Herbstgarten am Land – ernten, freuen und junges Gemüse pflanzen

Da sind wir als nun schon im Oktober. Die letzten Tagen waren sehr ruhig und wunderschön. Ich hatte viel Zeit für den Garten. Wegen dem Feiertag hatten wir auch ein paar freie Tage für uns, für alles was uns Freude bereitet und sogar auch Zeit für Familienbesuch. Alles läuft rund und ruhig. So mag ich das. 
Im Garten wird weiter geerntet. Weniger als die letzten Jahre. Erkannbar ist das auch daran, dass ich einen  kompletten Gefrierschrank leer stehen habe. Das kenne ich um diese Zeit ja gar nicht. Normalerweise sind alle Gefriergeräte jetzt bis zum Rand gefüllt. 
Dennoch haben wir laufend frisches Gemüse aus dem Garten, das verbraucht werden möchte. Oder das noch kurz liegen kann. 
So zum Beispiel diese wundervollen kleinen Kürbischen. Nein, es sind keine Zierkürbisse. Sie könnten dafür  hergenommen werden. Dennoch handelt es sich um Speisekürbisse (Jack-be-little). Perfekte Kürbisform, gelbes Fleisch, sehr aromatischer Geschmack, an Maronen erinnernd. Die baue ich wieder an. 
Im Gewächshaus stehen noch drei Tomaten, die aber am Wochenende weg kommen. Ich brauche den Platz. Die beiden Glockenpaprika bleiben noch etwas stehen. Die roten Glocken reifen jetzt erst. Wenn ich ein paar der scharfen Früchte geerntet habe, schneide ich sie drastisch zurück und grabe sie aus. So überwintern sie dann mit den Kübelpflanzen, bis sie im nächsten Frühjahr wieder durchstarten. 

Diese Paprika wächst wirklich sehr stark. Der Busch wird über 2 m hoch und dank reichhaltiger Verzweigung sehr breit. 

Unten am Dorfweiher habe ich aus dem staubtrockenen Boden die letzten Lagerkartoffeln geerntet.  Das Kraut war vollends abgestorben. Sie können aus der Erde geholt werden. 

Weil der Boden eben so trocken ist, sind natürlich die Knollen auch absolut sauber und es haftet keine Erde an ihnen.

Hier die Sarpo Mira mit rötlicher Schale.

Und die Cara mit gelber Schale und roten Flecken.

Zusammengezählt habe ich nun 72 kg Kartoffeln geerntet. Die reichen uns über den Winter. Ein schönes und befriedigendes Gefühl. 
Neben dem  Ernten geht auch das Genießen immer weiter. Weil ich ja für meine Beiträge hier auch stest auf der Suche nach schönen Motiven bin, fallen diese mir mittlerweile glaube ich auch viel mehr auf. Und wenn einen die schönen Momente und Szenen bewusst werden, kann man sie erst richtig genießen. Wozu so ein Gartenblog nicht alles gut ist….
Die Sonne steht viel flacher, aber wenn sie da ist, wärmt sie mächtig. Und wie schön ist es dann, auf der  Bank unter der Palme zu pausieren und zu sinnieren. 
Das kleine rote Röschen vom Geburtstagsgabentisch vor einigen Jahren blüht unermüdlich. Monat für Monat, Jahr für Jahr. Es ist gesund, wahnsinnig frosthart und trotzt auch der Trockenheit. 
Allerdings steht es hier ja auf seiner Insel unterm Hausbaum. Dort wird, im Gegensatz zum Rasen außen herum, ja auch immer mal wieder gegossen. 
Im Staudenbeet blüht außer den Astern und Dahlien nichts mehr. Die aber geben alles!

Wo anders schwappt der Blütenflor der ersten Herbstchrysantheme über den Beetrand. 
Und im Vorgarten punktet die skurrile Kombination aus Herbstaster und exotischer Banane. Ihre vormals absolut intakten Blätter hat der Orkan letzthin in lauter feine „Lametta-Streifen“ zerfetzt. 
Bananen sind aber sturmerprobt. Abgebrochen ist so gut wie nichts. 

Und klar. In einem Selbstversorgergarten geht natürlich auch der Gemüseanbau noch weiter. 
Mein Frühbeethäuschen ist jetzt an Ort und Stelle. Wir haben uns Kunststoffbretter (recycling) besorgt und einen Rahmen gebaut. So steht das Holz nicht auf der Erde und hält länger. Hoffe ich jedenfalls. 

Die Bretter davor werden mir, wenn es denn jemals wieder regnen sollte, jederzeit einen sauberen Zugang zum Häuschen ermöglichen. Der Winter kommt ja irgendwann einmal.

Und hier sind ein paar Kandidaten für’s Frühbeethäuschen. Und fauch für’s Gewäschhaus, warum eben die Tomaten langsam die Bühne räumen müssen. 
Der erste Winterkopfsalat ist gepflanzt. Ich freue mich, seine Entwicklung miterleben zu dürfen und das euch dann hier zeigen zu können. Jedenfalls, wenn er so schön wird, wie vergangenen Winter, was ich ja hoffe!
Die Tomaten stehen noch im Gewächshaus. Das Basilikum habe ich heute bereits abgeerntet. Einen ganzen Korb voller duftender Basilikumzweige schaffte ich in die Küche. 
Fast 800 ml Pesto habe ich daraus gemacht. Dann wollte ich noch ein Rezept ausprobieren, das seit Wochen in der Küche liegt. Wenn nicht jetzt, dann erst nächstes Jahr wieder. Also rasch in den Keller gerannt, eine Zucchini geholt und die Mandeln. Es gibt Zucchini-Basilikum-Pesto. 
Die Mandeln werden geröstet, die Zucchini scharf angebraten und dann mit  Basilikum und Knoblauch sowie etwas Essig im Mixer püriert. Ich sag euch, so habt ihr Pesto noch nicht erlebt. Ein Geschmackserlebnis! Die gerösteten Mandeln geben den Kick. 

Sommer im Land – Urlaub im Garten

Das Wasser kommt und geht

Vor gerade einmal zwei Monaten verfasste ich hier einen ausführlichen Artikel über all das Wasser in unserem Garten. Brunnen, Hundebadewanne, Insektentränke oder Seerosenbecken alles ist vorhanden. 
Heute kommt es mir vor, als wäre das ein anderes Land und ein anderer Garten. Da seit Monaten mal wieder der Regen fehlt und das Frühjahr ab April super warm daher kam, haben wir nun statt Rasen Heu und Erde und statt saftiger Büsche und Sträucher überall Herbstlaub herumfliegen und immer kahlere werdende Bäume. 
Der Sommer hat das Land fest im Griff. Schaut man sich in den sozialen Medien und den dortigen Mitteilungen um, hat man wenigstens den Trost, dass es – wie mir scheint – allen und überall so ergeht. Nein. Gärtnern macht hier keinen Spaß mehr. Meine Selbstversorgung liegt dieses Jahr auch darnieder. Das Gemüse will nichts werden. Und das ist doch der eigentliche Schwerpunkt meiner Gartentätigkeiten. 

Zu heiß, zu trocken, zu hell – ich finde keine Fotomotive mehr

Sei es wie es ist, ich habe noch ein paar ganz schöne Fotos gemacht und Arbeiten erledigt, bevor es jetzt in den letzten Tagen wirklich schlimm wurde. Seit Tagen bin ich auf der Suche nach Fotomotiven für meinen Blog. Ich konnte nichts finden. Klar gibt es tatsächlich einige Dinge, dir mir persönlich Freude bereiten. Für ein Foto allerdings langt es nicht. Neu gepflanzte Stauden zum Beispiel. Frisch gepflanzte Sukkulenten-Schalen oder der in Arbeit befindliche Teichgarten in der alten Zinkwanne wären hier zu nennen. 
Hier nun also die alten Fotos.

Wenn es heiß wird und trocken, dann sieht man sie wieder – die Frösche. 

Ja! Mein Laubfrosch ist wieder da. Lange schon hielt ich nach ihm Ausschau und jetzt hat er sich wieder gezeigt. Er wohnt wie jedes Jahr unter der Topf-Platte mit den Kohljungpflanzen im Gewächshaus. Ich kann ihn sogar vorsichtig mit dem Finger streicheln, ohne dass er weg hüpft. 

Ich habe einen neuen Lieblings-Sitzplatz gefunden

Dann habe ich einen neuen Lieblingsplatz im Garten gefunden und sofort mit einem alten Stuhl möbliert. 
An der höchsten Stelle des Grundstückes unter dem Walnußbaum und vor der Scheunenwand ist es super angenehm schattig. Man überblickt das Grundstück (zumindest den oberen Gartenteil). Man sieht, wenn jemand herein kommt und ist selbst durch Baum und Scheune und Ramblerrosen, wie in einer Höhle. Die Bilder sind von letzter Woche. Du meine Güte, war es da noch schön grün…..

Schade, daß das Auto im Bild ist.  Wenigstens ist es grün und fällt nicht so auf. Die Fotos habe ich in meiner Freude über diesen schönen Sitzplatz spontan gemacht und wollte nicht extra den Bus wegfahren.

Wenn man ganz nach rechts blickt, schaut man in den Gemüsegarten. Wozu wir die Regen-Fässer zusammengeschlossen und auf Betonplatten sicher aufgestellt haben, weiß ich jetzt auch nicht. Eigentlich könnte man daraus warmes Gießwasser für zum Beispiel Gurken entnehmen. 
Blickt man nach links zu den Nachbarn, fällt der Blick auf die Säulenobstreihe. 
Und hier sieht man den Stuhl. Wie gut, daß wir die Angelhütte ausräumten und ihn dort fanden. Eigentlich sollte auf den Sperrmüll, nun ist er Möblierung für meinen  neuen Lieblingsplatz. 

Trotz Hitze, die Arbeit muss erledigt werden: Kompost umschichten

Aber nicht, dass ihr denkt, ich sitze nur gelangweilt im Garten herum. Nein, das eher selten. Schließlich muss einiges erledigt werden. Der Kompost sollte schon längst umgeschichtet werden.  Der kommt dann im nächsten Frühjahr auf die Beete. 
Lockerer, wohlriechender Kompost. Würmer sind (fast) keine mehr darin aber unzählige Asseln und Tausendfüssler. Die setzen ihn noch gar um. Vor allem jetzt, da durch das Umsetzen in den anderen Behälter wieder Luft hinein kommt. 
Schon ist die Arbeit geschafft. Zum Schutz vor Sonne und  dem Austrocknen kommt auf den großen Behälter auch noch ein Deckel aus Pappe. Da es so langanhaltend trocken ist, muss ich auch meine frischen oder diese fast fertigen Komposte regelmäßig wässern. Ansonsten würde alles nur vertrocknen, aber nicht verrotten. Dabei ist aber zu darauf achten, dass man es nur feucht macht und nicht alles ersäuft. Dann würde es faulen und stinken, was viele Unwissende ja immer wieder von einem Komposthaufen glauben. 
Während ich also meine Komposthaufen umgeschaufelt habe, hat Volker an den Weihern schon mit der Angelhütte weiter gemacht. Später am Nachmittag werde ich auch mit raus gehen. 
Vorher gieße ich noch ein paar Kannen Wasser zu meinen Quittenbäumen. Dort am Hang ist alles verbrannt. Quitten lieben es warm und nicht zu nass. Scheinbar haben sie tiefe Wurzeln. Noch sehen sie in Ordnung aus. Nur die Wildrose dazwischen ist schon wieder abgestorben. 

