Wieder Wasser im Weiher, zu wenig Wasser im Garten und gottseidank kein Wasser im Rasen: die Bilanz für heute.

Ich kann mich garnicht genug erfreuen an diesem traumhaften Frühling und an Tagen wie heute. Ich war den ganzen Tag draußen und in der Sonne.

Bei solchem Wetter gehen die Arbeiten wie von alleine – bis auf das Ausschachten des Gewächshausfundaments. Das geht weder von alleine noch l geht es leicht. Es geht nur in den Rücken.

fertig ausgehobener  Fundamentgraben fürs Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
fertig ausgehobener  Fundamentgraben fürs Gewächshaus

Mein Morgenspaziergang führte mich einmal wieder zu unseren Weihern. Wie schön, der große Weiher, dessen Damm wir am Samstag „flicken“ mußten hat wieder Wasser bis oben hin.  Es läuft sogar zum Mönch hinaus. Und das obwohl das Bächlein daneben kaum Wasser hat und somit nur ganz wenig Wasser durch das Rohr in den Teich laufen kann. Aber es läuft eben rund um die Uhr. Gottseidank hat das mit dem Abdichten geklappt. Wir hätten keine andere Idee mehr gehabt, was wir noch tun hätten können.

In der Wiese beim oberen Weiher sind ganz viele Schlüsselblumen am Aufblühen.

Schlüsselblumen bei Weihern (c)by Joachim Wenk
Schlüsselblumen bei Weihern

Den restlichen Tag habe ich im Garten verbracht. Ich habe mich im Baumarkt verleiten lassen eine  Schale Salatpflanzen zu kaufen. Mein gesäter Salat ist noch nicht so weit. Ich habe ihn heute erst pikiert. Pflanzen kann ich den noch länger nicht, da ich mangels Gewächshaus nicht zeitig genug sähen konnte. Also setze ich eben diese Pflanzen in mein Schneckenzaunbeet. Zuvor habe ich noch die empfohlene Menge Hornmehl in den Boden eingearbeitet. Damit ist dieses Beet mit der ersten Portion Stickstoffdünger, wie mir vom Bodenanalyseinstitut (genaueres findet ihr hier:  Bodenanalyseergebnisse) empfohlen wurde, versorgt. Weil der Boden staubtrocken ist, habe ich ihn gegossen, damit das Hornmehl besser aufgenommen werden kann. Die Bodenorganismen brauchen ja auch Feuchtigkeit, um es umzusetzen. Zwischen den Salat habe ich dann noch Rettiche gesät.

Meine Palerbsen, die schönen blauen Blauwschokker, keimen bereits. Das freut mich besonders, weil es selbst geerntete Samen vom letzten Sommer waren und ich nicht wußte, ob die wirklich keimen. Auch meine Puffbohnen spitzen endlich aus der Erde. Die Bohnen habe ich vor ein paar  Wochen gesät und wundere mich schon die ganze Zeit, warum die nicht keimen. Laut Anleitung sollen sie glaube ich 8cm tief gelegt werden. Das habe ich gemacht und dann befürchtet, daß es zu tief war. Zu kalt jedenfalls war ja der  Boden nicht. Aber jetzt scheint alles gut zu werden, sie kommen.

Am zuverlässigsten keimt immer der Spinat. Den sät man und ein paar Tage später sind die Reihen grün. Meine Möhren, die ich dieses Jahr einmal wieder probieren will, keimen einfach nicht und ebenso die Frühlingsszwiebeln. Was ich die schon gesät habe und nie Erfolg hatte…..

Nach einer Tasse Kaffee im Garten sähe ich noch schnell auf den vorbereiteten Reihen meine Markerbsen. Ich setze sie zwischen die Reihen der Asiasalate vom Herbst. Die ernte ich noch für grünen  Smoothie. Eine Sorte hat Blüten angesetzt. Da es samenechte Sorten sind, werde ich ihn blühen lassen und die Samen versuchen zu ernten. Danach wird er abgehackt und dient als Mulch für die dann schon sicher hohen Erbsen. Bis dahin sind wohl auch die Kürbise bereit zum Auspflanzen. Ich setze sie zu den Erbsen. Bis der Kürbis richtig wächst, sind die Erbsen schon geerntet und hinterlassen durch ihre verrottenden Wurzeln Stickstoff, den der Kürbis ja braucht. Ich bin gespannt, ob meine Rechnung aufgeht.

