zu groß und im Herbst bereue ich
es jedes Jahr, denn sie währen schön geworden, hätten sie nur
Platz zum Wachsen gehabt.
Die winzigen Möhren, Laub von Möhren und Sellerie, restliche Kräuter wie Basilikum und Majoran, alles kommt in den Mixer und ergänzt meine seit dem Sommer gesammelten, getrockneten und pulverisierten Gemüse für die selbstgemachte Instant-Gemüsebrühe. Weggeworfen wird nichts!
Gleiches Keim-Geschiß gilt auch für
die Pastinaken. Da habe ich dann mit Müh´ und Not ein paar im Topf
gekeimt bekommen. Die wurden gepflanzt. Einige sind gigantisch,
andere der Reinfall. Komisch ist das. Alle gleich gesät, gepflanzt und gepflegt. Sogar gleiche Reihe!
Pastinaken
Pastinaken

Wintersalat – ein Anbauversuch

Auch meinen Wintersalat habe ich endlich
gepflanzt. Ein paar ins Gewächshaus und ein paar ins Freiland. Ich
muß ja testen, wie er wächst, was er verträgt. Dann weiß ich
nächstes Jahr gleich, wohin ich ihn am Besten pflanze. Es ist ja
mein erster Versuch damit.
Wintersalat im Gewächshaus - frisch gepflanzt
Wintersalat im Gewächshaus – frisch gepflanzt
Wintersalat im Gewächshaus - frisch gepflanzt
Wintersalat im Freiland- frisch gepflanzt
Wintersalat im Freiland- frisch gepflanzt
So ähnlich verloren stand auch einmal der Endivien im Beet, als ich ihn im Frühherbst pflanzte. 
Jetzt hat er sich gemausert und ist ein richtiger starker Salat geworden. Aber, ich hoffe das klappt noch, der muß noch ganz schön wachsen, vor der Ernte!
Endiviensalat
Endiviensalat

Endiviensalat



Gemüsebeete im Biogarten mit Dauer-Mulch

Ein Blick in ein Gemüsebeet Ende Oktober. 
Gemüsebeete im Biogarten im Oktober
Gemüsebeete im Biogarten im Oktober

Gemüsebeete im Biogarten im Oktober
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Ach ja und wenn sich mancher wundert,
wie das bei mir in den Beeten aussieht, der soll erst mal neben die
Beete schauen…..
Herbstlaub im Gemüsegarten
Herbstlaub im Gemüsegarten
Im Ernst. Es ist mir seit Frühjahr
enorm wichtig, dass niemals Boden unbedeckt da liegt. Dauermulch oder
Dauerhumus nennt man das Wohl. Ich mulche unaufhörlich und jetzt
auch noch die Bäume, die mir helfen. Es mag unordentlich aussehen.
Aber ich selbst sehe, wie gigantisch positiv sich das auf das
Bodenleben auswirkt. Es ist ein Gewimmel in den Beeten und Würmer
habe ich, ein Traum. Jetzt wieder beim Salatpflanzen. Ich schiebe das
Laub und Mulch zur Seite und treffe schon auf etliche Würmer, ohne
bereits in die Erde gegraben zu haben. Es herrscht ein so reges
Treiben in und auf der Erde, daß ich überglücklich bin. Hatte ich
doch sonst im Herbst gar keine Würmer mehr gesehen. Und ein gesunde
Bodenleben ist unverzichtbar im richtigen Biogarten und für gesunde
Pflanzen. Ich ernähre mit meinem Mulch und all der Bodendeckung das
Bodenleben und dieses wiederum ernährt durch die Abbauarbeiten und
Zersetzung des organischen Materials meine Gemüsepflanzen. Wir haben
reale Heinzelmännchen im Garten, die für ein wenig Essen pausenlos
fleißig für uns arbeiten. Und durch Chemie und unnötige
Bodenbearbeitung verjagen wir sie.