Es ist jetzt das allererste Jahr, in dem die  Quitten tatsächlich Fruchtansätze haben. Hoffentlich werfen sie die nicht wegen der Dürre ab. Ich hätte doch so gern die ersten Quitten von ihnen probiert.

Nächste Sommerarbeit: Hecke-schneiden

Bevor es aber raus geht zu den Weihern, wird erst noch die eine Hecke hier geschnitten. Sie ist fast dreißig Meter lang, Stellenweise einiges über 2 Meter hoch und der Hang ist recht buckelig und uneben. Da ist eine Hilfe sehr angenehm. Volker reicht mir die Heckenschere, wenn ich mal wieder, zum ich weiß nicht wievielten Male ,oben auf der Leiter stehe. 
Unter der Hecke aus vorwiegend Liguster war ganz dicht der Giersch. Der ist jetzt verdorrt. An etlichen Stellen ist auch der Liguster verdorrt. Überhaupt ist sie gar  nicht mehr schön, die Hecke. Die Schneebeeren mögen wohl die Dürre und Hitze nicht. Die machen gar nichts mehr her. Irgendwann muss da mal ein Fachmann mit dem Bagger her und alles rausreißen. Aber was dann hin? Hainbuche wäre mir recht. Aber die ist für unser Klima auch nicht gut, was ich so las. Am Ende wird es vielleicht wieder Liguster. Oder Thuja. 
Das war ein Scherz!!!!!!!!!!!!!! Keine Panik! Thuja wird es bei mir nicht geben. 
Die Hecke ist geschnitten. Das Schnittgut den Berg hoch gefahren zum Kompost. Das sollte jetzt zeitnah gehäckselt werden, was aber nicht klappen wird. Wir haben es auf alte Paletten gelegt, in der Hoffnung, dass es eher trocknet als fault. Wenn anfängt zu faulen bekommt es der Häcksler nicht mehr klein, weil es dann weich wird. 

Dritte Sommerarbeit: Hütte abreißen

Jetzt geht es erst mal noch raus zur Angelhütte. Schließlich ist der Wertstoffhof nur am Samstag geöffnet. Wenn man nur einmal die Woche etwas entsorgen kann, muß man das nutzen und so werden eben jetzt abends noch rasch die beiden Anhänger mit Altholz voll geschlichtet. 
Dach und Wände sind demontiert. Bleiben noch die „Stützbalken“ und die Querbalken vom Dach. Zu blöd, daß die am hinteren Ende höchsten 1,60 lichte Höhe vorhalten. Ich bin 1,86 und nun könnt ihr euch denken, wo die blutunterlaufene Stelle auf meinem, nur noch schütter mit Haar bedecktem  Haupt her kommt. Hätte ich mehr Haare, würden mich nicht alle Leute fragen, was ich angestellt habe. 
Einer der tragenden Balken. Falls jemand meint, die schöne alte Hütte hätte man noch erhalten können…..

Doch noch ein paar schöne Gartenfotos – Achtung: Gelb

So, das waren jetzt genug Fotos von der Arbeit. Zum Genießen kommen jetzt noch ein paar Schmankerl für’s Auge. 
Naja, ich weiß ja, daß die Geschmäcker verschieden sind und viele unter euch Farbe im Garten nicht mögen. Für alle anderen kann das aber auch ganz reizvoll sein. Und für die „mit-ohne-Farbe“ habe ich ja immerhin weißen Phlox. In der Kombination mit schrillem Pink-Phlox und dem feuerroten Mohn, der sich da selbst hingesetzt hat, erinnert mich das Bild in der vollen Sonne irgendwie an Filme aus der Zeit vom „Ponnyhof“ und dergleichen. Findet ihr nicht? 

Heute fotografiert man ja eher nicht mehr in der prallen Sonne. Das ergibt dann solche Fotos, wie hier mit den Färberkamillen und Lichtnelken im Abendlicht. 

Gleiche Pflanze, anderes Licht. Eben doch mal wieder Mittagssonne.

Und noch mal Färberkamillen. Ich finde sie einfach Klasse. Und sie vertragen Trockenheit…

Gelbe Färberkamillen mit hellblauen Storchschnabel.

Und wieder gelb, aber diesmal bei der Nachtkerze. Sie hat sich zusammen mit dem blauen Natternkopf selbst ausgesät und steht vor dem dunklen Laub der winterharten Zitrone. Der gefällt die Wärme glaube ich auch.

Wieder ein anderes Gelb findet man bei der Trollblume. Zu ihr hat sich eine pinkfarbene Spornblume gesät.

Nun aber zur Abwechslung einmal etwas in  Gelb. Das Brandkraut vor der Banane, die ja gelbe Früchte hätte, würde sie welche tragen.
Aber im Ernst, der Garten hat jetzt viel Gelb, während im Frühjahr (neben den Narzissen ganz zeitig) vor allem die Blautöne mit etwas Rosa vorherrschen. Ein schöner Farbwechsel, der sich jedes Jahr vollzieht. 
Und hier? Na, immerhin ist die Mitte einer jeden Blüte deutlich Gelb. Also passt sie und darf natürlich stehen bleiben. Die Bodendeckerrose Sternenflor wird von Jahr zu Jahr ein wenig größer. Anfangs war sie recht mickrig. 

Sonne zu hell für Fotos? Nicht bei diesen Pflanzen.

Hier sieht man, dass Fotos in der prallen Mittagssonne manchmal auch gelingen. Es sind ja auch Sonnenanbeter hier an und über der Mauer vom Mäuerchenbeet.

Größte Hitze und eigentlich keinerlei Platz stören den Mauerpfeffer oder die Walzenwolfsmilch nicht. Sie lassen sich nieder, wo der Samen eben gerade hinfällt.

Und mal ehrlich, solche Gartenszenen hier kann man doch nur in der vollen Sonne fotografieren. In der Abenddämmerung würde die Urlaubsstimmung beim Anblick der Palmlilie und Banane im Staudenbeet glaube ich nicht aufkommen. 
Bis auf ein Staudenbeet habe ich auch endlich alle wieder einmal vom Unkraut befreit und die sich jetzt aussamenden Akeleien abgeschnitten. Will man im Frühjahr eine solche Pracht habe, wie ich sie hier schon oft gezeigt habe, dann muß man eben die „scheußlichen“ Samenstände im Beet in Kauf nehmen. Erst abschneiden, wenn schon Samen ausgefallen sind, heißt es hier. 

Wer schreibt  nur diese Gartenpflegetipps im Internet?

Tschja, mein Vorgarten mit dem Mäuerchenbeet in den ersten Juli-Tagen. Wo die Bewässerung verlegt ist sieht glaube ich jedes Kind. Und wer genau hinsieht, erkennt, dass auch die zweite Hecke, die noch höher ist und vor allem dicker, geschnitten ist. 
Und, sagt mal ehrlich. Wer schreibt denn bei Facebook immer diese irre sinnvollen Gartentipps mit der Rasenpflege. Laufend lese ich, was ich jetzt als Hobbygärtner machen muß, dass mein Rasen toll aussieht. Die Texte sind dann Standard-Wortaneinanderreihungen mit Lehrmeinung aus der Gärtner-Ausbildung. Hallo! Ich bin ja nicht der einzige, dessen Rasen so aussieht und dann kommt mir da ein Schreibtischtäter, der vielleicht gar keinen Garten hat, mit hilfreichen Tipps und Tricks für einen schönen Rasen und will mir einreden, dass am Ende ich selbst Schuld bin, dass mein Rasen so aussieht. Mangelnde Pflege oder so. 

Urlaubskulisse im eigenen Garten

Was soll’s. Dort wo die hier stehen, wenn sie frei wachsen, dürfte der „Rasen“ wohl auch so aussehen, wie bei mir. Vielleicht gedeihen sie daher so erfolgreich?

Auch am mediterranen Platz sieht es aus, wie im Urlaub. Wenngleich ich auch hier bei den Kübelpflanzen schon wieder erste Verbrennungen an den Blättern festgestellt habe.

Was für eine Freude. Vom schönsten Urlaub meines Lebens, habe ich letzten Herbst Montbretienknollen mitgebracht. Jetzt blühen sie und erinnern mich jedes Mal an diese wundervolle Woche.

Ein neues Gartenprojekt?

Für heute bin ich schon beinahe durch. Zum Abschluss noch einmal ein Stückchen von meinem Rasen. Wir waren bei dem „Tag der offenen Gartentür“ auch in einem Garten ganz in der Nähe und haben da sehr schöne Anregungen bekommen. Dieses Stück Rasen wird es nicht mehr lange geben. Wieder ist ein Gartenprojekt geboren. Wer neugierig ist, schaut einfach in den nächsten Monaten immer mal wieder vorbei. Vielleicht wird es auch erst im nächsten Jahr umgesetzt, aber gemacht wird es, das steht fest. 

Rezepte aus dem Garten

Und für die Rezepteliebhaber habe ich einmal wieder gebacken. Himbeerkuchen mit Erdbeeren (schwarze Himbeeren gibt es wirklich! Dir Roten waren da noch nicht reif). 
Und die Kirschen aus Nachbars Garten habe ich eingekocht und eingefrohren.

die schönen Spätherbsttage werden genutzt, wo immer es geht

Hast Töne, sind wir doch tatsächlich schon im November angelangt. 
Die Zeit rennt davon, die Arbeit leider nicht. Gottseidank hatten wir jetzt wieder ein paar sehr schöne Tage. Nach ein paar richtig scheußlichen Spätherbsttagen mit Nachfrost und Nieselregen bei Tags deutlich unter 10°C. 
Gestern waren tags wieder 15 ° und Sonnenschein. Diese schönen Tage nutzen wir gerade für wichtige Gartenarbeiten, die dringend erledigt werden müssen. 