Jetzt ist es früher Abend und die fleißigen Helfer treffen ein. Meine Erbsenrankgitter muß ich ein anderes Mal aufstellen.

Wir halten  Ausschau nach dem Lieferanten für den Beton. Bestellt ist extra einen kleinen Mischer. Da aber keiner zur Hand war, kommt das Größte, was am Hof herum stand. Mir wird Himmelangst, wie er vor der Einfahrt steht.

Wie kommt der jetzt zu uns rein und den Berg hinauf? Erster Versuch. Vorwärts die  Einfahrt hoch. Fehlanzeige, das Monster kommt nicht um die Kurve. Ich bin heilfroh, daß wir den neuen Zaun erst im Mai bekommen und er noch nicht dran ist. Zweiter Versuch. Rückwärts den Berg hoch. Das wird eng. Hängen wir lieber einmal das Gartentor aus und fahren auch das letzte Auto zum Nachbarn.

Es gelingt dem Fahrer. Und es ist mir unverständlich, wie man dieses riesige Gerät rückwärts unser Einfahrt rein bekommt. Und den Berg hoch. Da steckt wohl Übung dahinter. Ein paar mal muß er ihn wieder runterrollen lassen und neu lenken. Dann wieder hoch den Berg. Mein Korkenzieherhasel muß nur ein paar verblühte Kätzchen einbüßen, ansonsten kommt auch er heil davon.

Geschafft. Er ist oben. Nun noch ein wenig in der Wiese rangieren und rückwärts an den Hüttenzauber ran. Und hier ist es so gut, daß es seit Wochen nicht geregnet hat. Die sonst im Frühjahr sehr matschige Wiese ist steinhart. Als der LKW am Abend wieder fort ist, entdeckt man nur ein paar leichte Spuren.

Spuren im Rasen (C) by Joachim Wenk
Spuren im Rasen

Aber so weit sind wir noch lange nicht!

Nachdem der Fahrer perfekt eingeparkt hat, werden noch die letzten Vorbereitungen getroffen.

Hier kommt unser Boden für den Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
Hier kommt unser Boden für den Hüttenzauber

Hier kommt unser Boden für den Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
Hier kommt unser Boden für den Hüttenzauber

Hier kommt unser Boden für den Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
Hier kommt unser Boden für den Hüttenzauber

Hier kommt unser Boden für den Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
Hier kommt unser Boden für den Hüttenzauber

Bevor sich schließlich die Trommel schneller dreht und der Motor dank vermehrter Arbeit lauter schnaubt. Der erste Beton rutscht die Rinne herunter. Der Maurer prüft mit fachmännischem Gefühl die Konsistenz. Es wird noch ein wenig Wasser dazu gegeben und los geht’s. Jetzt heißt es schaufeln.

Ja da „legst di nieder“. Mein Rücken! So eine Schaufel frischer Beton fühlt sich anders an, als eine Schaufel voll Kompost! Wie schön, daß ich erst einmal  aufgefordert werde, Fotos zu machen. Mein Blog hier wird schließlich gelesen und „Mann“ braucht Beweisfotos für die Ehegattin zu Hause. Beweise für den tatsächlich sehr engagierten und fleißigen Arbeitseinsatz. Als ob die Frau überhaupt daran zweifeln könnte…..

fleißige Helferschar (c) by Joachim Wenk
fleißige Helferschar

fleißige Helferschar (c) by Joachim Wenk
fleißige Helferschar

fleißige Helferschar (c) by Joachim Wenk
fleißige Helferschar 

fleißige Helferschar (c) by Joachim Wenk
fleißige Helferschar

Und aus dieser schweren klumpigen  Masse soll ein glatter Boden werden? Fasziniert sehe ich unserem Fachmann beim Arbeitseinsatz zu. Frischen Mutes steigt er rein in die Pampe. Bewaffnet mit einer kleinen Maurerkelle und einer Wasserwaage zum Abziehen. Zwei oder drei Handgriffe später verstehe ich, was er macht. Eine Zeile Beton an der Wand entlang. Alles in der Waage. Eine zweite Zeile an der anderen Wand entlang und dann dazwischen Beton. Die beiden ausgerichteten Zeilen an den Wänden dienen als Maßstab und so zieht er und glättet und zieht und glättet. Das sieht so leicht und selbstverständlich aus. Und wenn ich es hätte machen sollen, hätte ich nicht gewußt wie anfangen. Und wenn er es mir gesagt hätte, wäre sicher der Beton fest, bis ich überhaupt erst den Dreh hätte ein wenig heraus gehabt.