Die ersten Kübelpflanzen werden eingeräumt

Die Zitronenverbene habe ich gestutzt,
ausgegraben und eingetopft. Jetzt steht sie erst mal noch im Carport,
kommt aber später mit zu den Kübelpflanzen. Sie ist nicht
frosthart.
Zitronenverbene
Zitronenverbene
Am Nachmittag habe ich dann angefangen,
die ersten Kübelpflanzen ins Palmenhaus zu schaffen. Ein wenig
aufgeräumt innen habe ich schon. Der Rest muß nach und nach
erfolgen. Jetzt ist es erst einmal wichtig, daß die empfindlicheren
Gewächse ins Haus kommen. Das schöne Wetter verwirrt einen. Am
Mittwoch waren etwa 20 Grad und blauer Himmel. Aber bereits am
Freitag soll es tag nur noch 10 Grad haben und die Temperaturen gehen
runter, Sturm und Regen sollen kommen.
Kübelpflanzen im Winterquartier
Kübelpflanzen im Winterquartier

Kübelpflanzen im Winterquartier
Kübelpflanzen im Winterquartier
Es ist nicht verwunderlich, haben wir
doch kommende Woche bereits November. Und wenn das Wetter dann ganz
greislig ist, habe ich keine Lust alle Kübel ein zu räumen. Dann
mit Zwang, weil sie sonst kaputt gehen. Da fange ich lieber ein paar
Tage vorher an und mache es bei schönem Wetter und in Ruhe. Stehen
doch noch genügend Kübel draußen. Die Palmen brauchen noch ihren
neu zu bauenden Winterschutz. Da wird es ohnehin alles knapp genug!
Die robusten Kübel stehen erst mal noch im Carport, da geht es noch ein paar Wochen, voraussichtlich.
Kübelpflanzen im Carport
Kübelpflanzen im Carport

Herbstmorgen am Karpfenweiher

Donnerstag morgen beim Gassigehen,
schaute ich noch mal bei den Weihern vorbei. Auch hier hätte ich
noch Arbeit. Die herrlichen Hagebutten müssten gezupft und
verarbeitet werden. Aber ich habe da gerade überhaupt keine Zeit.
Hagebutten
Hagebutten
Der Morgennebel verzieht sich und es
wird wieder ein schöner Tag, das sieht man hier schon.

Morgennebel verzieht sich

Morgennebel verzieht sich
Und so sieht der gefischte Weiher heute
aus. Verlassen und leer. Ein Foto für die treuen Leserinnen, deren meine Karpfenweihergeschichte so viel Interessantes vermitteln konnte.
Karpfenweiher abgefischt
Karpfenweiher abgefischt

Kann Arbeit Urlaub sein?

So, der Urlaub ist also vorüber und doch war der vergangene Samstag ein wenig wie weiterer Urlaub. 
Wenn man bei so einem schönen Herbstwetter in aller Ruhe und mitten in dieser wundervollen Landschaft werkeln darf, dann ist es ein kleiner Urlaub! 

Arbeiten, wo andere Urlaub machen

Schließlich ist unweit hinter den, am Horizont erkennbaren, Bäumen ein das ganze Jahr ausgebuchter und seit Jahren stetig wachsender Campingplatz. Aus ganz Deutschland kommt man hier her, seinen Urlaub zu verbringen. 
Franken im Herbst
Franken im Herbst 

Was wir also an unserem Heimat-Urlaubs-Tag so machten, will ich gleich berichten.

Der Samstag an sich ging schon sehr schön los, als der Postbote das Paket einer Blog- und Gartenfreundin brachte. Was für eine grandiose Erweiterung meiner Dachwurzsammlung!

Und manche haben sogar Sortennamen. Also „devils touch“ hat mir ja besonders gefallen, zumal es auch genau so aussieht!

Semperviren
Semperviren

Ich packte sie aber erst mal nur aus, freute mich und mußte dann sogleich wieder in der Küche verschwinden. Volker war schließlich schon längst draußen in der schönen Landschaft bei unseren Weihern, um alles vor zu bereiten.

Während dessen besteht meine Aufgabe darin, alles für das Picknick her zu richten. Diesmal gibt es zu Mittag einen herzhaften Erbseneintopf mit eigenen Kartoffeln und Möhren und Sellerie. Nur Rauchfleisch und Trockenerbsen sind gekauft.

Dann muß noch Kaffee gebrüht, die Ankunft der Helfermanschaft koordiniert und das Picknickgeschirr zusammen gesucht werden.