Ein Zelt für die Palme

Besonders wichtig ist zum Beispiel das Gewächshauszelt für die Washingtonia. Wenn sie den Winter draußen übersteht, dann nur mit einem Schutz und Heizung. 
Die Folie ist bestellt,  aber das Gerüst noch nicht fertig. Schließlich muß es ja noch mit Folie daran über die Palme gebracht werden können. Und im Frühjahr muß es wieder weg und aufgehoben werden. Klappbar sollte es also auch noch sein. 
Langsam nimmt es Form an. Etliche Latten fehlen noch und dann die Folie. Wir sind selbst gespannt, wie das alles klappt und ob es klappen wird. 
Winterschutz für Palme
Winterschutz für Palme

Spalierobst passt auch auf schmale  Randstreifen am Grundstück

Gestern habe ich dann endlich meine Blumenzwiebeln verbuddelt. Wildtulpen und Krokus.

Die Wildtulpen sollen sie Blumenwiese im Frühjahr wieder zum Blühen bringen. Die edlen farbigen Tulpen sahen zwar schön aus, wurden aber über die Jahre immer weniger an Zahl. Da ich keine Lust habe, jeden Herbst wieder und wieder Tulpenzwiebeln zu stecken, versuche ich es jetzt mit Wildtulpen. Angeblich verwildern sie, wie die Narzissen, in der Wiese und werden immer mehr, statt weniger. Zumindest, wenn ihnen der Standort zusagt. Warten wir also gespannt auf’s erste Frühjahr.

Ebenfalls gepflanzt habe ich meine zwei geschenkten Himbeerpflanzen. Klar habe ich bereits ganz vorzügliche Himbeeren in ausreichender Anzahl. Aber es sind Sommerhimbeeren. Irgendwann im Juni sind sie reif. Das dauert etwa 14 Tage und dann ist Schluß mit Himbeeren, bis zum nächsten Jahr.

Himbeeren sind meine Lieblingsbeeren (neben schwarzen Johannisbeeren). Da wäre es mir recht, länger von ihnen naschen zu können. Eine liebe Kollegin hat dauertragende Himbeeren, von denen sie auch im späten Herbst noch naschen kann. Und ab kommendem Jahr kann ich das dann auch.

Säulenobst und Spalierobst- unser Obstgarten im Garten
Säulenobst und Spalierobst- unser Obstgarten im Garten
Erst wussten wir nicht, wohin mit ihnen.  Dann fassten wir einen Entschluß. 
Entlang des Zaunes zu den Nachbarn pflanzten wir vor Jahren ein paar Säulenobstbäume. Der Streifen ist recht schmal. Zu schmal für richtige Obstbäume. 
Dann kam das Apfelspalier dazu. In Verlängerung der Obstbaumreihe. 
Und zwischen diese beiden Obstbaumbaumvariationen pflanzten wir jetzt einfach in die Wiese die Himbeeren. Das sieht komisch aus. Wenn dann aber die Spalierstützen fortgesetzt werden und Drähte gespannt sind, ergibt es wieder Sinn. Neben den Himbeeren werden noch Johannnisbeeren gepflanzt werden, die ich dann ebenfalls als Spalier erziehe. 
Dann haben wir einen richtigen Obstgarten mitten in unserem Garten. 
Ansonsten wird im Garten gerade nur geräumt und alles für den Winter vorbereitet. Hoffentlich kommt er noch nicht heute und morgen, denn ein wenig muß noch geschehen. 
Neben all der Arbeit bleibt der Genuß natürlich nicht aus. Das erste Karpfenessen ist hinter uns. Wir hatten einen sehr schönen geselligen Abend bei richtig gutem Karpfen mit Kartoffelsalat und (noch gekauften) Endivien. Die nächsten Karpfenessen sind schon terminiert. 

Würzpasten aus frischen Kräutern oder Knoblauch

Als Selbstversorger bin ich auch noch tätig. Heute habe ich wieder etliche von den noch herumliegenden Patissonkürbissen mit etwas Sellerie, Kartoffel und Speck zu einer Suppe gekocht. Im Mixer püriert und in Weckgläser gefüllt. Jetzt stehen sie fertig eingekocht zum Abkühlen in der Küche. Sie sind ein schnelles Essen, wenn keine Zeit zum Kochen ist. 
Die Blätter der Sellerieknollen habe ich zusammen mit den überall wild aufgegangenen Blattsellerieblättern zu einer Sellerie – Würzpaste verarbeitet. Das intensive Selleriearoma wird nur mittel Salz konserviert. Die Paste hält monatelang im Kühlschrank. Das Rezept gibt es auf achimsgartenzumessen.de. Neben Sellerieblättern lassen sich so auch andere Kräuter wie zum Beispiel Petersilie verarbeiten. 
Sellerie-Würzpaste
Sellerie-Würzpaste
In Form einer Würzpaste habe ich Knoblauch konserviert und für den einfachen Einsatz in der Küche vorbereitet. Hier kommt kein Salz, dafür aber Öl als Konservator zum Einsatz.
In Form dieser Paste behält der Knoblauch sehr schönen seinen Knoblauchgeschmack und schmeckt nicht so bitter und verändert, wie sonst oft konservierter Knoblauch. Auch das Rezept findet man auf achimsgartenzumessen.de
Knoblauchpaste
Knoblauchpaste

Neuanschaffungen für den Garten und Tomaten so weit das Auge reicht

Das neue Gerät für den Garten

Gerade noch habe ich von meinem neuen Gerät für die Küche geschwärmt, da gibt es schon wieder etwas zu berichten. Zwei weitere Neuanschaffungen wurden ausgepackt. 
Das erste neue „Gerät“ hat mein Göttergatte mit nach Hause gebracht. Ich kannte das gar nicht und konnte mir auch überhaupt keinen Reim darauf machen, wozu es verwendet werden könnte. Er jedenfalls scheint solche Geräte zu kennen und freute sich schon auf deren Einsatz. 
Angeblich legt man sich da einfach drauf. Hmmmm. Ich hab’s probiert. Ich habe mich darauf gelegt. Es ist nichts passiert. Vielleicht ist es kaputt? Ne, also das ist nichts für mich. Irgendwo rumliegen, die Arbeit bleibt dabei auch liegen und nichts erledigt sich. Ich weiß schon, warum ich derlei Gerät bisher nicht kannte….. 
Vielleicht lag es ja auch an der dreckigen Gärtnerhose und den Schuhen an denen der Dreck aus dem Erdbeerbeet klebte, welche ich gerade neu pflanzte, daß sich da nichts tat. 
Ich bin ja offen für neue Erfahrungenb und habe mich später noch mal darauf gelegt. Sauber, mit Badehose einen eiskalten Kefir mit Orangensaft im pinkfarbenen Urlaubsstimmungsglas und ohne die Schuhe. 
Siehe da, da tut sich ja doch was. Man wird auf einmal so entspannt. Alles wird ruhig und man möchte da am liebsten gar nicht mehr aufstehen. Das macht also dieses neue Gerät. Ein Teufelsding! Pfui.
neues und unbekanntes Gerät für den Garten (c) by Joachim Wenk
neues und unbekanntes Gerät für den Garten (c) by Joachim Wenk
Besonders schön finde ich auch die nächste Neuanschaffung. Für ein paar Euro kann man ja nicht viel falsch machen, also wurde es angeschafft. Eine Lichterkette, weil es auf der Terrasse bei Dunkelheit oder in der Abenddämmerung immer so finster ist. Man könnte den Flutlichtstrahler anmachen, der den ganzen oberen Garten beleuchtet. Aber die Stimmung ist dann flöten. Da sah ich die Lichterkette, deren einzelne Lichtkörper den guten alten Glühbirnen nachgebildet sind. Aus Kunststoff aber und innen leuchten sogenannte warm-weiße Leuchtdioden. Das sieht wirklich so aus, als würden herkömmliche Glühbirnen hier aufgefädelt stein. Eine sehr schöne Stimmung produziert diese Lichterkette. 
Lichterkette für die Terrasse  (c) by Joachim Wenk
Lichterkette für die Terrasse  (c) by Joachim Wenk
Lichterkette für die Terrasse  (c) by Joachim Wenk
Lichterkette für die Terrasse  (c) by Joachim Wenk
Schade nur, daß gestern wohl für länger Zeit – oder für immer? – der letzte schöne Tag und Abend war. Tags 30 °C und Sonne. Heute dagegen tags 15°C und Dauerregen vom Abend mag ich erst gar nicht berichten. Was für Unterschiede von Tag zu Tag und das schon den ganzen Sommer. Aber der Regen kam dem Garten sehr willkommen! 

2017 ist ein Tomatenjahr, das steht fest

Ob er den Tomaten auch willkommen ist, kann ich erst sagen, wenn ich weiß, wie lange das anhält. Es besteht ja immer die Gefahr, daß Braunfäule ausbricht. 
Gestern habe ich wieder einmal einen Schwung Tomaten abgemacht. 10kg waren es diesmal. Und die hängen noch voll und voller mit Früchten. Von grün bis hellrot. Da kann ich mir noch viel überlegen, was damit gemacht werden könnte. 
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

Und dann das Farbenspiel der Paprika unter dem üppigen Laub.

reife Paprika am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Paprika am Strauch  (c) by Joachim Wenk
Gleich daneben Basillikum, der die Geschwister aus den Töpfen im Discounter gerade zu lächerlich erscheinen und schmecken lässt. 
Basilikum im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Basilikum im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Basilikum im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Basilikum im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Tomaten und Paprika Ernte (c) by Joachim Wenk
Tomaten und Paprika Ernte (c) by Joachim Wenk
Die eine oder andere habe ich stehen lassen und ernte jetzt zwischendurch bei der Arbeit die süßen, nach Ananas schmeckenden Früchte. Ananaskirschen sähen sich super leicht über all selbst aus. Die muß man nicht im Februar oder März vorziehen. Nur beim ersten mal, dann fallen – so schnell kann man nämlich gar nicht ernten, wie sie reifen – dauernd Früchte auf den Boden und dort wachsen im nächsten Jahr von ganz allein Unmengen der gesündesten und kräftigsten Jungpflanzen. 
Ananaskirsche im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Ananaskirsche im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Sind Freilandgurken wirklich für’s Freiland geeignet?