Boden nimmt Gestalt an (c) by Joachim Wenk
Boden nimmt Gestalt an

Boden nimmt Gestalt an (c) by Joachim Wenk
Boden nimmt Gestalt an

Boden nimmt Gestalt an (c) by Joachim Wenk
Boden nimmt Gestalt an 

Der letzte Rest Beton hat den Mischer verlassen. Der Fahrer freut sich auf seinen Feierabend und auf unserer Baustelle wächst der saubere und glatte Betonboden. Nach etwas mehr als zwei Stunden sind wir fertig und trinken ein „Bummerla“ auf den  „Erfolg“.

neuer Boden im Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
neuer Boden im Hüttenzauber

Das sieht doch richtig gut aus unser Werk. Beachtlich, wie sauber man den doch feuchten Beton abstechen kann und er aus freien Stücken „stehen“ bleibt. Vorne an der ausgesparten Ecke sieht man es. 

Jetzt ist Feierabend. Am Samstag geht es weiter. 
Und jedem, der sich fragt, warum wir vorne diese Ecke ausgespart haben, sage ich folgendes:  
Auch an einem perfekten und schönen Tag wie heute kann nicht alles glatt laufen.
Er hat halt einfach nicht gelangt unser Beton…….

Sonnen-Wochenende mit Aufgabenliste und spontanen Aufgaben.

Wenn ich frei habe und im Garten arbeiten werde, setze ich mich immer, vielleicht am Abend davor, hin und schreibe mir auf, was ich alles tun möchte. Ich schaue im Mondkalender nach, was an dem Tag günstig wäre. Dann gehe ich meine tatsächlich sehr lange Liste durch, in der alles Gemüse und Blumen, welches ich sähen werde, aufgelistet ist. Wann wird gesät, wo (Zimmer, Freiland, Gewächshaus) und wann gepflanzt oder geerntet. Hier sehe ich nach – je nachdem ob zum Beispiel Blatt- oder Wurzeltag ist – was ich gerade sähen könnte. Das hilft schon einmal bei der Entscheidung, welche Beschäftigung ich aus der Vielzahl der anstehenden Arbeiten also tatsächlich an dem Tag angehen werde. Dann sammle ich noch sonstige Tätigkeiten wie Kompost umschlichten, Unkraut rupfen, Gießen und vieles mehr.

Das alles schreibe ich auf einen Block und zusammen mit den benötigten Sämereien mache ich mich auf in den Garten. Diese Liste finde ich sehr hilfreich. Die arbeite ich wirklich ab, je nachdem wieviel Zeit gerade ist. Es ist kurz vor dem Mittag, da fange ich keine große Arbeit mehr an. Etwas muß wirklich heute noch erledigt werden (siehe Kübelpflanzen weiter unten im Blog) dann starte ich damit. Und wenn ich eine Arbeit erledigt habe streiche ich sie bewusst und stolz auf mich durch. Es ist ein schönes Gefühl, wenn am Ende des Tages viele oder manchmal alle Aufgaben erledigt sind. Man verzettelt sich nicht bei der Arbeit, sondern kann zielgerichtet seinem Hobby nachgehen. Früher habe ich das und jenes im Garten gesehen und alles angefangen und am Ende des  Tages war ich frustriert, weil ich „nichts“ geschafft habe, was ich mir vorgenommen habe. Und tatsächlich ging nicht so viel voran, wie jetzt mit meiner Liste. Und wenn mir bei der Arbeit Dinge einfallen, die auch noch gemacht werden müssen, schreibe ich sie erstmal auf die Liste dazu. Alles was nicht erledigt ist, bleibt für den nächsten  freien  Tag stehen. Diese Vorgehensweise ist sehr zu empfehlen.

