Endlich Schmuddelwetter und dennoch so viele Farben im Herbstgarten

So, am Wochenende hatte ich nun endlich mein düsteres, schließlich sogar sehr schmuddeliges Wetter. Es kamen 11 Liter Niederschlag vom Himmel. Und das ist ja schon lange nicht mehr da gewesen. Dennoch habe ich viel geschafft und das Wochenende sehr genossen.
 
Noch blüht es ja überall im Garten. Bis der Frost kommt, kann ich mich an den Dahlien erfreuen.
 
 

Die im Discounter zur kurzfristigen Terrassendeko mitgenommen Chrysanthemen von Anfang Oktober sind mittlerweile hinüber. Wie anders, dir richtigen winterharten  Stauden der Herbstchrysanthemen. Sie blühen ja jetzt erst richtig auf und lassen sich durch Schmuddelwetter nicht schrecken.

 
 
Und Ringelblumen, die sich laufend selbst aussähen, keimen und zur Blüte gelangen, stehen auch hier und da noch in voller Blüte.
 
 
Weniger auffällig als die großen Chrysanthemen und doch von einer überraschenden Farbenfreudigkeit sind die Semperviren und Sedumarten.
 
 
 
Die kleine Opuntie hat auch ein wenig Rouge aufgelegt.
 

Die winterharten Sukkulenten, Sedum und Semperviren habe ich größtenteils jetzt eingewintert. Bei ihnen ist das relativ leicht. Einfach alles unter das Dach des Carportes stellen und fertig. Frost ist kein Problem, nur zu viel Feuchtigkeit und Regen im Winter mögen viele nicht. Hier stehen sie gut bis zum Frühjahr.

 
 
Ein wenig mehr Mühe machte die große Opuntie, die leider nicht winterhart ist. Sie wanderte ins Winterquartier zu den anderen Kübelpflanzen. Die Pflanze ist unvorstellbar schwer, auch wenn der Topf selbst nur mit trockener Erde gefüllt ist. Da aber alle „Ohren“ prall mit Wasser gefüllt sind, ergibt sich ein sehr hohes Gewicht, das einen Transport schier unmöglich macht. Hinzu kommen natürlich die Stacheln. Es hilft nichts. Viele Kübelpflanzen schneide ich vor dem Einräumen deutlich zurück. Das musste sich der Kaktus nun auch gefallen lassen. So ist er nun transportabel und steht am Fenster, im Überwinterungsraum. Dort kommt er erst im April oder Mai wieder raus.
 
 
 
Noch ein wenig mehr Arbeit machte das Einwintern der winterharten Banane.
 
Mit einer Machete habe ich die oft mehr als armdicken Stämme abgeschnitten.
 
 

Dann stelle ich ein Draht-Kompostsilo um die Strünke. Dieses Gitter kleide ich mit einem  dicken Karton aus und fülle alles, mit schon vor Tagen und vor dem Regen gesammelten, trockenen Haselnuß- und Eschenlaub auf. Oben verschließe ich lose mit Karton und decke mit einem Stück Kunststoff ab. Es soll ja trocken im Laub bleiben, damit die isolierende Wirkung erhalten bleibt. Im Frühjahr wird dann alles wieder ausgepackt. Dann warten wir wieder mit großer Spannung  auf die ersten Triebe gewartet.

 
 
So also sieht dann der Garten bei Schmuddelwetter, Regen und nur etwa 4 °C Ende Oktober aus.
 
 
 
Aus Regen wird Schnee und bleibt auch kurz liegen.
 
 
 
Neben dem Freuen und Einwintern kam unerwartet auch noch das Ernten dazu.
 
Im Weihergarten hat der Sturm der vergangenen Tage eine Topinamburpflanzen gefällt. Sie sind 3 Meter und höher und sehr reich verzweigt. Die Stiele dicker als Besenstiele. Der Sturm kippte eine solche Pflanze um. So, wie wenn im Wald der Sturm einen Baum umschmeißt, so ragte auch hier im Gemüsegarten der Wurzelstock jetzt senkrecht aus der Erde.
 
Eigentlich wollte ich noch keinen Topinambur ernten. Die Knollen lagen aber größtenteils frei und  waren nicht mehr von der Erde geschützt.
 
So kramte ich eine Knolle nach der anderen aus dem noch immer staubtrockenen Boden. Sie wurden größer und größer.  Ich habe noch nie so viel und so gigantische Topinamburknollen geerntet. Die eine Pflanze brachte 6,5 kg Topinambur-Ernte.
 
 
 
 
Die größten Knollen hatte nicht einmal in meiner Hand Platz.
 
 
Nun muss die Ernte irgendwie verarbeiten. Leider ist geernteter Topinambur  nicht lange lagerfähig. Ich werde einen Teil milchsauer einlegen. Ansonsten habe ich ja dieses Jahr nichts Milchsaures, da weder Kohl, noch Kohlrabi oder Möhren (gute) Ernten brachten.
 
Den Rest der Knollen habe ich in leicht feuchter Gartenerde in einen großen  Topf verbuddelt. Der Topf bleibt draußen im Carport. Der Topinambur überwintert ja auch im Beet im Freien und übersteht Frost mühelos. Hier kann ich ihn dann leicht entnehmen, wenn ich welchen für die Küche brauche.
 
Bleibt nur die Frage, was ich mit den anderen 6 Pflanzen mache. Wenn die auch jede über 6 kg Ernte bringen……
 
 
Noch eine  Ernte habe ich eingefahren. Die letzten Weintrauben wollte ich ernten, bevor Frost kommt. Sie schmecken alle köstlich und ich nasche seit vielen Wochen Weintrauben. Am Ende waren es doch noch einmal 2 kg frische Weintrauben.
 
Die habe ich einfach rasch in der Beerenpresse entsaftet. 1 Liter Saft gab das. Weil ich keine Zeit hatte,  noch weiter etwas daraus zu machen, habe ich ihn, wie beim Apfelsaft, erhitzt und in Flaschen gefüllt. Ich will mal sehen, wie ein Gelee daraus schmeckt. Das wird demnächst einmal probiert.
 
 
 
 
Und wer stundenlang in der Kälte draußen  gartelt, der hat auch Hunger. Am Sonntag gab es ein köstliches Steak vom Biorind zum Mittag. Dazu Buschbohnen und Kartoffelbrei aus dem Garten. Zum Fleisch reichte ich selbst gemachte „Butter à la Café de Paris“.
 