Schließlich werde ich gerade fertig, als mich Volker abholen kommt. 
Draußen stehen, wie jedes Mal, bereits die befüllten Behälter mit  Teichwasser am Damm. 

Fotosafari am Karpfenweiher

Karpfen fischen
Karpfen fischen 

Das Wasser wird mit einer Pumpe  aus dem Teich befördert, bevor er leer ist.

Karpfen fischen
Karpfen fischen 

Der „Stöpsel“  vom Teich ist gezogen und ab da heißt es warten. Dieser Arbeitsschritt ist immer der allererste, folgen ihm doch etliche Stunden, bis es ans Fischen gehen kann. Ist der Weiher größer, muß man hier schon am Vortag zur Tat schreiten.

Karpfenweiher ablassen
Karpfenweiher ablassen
Während der Stunden, gefüllt mit Warten, hat man viel Zeit. Zeit für andere Arbeiten oder auch Zeit, sich seinen Gedanken hin zu geben. Wenn ich wüsste, wie ich diese in leserliche Worte fassen könnte, würde ich sie euch auch gerne mitteilen. Aber mir gelingt das bislang noch nicht. 
Ich nutze die Zeit auch für eine Fotosafari rund um die Weiher. 
Immer wieder muß man natürlich auch nachsehen, ob das Wasser noch abläuft. Regelmäßig müssen weitere Brettchen aus dem Mönch entfernt werden, damit der Wasserspiegel kontinuierlich weiter sinkt. 
Mönch im Karpfenweiher
Mönch im Karpfenweiher
Während also der Weiher leer läuft, ist der kleine Bach zwischen den Weihern ein „reißender“ Bach. Ansonsten führt er auch im Moment fast kein Wasser. Viel zu trocken ist es dazu. Nur im Winter oder im Sommer, wenn es länger regnet, fließt hier richtig Wasser. 
Bach bei Karpfenweihern
Bach bei Karpfenweihern

Bach bei Karpfenweihern
Bach bei Karpfenweihern

Romantisch sieht er aus, der alte Steg über gerade diesen Bach. So ein Steg wird ja aber nicht wegen der romantischen Eindrücke gebaut, sondern hat in erster Linie eine Funktion zu erfüllen. Die Funktion, des einfachen und sicheren Gelangens von einer zur anderen Bachseite, ist nicht mehr gegeben. Zu  morsch ist der Belag und die tragenden Balken.

Steg über Bach mit Herbstlaub - Herbst am Karpfenweiher
Steg über Bach mit Herbstlaub – Herbst am Karpfenweiher

Somit hat er im Moment tatsächlich nur die Funktion romantisch auszusehen. Uns natürlich ist bei seinem Anblick weniger romantisch zu mute. Es ist der dritte Steg der zu renovieren ist. Das bedeutet auch wieder Geld- und Zeitaufwand. Aber erst nächstes Jahr, dieses Jahr tut sich hier nichts mehr.

So sieht dann ein Steg aus, der tatsächlich wieder begehbar ist. Gestützt wird er jetzt von verzinkten T-Trägern und der Belag ist übriges, witterungsbeständiges Holz vom Terrassenbau des Onkels. Da hatten wir damals Glück, daß wir die Reste bekommen konnten  und nichts kaufen mußten.

neuer Steg
neuer Steg
Wenig romantisch wird uns auch bei diesem, doch ansonsten aber schönen Herbststimmungs-Foto. Denn wir wissen ja, daß diese Überreste einst stabiler Bretter, zur Wand unserer Fischerhütte gehören. Dass hier Renovierungsbedarf besteht, muß ich wohl nicht weiter betonen. 
Nun, somit stehen also die Garten-Projekte für das kommende Jahr auch wieder fest. Kann es eigentlich auch einmal ein Jahr ohne besondere Projekte geben? 
Herbstmotiv- modrige Bretter mit Laub und Gras
Herbstmotiv- modrige Bretter mit Laub und Gras
Wenn ich auf meiner Foto-Safari den Steg wieder überquere und zu den anderen Weihern hoch gehe, findet sich auf einem Stück Brachland dieser selbst ausgesäte Wildrosenstrauch. Seine Hagebutten und andere werde ich noch pflücken und verarbeiten. 
Wildrose mit Hagebutten in Landschaft
Wildrose mit Hagebutten in Landschaft

Also jedenfalls die, an die ich dran komme, ohne mich im Stachelgestrüpp zu verfangen. Und siehe da, im Herbst kommt so manches zum Vorschein. Hier hat im Sommer wohl ein Vögelchen gewohnt.