Und doch kommt es manchmal anders als geplant. Da heißt es flexibel sein. Am Wochenende war es einmal wieder so weit, daß Flexibilität  gefordert war. Aber dank  meine Liste war dann Sonntag Abend vieles erledigt und ich war zufrieden. Aber der Reihe nach:

Ich beginne einmal in der Nacht, so gegen 0 Uhr. Da habe selbst ich natürlich nicht ! im Garten gearbeitet. Aber vor dem zu Bett gehen, lasse ich den Hund immer noch einmal hinaus. Es ist doch fantastisch wie fein deren Sinne ausgeprägt sind. Ich mache die Haustür auf und er geht hinaus. Sofort verändert sich seine Haltung, die Stellung der Augen und er ist hellwach. Bis ich schaue, ist er schon ums Hauseck. Das waren Sekunden. Neugierig bin ich hinterher. Meist jagt er dann einer Katze hinterher. Diesmal wedelte er etwas an, was das Beschnuppern und  Wedeln aber nicht so toll fand. Ja er ist wieder oder noch da. Selten sehe ich ihn. Und wenn, dann immer nur, weil mein Hund mich auf ihn aufmerksam macht. Unser Igel.

Igel im Garten (C) by Joachim Wenk
unser Igel im Garten

Am Morgen danach weckt mich die Frühlingssonne. Bei Sonnenschein hält mich nichts mehr im Bett und auf das Frühstück freue ich mich auch immer.

Danach gehe ich mit dem Hund Gassi bei unseren Weihern und finde endlich, wo der große Weiher Wasser verliert. Seit zwei Wochen bereits beobachte ich, dass der Wasserspiegel fällt. Aber wo fließt es hin? Das ist nicht immer leicht herauszufinden. Heute bemerke ich mehr oder weniger zufällig eine Stelle im Damm an der das Wasser so arg hinaus fließt, dass es sogar plätschert.

Allerhöchste Zeit etwas zu unternehmen! Aber was?

Wir können doch nicht den Damm aufgraben und schon gar nicht mit dem Spaten. Wenn wir nichts machen spült aber das fließende Wasser ein immer größeres Loch hinein, bis es einen richtig großen Schaden gibt.

Das sind diese Ereignisse, bei denen ich meine schöne Aufgabenliste erstmal beiseite legen muß. Das hier hat Vorrang. Wir haben uns dann einen Boden-Rüttler ausgeliehen und sind so lange mit ihm oben am Damm hin und her gerobbt  bis der Boden etwa 20 cm eingedrückt war und das Wasser aufhörte zu fließen. Es hat geklappt. Erstmal ist Ruhe mit Wasserverlust. Hoffentlich hält das so. Jetzt musste ich nur noch am Bach mit zur Zeit nicht gerade viel Wasser, unseren Zulauf, ein Plastikrohr etwas tiefer setzten, daß überhaupt Wasser ins Rohr fließt. Jetzt fließt ganz wenig aber beständig erst einmal wieder Wasser in den Weiher.

Nachmittag half dann ein Bekannter mit dem Schlepper und Frontschaufel zwei vorhandene Erdhaufen etwas zu verteilen und unser eingedrücktes Gebiet  aufzufüllen, daß der Damm wieder eben ist. Eigentlich wollten wir in der Zeit den Graben für das Gewächshausfundament soweit fertig machen, daß er überall gleich tief ist und alles „in der Waage“ ist. Das verschieben wir auf Mittwoch.

Bach neben Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
Bach neben dem Weiher

Damm am Weiher (c) by Joachim Wenk
jetzt verdichtete Stelle im Damm, aufgefüllt mir Erde

Wenigstens die groben Grabearbeiten an meinem Gewächshausfundament konnte ich am Wochenende noch abschließen. Dann bekamen wir lieben Besuch zum Kaffee und saßen gemeinsam in der noch warmen Abendsonne. Die Arbeit läuft ja nicht davon und wenn doch, hab ich sie ja wenigstens notiert in meiner Liste. Die kommt nicht weit……