Ich bereite sie aus frischer Sahne mit den letzten Gartenkräutern und anderen würzigen Zutaten zu. Wie das geht, steht in meinem Rezepte-Blog. 
 
 

Wie die Freude wieder in den Garten gelangte.

Hallo zusammen. Heute einmal ein Stimmungsfoto zu Beginn.

Genau, so ist meine Stimmung gerade, wenn ich in den Garten gehe oder aus ihm komme.

Es ist einfach eine Freude in mir.

Gestern und heute Sonne, Wärme und herrliche Herbstbilder im Garten. Und wie es im Leben eben so ist, spürt man Freude vielleicht um so intensiver, je unfreudiger die Tage waren, aus denen man kam. 
Wie ist es eigentlich bei euch im Garten? Klar, das altbekannte Thema der Dürre könnte man ansprechen. Wäre es nicht irgendwie mittlerweile durchgekaut und wohl auch erst mal passé. 
Ja! Auch bei uns hat es geregnet. Etwa 25 Liter kamen herunter und das hat wirklich einmal etwas gebracht. 
Hier einmal ein Foto aus dem Auto geschossen. So sieht die Landschaft bei uns gerade aus. Goldener Herbst ist anders! Die Bäume zum großen Teil kahl, Feldraine verdorrt, Weiden nicht mehr erkennbar und alle Felder kahl, da nichts keimen kann. 
Aber wie gesagt, es kam ja Regen. Und so komme ich wieder zu meiner Frage nach euren Gärten. Wie kam der Regen bei euch vom Himmel? Senkrecht oder waagerecht? Bei uns keines von beiden, sondern weltuntergangsmäßig kreuz und quer im schlimmsten Sturm, den ich hier im Garten erlebt habe. Und wir hatten die letzten Jahre weiß Gott viele Orkane. So eine Heftigkeit jedoch war noch nicht dabei. 
Binnen kürzester Zeit brach das Chaos herein und am nächsten Tag, war von Freude am Garten nicht zu sprechen. Im Gegenteil, ich bekam, wie so oft, Panik, wie und wann ich das alles wieder aufräumen soll. Neben den normal gerade wieder vermehrt anfallenden und dringenden Arbeiten. 
Erst einmal zwei Tage liegen lassen und aushalten. Der Job ist eben auch wichtig. 
Gestern dann konnte ich mich ans Werk machen. Am Abend war mir Bewegen fast nicht mehr möglich, so weh taten mir alle Knochen im Leib. Aber da war es plötzlich da, das Gefühl vom Eingangsbild. 
Pure Freude über das Geschaffte. Es gab keine nennenswerten Schäden und sogar notwendige, normal anfallende Herbstarbeiten habe ich erledigen können. Freude pur. 
Begonnen habe ich auf der Terrasse.

Dann folgte ich dem Weg mit meiner Schaufel, dem Besen und den Faltsäcken für Abfälle. Wobei, Abfälle ist nicht das richtige Wort. Dazu komme ich aber gleich noch einmal.

Die Esche musste ganz schön Äste lassen. Aber so intensiv wir auch nach oben sehen, es ist  nicht ersichtlich, wo diese abgebrochen sind. Die Krone ist eben doch sehr mächtig und verkraftet solch einen Verlust. Gut, dass der Ast nicht auf meine Kübelpflanzen gestürzt ist.

Noch ein großer Eschen-Aste brach auf den Zaun herunter und begrub das Türchen zum Gemüsegarten unter sich.

Da ist wohl nicht mehr viel zu machen. 

Aber ich will ehrlich sein. Nicht der Eschen-Ast zertrümmerte die Eingangstür. Ich war es. Schon ein paar Tage zuvor. Der Holzrahmen war so morsch, dass er schon vom Dagegendrücken zum Öffnen einfach in zwei Teile zerbrach.

Sehr zerzaust waren meine großen Stauden im Beet. Der Eibisch viel auseinander. 

Genau wie die hohen Herbstastern. Hier halfen auch keine Staudenstützen und Schnüre, mit denen sie eigentlich zusammen gebunden waren. Die mannshohe Dahlie ist jetzt nur noch knie-hoch. Leider.

Was den chaotisch-unordentlichen Eindruck von Laub und Ästen überall noch verstärkt, waren die vielen Walnüsse mit Schalen, die großflächig verteilt wurden. 

Auch im Gemüsegarten lag alles Höhere kreuz und quer. 
Noch bevor ich mit dem Aufräumen bei der Terrasse anfing musste ich mir einen Plan machen. Was war am allerwichtigsten, was muss gemacht werden, dass es weiter läuft und dann kommt die Optik und Ordnung. 
Zuerst also wurden die Tomaten entfernt und auf den Kompost gebracht. Rote und Halbrote liegen jetzt im Keller und werden nach und nach verbraucht. Die letzten Nächte hatten wir jeweils Reif.  Es war sehr kalt. Die Tomaten am Stock reifen jetzt draußen ohnehin nicht besser und schneller, als geerntet im dunklen Keller. Also können die Stöcke entfernt werden. Das eilt mir im Herbst zu gegebener Zeit immer relativ sehr. Die Pflanzen sind noch gesund. Lasse ich sie jetzt stehen, besteht die Gefahr, dass die Braunfäule zuschlägt. Das wäre auf den ersten Blick jetzt auch kein großer Schaden mehr. Aber! Dann sind die Pilzsporen natürlich massig im Beet und auf dem Boden vorhanden. Nächste Saison wäre das fatal. Also lieber jetzt beizeiten wegmachen. Geerntet habe ich ohnehin wirklich ausreichend. 

Im Gewächshaus lasse ich sie noch ein wenig stehen. Bis unters Dach hängen die herrlichsten Früchte.