Hagebutten und ein Vogelnest
Hagebutten und ein Vogelnest
Ich gehe um den Strauch herum, um mir das Nest näher zu betrachten. Überrascht stelle ich fest, es ist noch immer  bewohnt!
Oder wie erklären sich die Reste zernagter Hagebutten im Nest? Also ich vermute ja, daß da nicht ein Vogel sein Abendmahl im Nest hält, sondern dass sich da nachts die pfiffigen Mäuse einen geschützten Platz gesucht haben um in aller Ruhe zu vespern. Oder meint ihr, daß die Hagebutten, Reste von Vogel-Mahlzeiten sind? Jedenfalls ist das ein Grund, warum ich niemals alle Beeren eines Wildstrauches oder alle Hagebutten einer Rose abernten würde. Schließlich brauchen andere Lebewesen diese heut zu Tage raren Früchte für den Winter dringender als ich. 
Hagebutten und ein Vogelnest
Hagebutten und ein Vogelnest
Jetzt war ich aber lange unterwegs. Gleich noch mal nach dem Weiher schauen. Ach ja, das dauert noch. Da kann man noch in aller Ruhe anderes erledigen. 
fränksicher Karpfenweiher wird leer gelassen- Karpfenfischen
fränksicher Karpfenweiher wird leer gelassen- Karpfenfischen
Wie wäre es mit einer Mittagspause? Der Eintopf im Warmhaltebehälter steht schließlich bereit. 
Köstlich so ein einfaches Mal draußen in der freien Natur. 
Picknick mit Erbseneintopf
Picknick mit Erbseneintopf
Frisch gestärkt wird jetzt aber erst einmal wirklich geschafft. Während der Weiher weiter langsam leer läuft, werden wir an einer Seite die ganzen Erlen absägen. Ich nenne es immer Unkrautbeseitigung am Weiher, denn als solches kann man diese Bäume schon fast einstufen. 
Volker sägt und ich schleppe die mannshohen Büsche fort. Zu diesem Zweck haben wir vor etlichen Jahren angefangen, am Rand des Grundstücks eine „Benjes-Hecke“ aufzuschichten. Immer wieder fällt dieses Erlengestrüpp an. Das wird wallartig dort niedergelegt und vermodert langsam. Bis dahin bietet es kleinen Tieren Unterschlupf. Auch Insekten und Mikroorganismen oder Pilze fühlen sich da wohl. Eigentlich ist ja die Idee, daß auf den nach oben stehenden Zweigen auch mal ein Vogel Rast macht. Dabei wird er in Vogelmanier auch Kot abgeben. Darin sind Samen von Holunder oder Rosen oder oder oder. Im Schutz des Gestrüppes keimen die dann. Sie werden nicht von Hasen oder Rehen abgefressen und so gedeiht früher oder später dann anstelle des Gestrüpphaufens eine Hecke. 
Bei uns wohl eher später. Bis jetzt ist da noch nichts gekeimt. Dafür wuchern in der Brachfläche vor dem Reisigwall Weißdorn, natürlich Erlen, der eben genannte Rosenstrauch als einer von vielen und noch einiges andere mehr. Nur in der eigentlichen Hecke ist noch nichts gewachsen. 
Naja was soll’s. Wenigstens haben wir damit eine Möglichkeit, die vielen  und unentwegt anfallenden Gestrüppe deponieren und gleichzeitig entsorgen zu können. Sonst läge bis zum nächsten Osterfeuer wieder nur ein Haufen irgendwo. Dort im Wall sieht man im folgenden Jahr immer nichts mehr davon. Es sackt zusammen und die Brennesseln und Gräser wachsen darüber.
Benjeshecke
Benjeshecke
Wie ich im März diesen Jahres bereits ausführlicher beschrieb, versorgen wir uns ja nicht nur mit Gemüse selbst, sondern auch mit Brennholz für den Kaminofen im Wohnzimmer. 
Heute haben wir auch wieder von den Erlenbüschen, welche bereits dickere Stämme hatten, die brauchbaren Abschnitte entastet und mit Heim genommen. Dort lagern sie mindestens ein Jahr und geben dann wieder im Winter eine schöne Wärme ab. Wenn ich so ein Scheit in den Ofen lege, denke ich dann oft an die Arbeiten und Tage und Erlebnisse, die einst damit verbunden waren. Ein schönes Gefühl, schon jetzt beim Sammeln des Brennholzes. 
Die Erlen sind geschnitten und in der Hecke entsorgt, der Weiher läuft noch ab und die Helfer sind nicht in Sicht. Hier stehe ich beim heutigen Weiher und blicke hinüber zum anderen Weiher, erreichbar über die oben beschriebenen Stege. 
Franken, Karpfenweiher, Landschaft
Franken, Karpfenweiher, Landschaft
Ich gehe noch einmal rüber. Mir gefällt dieser Abschnitt so sehr. Der Damm des Weihers und die bis fast zum Wasser reichenden Äster der alten Erlen. Im Sommer, mit grünem Blätterdach schon oft fotografiert, muß heute ein Herbstbild her. 
Franken, Karpfenweiher, Herbst
Franken, Karpfenweiher, Herbst