Am Sonntag habe ich dringend das Gesäte gießen müssen so warm ist es. Und – eine Aufgabe die dringend war – die Bewässerung für die Kübelpflanzen haben wir wieder eingerichtet. Laut Wetterbericht bleibt das Wetter zumindest diese  Woche auch noch nachts frostfrei und Tags sehr sehr warm. Damit die großen Kübelpflanzen, die seit Anfang März im Freien  stehen ausreichend Wasser bekommen, wenn ich tags nicht daheim bin zum Gießen, haben wir sie gleich an Ort und Stelle auf die Terrasse gestellt und verkabelt. So früh habe ich diese Arbeit noch nie gemacht glaube ich. Die Tropfbewässerung mit Bewässerungscomputer funktioniert einfach gut. Seit Jahrzehnten nutze ich das System, manche Tropfer sind noch von den Anfängen meiner Bewässerung der Töpfe im  Hinterhof. Was täte ich ohne diese Bewässerung. Und wenn kein Wasseranschluß da ist, funktioniert es mit einer kleinen Tauchpumpe im Regenfass. Das hatte ich seinerzeit in der Dachwohnung am Balkon. Also wenn alles was man sich so, auch für den Garten kauft derart gute Qualität wäre und zuverlässig arbeiten würde auch über  Jahre oder Jahrzehnte, fände ich das wirklich gut.

Und nur mal so nebenbei. Schaut euch doch mal den Himmel an. Nicht eine Wolke und das den ganzen Tag!

erste Kübelpflanzen in der  Sommerfrische (c) by Joachim Wenk
erste Kübelpflanzen in der  Sommerfrische

Ansonsten habe ich noch den einen oder anderen Krimskrams von meiner Liste erledigt. Und so klingt dann wieder einmal ein unwahrscheinlich sonniges und schönes Wochenende aus. Die Uhr ist auf Sommerzeit gestellt und es ist abends länger hell. Eine schöne Zeit mit den langen hellen Abenden. Nach getaner Arbeit mache ich immer noch einen Rundgang durch den Garten um mich an allem zu erfreuen. Heute habe ich euch von diesem Rundgang das Primel hier mitgebracht. Ausgepflanzt letztes oder vorletztes Jahr hat es sich hier eingenistet und freut sich ganz offensichtlich auch über das schöne Wetter.

Primel im Garten (C) by Joachim Wenk
Primel im Garten

Kompostvandalismus und Frühlingsarbeiten im Garten

Heute morgen bringe ich die Küchenabfälle zum Kompostplatz und muß feststellen dass  hier irgendjemand gehaust hat.

Kann mir jemand sagen welches Tier so etwas fertig bringt? Und vor allem Interesse am Inhalt des Kompostbehälters hat? Scheinbar hat es erst versucht den Inhalt unter dem Behälter hervor zu graben. Ein richtiger Graben ist gezogen entlang der Unterkante des Silos. Dann ist wohl die Klappe herausgefallen und es hat wüten können und den Inhalt herauszerren und davor verteilen. Ob und wenn ja was genau fehlt konnte ich noch nicht zu Protokoll bringen. Entweder es war Vandalismus ohne etwas zu klauen oder es war Einbruch und Raub.

Katzen haben wir viele aber die graben nicht und interessieren sich nicht für Kompost. Amseln wühlen den ganzen Garten durcheinander, aber der Graben um das Silo, das schaffen Amseln nicht. Ein Marder geht dort auch ein und aus. Aber haben Marder Interesse an Pflanzenresten?

Der Igel ist auch nicht fähig dazu. Wir sind doch in Bayern und in Bayern gibt es Wolpertinger. Ich weiß jetzt nicht, ob auch in Nordbayern, also in Franken. Vielleicht aber doch?

Kompostvandalismus (C) by Joachim Wenk
Kompostvandalismus

Bei uns bläst seit Tagen ein sehr starker und ungemütlicher Wind. Ich mußte mein im  Freiland Gesätes wieder gießen. Der Boden ist staubtrocken.

Ich habe heute auch in ein paar Saatschalen und Topfplatte erste Gemüse gesät. Da mein Gewächshaus ja noch nicht steht, habe ich diese in den Vorraum am Haus ans Fenster gestellt. Dort ist es nicht sonderlich hell, aber irgendwie muß ich ja mit dem Sähen beginnen. Ich habe von allem nur immer ein paar Gesät und werde dann wieder und noch mal sähen. Sonst habe ich zu viele Pflänzchen und dann erntereifes Gemüse auf einmal.  Ich bin ja rechtzeitig dran und kann die Aussaat etwas entzerren. Heute waren es Wirsing Winterfürst, Salat Till und eine Sorte die nur aus Buchstaben besteht, Blumenkohl Odysseus, Kohlrabi Lanro, Rotkohl Rodynda und Baummelde.