Das war also die dringende Aufgabe. Nun wende ich mich der gerade notwendigen Herbstarbeit zu. 
Die  Winterzwiebeln, die ich zum ersten Mal probieren will, müssen gesteckt werden, genau wie der Knoblauch. Die Wintersalate sollten auch in nächster Zeit ausgepflanzt werden.  Also brauche ich vorbereitete Beete. Ich habe den restlichen Mulch und Ernterückstände weggerecht und bin mit der Grabegabel durch die Beete gegangen. Der Boden ist traumhaft locker. Wie frisch aufgeschüttet aus einem Sack Blumenerde. Es wimmelt von Bodenlebewesen. Mein ständiges Bodenbedecken mit organischem Material (Mulch) zeigt immer mehr seine positive Wirkung. 
Nun lag der Boden aber splitter faser nackt vor mir. Ein Zustand den es nicht mehr geben darf.
So komme ich jetzt zu den Aufräumarbeiten. Wie oben schon erwähnt ist die Bezeichnung „Faltsäcke für den Abfall“ bei mir nicht korrekt. Ich habe alles zusammen gerecht, gekehrt und herumgeschleppt. Sämtliche Wege, den Rasen und die Beete gesäubert. Umgebrochenes abgeschnitten. Da kommt eine Menge organische Substanz, was wohl die bessere Bezeichnung ist, zusammen. 
Alles wanderte durch den Häcksler und wurde sofort auf die nackten Beete verteilt. Jetzt haben die Würmer und Co. wieder zu fressen. Der Boden trocknet nicht so aus (von den 25 Litern merkt man nicht mehr viel) und ich habe Platz für alles, was jetzt dann in die Beete kommen soll. 
Damit die Amseln mir nicht wieder den gesamten frischen Mulch umschlichten, habe ich die Beete mit Vlies bedeckt. 
Besonders freue ich mich ja auf das Bepflanzen meines neuen Frühbeet-Gewächshauses mit Winterkopfsalat. Genau so eines wollte ich haben. Eigentlich hätte der Volker mit das auch gebastelt. Weil aber die Zeit schon wieder so weit fortgeschritten ist und er noch das neue Winterquartier für die Washingtonia und vieles andere machen muss, habe ich eines fertig käuflich erworben. Wir machen jetzt nur noch unten einen Rahmen aus Recycling-Kunststoffbrettern, damit das Holz nicht auf dem feuchten Boden steht und so vielleicht länger hält. 
Und hier seht ihr die Winterkopfsalate, die alle bald ins Beet wollen. 

Mein im Frühjahr gesäter Grünspargel ist mehr oder weniger gewachsen. Einige gingen kaputt. Nun muss ich ihn über den Winter bringen und dann im Frühjahr pflanzen. Wenn ich nur schon wüsste, wo hin. 
Über meinen Endivien freute ich mich wahnsinnig. Wuchs er doch traumhaft, wie noch nie erlebt. Leider schießt er jetzt. Es war wohl einfach zu warm. 
So habe ich also den Garten aufgeräumt und gleichzeitig mit dem Mulch und der Beetvorbereitung notwendige Herbstarbeiten erledigt. Zwei Fliegen sind mit einer Klappe geschlagen. Über den so zur Verfügung stehenden Mulch war ich sehr froh. Eigentlich nahm ich dafür ja immer den Rasenschnitt, von dem es heuer aber keinen gibt. 
Der Blick von der Haustüre in den oberen Garten, nach meiner Säuberungsaktion. 
Und apropos Rasen und Rasenschnitt. Genau ein Jahr zuvor im September sah das übrigens so aus: 
Nicht nur ich war fleißig. Nein auch der Volker hat quasi aus dem Nichts ein neues, und wie ich finde viel attraktiveres, Gartentürchen für den Gemüsegarten gezaubert. Den Rahmen bilden übrig gebliebene imprägnierte Rundhölzer von der Terrassenrückwand. Darauf hat er einfach, schon ewig herumliegende, Haselnußstecken senkrecht geschraubt.
Unten ist nun Luft genug, dass der Igel problemlos hindurch kriechen kann. 
Und oben die Stecken eignen sich hervorragend, um Dekozeugs zu drapieren. Gleich ging ich auf Suche und erinnerte mich an das wunderschöne selbst getöpferte Teil von Christine Z. Das auf der Rosenstütze im benachbarten Staudenbeet vollkommen überwuchert und damit unsichtbar war. 
Es passte sowohl perfekt auf einen der Stecken als auch thematisch an diesen Ort. 
Mein Gemüsegarten -meine Freude. 
Nun aber habe ich genug erzählt. Wie so oft zeige ich euch zum Ausklang einfach noch ein paar Fotos vom schönen Herbstgarten. 
Und auch dieses hier soll nicht fehlen. Noch vor dem richtigen Sturm, wurde die Dattelpalme umgeblasen. Nachdem das schwere Ding wieder im Betonring platziert war mussten wir kreativ werden. Betonsteine und ein Spanngurt hielten sie dann auch im Tornado oder Orkan fest am Boden. 
Die Teppichmyrtenaster fängt an zu blühen. 
Von ihr habe ich schon Ableger gemacht. Hier die Mutter im Sukkulentenkübel. Riesig wurde sie und von Knospen nur so bedeckt. 
Ihre Verwandte die Myrtenaster blüht ebenso überreich, ist aber etwa einen Meter hoch. 
Die ersten Herbstchrysanthemen blühen. Zu ihren Füßen ist einer der Teppich-Myrtenasternableger. Hier im Beet blühen sie allerdings noch nicht. 
Dafür blüht die Rose de Resht noch mal sehr reich. Und heute bei dem sehr warmen Wetter lag ihr herrlicher Duft  in der Luft rund ums Beet. 
Nun gibt es ganz am Schluss auch noch ein Rezept. Auf einem der neu hergerichteten Beete stand noch etwas vom Sommerlauch. Unterm Apfelbaum liegen nach wie vor jeden Tag herrliche Äpfel. Beides zusammen ergibt mit alten Brezen einen einfachen aber sehr schackhaft-würzigen und zum Herbst passenden Brezenauflauf mit Lauch

Winterharte Sukkulenten im Garten: bunt, pflegeleicht und vielfältig

Das Gegenteil von Wasser im Garten
ist?