Eine Beobachtung will ich euch noch zeigen. Meine Lehren fürs nächste Jahr habe ich auch hier gezogen und notiert. Sicher ist sicher. 
Was das ist? Eine Gurke im Gewächshaus. Ich hatte irgendwie eine Pflanze übrig und setzte sie hinten unter die Tische ins Gewächshaus. Vielleicht bedeckt sie ein wenig den Boden dachte ich. Och ne oben in luftiger Höh‘ ist es viel schöner, dachte sie. Jedenfalls ist sie überall. In den Tomaten am Boden, am Weg und in der Glockenpaprika hier im Foto. Sie blüht wie bekloppt und trägt jetzt erste Früchte. Das Laub ist fast ganz gesund. 
Gurke im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Gurke im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Gurke im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Gurke im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Und wo ist jetzt die Lehre? Das will ich euch verraten. Wie jedes Jahr sind meine Gurken, egal welche Sorte (und ich habe wieder drei verschieden getestet), im Freiland schon lange hinüber. Sie beginnen zu tragen, dann werden die Blätter krank und in weniger als einer Woche ist die ganze Gurke tot. Da hilft nichts, was ich spritze, keine Mischkultur, keine Sortenwahl. Nichts! Jahr für Jahr das Gleiche. Wie gesagt eine übrige meiner Gurken steht im Gewächshaus und ist gesund. Daher die Lehre: ich brauche nächstes Jahr ein Häuschen oder Gestell mit Folie über meine Gurken. Scheinbar ertragen sie einfach das Freiland nicht. Die gesunde Gurke im Gewächshaus ist ja nichts anderes, wie die kaputten im Freiland. Gleich gesät, gleiche Sorte, gleiche Pflege  bei der Aufzucht. Nur anderer Standort. 
Gurke im Freiland  (c) by Joachim Wenk
Gurke im Freiland  (c) by Joachim Wenk
Gurke im Freiland  (c) by Joachim Wenk
Gurke im Freiland  (c) by Joachim Wenk

Tomatensugo, Tomatenketchup und leckere Kürbis-Küchle

Wie gut, daß ich gestern den Tag im Garten, in Ruhe und in vollen  Zügen genossen habe. Heute war dann  Küchenarbeit angesagt. Tomatensugo kochen. Tomatenketchup kochen. 
Tomatensugo und Tomatenketchup (c) by Joachim Wenk
Tomatensugo und Tomatenketchup (c) by Joachim Wenk

Und ein ganz neues Rezept probieren. Kürbis-Küchle  mit Hefeteig zubereitet.Wow, lecker! Die gibt es wieder einmal.  

Kürbis-Küchle   mit Apfelmus (c) by Joachim Wenk
Kürbis-Küchle   mit Apfelmus (c) by Joachim Wenk

Gelungenes Kartoffelexperiment, Tiere im Garten und ein neues Selbstversorger Küchengerät

Gartentagebuch vom 28. August 2017

Ruhig warmes Spätsommerwetter 

Also diese Zeit jetzt, Mitte bis Ende August, habe ich mir nun wirklich einmal notiert in meinen Erfahrungs-Aufzeichungen fürs nächste Jahr.

Es ist die Zeit des schönen Wetters, der Reife und üppigen Ernten. Die Pflanzen sind eingewachsen und überall blüht es. Es ist nicht mehr so saftig, wie im Juni. Aber es ist einfach eine ruhigere Stimmung im Garten und beim Gärtner. Jetzt wäre die richtige Zeit, einen Tag der offenen Gartentüre zu veranstalten. Eben das habe ich mir notiert. Nur  für den Fall, daß ich das doch einmal organisiere. Lust hätte ich auf so ein Gartenfest schon länger. Im Juni, wenn die offiziellen Tage der offenen Tür sind, hätte ich einfach keine Zeit. Zu viel habe ich da gleichzeitig zu erledigen.

So sitze ich also beim Kaffee drinnen und sinniere, was und wie ich wohl schreibe. Draußen ist es einfach gerade zu heiß. Naja innen ist es auch nicht viel besser. Gut, daß ein Ventilator wenigstens die warme Luft bewegt, daß sie nicht steht, wie draußen vor dem Fenster.

Hinausschauen tu ich dennoch gern.

Blick in den Augustgarten (c) by Joachim Wenk
Blick in den Augustgarten (c) by Joachim Wenk
Wir haben mal wieder ein Wetterchen für  diese Gesellen hier. Die Mittagsblume ist ja derart kitschig. Die Blüten changieren und schimmern, als wären sie mit Metallic-Spray überzogen. Ganz so wie zu Weihnachten diese unsäglichen Weihnachtssterne. Fasziniert über solche Blüten muß ich da jeden Tag hinsehen und mich wundern, was es so alles gibt. 
schillernde Mittagsblume im Sukkulenten-Trog (c) by Joachim Wenk
schillernde Mittagsblume im Sukkulenten-Trog (c) by Joachim Wenk
schillernde Mittagsblume im Sukkulenten-Trog (c) by Joachim Wenk
schillernde Mittagsblume im Sukkulenten-Trog (c) by Joachim Wenk
Deutlich  natürlicher für unsere Breitengrade sieht da das stängellose Leimkraut in der selben Wanne aus. Es hat jetzt eigentlich keine Blütezeit und darum freuen mich seine neuen Blütchen um so mehr. 
Mini-Staude mit Mini-Blüten stängelloses Leimkraut (c) by Joachim Wenk
Mini-Staude mit Mini-Blüten stängelloses Leimkraut (c) by Joachim Wenk

Die prächtigen Kapuzinerkressen habe ich vor kurzem, beim Grillabend, schon einmal gezeigt. Jetzt in der Sonne aber sehen sie richtig toll aus. Das merkt man auch am Foto.

Kapuzinerkresse in der Mittagssonne (c) by Joachim Wenk
Kapuzinerkresse in der Mittagssonne (c) by Joachim Wenk

Kapuzinerkresse in der Mittagssonne (c) by Joachim Wenk
Kapuzinerkresse in der Mittagssonne (c) by Joachim Wenk
Kapuzinerkresse in der Abenddämmerung (c) by Joachim Wenk
Kapuzinerkresse in der Abenddämmerung (c) by Joachim Wenk

Kartoffeln geäugelt und heute geerntet – ein gelungenes Gartenexperiment

Heute habe ich ein paar Kartoffeln geerntet. Eine sehr alte Sorte, Rosa Tannenzapfen. 
So weit ist das nichts besonderes. Aber für mich sind sie ein gelungenes Experiment. 
rosa Tannenzapfen (c) by Joachim Wenk
rosa Tannenzapfen (c) by Joachim Wenk
Ich hatte noch welche von der letzjährigen Ernte. Sehr verschrumpelt zwar, aber mit vielen Trieben. 
rosa Tannenzapfen (c) by Joachim Wenk
rosa Tannenzapfen (c) by Joachim Wenk
Im April habe ich sie dann geäugelt. Das heißt, ich habe um so ein treibendes Auge herum mit dem Messer ein winziges Stück Kartoffel heraus geschnitten. Zum Größenvergleich halte ich hier meinen Zeigefinger ins Bild. 

Diese Teilstücke kamen dann in eine Topflatte  mit 8cm-Töpfen.

Kartoffeln äugeln  (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln äugeln  (c) by Joachim Wenk
Bald darauf erschienen die ersten Triebe. 
geäugelte Kartoffeln in der Topfplatte  (c) by Joachim Wenk
geäugelte Kartoffeln in der Topfplatte  (c) by Joachim Wenk
Die Kartoffelpflanzen entwickelten sich prächtig. Schließlich kamen sie nach den Eisheiligen in den Gartenboden. 
Sie wuchsen und ich vergaß sie beinahe in der hinteren Beetecke. Heute beim Unkrautrupfen sah ich, daß die Triebe schon abgestorben sind. Da mußte ich doch gleich zur Grabegabel greifen. Es waren nicht viele Kartoffeln aber von einer Größe, die ich bei den gesteckten Tannenzapfen im letzten Jahr nicht kannte. Wenn also von einer Sorte keine Saatkartoffeln vorhanden sind oder man nur wenige Knollen, vielleicht einer wertvollen Sorte, hat und die vermehren möchte, ist das Äugeln also eine sinnvolle Methode. 
geäugelte Kartoffeln in der Topfplatte  (c) by Joachim Wenk
geäugelte Kartoffeln in der Topfplatte  (c) by Joachim Wenk

Ein schwer bewaffneter Strauch im Staudenbeet

Noch etwas, das mich immer wieder Kopfschütteln lässt habe ich heute auch wieder beobachtet. 
Es handelt sich um meine winterharte Zitrone. Der Strauch im Staudenbeet entwickelt sich wirklich ganz prächtig.  Man sieht ihn hier im Bild am rechten Rand hinter dem Wacholder. 
Staudenbeet mit winterharter Zitrone   (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet mit winterharter Zitrone   (c) by Joachim Wenk
Was mich an ihm immer wieder staunen lässt, sind seine Dornen. Ich kenne keinen anderen Strauch, der derart bewaffnet ist, wie diese Zitrone. So ein Dorn ist zwischen 3 und 4 cm lang. Eigentlich schon ein kleiner Speer und kein Dorn an einer Pflanze!
winterharte Zitrone   (c) by Joachim Wenk
schwer bewaffnet, die winterharte Zitrone   (c) by Joachim Wenk

Frühlingshaftes Grün in der Hecke

Na und wenn ich schon über meine Beobachtungen im Augustgarten berichte, muß natürlich dieses Foto gezeigt werden. 
Gut, mein Weinberg ist etwas schlapp im Kraut weil es schon  lange nicht mehr geregnet hat und der Boden ausgetrocknet ist. Immerhin hat er sich nach dem Aprilfrost wieder erholt. Nur ein  Stock ist erfroren. Die anderen Treiben, haben bis auf eine Traube aber keine Früchte. 
Was ich aber beobachtet habe, ist nicht der Weinberg, sondern die gestutzte Hecke daneben. 
Weinberg im Garten  (c) by Joachim Wenk
Weinberg im Garten  (c) by Joachim Wenk
Immer wieder ging ich  hin um nach zu sehen.  Und jetzt ist endlich „Frühling“. Die Hecke treibt fleißig in frischem Grün wieder aus. Hoffentlich entwickeln sich da noch schöne grüne Triebe vor dem Herbst. Es ist schließlich schon spät im Jahr.
frisch treibende Liguster-Hecke  (c) by Joachim Wenk
frisch treibende Liguster-Hecke  (c) by Joachim Wenk

Hauptarbeit im Garten ist jetzt das Ernten

Geerntet wurde auch einiges am Wochenende. So zum Beispiel die Hopfendolden. Einige sind in Alkohol eingelegt für Tinktur, andere trocknen gerade für  den Tee und als Bitter-Droge für die Gesundheit. 
Hopfendolden  (c) by Joachim Wenk
Hopfendolden  (c) by Joachim Wenk
Geerntet habe ich auch Patissons (Ufokürbise) die ich eingefroren habe. Zucchini, die getrocknet und Milchsauer angesetzt wurden. Das habe ich das erste mal gemacht, weil ja so viele große Zucchini da sind. Sie gären schon fleißig in den Gläsern und ich bin nun wirklich gespannt, wie sie schmecken werden. 
Getrocknet habe ich auch Tomaten im Dörrapparat und weitere Kräuter trocknen im Schatten auf Tüchern im Palmenhaus. 
Ein paar Portionen vom Neuseeländerspinat (mit Mangold ) habe ich auch eingefroren. Immer nur die Spitzen werden abgeschnitten. Dort verzweigt sich der Spinat und wächst und wächst und wächst. Super pflegeleicht, selbst aussamend und sehr mild und harmonisch im Geschmack. Ein super Gemüse!
Neuseeländer Spinat (c) by Joachim Wenk
Neuseeländer Spinat (c) by Joachim Wenk
Noch lange nicht zu ernten brauche ich hingegen den sehr schön wachsenden Rosenkohl. Auch der Palmkohl daneben  kann noch ein wenig stehen. Seine Blätter könnte ich jetzt aber schon abzwicken. Hier und da eines, dann wächst er noch lange weiter.  Im Gegensatz zum Grünkohl benötigt er keinen Frost, um zu schmecken. Und was mir besonders wichtig ist, er kommt mit Wärme und Trockenheit klar. Grünkohl nicht. 
Rosenkohl und Palmkohl (c) by Joachim Wenk
Rosenkohl und Palmkohl (c) by Joachim Wenk

Durch die Feuchte der Bewässerungsrohre gedeiht auch der Meerrettich heuer wundervoll. Oder ist es der Mulch der konsequent auf dem Boden liegt? Heute beim Kartoffelernten hatte ich fast das Gefühl im Komposthaufen zu graben, so unwahrscheinlich viele Regenwürmer habe ich dabei gesehen und mit ausgegraben. Niemals hatte ich so viele Würmer und gar beim Kartoffelernten im trockenen Herbst doch nicht. Der Dauermulch und die Bewässerung machen es möglich.