Gemüsesaat (c) by Joachim Wenk
einige meiner Gemüsesaaten

Hier sähe ich und dort enferne ich junge und ältere Pflänzchen. Im Beet am Haus mit Flieder, Strelitzie, Brunnen, Stauden und Zwiebelblumen sowie Rosen mußte Unkraut gerupft werden. Die Rasenkante habe ich auch ein wenig in Form gebracht. Und weil das Unkraut dort Giersch war und Pfefferminze habe ich das alles in die  Biotonne und nicht auf den Kompost. Also Pfefferminze die richtig eingwachsen ist, ist wirklich als  Un-Kraut zu bezeichnen. Mit der wird man fast schwerer Herr, als mit dem Giersch. Den lasse ich mancherorts auch mal stehen, damit ich ihn fürs Essen verwenden kann, aber hier hatte er nicht gepasst.

Ein paar Erlen an den Weihern haben wir auch wieder abgeschnitten und damit unsere Benjeshecke weiter aufgebaut. Fundamentmaterial für das Gewächshaus und  Baumaterial für den Hüttenzauber haben wir geordert. Und ich habe versucht das Fertigfundament aus Plastikteilen für meine Gewächshaus zusammen zu stecken.  Nach dieser Schablone wird dann das richtige Fundament gemacht und alles darauf verschraubt. Aber wie auch immer ich die dummerweise in  zwei Längen sortierten Fundamentteile zusammensteckte, ich kam nicht auf die in der Anleitung und im Katalog genannten Aussenmaße. Die Fundamentanleitung ist nicht die, für die von mir bestellte  Gewächshausgröße. Zu dumm, habe ich sie beim Auspacken aus den extra gekennzeichneten Kartons durcheinander gebracht? Gut dass eine Servicenummer angegeben ist. Ich denke die muß ich die Tage einmal ausprobieren und mir dort Hilfe holen. Aber die 4 mitgelieferten Gewächshaustische, auch aus Kunststoff, habe ich schon einmal zusammengesteckt. Die werden künftig meine Saatschalen und Jungpflanzen beherbergen im Gewächshaus. Die machen einen soliden und guten Eindruck. Wenn das Gewächshaus selbst auch so ist, bin ich zufrieden.

Heute wird Projekt 2/2014 gestartet und Projekt 3/2014 gesichtet.

Endlich Wochenende und keine Termine. Also ab nach draußen.

Nach einem sehr entspannten Samstagmorgen Frühstück gehe ich mit  dem Hund raus zu den Weihern. Somit verbinde ich Gassigehen und die Begutachtung von Projekt 3/2014. Nachdem wir die letzten beiden Jahre nur das allerallernotwendigste an den Weihern gemacht hatten (Geschäftliche Veränderung, Haus renovieren, Umzug, Garten) ist es allerallerhöchste Zeit dort wieder Zeit zu investieren. 
Der große Weiher hier war das letzte Weiherprojekt, da haben wir glaube ich im Sommer 2010 die Böschung gesichert, da der Damm immer schmaler wurde. 
großer Weiher (c) by Joachim Wenk
großer Weiher

 Auf diesem Bild die linke Uferseite haben wir vor ein paar Jahren renoviert und den Fischkasten beim Mönch im Vordergrund installiert.

großer Weiher (c) by Joachim Wenk
großer Weiher
Insgesamt sind es dreieinhalb Weiher. Zwei oben und eineinhalb unten. Dazwischen läuft ein Bach. Der untere große Weiher hat einen Zulauf, der aus dem Bach direkt gespeist wird. Das erleichtert vieles. Die beiden oberen Weiher nähren sich ausschließlich aus Grundwasser. Damit wir von oben nach unten und umgekehrt leichter hinüber kommen haben wir 2 Fußgängerbrücken und eine breite für den Rasenmähertraktor. Eine Fußgängerbrücke haben wir schon erneuert und nun ist die für den Rasenmäher dran. Die Bretter waren so morsch, daß man nicht mehr hat darüber fahren können. Die Erneuerung hat begonnen. 
Rasenmäherbrücke (c) by Joachim Wenk
Rasenmäherbrücke

ehem. Belag Rasenmäherbrücke(c) by Joachim Wenk
ehem. Belag Rasenmäherbrücke

Hier sieht man die „neue“ Fußgängerbrücke und den Bach, sowie den Höhenunterschied.