Vielleicht erinnert ihr euch? Zum
Bloggeburtstag Anfang Mai schenkte ich dem Blog einen Beitrag überall das Wasser bei uns im Garten.
Jetzt, Ende Mai, zu meinem Geburtstag,
schenke ich mir einen Artikel zum genauen Gegenteil. Es ist heiß und
sehr trocken wieder einmal. Was wächst da besser, als die
Sukkulenten?
Die winterharten Formen haben es mir
angetan. Farbe und Form, genau wie die Blüten, sind so vielfältig
und bunt. Die Pflanzen selbst sind wahnsinnig pflegeleicht, gerade
was das Gießen angeht.
Sie erobern so langsam den ganzen
Garten. Auf Schritt und Tritt begleiten sie uns. Neugierig geworden?
Dann begleite mich doch auch einmal auf der Sukkulenten-Tour durch
das Grundstück.

Verschiedene Gewächse für heiße
und trockene Standorte

Welche dieser trockenheitstolleranten
und winterfesten Genossen findet man also bei mir?
Da sind etwa als größte Gruppe die
Semperviren oder Dachwurze zu nennen.
Hinzu kommen winterharte kleine
Kakteen.
Sedum wächst ebenfalls hier.
Es gibt auch sehr robuste kleine
Stauden für Steingärten oder eben als Begleiter der Sukkulenten.
Sie haben ähnliche Standortansprüche.
Von Urlauben mitgebracht habe ich
nicht-winterharte Feigenkakteen und eine Aloe von den Kanaren.
Am schrillsten, wenn es um die Blüten
geht, sind einfach die winterharten Mittagsblumen.

Pflanzgefäße für die Sukkulenten

Ausgepflanzt in den Garten habe ich bis
jetzt noch keine der Sukkulenten. Es fehlt der passende Platz. In den
Beeten stehen natürlich erst einmal meine Stauden. Ein reines
Sukkulenten-Beet würde mir optisch nicht so gut gefallen. Außerdem
ist das Unkraut zu mächtig. Bedrängt es doch sogar größere
Stauden. Da hätte ich keine Lust, es aus den Stacheln der Kakteen zu
zupfen.
Ein paar wild aufgegangene
Trockenheitstollerante wachsen hier und da trotzdem frei im Garten.
Dort, wo sie sich eben selbst angesiedelt haben.
Dazu gehört das
Zimbelkraut,
Mauerpfeffer,
Walzenwolfsmilch
und ein anderes Gewächs, dessen Namen
ich (noch) nicht kenne.
Bleiben also nur Pflanzgefäße für
meine Lieblinge in der Sukkulenten-Sammlung. Und gerade das finde ich
so reizvoll.
Sie brauchen kaum Platz im Topf. Da
sie naturgemäß wenig Wasser benötigen, reichen auch kleine
Pflanzgefäße oder dazu umfunktionierte Behältnisse.
Kleine Pflanzgefäße haben den
Vorteil, mobil zu sein. Überall dort, wo ich gerade meine, dass
eines hin passen würde, kann ich es auch aufstellen.
Sind die Gefäße etwas größer,
werden kleine Landschaften gepflanzt.
Ich verwende als Pflanzgefäße:
Kleine Tontöpfe.
Bunte Übertöpfe (mit Ablußloch im
Boden).
Deko-Nippes (mit Abflußloch im Boden).
Eine gebrochene Wasserschale aus Beton
für die ehemaligen Hühner.
Eine Rinne aus Ton, gefunden am Parkplatz beim  Gassigehen.
Ein alter Mühlstein mit dem Loch in
der Mitte für die Antriebsachse kann auch bepflanzt werden.
Für Bastler und sonst Kreative sind
Dachwurze ideal. Hier habe ich mich, angesichts der vielen Ideen im
Internet, mit dem Betonguss versucht. Dafür gibt es fertige
Mischungen im Bastelfachhandel, die nur mit Wasser angerührt werden
müssen. Dann kann man kreativen Formen aus Backformen oder
Blumenübertöpfen selbst herstellen.
Sollen zum Beispiel Semperviren
gepflanzt werden, muss man darauf achten, dass das Endprodukt
frostfest ist! Ich experimentierte mit den Kunststoffübertöpfen aus
dem Blumenladen. Zwei unterschiedliche Größen habe ich ineinander
gesetzt. Das Ergebnis ist ganz gut, wenn auch schief geworden. Ich
habe fest gestellt, dass das nicht zu meinem neuen Hobby wird. Und
doch wollte ich den Topf nicht irgendwo ungenutzt in die Ecke
stellen.
Selbstverständlich kann man auch fertige  Blumenkübel oder Kästen bepflanzen.
Ein ausgedienter „Kochtopf“ aus Ton mit
hinein gebohrtem Entwässerungsloch. Es ist das Unterteil einer
Tajienne, die auf dem Induktionsherd ihre Funktion verloren hatte.
Opuntie, Sternwurz und Teppichthymian (Thymus praecox Minor)
Eine alte Zinkbadewanne. Wir haben
Löcher hinein gebohrt und sie halb mit Styroporabfällen aufgefüllt.
Dann kam ein Mulchvliesrest darüber und schließlich das
Pflanzsubstrat. Die Wanne voller Erde, wäre zu schwer zum
Transportieren und die Kakteen hätten zu viel Erde.
Zinkwanne mit Sukkulenten bepflanzt (winterharte Opuntien und Mittagsblume, stängelloses Leimkraut, Gräser, Teppichmyrtenaster Snowflurry Aster pansus)
Zinkwanne im folgenden Frühjahr
Ein Geburtstagsgeschenk, die Blechsäule
mit Pflanzschale. Wenn man nicht jeden Tag gießen kann und nicht
alles an die Bewässerung anschließen will, kann man in so einem
begrenzten Pflanzraum kaum etwas andere kultivieren.

Und wo stehen jetzt die vielen
verschiedenen Gefäße mit Sukkulenten?