Franken, Karpfenweiher, Landschaft
Franken, Karpfenweiher, Landschaft
Und hier der Weiher von der anderen Seite mit Blick zu Fischerhütte. Von hier aus fotografiere ich ihn ja seit längerem durch alle Jahreszeiten. Wer sich diese Eindrücke einmal ansehen möchte, kann  hier rechts im Block bei „Themen im Block“ auf „Karpfenweiher“ klicken. Schon filtert der Blog alle Beiträge aus, in denen die Karpfenweiher ein Thema sind. Da ist dann auch meist ein Foto von diesem Standpunkt aus enthalten. 
Franken, Karpfenweiher, Landschaft
Franken, Karpfenweiher, Landschaft

Familienerlebnis Karpfenfischen

Und jetzt wird es ernst. Die Helfer sind da. Diverse Neffen, Schwägerin, Onkel und anderer Schwager. 
Familienerlebnis Karpfenfischen - das Event für die ganze Familie
Familienerlebnis Karpfenfischen – das Event für die ganze Familie
Der Schwager ist immer zuständig, dass der letzte Rest Wasser trotz Schlamm ablaufen kann. Gleich wir er noch eine andere bedeutende Aufgabe bekommen…..
Volker, der auch eine Wathose besitzt, holt dann später mit Karpfen aus dem Schlamm. 
Die kurzen Neffen retten mit den ihrer Größe entsprechenden Käschern die Brut, also die ebenfalls ihrer Größe entsprechenden jungen Karpfen. Meine Aufgabe, und heute auch die des Onkels, ist es, oben am Mönch die reich gefüllten Käscher entgegen zu nehmen und die Fische in die mit Wasser gefüllten Wannen zu leeren. Der lange Neffe notiert in Strichlisten die Fische. 
Ob ich das wohl  jemals noch lernen werde? Ok, die Graskarpfen oder Amuren, sind immer die ersten, die heraus geholt werden. 70 cm mißt dieser hier. Schnell ein Foto. Und jedes Mal ist es das einzige Foto von den Karpfen, das ich mache. Es wird dann immer recht betriebsam. Man muß  Hand in Hand arbeiten und kann nicht lange Fotosessions machen. Immerhin sind es lebende Tiere, die hier umgeschlichtet werden. Irgendwann aber hoffe ich, einmal daran zu denken, daß auch die Ess-Karpfen (Spiegelkarpfen) oder die alten Zuchtkarpfen (Schlagmuttern) fotografiert werden könnten. 
Graskarpfen
Graskarpfen
Ah ja, da kommen wir schon zur heutigen Sonderaufgabe für den Schwager. Das passiert also mit Kindern, die nicht hören wollen……
„Geh nicht zu weit in die Mitte“ hat man immer wieder gesagt. Und schon ist es so weit. Auf der Suche nach den Muscheln ging er doch in die Mitte des Weihers. Klar dass er dort jetzt dann für immer stehen muß…..
hier ist guter Rat teuer
hier ist guter Rat teuer
….wenn nicht der Schwager schon die Wathose an hätte und ihn so aus seiner misslichen Lage befreien konnte. Nur so viel: beide Gummistiefel konnten geborgen werden. Und warum der Kurze hier ab dem nächsten Foto eine andere Hose trägt, bleibt der Phantasie der Leser überlassen…..
Hilfe in der Not
Hilfe in der Not
Wie heißt es? Nur die Harten kommen in den Garten! Nach dem Klamottenwechsel wird sofort weiter gearbeitet. Schließlich müssen ja all die kleinen Karpfen, die Brut diesen Sommers, gefunden und gefangen werden. 
Arbeiten im Schlamm - legal und erlaubt, fantastisch!
Arbeiten im Schlamm – legal und erlaubt, fantastisch!
Wenn dann der Weiher wirklich leer ist, kein Wasser mehr in ihm schwappt, kein Fisch mehr zuckt und keine Muschel mehr durch den Schlamm kriecht, geht die Arbeit an Land weiter. Nein, den Kaffee und den Kuchen gibt es erst nach diesen Tätigkeiten.
Die Fische müssen sortiert und gezählt werden. Dann kommen sie in den nächsten Weiher oder in die Hälterung, aus der sie in der Karpfensaison (Monate mit „R“) entnommen werden können. Das erste Karpfenessen ist schon mit den Helfern vereinbart. Die Kartoffeln dazu liegen geerntet im Keller. Nur der Endiviensalat als klassische Beilage braucht noch etwas.