Meerrettich, Schnittlauch und Möhren (c) by Joachim Wenk
Meerrettich, Schnittlauch und Möhren (c) by Joachim Wenk

Die Tage sind dann wieder die Tomaten dran. Ich lasse ihnen noch die nächsten heißen und sonnigen Tage zum Geschmack sammeln. Ende der Woche soll es wieder abkühlen und regnen. 
Aus den Tomaten mache ich wieder den Sugo und ein paar Flaschen Ketchup werden auch wieder dabei sein.

erntereife Tomaten (c) by Joachim Wenk
erntereife Tomaten (c) by Joachim Wenk

erntereife Tomaten (c) by Joachim Wenk
erntereife Tomaten (c) by Joachim Wenk
Blick ins Gewächshaus im August (c) by Joachim Wenk
Blick ins Gewächshaus im August (c) by Joachim Wenk

Was wäre der Garten ohne die Tiere 

Wenn wir gerade hier im Gewächshaus sind, gibt es doch gleich mal wieder ein freundlich frischgrünes „Hallo“ von meinem Freund dem Frosch. Ein ganz schön  fetter Brummer ist das geworden. Er wohnt seit dem Frühling in meinen Topfplatten. Dort gefällt es ihm wohl. Und weil wir uns mittlerweile schon sehr gut kennen, kann ich mit der Kamera auch ganz nah ran. Ja sogar sanft streicheln darf ich ihn, ohne dass er fort rennt. 
Laubfrosch im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Laubfrosch im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Ja die lieben tierischen Mitbewohner im Garten. Wie gut, daß wir den Brunnen im Vorgarten gebaut haben. Sonst hätte die Nachbarskatze ja gar nichts zu trinken. Doch hätte sie, dann müsste sie eben wieder, wie die Jahre davor, aus der Gießkanne trinken. Die habe ich wegen ihr immer randvoll gemacht, daß sie ran kommt. Jetzt am Brunnen hat sie es leichter. Sie muß nur auf dem sehr schmalen Rand balancieren. Bis sie mal rein fällt. Das tut sicher nen schönen Platscher. 
Katze am Brunnen  (c) by Joachim Wenk
Katze am Brunnen  (c) by Joachim Wenk

Mein neues Küchen-Spielzeug

Und bevor ich mich wieder verabschiede, zeige ich noch kurz mein neues Spielzeug. Ein Spielzeug das natürlich etwas mit dem Konservieren zu tun hat und mit dem ich schon lange geliebäugelt habe. 

Für die Verarbeitung der Ernte dieses Strauches kann man es verwenden. Das war sein erster Einsatz bei mir. Natürlich kann man es noch für viele andere Ernten verwenden. 
Holunderbeeren reif zum Ernten (c) by Joachim Wenk
Holunderbeeren reif zum Ernten (c) by Joachim Wenk
Seit Jahren das  erste mal wieder Holunderbeeren, die geerntet werden können! Sonst sind sie alle grün am Strauch verdorrt, wegen der Trockenheit. 
Holunderbeeren  Ernte (c) by Joachim Wenk
Holunderbeeren  Ernte (c) by Joachim Wenk
Ja und da ist es mein neues Küchenspielzeug. Sieht doch irgendwie aus, wie frisch vom Mars importiert oder? 
kleine Presse für Beeren (c) by Joachim Wenk
kleine Presse für Beeren (c) by Joachim Wenk

kleine Presse für Beeren (c) by Joachim Wenk
kleine Presse für Beeren (c) by Joachim Wenk

Und schon ist es im Einsatz.

kleine Presse für Beeren im Einsatz (c) by Joachim Wenk
kleine Presse für Beeren im Einsatz (c) by Joachim Wenk

2 Liter reinen Holunderbeerpresssaft habe ich von dem Körbchen Beeren erhalten.

Sonst hätte ich sie dampfentsaftet. Dafür braucht man aber viel Energie und die Ausbeute ist nicht so groß.  Die Menge wäre wohl höher,  weil viel Wasser im Endergebnis enthalten ist. Aber iIn den Beeren bleibt noch viel wertvoller Inhalt zurück. Zudem gehen natürlich durch das lange Erhitzen auch viele Vitamine verloren.

Hier muß ich nur den gepressten Saft kurz erhitzen und dann abfüllen. Beim Apfelsaft, den wir ja auch so pressen, machen wird das ebenso. Dafür haben wir aber eine größere Presse, in der ich wiederum Beeren nicht pressen könnte. Das geht in der Haushaltsgröße mit engmaschigem Preßkorb besser.

Hätte ich das mal schon für mein 8 kg Johannisbeeren gehabt!

frisch gepresster Holunderbeersaft  (c) by Joachim Wenk
frisch gepresster Holunderbeersaft  (c) by Joachim Wenk

Ist der Käfer doch nicht schuld? Und ist auch der Baum krank?

Rambler und Walnußbaum scheinen krank zu sein

Samstag, 19. August 2017. Zwischenstand bei meinen beiden Fragen  und euren Rückmeldungen.
Also die Sämlinge sind noch immer nicht identifiziert. 
Die Seuche beim Rambler auch nicht. Oder doch? Es schien mir möglich, daß dieser Triebbohr-Käfer drinnen ist. Da muß man dann die befallenen Triebe entfernen und vernichten. 
Wie ich mir schon dachte ist, das aber ein nicht zu bewerkstelligendes Unterfangen bei einem Rambler wie dem  Pauls Himalayan Musk in einem Walnußbaum. 
da hab ich ja ganz schön was heraus geschnitten aus dem Rambler (c) by Joachim Wenk
 da hab ich ja ganz schön was heraus geschnitten aus dem Rambler (c) by Joachim Wenk

Ein Zweiggewirr wie bei Dornröschen

Mit dem Handy lassen sich die Schäden, wegen der Entfernung zur Linse auch nicht wirklich gut einfangen. Es sind nicht alle Triebe am Absterben. Nur manche. 
(c) by Joachim Wenk
Rambler im Baum stirbt ab (c) by Joachim Wenk

Dazu gehören auch Triebe mit fast 3cm Durchmesser.  Vollkommen verholzte Rosentriebe. Ineinander verschlungen und verwunden, um die Äste im Baum gewickelt und verzweigt. Von den Stacheln rede ich dabei noch nicht einmal. Wie sollte man hier die Triebe entfernen, um die Larven des Käfers, wenn er denn der Schuldige ist, zu beseitigen?

(c) by Joachim Wenk
 Zweiggewirr im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk

Ich habe es versucht. Ich fing oben an, weil ich da sehe, was kaputt ist. Und weil ich dann Stück für Stück gen Stamm schneiden kann. Aber es geht einfach nicht. Reiße ich abgeschnittene Teilstücke nach unten, ziehe ich so viele noch grüne mit herab. Die bekomme ich nie wieder hoch in den Baum. Zudem haben die Triebe und Verzweigungen, die denn nach unten zu reißen wären, viele Meter Länge. Wirklich viele, nicht nur ein oder 2 Meter.

Bei dem ganzen Geschnippel auf wackeliger Leiter, verhederrt in Ramblertriebe und voll Zorn auf einen Käfer, von dem ich gar nicht weiß, ob er schuldig ist, bemerkte ich dann, daß der Baum ansich auch nicht gerade gesund ist. Es ist so viel abgestorbenes Holz. Dichtes Laub sieht auch ganz anders aus und selbst beim Baum werden Blätter gelb.

(c) by Joachim Wenk
kranker Rambler und kranker Baum? (c) by Joachim Wenk

So fängt es bei den Rosenblättern an.

kranke Rosenblätter vom Rambler im Baum (c) by Joachim Wenk
kranke Rosenblätter vom Rambler im Baum (c) by Joachim Wenk


Die anderen Walnußbäume sehen gesünder aus, trotz schwierigem Jahr

Dieses Jahr ist für die Bäume ein schlimmes Jahr. Und das nach zwei Sommern, in denen sie über Monate mit schlappen Blättern in der knallenden Sonne fast verdurstet sind.  Erst der kalte Winter. Dann im April die bittere Kälte, in der alle Blüten und Laub abgefroren sind. Sie standen dann lange kahl, länger als sonst, wo sie ja eigentlich schon grün waren. Dann trieben sie. Leider unheimlich gakelige dünne  und schwächliche Triebe. Meinem anderen Walnußbaum hier sieht man es nicht so an. Der ist grüner in der Krone. 
der andere Walnußbaum ist grüner und dichter belaubt (c) by Joachim Wenk
 der andere Walnußbaum ist grüner und dichter belaubt (c) by Joachim Wenk

Auch der Walnußbaum der Nachbarin sieht grün aus.

(c) by Joachim Wenk
Walnußbaum der Nachbarin, satt grün und dicht grün (c) by Joachim Wenk

Nur eben meiner, in dem die Ramblerrose kränkelt sieht schlecht aus. Ich glaube, daß der Käfer nicht Schuld ist. Zumal ich in keinem der abgeschnittenen Äste habe Larven gesehen. 
die Krone des Walnußbaumes ist auch nicht gesund und satt grün (c) by Joachim Wenk
die Krone des Walnußbaumes ist auch nicht gesund und satt grün (c) by Joachim Wenk

Sicherheitshalber habe ich allen Rosenschnitt von heute sofort verbrannt. Egal was diese Seuche ist, durch die abgeschnittenen Triebe verbreitet sie sich jedenfalls nicht mehr. 