Hat man schmale
Fensterbretter in voller Sonne, von denen möglichst nicht dauernd
Gießwasser herunter tropfen soll? Kein Problem für Semperviren.
Eine öde
Betonplatte auf dem Kanalschacht im Staudenbeet störte mich von
Anfang an. Warum nicht eine Sammlung an Dachwurzen darauf stellen?
Die Treppe hoch
zum Haus ist breit und steinig. Mit ein paar Töpfen der bunten
Dachwurze freut man sich Sommer wie Winter beim Heimkommen über die
freundliche Begrüßung.
Die hohe Säule
ist ein Deko-Element auf der Terrasse.
Dachwurze in der
Tonschale auf eine alten Holzstuhl stehen rund ums Jahr neben der
Haustüre. Sie sehen immer schön aus und man muss nicht vom Frühjahr
bis zum Herbst ständig neu bepflanzen. Und welche Bepflanzung wäre
sonst noch im Januar oder Februar attraktiv?
frisch gepflanzte Dachwurze
Schale mit Dachwurzen zwei Jahre später
Die Landschaft in
der Badewanne passt gut auf den mediterranen Platz. Zu sehen links neben dem Seerosenbecken aus Beton-Kanalrohren.
Findet man auf
einer Gartenmesse Deko-Nippes, den man unbedingt haben muss, kann man
ihm mit solchen Pflanzen eine Funktion und damit Sinn verleihen.
Sedum cyaneum Sachalin
Ich finde gerade vor dem Eingangsbereich machen sie sich sehr gut, weil sie nicht ausladend sind und einfach aufgeräumt aussehen. Hier steht die Tonschale auf einem alten Steinguttopf aus der Scheune.

Sukkulente sind grün, stachelig und langweilig?

Ist das so? Im Garten stehe
ich bekannter Maßen total auf Blüten. Als wir den Garten
übernahmen, war er aus Altersgründen pflegeleicht gestaltet. Es
gab nichts was blühte. Ein Stock hoher Herbstastern. Zwei oder drei
einmalblühende große Storchschnäbel und verwilderte Bartnelken
neben ein paar Akeleien im Frühjahr. Fast rund ums Jahr war der
Garten grün. Ich wollte Blüten und bin jetzt so weit, dass es rund
ums Jahr im Garten blüht. Wirklich rund ums Jahr! So dass ich
niemals auf „Blumen“ im Garten verzichten muss.
In dem Konzept
stören auch die Sukkulenten nicht. Es gibt wohl kaum schrillere und
buntere Blüten als bei diesen Pflanzen.
Kakteenblüte:
Semperviren blühen
auch sehr auffällig. Die Pflanze geht danach kaputt, was aber meist
überhaupt nicht auffällt. Hat sie doch vorher für ein ganzes
Büschel neuer Blattrosetten gesorgt.
Unübertroffen
bunt und schillernd sind die Mittagsblumen.
Auch die
Steingartenstauden als Begleitpflanzen blühen überschwänglich.
Teppichmyrtenaster Snowflurry Aster pansus
Teppichmyrtenaster Snowflurry Aster pansus
stänggelloses Leimkraut
kriechendes Schleierkraut, Gypsophila repens Knuddel

Nicht nur Blüten bringen Farbe und Abwechslung – auch die Wuchsformen können begeistern

Allein schon die vielen Formen und Farben der Dachwurze sind schon eine eigene  Sammlung wert:

Ein paar Worte zur Pflege der
winterharten Sukkulenten
Mögliche
Pflanzgefäße habe ich bereits gezeigt. Wichtig ist immer, daß sie
frostfest sind und Wasser gut ablaufen kann.
Als Pflanzsubstrat
soll man 40 % Blumenerde mit 60 % Sand mischen. Ich nahm die ohnehin
schon magere Anzuchterde und habe aber nur etwa 50% Sand darunter
gemischt. Anstatt von Sand kann man auch feinen Kies oder Schotter
verwenden.
Dahinein werden
die gekauften Pflanzen gesetzt.
Wegen der Optik
und den darin herumwühlenden Amseln habe ich immer mit kleinen
Steinen abgedeckt. Einmal ist es feiner Split, übrig vom Wegebau.
Seit kurzem verwende ich die nicht so grauen und eher cremefarbenen
kleinen Steine aus dem Baumarkt. So ein Sack kostet nur wenige Euro
und man kann sie auch verwenden, um bei Kübelpflanzen unten im Topf
eine Drainageschicht ein zu bauen.
Also Dekoelemente
dienen Tonscherben, Rindenstücke, Fundsteine vom Feldweg oder
morsche Äste.
Gegossen wir jetzt
im Sommer ohne Regen und bei sehr hohen Temperaturen zweimal pro
Woche. Manchmal dreimal. Ist es kühler oder regnet es ab und zu,
gieße ich schon mal eine Woche oder länger gar nicht. Am „meisten“
Feuchtigkeit brauchen die Steingartenstauden, die ich nie ganz
austrocknen lasse. Semperviren kommen auch wochenlang ganz ohne
Gießen aus.
Gedüngt wird ab
März bis Juni mit Flüssigdünger oder ein wenig sehr hoch
verdünnter Brennesseljauche. Empfohlen wird Blaukorn, aber das habe
ich natürlich im Biogarten überhaupt nicht vorrätig. Im Moment
experimentiere ich mit einem anderen Dünger für alle Kübelpflanzen.
Den Sukkulenten bekommt er bis jetzt sehr gut. Aber dazu mehr, wenn
ich mehr und nur gute Erfahrungen gesammelt haben werde.
Ganz besonders
wichtig ist dann der Winter. Die Pflanzen sind laut Katalog zwischen
-18°C und bei manchen Sorten bis unter -20°C winterhart. Meine
haben den Winter mit tagelang -15°C ohne Schaden überstanden. Einen
Schutz brauchen sie nicht.
Einzig notwendig
ist bei den Kakteen und Mittagsblumen ein trockener Standort. Ich
habe die Schalen im Carport, wo kein Regen hin kommt stehen gehabt.
Bereits im Herbst sollte man mit Gießen aufhören. Ich beendete es
im Oktober.
Die Kakteen sind
wirklich schlau. Sie merken, dass es Winter wird und fangen an, zu
schrumpeln. Dann darf man nicht in Panik verfallen und sie mit
Wasser überschwemmen. Das Schrumpeln ist ein gutes Zeichen!
Warum? Nun, was
macht Wasser, wenn es gefriert. Es dehnt sich aus und sprengt sich
den Weg frei. Wäre das in einem prall mit Wasser gefüllten Kaktus
wünschenswert? Wohl kaum. Daher entwässert er sich. Bei Frost dehnt
sich das restliche Wasser in seinen Zellen aus, kann sie aber nicht
zerreißen, weil genügend Platz vorhanden ist.
Gefährlich ist
also nicht der Frost, sondern die Feuchtigkeit. Diese würde auch die
empfindlichen Wurzeln faulen lassen. Also stelle ich die Pflanzgefäße
immer unter Dach.
Semperviren und
Sedum bleiben, wo sie sind. Die haben noch jeden Winter überstanden.
Wichtig ist natürlich auch hier, dass das Pflanzgefäß Wasser rasch
abließen lässt und keine Staunässe entsteht.
Im Frühjahr, wenn
es wieder wärmer wird, die Wiese grünt, dann bekommen die Kakteen
auch wieder langsam Wasser. Dort, wo Steingartenpflanzen im Gefäß
stehen, habe ich auch im Winter ab und an ein wenig die Erde
befeuchtet. Ob das nötig war, weiß ich nicht. Ich meine aber, dass
Stauden vielleicht nie vollkommen austrocknen sollten. Geschadet
hatte es zumindest nicht.
So das war mein
Geburtstagsbericht über die Pflanzen, deren Jahreszeit seit einigen
Wochen angebrochen ist. Es ist warm, jetzt sogar sehr warm und
absolut trocken. Sie lieben es. Wer weiß, wenn das mit dem Regen bei
uns so weiter geht, werde ich doch noch die Beete auch mit diesen
Genossen bepflanzen und muss dann nicht dauernd auf Regen hoffen.
Hat der Ausflug in
die Welt meiner winterharten Sukkulenten gefallen? Jetzt ist die
Zeit der Gartenmessen. Und auf denen gibt es immer auch einen Stand
mit diesen Pflanzen. Wer Lust bekommen hat, kann jederzeit einmal mit
einem kleinen Kaktus oder Dachwurz seine eigene Sammlung anfangen.