Fußgängerbrücke und Bach (c) by Joachim Wenk
Fußgängerbrücke und Bach
Der Teich hier lag über ein Jahr trocken, weil wir es versäumt hatten ihn rechtzeitig zu „stecken“. Jetzt lassen wir ihn wieder voll laufen. Mal sehen was mit dem alten Grünzeug passiert. Jedenfalls muß wieder Wasser rein, sonst wächst er zu. Wenn Wasser drin ist müssen Karpfen rein, sonst veralgt er. Jetzt ist die Frage ob das was ausmacht dass gar so viel Grünzeugs abgestorben am Teichboden gammelt. Ist es zu viel oder ist es noch ok und sorgt beim Abbau durch Organismen für gut Futter für die Karpfen? Das wenn wir schon wüssten…..
Karpfenweiher nach Trockenjahr (c) by Joachim Wenk
der Weiher hier läuft gerade voll

Und neben der Brücke die wichtigste Arbeit die jetzt gemacht werden muß ist das Entfernen der Erlen um den kleinen Weiher. Normalerweise machen wir das beim Weiherfischen, ein Jahr haben wir es nicht gemacht. Dann wollten wir es im nächsten Jahr im Winter machen, wenn er zugefroren ist. So kämen wir besser hin dachten wir. Er ist nicht zugefroren. Letztes Jahr hatten wir kaum Zeit im Sommer und sie wuchsen und wuchsen. Ein paar haben wir gefällt. Sie müssen weg, damit Sonne in den Weiher kann. Nur so erwärmt sich das Wasser für die Karpfen und auch die Nahrungsorganismen können nur mit dem Licht wachsen. Da wir so viel frisches Holz nicht verbrennen konnten und ich das auch nicht durch meinen Gartenhäcksler pressen kann hatte ich eine Idee.
Wie wäre es mit einer Benjes-Hecke. Das probieren wir und schlichteten die gefällten Erlen entlang der Grenze auf. Wenn wir dieses Jahr weiter fällen, wir der Wall noch höher. Und dann kann es losgehen, das Leben im Totholz und das Wachsen der Hecke. 
Erlensämlinge um den Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
die Erlen müssen noch weg

Benjes-Hecke (Anfang) aus Erlensämlingen (c) by Joachim Wenk
Benjes-Hecke (Anfang) aus Erlensämlingen

Benjes-Hecke (Anfang) aus Erlensämlingen (c) by Joachim Wenk
Benjes-Hecke (Anfang) aus Erlensämlingen

Hier sieht man den Weiher mit den vielen Erlen und dahinter den  großen Weiher vom ersten Bild. Es ist herrlich da draußen. Landschaft und Ruhe und Natur – und Karpfenweiher. Franken eben…

So nun weiß ich was noch auf uns zukommt, aber für heute fange ich erst einmal kleiner an. Projekt 2/2014 startet heute. Dazu muß ich erst einmal wieder zurück in den Garten.

Zur Erinnerung, Projekt 1/2014 war und ist es noch eine Weile, das Projekt „Hüttenzauber“.  Jetzt starte ich Projekt 2/2014, das Projekt „Gewächshaus“. Mein neues Kunststoffgewächshaus ist bestellt und könnte kommende Woche geliefert werden, wenn alles gut läuft. Höchste Zeit, das alte Foliengewächshaus abzureißen.