Was für traumhaftes Wetter

Ansonsten aber habe ich das traumhafte Wetter im Garten genossen. 
Traumhaftes Spätsommerwetter im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Traumhaftes Spätsommerwetter im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Traumhaftes Spätsommerwetter im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Traumhaftes Spätsommerwetter im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Gemüse aus dem Garten täglich frisch auf den Tisch
Zumindest ab nachmittag.  Vorher mussten noch Bohnen eingefroren werden genau wie Brokkoli. Mittagessen war zu zu bereiten. Heute gab es  schnelle Tomatenbrote mit Parmesanrührei. 
Tomatenbrot mit Parmesanrührei (c) by Joachim Wenk
Tomatenbrot mit Parmesanrührei (c) by Joachim Wenk
Wenn es nicht gelangt hätte,wären auch noch ein paar Stücke Schüttelpizza von gestern übrig gewesen. 
 Schüttelpizza (c) by Joachim Wenk
 Schüttelpizza (c) by Joachim Wenk

Und weil ich im Gemüserausch bin, alles frisch aus dem Garten, gab es natürlich diese Woche unter anderem auch eine Gemüselasagne.

Gemüselasagne mit frischem Gartengemüse (c) by Joachim Wenk
Gemüselasagne mit frischem Gartengemüse (c) by Joachim Wenk
Diese und weitere Rezepte werden in der Nächsten Rezepte-Neuheiten-Mail noch einmal verlinkt werden. Damit kein Rezept übersehen wird….

Alle Rezepte für Küche und Vorratskammer auf www. achimsgartenzumkochen.de

Bärlauch konservieren

Das ging jetzt aber schnell. Mit einem Mal ist er da der Bärlauch. Sicher kennt ihr da Problem, dass man ihn gerade dann, wenn man Gelegenheit hat an ihn ran zu kommen, nicht braucht. Oder nicht täglich braucht, wenn man mehr davon hat. 
Trocknen lässt er sich. Verliert aber auch bei vorsichtigem Trocknen mit etwa 30-35 °C an Aroma. 
Ich mache gern Pesto. Ein genaues Rezept gibt es dafür nicht. Wie ich Pesto herstelle könnt ihr hier (Pestorezept) nachlesen.
Für das Bärlauchpesto nahm ich frischen Bärlauch, Walnüsse, Salz und Rapsöl und keinen Käse. Die einzelnen Mengen kann man  nach eigenen Geschmacksvorlieben und Vorhandensein der Zutat variieren.  
Bärlauch-Walnuß-Pesto (c) by Joachim Wenk
Bärlauch-Walnuß-Pesto (c) by Joachim Wenk

Im Herbst machte ich aus den damals reichlich vorhandenen Kräutern in den Gemüsebeeten eine Würzpaste. Diese lagert in kleinen Gläschen im Kühlschrank. Sie schmeckt noch immer wunderbar und würzt seit Monaten alle möglichen kalten und warmen Speisen.

Auf die gleich Art und Weise kann man natürlich den Bärlauch konservieren.

Man nimmt 100 g frische Bärlauch und 20 g Salz aber  KEIN Öl. Kräuter und Salz werden im Mörser oder Mixer oder Tupper Turbo-Chef (bei mir der Fall) möglichst fein oder breiig zerkleinert. Abgefüllt in kleine Gläschen hält sich diese Masse über viele Monate. Der Geschmack bleibt sehr gut erhalten und man hat dann immer kräftige Würze zur Hand. Die Bärlauchpaste ist für Kräuterquark, Bärlauchbutter, Brotaufstriche, Salatdressings, Ravioli-Füllungen und vieles mehr zu gebrauchen.

Bärlauch-Würzpaste (c) by Joachim Wenk
Bärlauch-Würzpaste (c) by Joachim Wenk

Tagebucheintrag zum heutigen Lostag, weiterer Minestronevariation und Butter Café de Paris.

(c) by Joachim Wenk
(c) by Joachim Wenk

Tagebuch vom 22.Februar 2017

Es ist also Vorfrühling. Die Haselnüsse sind voll erblüht und die Schneeglöckchen blühen im Garten. Hier liegt die Betonung dann aber wohl ganz deutlich auf der Silbe „Vor-„. Denn draußen ist es so eklig, da ist an Gartenarbeit nicht zu denken. Das ist in zweierlei Hinsicht nicht schön. Zum Einen natürlich, weil heute mein Gartentag der Woche gewesen wäre. Zum Anderen, und das ist das Unschönere an den beiden Angelegenheiten, ist heute wieder ein Lostag.

„Wie’s Petrus (22.2.) und  Matthies (24.2.) macht, bleibt’s noch vierzig Nacht.“

So, jetzt versteht ihr, warum ich nicht begeistert bin vom Wetter heute. Gut, es hat beinahe 10° C und ist damit mild. Es regnet auch immer wieder, was ja bei uns etwas Schönes ist. Aber halt der arge Wind. Nein es ist mindestens Sturm! Und zu Matthies, also am kommenden Freitag, soll es der kälteste Tag der Woche mit einem Temperatursturz auf 4°C und Nachts wieder Frost werden. Das ist gar nicht schön. Noch 40 Nächte kalt und Sturm ?! Zumal wohl diese beiden Lostage sich in den vergangene Jahren immer mehr bewahrheitet haben sollen.

Der erste Lostag jetzt im Februar war der 2. Februar.

„Lichtmeß Sonnenschein – es wird noch 6 Wochen Winter sein“

An Lichtmeß war diesjahr sehr trübes Wetter.  Sonne war nie zu sehen und tatsächlich taut es seither. Zwar langsam aber der Winter mit Schnee und Eis hat sich, pflichtbefohlen, davon geschlichen. Diese Regel stimmte jedenfalls.

So, du lieber Gartentag. Was mache ich denn, wenn ich also nicht raus kann. Oder raus will.

Lassen wir es ruhig angehen. Der Hund hat auch nichts dagegen, heute nur schnell für die dringenden Geschäfte in den Garten zu gehen, anstatt bei Orkan durch den Matsch zu schlappen. Mein Frühstück dauert lange und ich merke rasch, dass das so ein Tag wird, an dem man sowieso nichts auf die Reihe bekommt.

Nicht lange dauert es und ich muß mir etwas zu Mittag machen. Wieder einmal gibt es meine Trocken-Minestrone (mehr dazu findet ihr hier: Fertigsuppen für den Selbstversorger und Minestrone und Kindeheitsträumen ). 

Diesmal aber ist die Sättigungseinlage nicht fertig gekauft, sondern rasch selbst angerührt. 50 Gramm frisch gemahlenes Mehl aus Roggen und Weizen inklusive ein paar Haferflocken vermische ich mit einem halben Ei. Was mit dem Rest geschieht, seht ihr später. Daraus wird ein echt fester Teigklumpen, den man auf der Reibe zu kleinen Bröseln verreiben kann.

Aha, daher also der Name „geriebene Suppe“. Diese Brösel kommen in die fertige Minnestrone und köcheln wenige Minuten ganz leicht mit. Fertig ist das Mittagsmahl. Satt werde ich auch, weil 50 Gramm Mehl für eine Person schon eher zu viel sind. Aber ein viertel Ei wäre ja noch blöder ab zu messen gewesen, hätte ich diese Menge auch noch halbiert.

Teigklumpen für geriebene Suppe wird gerieben (c) by Joachim Wenk
Teigklumpen für geriebene Suppe wird gerieben (c) by Joachim Wenk

Teigbrösel frisch gerieben (c) by Joachim Wenk
Teigbrösel frisch gerieben (c) by Joachim Wenk

geriebene Teigsuppe mit getrocknetem Gemüse aus dem Garten (c) by Joachim Wenk
geriebene Teigsuppe mit getrocknetem Gemüse aus dem Garten (c) by Joachim Wenk

Wo wir doch gerade bei der  Resteverwertung sind, so mache ich doch gleich noch etwas aus Resten. Gestern gab es Königsberger Klopse. Mit Kapernsauce und Sardellenpaste in den Klopsen. Die übrigen Fleischbällhen gibt es jetzt nach der Suppe zum Mittag.

Aus der Sardellenpaste, Kapern und einer offenen Flasche Sahne nebst weiteren Zutaten mache ich mir rasch noch eine „Butter mit Geschmack“. Diesmal wird es Butter à la Café de Paris. Die au diese Art hergestellte Kräuter-Butter, ist mittlerweile gerade im Sommer beim Grillen, ganz normal in meiner Küche. Die Version mit Sardellenpaste und Kapern wollte ich schon immer probieren und tat es noch nie. Das war ein Fehler, denn die ist absolut köstlich. Das Rezept findet ihr bei der Kräuterbutter.

Butter à la Café de Paris (c) by Joachim Wenk
Butter à la Café de Paris (c) by Joachim Wenk

Im  Tiefkühler habe ich noch so viele leckere Sommerbeeren. Ein paar Muffins zum Kaffee sind die nächste Beschäftigung. Rasch den Teig in einer  Schüssel zusammengeschüttelt, in die Form verteilt und überall ein paar gefrorene Beeren hinein gedrückt.

Schade dass ich ihn dann nicht habe lange genug backen lassen. So habe ich jetzt, nachdem die Mini-Muffins endlich aus der Form gedrückt waren,  eher Muffin-Bruch. Aber was soll es. Lecker sind sie jedenfalls und das übrige  halbe Ei vom Mittag ist auch mit verbraucht.

frische Beerenmuffins zum Kaffee (c) by Joachim Wenk
frische Beerenmuffins zum Kaffee (c) by Joachim Wenk

Zeit für ein wenig Gartenangelegenheiten.

Die zweite Pilzgeneration scheint jetzt  besser zu wachsen. Bald wird geerntet.

Sommerausternpilze (c) by Joachim Wenk
Sommerausternpilze (c) by Joachim Wenk

Sommerausternpilze (c) by Joachim Wenk
Sommerausternpilze (c) by Joachim Wenk

Und weil ich natürlich sehr wohl doch einmal oder mehrmals kurz in den Garten ging (Kontrollgänge nenne ich das) kann ich zwei brandaktuelle Fotos hier zeigen.

Ja, Winterlinge sieht man dieser Tage gerade inflationär auf allen sozialen Medien. Warum wohl? Trotzdem freue ich mich über meine eigenen ganz besonders. Sind es doch meine aller Ersten.

Jedes Jahr im Frühjahr zur Winterling-Inflation ärgerte ich mich, daß ich im Herbst wieder vergaß, welche zu stecken. Nicht ein einziger war im Garten vorhanden.