Ach so? Du hast gar keinen Garten? Das macht doch nichts. Das Gleiche geht auch indoor am Wohnzimmerfenster….

Traumhafter Frühling im Landgarten

Urlaubsstimmung und bunte Lebensfreude im Frühlingsgarten

Dieser Artikel ist einer von mehreren, die mir geklaut wurden und nun auf einem verbrecherischen Blog erscheinen, als hätte der dortige unbekannte Blogger ihn geschrieben. 
Echt und original ist der Artikel nur hier bei achimsgarten.blogspot.de!

Nachdem ich es im vergangenen  Gemüse-Beitrag versprochen habe, liefere ich heute ein paar Eindrücke vom Frühlingsgarten. 
Die Kübel sind ausgeräumt. Die Seerose erobert wieder ihren Pool und die Solar-Fontäne sprudelt. Je mehr Sonne, desto höher. Hier am mediterranen Platz herrscht Urlaubsstimmung. 
Im Vorgarten blühen keine Schneeglöckchen und Krokusse mehr. Die Narzissen sind ebenfalls verblüht. Jetzt wird es dafür richtig  farbig. Rote und lila Tulpen, Wiesenschaumkraut und ganz viel Löwenzahn. Hin und wieder ist noch eine spätere Wildtulpe dabei. Der Flieder blüht in den nächsten Tagen auf. Und die Kirsche vom Nachbarn dekoriert alles mit weißen herabfallenden Kirschblüten. 
Sagte ich „keine“ Narzissen blühen mehr? Das stimmt wohl nicht so ganz. In der Blumenwiese, die frühen gelben Narzissen sind verblüht. In der Wiese auf der anderen Seite der Auffahrt allerdings stehen spätere, weiße Narzissen. Die sind jetzt in voller Blüte. So geben sich quer durch den Garten die Blüten den Staffelstab immer weiter. Und das wirklich rund ums Jahr. Ein ganz schönes Stück Arbeit, das so hin zu bekommen. 

Die Obstblüte im Vollfrühling

Hier sind wir zwar schon wieder im Nutzgarten, aber die herrliche Obstblüte ist es wert, im Ziergartenbeitrag erwähnt zu werden.

Die Säulenobstbäume blühen. Also zumindest Birne und Kirsche.

Der alte Apfelbaum mitten im Gemüsebeet blüht wie ein Junger. Er ist krank, der Pilz wuchert aus dem Stamm und sein Schatten genau wie die Wurzeln sind im Gemüsebeet alles andere als hilfreich. Ich will ihn eigentlich umsägen. Aber jetzt blüht er wieder so schön und wird vielleicht auch wieder Äpfel tragen. Ich kann ihn nicht absägen. Ach ja, zeigen die Blüten der Birne und Kirsche den  Erstfrühling an, so kennzeichnet der Beginn der Apfelblüte bei frühen Apfelsorten den Einzug Vollfrühlings. Und wer könnte angesichts dieser Bilder von etwas anderem als vollem Frühling sprechen. Ein Frühling, wie ihn wohl jeder im Sinn hat, wenn das Wort fällt. 

Von Lenzrosen und Tulpen

Wenden wir uns lieber wieder den weniger dramatischen Blüten zu. Eine meiner Lenzrosen bekommt gar nicht genug vom Blühen. 
Die Hitze der vergangenen Tage (jeden Tag 30°C und blauer Himmel) hat die Tulpen in windeseile aufblühen lassen. Gottseidank hat es jetzt ein wenig abgekühlt. Bei knapp unter 20°C blühen sie nun noch ein wenig länger, als wenn es so arg heiß ist. Damit hält auch die Freude über sie länger an. 
Ich liebe diese Papageitulpensorte mit den gelb-orange-rote-grünen Farbtönen.  Die hatte ich schon damals im Hinterhofgarten in den Blumenkübeln. Natürlich nicht diese Zwiebeln sondern eben diese Sorte. 
Auch eine ganz reizende Kombination sind die späten, gefüllten, weißen Narzissen mit den gefüllten lila Tulpen. Diese Mischung gab es komplett zu kaufen.  Wir kauften sie auf einer Landesgartenschau als Mitbringsel. 
Die Tulpenmischung steht zu Füßen unseres Hausbaumes im Buchs-Rondell. Bilde ich mir das nur ein oder ist das Rondel im Verhältnis zum Baum irgendwie zu klein? Mir scheint es so. Der Baum wächst aber auch so was von rasend schnell. Als wir das Rondell vor drei Jahren anlegten war der Baum kaum 2m hoch. Jetzt hat er bestimmt schon fast 5 Meter. 
Das Tulpenthema ist aber noch nicht zu Ende. Draußen bei unseren Karpfenweihern hatte ich irgendwann einmal ein paar Tulpen von irgendeinem Discounter gesteckt. Und jedes Jahr auf’s neue blühen sie so wunderschön. Mitten in einer Wiese in der freien Landschaft irgendwo in Franken. 