Foliengewächshaus (c) by Joachim Wenk
altes Häusle

Foliengewächshaus (c) by Joachim Wenk
altes Häusle im Gemüsegarten

Foliengewächshaus (c) by Joachim Wenk
„Fundament“

Foliengewächshaus (c) by Joachim Wenk
Foliengewächshaus

Es stand über 20 Jahre. Die Folie ist noch gut, aber die Hölzer, vor allem die auf dem Boden aufliegenden, sind morsch oder überhaupt nicht mehr vorhanden. Die Tür und das Fenster haben so große Schlitze, daß mir im letzten September im „Häusle“ sogar die Gurken erfroren sind. Und dann das Problem mit dem manuell zu bedienendem Fenster und der Tür. Lasse ich  es im Frühjahr oder Herbst zu, kann es tags schnell viel zu heiß werden und nachts ist dann aber die Temperatur gut. Mache ich es auf, bevor wir gehen ist es Tags gerade richtig aber nachts kommen Kälte oder Frost ungehindert hinein. Das neue hat mehrere Fenster mit automatischen Öffnern. Damit ist das Problem behoben. Jetzt mache ich mich aber erst mal an die Abrißarbeiten.

Also an Nägeln und Schrauben wurde beim Aufbau damals nicht gespart, das kann ich sagen! Und die große Folie in der Mitte, die jetzt endlich weg ist, wollen wir zum Brennholzabdecken wieder verwenden. Also einfach herunter reißen geht nicht. Und man sieht es, so richtig aufrecht steht es auch nicht mehr.

Abriß Foliengewächshaus (c) by Joachim Wenk
Abriß Foliengewächshaus 

Abriß Foliengewächshaus (c) by Joachim Wenk
Abriß Foliengewächshaus

Ach ja, bevor es so weit war wie hier auf den Fotos habe ich heute auch noch eine Reihe Puffbohnen gesäht, entlang des Schneckenzauns, vor den Erdbeeren. Und dann im Gemüsegarten habe ich noch Möhre Oxhella gesät, Radieschen Sora, Haferwurzeln von der Christine und Frühlingszwiebeln. Die Radieschen habe ich als Markierung bei den Möhren und Frühlingszwiebeln gesät. Sie gehen rasch auf, markieren so die Reihen, in denen ich schon etwas gesät habe und sind bald geerntet, so dass sie die eigentliche Kultur nicht beeinflussen.

Jeweils immer nur eine Reihe. Erstens muß ich erst sehen, ob es auch schon aufgeht um diese Jahreszeit (steht aber auf der Packung, daß man diese Saaten ab Februar/März durchführen kann) und dann mache ich auch nicht mehr den Fehler, alles auf einmal zu sähen. Somit wird auch alles auf einmal reif und ich weiß nicht was ich auf einmal mit dem ganzen Gemüse anfangen soll. Also immer nur ein weinig und in ein paar Wochen wieder etwas sähen, das streckt die Ernteperiode. Die Reihen habe ich mit der Schnur gezogen und dann, bevor ich die Schnur entfernte mit Ästchen am Anfang und Ende der Reihe markiert. Ich nehme immer die Haselnussruten vom Vorjahr, die ich mir beiseite lege für eben diese Zwecke. Die vom Vorjahr deswegen, weil die jetzt geschnittenen anwurzeln und treiben, wenn ich sie als Markierungen in die Erde stecke. Man lernt ja aus seinen Erfahrungen.

erste Wurzelgemüse gesät (c) by Joachim Wenk
erstes Wurzelgemüse gesät

Nach der Kaffeepause wieder zurück zum Gewächshaus. Über 5 Stunden habe damit verbracht es abzubauen. Ich hätte nicht gedacht, daß das so lange dauern wird. Bei dem heutigen Traumwetter allerdings habe ich mich auch nicht sonderlich beeilt, sondern in Ruhe und ohne Hetze meine Arbeit gemacht und die Zeit im Garten genossen. Jetzt ist die Sonne langsam am Verschwinden und der erste Abschnitt von Projekt 2/2014 ist erledigt. Das Häusle ist zerlegt und die alten Latten im Anhänger bei den alten Brettern von Projekt 1/2014  Hüttenzauber. Langsam ist wohl eine Fahrt zum Wertstoffhof fällig. Den Feldsalat decke ich die erste Nacht einmal mit Vlies ab. Im Gewächshaus war er trotz Schlitze in Tür und Fenster geschützter. Will ihn nicht gar so sehr schocken. Morgen nehme  ich sie aber ab und lasse sie weg. Er kann ja ohnehin auch im Freiland stehen.

hier stand das alte Foliengewächshaus (c) by Joachim Wenk
hier stand das alte Foliengewächshaus