Vergangenen Herbst dachte ich mit Hilfe eines Kalendereintrages samt Erinnerungsfunktion daran. Und jetzt, Taraaaaa, ich habe Winterlinge im Beet!

meine allerersten Winterlinge im Garten (c) by Joachim Wenk
meine allerersten Winterlinge im Garten (c) by Joachim Wenk

Die Leberblümchen blühen auch wieder. Sind die so hart im nehmen oder mögen sie gar diesen  Standort? Weil ich sie gern von nahem sehen wollte setzte ich sie unter einen Moosrosenstrauch, der erhöht steht. So muß man sich nicht so bücken, um sie aus der Nähe zu betrachten. Im Sommer hängt der Strauch über ihnen. Sie stehen damit in absoluter Dunkelheit und der Standort ist sehr warm und Trocken. Wenn die Rose entblättert ist, erinnere ich mich dann immer wieder an sie. Und wenn ich nachsehe haben sie immer kräftige Blätter und jedes Frühjahr hübsche blaue Blüten.

Leberblümchen (c) by Joachim Wenk
Leberblümchen (c) by Joachim Wenk

Nun, der Sturm tobt noch immer draußen. Die Kaffe und Muffin-Bruch-Pause ist vorüber. Mal sehen, was der unkoordinierte Tag heute noch so bringt. Bügelwäsche ist wohl eines dieser Abenteuer, die noch auf mich zu kommen.

Wenn es wieder schöner wird draußen, hört ihr wieder von mir. Bis dahin wünsche ich schöne Vorfrühlings-Tage.

Von saukalt über kalt bis kühl – was bei welcher Temperatur gerade gemacht wird

So kalt ist das gerade! Also wirklich kalt. Wie kalt  genau, seht ihr am blauen Band im Foto. 
Ihr könnt ruhig staunen, denn so geht es mir auch. 
Es ist so kalt und das schon so lange, daß sich irgend etwas mächtig verschoben oder verzogen hat. Jedenfalls das schnappt das Schloß vom Gartentor nicht mehr ein und somit lässt sich das Tor nicht  verschließen. Die beiden Torflügel sind entweder auseinander gedriftet, die Kälte hat das Material so schrumpfen lassen oder der Untergrund hat sich bewegt. Alles recht unglaubwürdige Erklärungen und doch fällt mir nichts anderes ein. 
Jedenfalls muß fürs erste das blaue Band den Eingang sichern. 
Das blaue Band am Gartentor (c) by Joachim Wenk
Das blaue Band am Gartentor (c) by Joachim Wenk

Also dieses Jahr hatten wir , bis auf ein paar Mal am Mittag in der Sonne,  noch nie die Plus-Grade erreicht. Seit über einer Woche ist knackiger Dauerfrost. Keine Nacht wärmer als -13 bis -16 Grad. Tags etwa -5 Grad. Die Sonne hat uns seit zwei Tagen auch verlassen, worum ich schon beinahe froh bin. Dazu aber gleich noch mehr.

Heute Vormittag waren im Gewächshaus gerade einmal 0 Grad. Der Boden ist jetzt fest gefroren. Bis zum Wochenende war er noch so weit frostfrei, daß nur die oberste Schicht leicht gefroren war.

0°C im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
0°C im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Wenn die große Kältewelle jetzt vorüber und der Boden wieder aufgetaut ist, werden hier die ersten Gemüse gesät. Salat ist auf alle Fälle dabei, Radies und Winterportulak werde ich  ebenfalls wieder sähen.

Gewächshaus im Winter (c) by Joachim Wenk
Gewächshaus im Winter (c) by Joachim Wenk

Ich hätte nicht gedacht, daß auch an Stegdoppelplatten derart schöne Eisblumen wachsen können.

Eisblumen im Gewächshaus im Winter (c) by Joachim Wenk
Eisblumen im Gewächshaus im Winter (c) by Joachim Wenk

Vergangenes Jahr war der Winter milder und ich habe zu dieser Zeit bereits im Gewächshaus die Saaten direkt in den Boden vorgenommen. Dieses Jahr nun habe ich die  Kinderstube fürs Erste in unseren Hüttenzauber verschoben. Hier hat es noch immer ein paar Grad über Null. Salat  beginnt bereits ab 2°C zu keimen. Das kann er  jetzt hier in der Saatschale tun, bevor er ins kalte Gewächshaus kommt. Daher stelle ich die  Saatschale auch nicht wärmer. Sonst muß ich die jungen Pflänzchen dann wieder extra abhärten.

6-8 Grad im Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
6-8 Grad im Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk

erste Salat-Aussat im Jahr  (c) by Joachim Wenk
erste Salat-Aussat im Jahr  (c) by Joachim Wenk

Weil eben der Januar wirklich so kalt wie seit Jahren nicht mehr ist. Weil wir tatsächlich wieder einmal dauerhaft Schnee haben. Und weil es einfach an der Zeit ist, glaube ich ja schon länger, daß es diese Jahr wieder einmal ein normaleres Gartenjahr werden könnte. Es fängt ja auch normaler an, als die vergangenen Jahre.

Gerade jetzt zu Jahresbeginn gibt es  diverse Lostage und Wetterregeln, die ich schon gespannt beobachte.

Neu war für mich der Vinzenz am 22. Januar, ein Lostag. „Geht Vinzenz im Schnee, gibt’s viel Heu und Klee“. Na das geht doch schon mal in meine gewünschte Richtung. Und wie der im Schnee ging.

Kommende Woche gilt es wieder, genau hin zu schauen. Es ist Lichtmeß. Wenn da der Bär, der aus der Höhle kommt, in die Sonne blinzelt, dann gefällt ihm das nicht und er verkriecht sich für mindestens 6 Wochen wieder in der Höhle. Oder etwas deutlicher: Wenn an Lichtmeß die Sonne scheint, dann bleibt es noch mindestens 6 Wochen Winter.  Oder in Reimform: Scheint an Lichtmeß die Sonne heiß, kommt noch viel Schnee und Eis.

Keine schöne Aussicht also. Lichtmeß ist am 2. Februar. Diese Wetterregel ist so zuverlässig, daß sie auch in Amerika oder Frankreich bekannt ist und bewusster wohl als bei uns, wahrgenommen wird. Im Amerika  allerdings ist es nicht der Bär, der aus seiner Höhle kommt, sondern das Murmeltier Groundhog Day, Murmeltier-Tag) Der Tag bleibt der Gleiche.

Ein wenig beruhigt bin ich schon jetzt. Alle meine Wetter-Apps und Internetseiten mit Wettervorhersagen berichten ab Anfang kommender Woche über Wolken, Niederschlag und keiner Sonne. Juchu. Mögen sie alle recht behalten, damit der Bär nur ja nicht wieder in die Höhle geht.

Freuen über weniger Kälte, dürften sich wohl auch meine gefiederten Gartenbewohner. Das Vogelfutter kaufe ich ja mittlerweile in 25 kg Säcken und nicht mehr in kleinen Tütchen. Und gerade neigen sich wieder welche dem Ende zu. Die Schar ist aber auch echt der Hammer. Und immer rein in die Hecke und raus aus der Hecke. Rein in die Hecke und…. so geht das den ganzen Vormittag. Dann ist Ruhe und sie sind weg. Kurz vor  Einbruch der Dunkelheit sind sie alle wieder da. Rein in die Hecke und raus aus der Hecke, rein…. Und schließlich ist es dunkel. Gut, wenn sie sich dann den Ranzen voll gefressen haben. Ich möchte bei den Temperaturen nicht mit ihnen tauschen müssen.

(c) by Joachim Wenk
hier geht´s zu wie im Festzelt auf der „Wiesn“ zu Stoßzeiten (c) by Joachim Wenk

Aber ein Dreck ist das rund ums Vogelhaus. Lauter Spelzen, leere Schalen und natürlich Kot. Na wenn das Weiß weg ist sieht man den Saustall im Rasen bald nicht mehr. Das können wir noch erwarten.

(c) by Joachim Wenk
und genauso wie auf der „Wiesn“ schauts nach dem Ansturm der Hungrigen auch hier aus…(c) by Joachim Wenk

Zum Abschluss möchte ich heute noch eine Produkt empfehlen. Das ist kein bezahlter Beitrag, sondern ich bin einfach überzeugt von diesem hilfreichen Produkt und könnte mir vorstellen, daß manch einer das auch so gebrauchen könnte.

Es handelt sich von Tupperware um die vormals Prima-Klima und jetzt KlimaOase-Behälter.

Die sind speziell zur richtigen Lagerung von  Gemüse gemacht. In erster Linie im Kühlschrank. Darin halten Wurzelgemüse im Kühlschrank wochenlang knackig frisch. Zitrusfrüchte ebenfalls im Kühlschrank bleiben monatelang frisch. Frische Gemüse oder Blattgemüse bleiben knackig und frische.

Die Behälter haben einen gewellten Boden, so dass Kondenswasser sich in den Vertiefungen sammelt und das Gemüse auf den Erhöhungen im Trockenen liegt. Ein regelbarer Belüftungsverschluß lässt Luft- und (Reife-)Gasaustausch zu oder verschließt die Box dicht. Je nach gelagertem Gemüse. Wie gesagt, im Kühlschrank und der Vorratskammer schon seit Jahren in allen Größen (winzig für Radieschen oder ein paar Kräuter) bis hin zu den mehrere Liter fassenden Größen überaus erfolgreich bei mir im Einsatz. Auch die Kartoffeln halten sich darin besser in der Garage, als nur in Obstkisten gestapelt. Sie trocknen nicht so aus.

Nun bin ich als Selbstversorger, der leider noch keinen Erdkeller hat, immer auf der Suche nach Möglichkeiten, meine Ernten möglichst lange zu lagern. Wurzelgemüse schlage ich in feuchtem Sand ein. Im Keller und sogar der Garage ist es aber einfach zu trocken und zu warm.

Ich habe gelesen, daß man gerade Möhren und derartige Ernten direkt mit der anhaftenden Erde in Plastiktüten legen kann. Diese werden nur umgeschlagen zum Verschließen und mit mehreren Luftlöchern versehen. Das brachte mich auf die Idee, meine riesige KlimaOase dafür her zu nehmen.

Pastinake und Meerrettich habe ich direkt mit der anhaftenden Erde hinein gelegt. Die Box steht am kalten Boden im Palmenhaus. Dort hat es immer so um die 10°C und die Luftfeuchte ist bei ca 80-90 Prozent. Jetzt sind sie schon über drei Monate dort drin und immer noch knackig und frisch. Das werde ich nächstes Jahr auch mit den Möhren machen. Die sind im immer wieder eintrocknenden Sand in der Garage nämlich richtig schrumpelig geworden. Ich hoffe, die ganz großen KlimaOasen kommen in diesem Jahr im Sommer wieder ins Angebot. Dann werde ich mir noch die eine oder andere zu eben diesem Zwecke zulegen. Immer im Angebot ist die 4.4 Liter Box, in die man auch schon einiges an  Ernte einlagern kann. Zumindest wenn man , wie ich nur Hobby-Selbstversorger ist und kein Gemüsebauer.