Selbstversorgung mit positiven Nebenwirkungen

Schön, daß wir auch dieses Jahr wieder eigene Brut hatten. So müssen wir keine Karpfen zukaufen. Unsere Karpfen sind slowfood-Bio-Karpfen. Oder jedenfalls könnte man sie wohl unter diesen Begriffen vermarkten, würde man das tun. Wir haben aber nur für unseren Bedarf Fische im Wasser und müssen daher nicht mit Kraftfutter mästen. Sie fressen, was im Teich ist und etwas Getreide, den Sommer über. 
Somit haben wir neben der Gemüse- und Obstselbstversorgung, der Brennholzselbstversorgung auch eine Fischselbstversorgung. 
Karpfen sortieren und zählen
Karpfen sortieren und zählen
Ja klar macht das Arbeit! Man bekommt eben nichts geschenkt. Umsonst ist der Tot und der kostet das Leben, hat der Opa immer gesagt. 
Aber jetzt schließt sich der Kreis mit dem  Urlaub. Wir machen diese Arbeit (fast immer) gerne. Es ist wirklich wie Urlaub, unser Land zu bewirtschaften. Ein unbezahlbarer Ausgleich und erdender Faktor. Für solche Erfahrungen und Erkenntnisse zahlen andere viel Geld für Motivations-Gurus und Lebenshelfer. Wir bekommen diese Erkenntnisse und Empfindungen als Nebeneffekt zu erstklassigen Produkten für unser Leben „umsonst“ dazu geschenkt. 

Der Herbsttag

Kennt ihr das? Im Frühjahr ist man voller Enthusiasmus, man platzt vor Elan und Tatendrang. Die Vorfreude wird unerträglich. Eine aufgeregte Wachheit ist der Normalzustand.

Hoffnungen, Ziele Wünsche alles zusammen schwirrt im Kopf herum.  Es zieht einen raus, ans Licht, in die Welt, ins Leben. Da bin ich, was liegt an?

Und dann, dann kommt das Jahr.

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Heute wieder regional eingekauft und eigene Ernte eingebracht und konserviert

Regional einkaufen ist nicht teuer und muß nicht bio sein

Das wird ein ruhiges und heimeliges Wochenende!
Eigentlich wollte ich vielleicht heute weiter Riesenkartoffeln ausgraben. Oder ich hätte Buschbohnen ernten können. Sollen hätte ich eigentlich am Karpfenweiher die Hecke schneiden.
Na ihr merkt schon. Da sind viele „hätte“ und „sollte“ enthalten. Tatsächlich aber hat es am Samstag bis nachmittag nur 10°C gehabt. Das bei Null Sonnenschein und Dauernieselregen. Mal ehrlich. Wer macht denn da die „eigentlich“ vorgenommen Dinge.

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