Winterharte Sukkulente

Große Freude auch über die winterharten Sukkulenten. Sie haben alle den harten Winter im Freien überstanden. Der einzige Schutz den sie hatten, war das Dach des Carports. Feuchtigkeit wäre ihr Tod im Winter. Fünfzehn Grad Kälte dagegen machen ihnen gar nichts. 

Mauerblümchen

Wenn ich versucht hätte, in den Fugen Blumen zu sähen oder zu pflanzen, so wäre es unter Garantie schief gegangen. Wenn sie sich den Platz selbst aussuchen – und man sie lässt! – kommt es einfach immer und überall zu solch schönen und witzigen Situationen im Garten. 

Der Giersch wird bedrohlich, kann man ihn eindämmen?

Alles allerdings kann auch ich nicht gewähren lassen. Mein größtes Problem im Staudengarten ist der übereifrig wachsende Gierschteppich. Im gedüngten Staudenbeet hat er eine Höhe von gut 30 cm und mehr und bildet einen dichten Teppich. Die Stauden kommen überhaupt nicht ans Licht und zum Wachsen. Ausgraben geht nicht. Der Wurzelfilz ist so stark, ich müsste mit einem Bagger die ganzen Staudenbeete bestimmt 40 cm abtragen, neu auffüllen und von vorne Anfangen. Ich weiß mir nicht mehr zu helfen. Und bitte, falls es jemand vor hat, verkneift euch den Vorschlag mit aufessen! Wer schon mal Giersch probiert hat, weiß, dass er enorm intensiv schmeckt. Und den ganzen Giersch essen, wäre für den Magen auch nicht gut, bei der Menge. Und nein, ich bin kein Ignorant. Ich verwende ihn tatsächlich in der Küche (siehe unten). Aber eben nur blättchenweise und nicht eimerweise. 
Zurück also zu einem der Staudenbeete. Ich habe jetzt den Giersch hier auf einem Stück abgerupft. Dabei gingen natürlich auch die vielen Akeleien kaputt, die aber im Garten noch anderweitig vorhanden sind. Ein paar große Stauden treiben schon, die blieben stehen. 
Dann habe ich alles  mit Wellpappe von Verpackungskartons belegt und diese mit Erdspießen fixiert. 
Da das Beet am Zaun ist und meine Pappe dort echt unschön wirkt, habe ich alles noch mit Rasenschnitt zugemulcht. So fällt die Pappe nicht mehr auf. Meine Hoffnung ist, wenn ich es übers Jahr (und länger?) dicht halte, kann ich den Giersch reduzieren. Wenn ich es nicht probiere, werde ich nie erfahren, ob es funktioniert und wo anders auch angewendet werden kann. 
Im großen Staudenbeet am Gemüsegarten wuchert er auch. Oft aber so, daß ich die Stauden mit dem Giersch unter Pappe ersticken müsste, so hat der die Staudenhorste durchwurzelt. 
Wenn die großen Stauden im Beet wachsen, stehen sie über ihm. Bis dahin aber ist noch eine Weile und ich muss manchmal Angst haben, sie schaffen es nicht durch das Gierschdickicht. 

Unkraut kann man auch in der Küche verwenden

Ich bin ja sehr liberal, was Unkraut oder „Begleitgrün“ angeht. Wenn es schön blüht freut es mich sogar. Aber der Girsch wird wirklich zur  Gefahr. Da nützt es auch nichts, dass ich etwas von ihm, zusammen mit den Verwandten der hier abgebildeten Schönheiten beim Gewächshaus, zu einer getrockneten Salatdressing-Würze oder Frühlingskräuter-Instant-Gemüsebrühe verarbeitet habe. 
Was ich also genau mit  Giersch, Gundermann, Löwenzahn und Co. anstelle, können interessierte LeserInnen HIER nachschlagen. 

Goldener Oktober im eigenen Garten und wüste Vegetation im Urlaub

Was für ein goldener Oktober. Ein Herbst, wie im Bilderbuch. Er kam so unverstellbar plötzlich. Jetzt ist er da und man hat sich daran gewöhnt. Er selbst ist gleichförmig, ruhig und ausgeglichen (wenn nicht gerade Orkan ist). So empfinde ich ihn. 
Der ruhige Zustand gerade macht nachlässig. Mein Kopf muß eingeschaltet werden, sogar für die Gartenarbeit. Sonst laufen da die meisten saisonalen Arbeiten ja automatisch. Aber welche liegen gerade an? Eine kurze Auszeit hat mich vollends aus dem Rhythmus gebracht und jetzt muß ich mich erst einmal umsehen. Welche Arbeiten stehen die nächsten Tage an. Das wunderbar warme Wetter mit blauem Himmel und übe 20 Grad kann ja nicht ewig anhalten. Dass der Frost und der Winter kommen, ist gewiss. 

Traumhafter Herbst im Landgarten- warm und golden

Zuerst aber ein paar Eindrücke vom goldenen Oktober und den Herbstblüten in meinem Garten. 
Ja ja, die Eiche und die Esche. Oft habe ich dieses Jahr über beide berichtet. Nun ist die Esche, die ja nach der Eiche grünte, fast kahl, während die Eiche noch immer ihr Laub hat. Vieles davon bleibt bis zum Frühjahr an ihr hängen. 
Wie mickrig gegen die beiden Bäume meine großen Palmen doch aussehen. 
Herbst im Landgarten
Herbst im Landgarten
Und auch noch ein Bäumchen ist der Baumhasel, der unser Hausbaum werden soll. Aber ich tue ihm unrecht. Er ist in den wenigen Jahren nun schon doppelt so groß wie damals beim Pflanzen. 
Baumhasel als Hausbaum
Baumhasel als Hausbaum

Herbstgarten
Herbstgarten
Wieder der Nero die Toscana. Aber er ist dieses Jahr auch wirklich schön  geworden. Da springt die nächsten Tage wieder einmal ein Mittagessen raus denke ich. 
Federkohl Nero die Toscana
Federkohl Nero die Toscana

Auch meine Wintersalate sind gewachsen. Hätte ich gerade Zeit, könnten die ersten schon ins Beet. Oder setze ich sie ins Gewächshaus? Oder halbe/halbe, damit ich sehe, was besser ist?