PrimaKlima Behälter von Tupperware zum Einlagern von Wurzelgemüse (c) by Joachim Wenk
PrimaKlima Behälter von Tupperware zum Einlagern von Wurzelgemüse (c) by Joachim Wenk

PrimaKlima Behälter von Tupperware zum Einlagern von Wurzelgemüse (c) by Joachim Wenk
PrimaKlima Behälter von Tupperware zum Einlagern von Wurzelgemüse (c) by Joachim Wenk

Fertigsuppen für den Selbstversorger

Wer hätte das gedacht?

Ich, der Hobby-Selbstversorger schlechthin, gebe es zu und meine es ernst: Ich liebe Fertigsuppen!

Echt jetzt? Gib es zu, das ist es, was du gerade denkst.

Wer mich ein wenig kennt, wird sicher erst einmal stutzig bei dieser Aussage. Und Recht hat er oder sie.

Klar, daß bei mir da mehr dahinter steckt, als im Discounter gekaufte Tütensuppen.

Begonnen hat es mit einem wunderbaren Magazin vor Weihnachten. „LandIdee Geschenke aus der Küche“ war der Titel. Na das ist doch etwas für mich. Und Weihnachten stand da noch vor der Türe.

Neben etlichen anderen sehr schönen Ideen begeisterten mich die Suppen und Risottos als Fertigmischung. Ich kenne das als Backmischungen in diversen Gläsern oder Flaschen. Vom Brot über Brownies bis hin zu Hundeleckerli oder Likörzutaten gibt es da alles Erdenkliche.  Auf die Idee mit den Suppen kam ich natürlich selbst noch nicht.

Zu Weihnachten gab es dann  für die Verwandtschaft Fertigsuppen in ansprechenden und vielseitig weiter nutzbaren Vorratsbehältern von Tupperware (ist ja klar).

Die Schwaben-Fraktion bekam selbstredend Linsensuppe. Die Nicht-Viel-Kocher erhielten Minestrone, die in 15 Minuten genußbereit ist. Und die gerne-Esser bekamen kräftige Bohnensuppe.

Fertigsuppen schön Verpackt als Geschenke für die Familie (c) by Joachim Wenk
Fertigsuppen schön Verpackt als Geschenke für die Familie (c) by Joachim Wenk

Selbstverständlich habe ich alle Suppen vorher einmal getestet. Solche Rezepte klingen ja oft gut, vor allem, wenn sie in den Magazinen sehr schön präsentiert werden. Aber alle hier genannten Suppen funktionierten sehr gut und schmeckten.

Als Profi-Selbstversorger könnte man die auch gut selbst herstellen aus eigenem Gemüse. Ich habe aber zum Verschenken, wegen der größeren benötigten Menge an Ausgangsmaterial, die Zutaten gekauft. Zutaten sind unter anderem Suppengemüse getrocknet, ebenso Tomaten in Stücke geschnitten und Sellerie getrocknet. Knoblauch getrocknet. Besonders raffiniert in der Bohnen- und Linsensuppe ist das Pulver von geräucherten und getrockneten Paprika. Ein Gewürz, das ich in diesem Zusammenhang erstmals kennen lernte und sofort begeistert in mein Gewürzregal aufnahm.

Ich bin ja nur Hobby-Selbstversorger, wollte aber mit meinen Mitteln ebenfalls einmal für den Vorrat solche Trockensuppen herstellen.

Von den Buschbohnen der Sorte Sanguigno, die ich ausreichend eingekocht und eingefroren im Keller habe, blieben im Herbst  noch immer so viele Schoten übrig. Die lasse ich dann immer ausreifen, um an die leckeren trockenen Bohnenkerne zu kommen . Deshalb liebe ich diese Sorte, weil sie so vielseitig in der Verwendung ist.  Schon letztes Jahr kamen sie in Suppen, Eintöpfe und Chillies. Dieses Jahr mache ich mir ein paar Portionen Fertigsuppe damit.

reife Schoten der Buschbohne Sorte Sanguigno (c) by Joachim Wenk
reife Schoten der Buschbohne Sorte Sanguigno (c) by Joachim Wenk

rockene gepuhlte Bohnen der Buschbohnensorte Sanguigno (c) by Joachim Wenk
trockene gepuhlte Bohnen der Buschbohnensorte Sanguigno (c) by Joachim Wenk
Schon das ganze Jahr trockne ich zum Würzen die unterschiedlichsten Kräuter und Gemüsegrüne. Winterheckenzwiebel und Lauchgrün oder Petersiliengrün ist stets ausreichend im Garten vorhanden und wird laufend getrocknet. Jetzt kommt auch hiervon etwas in die Suppe. 
getrocknetes Grün vom  Lauch (c) by Joachim Wenk
getrocknetes Grün vom  Lauch (c) by Joachim Wenk
Möhren, Pastinaken und Sellerie sind in feuchtem Sand eingelagert. Für mein Suppenprojekt hole ich rasch ein paar heraus und schnipple sie in kleine Quadrate von etwa 5 mm Kantenlänge. Das geht dann allerdings weniger rasch, aber hier ordentlich zu Arbeiten, macht sich dann im Vorratsbehälter und der fertigen Suppe optisch positiv bemerkbar. 

Möhren, Sellerie, Pastinaken im Dörrapparat (c) by Joachim Wenk
von oben nach unten Möhren, Sellerie, Pastinaken im Dörrapparat
(c) by Joachim Wenk

Viel bleibt nach dem Trocknen, das binnen 24 Stunden abgeschlossen ist, nicht mehr übrig. Daher musste ich für die Geschenke auf gekaufte Zutaten zurück greifen. Meine Vorräte hätten das nicht her gegeben, ohne dass ich dann dafür hätte für unseren Bedarf an Gemüse einkaufen müssen.

Möhren, Sellerie, Pastinaken  nach dem Trocknen (c) by Joachim Wenk
Möhren, Sellerie, Pastinaken  nach dem Trocknen (c) by Joachim Wenk

Wenn dann alles getrocknet, gepuhlt und sonst wie vorbereitet ist geht’s ans Mischen und Verpacken.

Suppenmischung für Bohnensuppe (c) by Joachim Wenk
Suppenmischung für Bohnensuppe (c) by Joachim Wenk
Die Rezepte stammen aus dem LandIdee Magazin „Geschenke aus der Küche“ (nur damit ordentlich zitiert wurde!)
Bohnensuppe

Mischung für 4 Personen man benötigt einen Behälter mit 650 ml Inhalt als Geschenkverpackung)
350 g getrocknete Bohnen
5 Eßlöffel getrocknetes Suppengrün (oder in meinem Selbstversorgerbeispiel eben das was vorhanden ist an getrockneten Wurzelgemüse inklusive Lauchgrün)
1 Eßlöffel klein geschnittene getrocknete Tomaten (die habe ich auch selbst gemacht, am besten man schneidet die Tomaten vor dem Trocknen ebenfalls wieder in kleine Quadrate von 5×5 mm. Nach dem Trocknen lassen sie sich nur mit großer Mühe so klein schneiden)
Beim Zubereiten muß man oder der Beschenkte nur noch dazugeben: 
Salz, Pfeffer, Wasser und Olivenöl
Zubereitung: 
1,2l Wasser zum Kochen bringen. Die Suppenmischung zugeben und umrühren. 
Etwa 1 Stunde zugedeckt leise köcheln lassen. 
Wenn die Bohnen weich sind mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit einem Kartoffestampfer ein paar mal vorsichtig stampfen. Dadurch zerdrückt man einige Bohnen, die dann für eine angenehme Bindung der Suppe sorgen. Am Teller noch ein paar Tropfen gutes Olivenöl darüber träufeln. Wer es weniger vegetarisch möchte gibt, wenn die Bohnen  weich sind noch zum Beispiel ein Wiener Würstchen mit in die Suppe und lässt es darin heiß werden. 
Gedanken zur Gar-Zeit bei Bohnen und Linsen: 
Weil die Garzeit bei den Bohnen und auch den Linsen sehr lange ist und man sie wegen des Gemüses in der Mischung nicht über Nacht einweicht, habe ich mir für mich Folgendes überlegt. Bei meiner Eigenbedarfsmischung bewahre ich Gemüse und Bohnen getrennt auf. So kann ich die Bohnen über Nacht einweichen oder für sich erst einmal fast fertig garen. Erst am Ende (es genügen 10-15 Minuten) gebe ich das Gemüse dazu. So zerkoche ich nicht die nach dem Trocknen noch übrig gebliebenen wenigen Vitamine. 

Für interessierte Leser, kommt hier noch das Rezept für die Linsensuppe:

Linsen-Tomaten- Suppe man benötigt einen Behälter mit 650 ml Inhalt als Geschenkverpackung)

Mischung für 4 Personen:

250 g Tellerlinsen
5 Eßlöffel getrocknetes Suppengrün
4 Eßlöffel getrocknete, klein geschnittene Tomaten
1 Teelöffel Paprikapulver geräuchert
1 Teelöffel Paprikapulver edelsüß


Zubereitung: 

1,2l Wasser zum kochen bringen und die Suppenmischung einfüllen. Umrühren und mindestens 45 Minuten zugedeckt leicht köcheln lassen.

Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nach Geschmack können auch hier Oliven – Öl und oder Würstchen (Schwaben!) zugegeben werden.

Suppenmischung für Linsen-Tomaten-Suppe (c) by Joachim Wenk
Suppenmischung für Linsen-Tomaten-Suppe (c) by Joachim Wenk

Auch das schnelle Minestrone-Rezept darf nicht fehlen.

Suppenmischung für Minestrone (c) by Joachim Wenk
Suppenmischung für Minestrone (c) by Joachim Wenk

Minestrone


Mischung für 4 Personen (man benötigt einen Behälter mit 440ml Inhalt als Geschenkverpackung)


6 Eßlöffel getrocknetes Suppengrün
2 Eßlöffel getrocknete, kleingeschnittene Tomaten
1 Teelöffel Knoblauchgranulat getrocknet
150 g  Risoni oder Nudelreis (Nudeln, die wie Reiskörner aussehen, alternativ gehen auch Gobbetti oder andere kleine, nicht zu dünne! Nudeln)


Zubereitung

1l Wasser zum Kochen bringen und die Suppenmischung einrühren. 10-15 Minuten leise köcheln lassen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken und am Teller mit ein paar Tropfen guten Olivenöls (oder selbst gemachten Würzöles) beträufeln.

Ich habe mir noch für jede Suppe weihnachtliche Anhänger erstellt. Darauf steht, wie die jeweilige Suppe Zubereitet wird.

Die Zubereitung als Geschenkanhänger (c) by Joachim Wenk
Die Zubereitung als Geschenkanhänger (c) by Joachim Wenk