Wintersalat Jungpflanzen
Wintersalat Jungpflanzen 
Die Herbstchrysanthemen haben jetzt ihren großen Auftritt. Die rosa Clara curtis ist verblüht. Oft hatte ich sie bereits hier abbilden können. 
Jetzt glühen- und es ist ein wirkliches Glühen und Leuchten- über all die „Bienchen“. So heißt diese hübsche kleine Chrysanthemensorte. 
Herbstchrysantheme Bienchen
Herbstchrysantheme Bienchen

Der Schwabenstolz ist noch in Knospe und wird beim Erblühen einen gelben Punkt in der Mitte zeigen, mit dem er ebenfalls leuchtet.

Schwabenstolz Herbstchrysantheme
Herbstchrysantheme Schwabenstolz

Meine Myrtenaster im Beet ist längst verblüht. Da fängt gerade diese Aster hier an zu erstrahlen. Sie ist winzig, etwa 5 cm hoch und 30 cm lang. Es ist die Teppichmyrtenaster Snowflurry. Sie steht in der Wanne bei den winterharten Kakteen und ist wirklich bezaubernd.

Hier habe ich bereits darüber geschrieben und man sieht ihre Entwicklung ganz schön. sukkulente 1 sukkulente2, sukkulente3,

Teppichmyrtenaster Snowflurry
Teppichmyrtenaster Snowflurry
Teppichmyrtenaster Snowflurry
Auch meine großen Herbstastern sind allesamt mittlerweile verblüht. Hier am Foto gefällt mir vor allem der Kontrast mit der bäuerlichen Herbstaster und der exotischen Bananenstaude. Ja gerade die Bananestaude gefällt mir. Warum? 
bäuerliche Herbstaster und exotische Bananenstaude im Garten
bäuerliche Herbstaster und exotische Bananenstaude im Garten

Urlaubserinnerungen 

Wenn ich sie sehe schwelge ich in  Erinnerungen an den vergangenen Urlaub. Und im Urlaub erinnerten mich diese Stauden überall an Zuhause. Ein verbindendes Element sozusagen. 
Ja, ich kann auch Urlaub. Wir waren auf den Kanaren und Madeira. Und wie habe ich allen daheim erzählt, immer war schlechtes Wetter. Nicht einen Tag kletterte das Thermometer über die 30 Grad, immer blieb es ganz knapp darunter oder exakt dabei stehen….
Aber diese Inseln sind wirklich eine Wucht. Einen Tag Madeira oder La Palme mit einer unwahrscheinlichen Vielfalt an Vegetation, die auch jetzt noch in voller Pracht da steht. Dann wieder Lanzarote mit Lava-und Aschefeldern, so weit das Auge reicht. Gemüseanbau nur mit den  unmöglichsten Tricks möglich und heimische Vegetation nicht annähernd so üppig, wie bei uns auf einer Bauschuttdeponie. Als natur- und gartenbegeisterter Mensch kam ich aus dem Staunen und Schauen die Tage gar nicht heraus. 
Heckwelle
Heckwelle
760 sind es! 760 Fotos, die ich gemacht habe. Warscheinlich lag ich sogar nachts im Bett noch mit den Armen in dieser Stellung…..
Achim beim Fotografieren
Achim beim Fotografieren
Aber sagt selbst, muß man das nicht ablichten? Wer hat ein Fensterblatt daheim oder im Büro stehen, oder kennt jemanden, der eines hat. Jeder oder? Und dann das, was sagt man dazu. So kann also ein Fensterblatt auch aussehen. 
Fensterblatt
Fensterblatt

Oder Hibiskus? Der  Besen mit hellgelben,wenigen Blättern, den man mal blühend erstanden hat. Seither geht es immer nur bergab mit ihm. Wie wär’s? Einfach mal in den Garten pflanzen! Scheint zu helfen….

Hibiskus
Hibiskus

Das hier kennt ihr auch. Doch, ihr kennt es. Sicher hängt es bei vielen von euch in irgendeiner Ampel. Ja eigentlich ist es wie Efeu ein Kletterer mit Saugwurzeln. Der Klettergummibaum. Hier begrünt er eine Terrassenwand im botanischen Garten auf Madeira.

Klettergummibaum
Klettergummibaum
Den muß aber jeder kennen. Wir  hatten auch mal einen. Immer war das Fensterbrett voll von den abfallenden Nadeln, bis er selbst Abfall war. Wenn er dort steht, wo es ihm gefällt, sieht er aber wirklich hübsch aus der Zierspargel. 
Drachenbaum auf Lanzarote
Zierspargel 
Natürlich habe ich auch all meine Kübelpflanzen wieder gefunden. 
Allüberall in Gärten oder Parks, neben Denkmälern oder als Straßenbaum wächst er, der canarische  Drachenbaum. Ich habe ihn 2010 oder früher einmal als  Same mitgebracht. Meiner ist etwa brusthoch und sehr kräftig. Hier ein schönes Exemplar in einem Garten. Bis dahin braucht meiner  noch etwas. Hoffentlich lange! 
Drachenbaum auf Lanzarote
Drachenbaum auf Lanzarote
Und so wird er wohl niemals werden im Kübel. 
Drachenbaum auf Teneriffa
Drachenbaum auf Teneriffa
Die buntesten Früchte wachsen hier am Straßenrand. 
Kaktusfrüchte
Kaktusfrüchte
Und weil ich auch so einen Kaktus im Kübel habe, ein Urlaubsmitbringsel von einer anderen Insel, habe ich sie natürlich fotografieren müssen. Hier einmal als Hängepflanze über einer Klippe. 
Feigenkakteen hängend
Feigenkakteen hängend

Bei mir sind sie dieses Jahr, dem Erstversuch, nichts geworden. Weil viele sie wohl aber anbauten, wie ich immer wieder lesen oder sehen konnte, gibt es jetzt ein Foto von einem Garten auf La Palma. Hier werden die Süßkartoffeln in größerem Stil angebaut. 
Süßkartoffelanbau im Garten
Süßkartoffelanbau im Garten
Und für die vielen Chili-Liebhaber unter den Bloggern und Vloggern habe ich natürlich auch ein Foto. 
Chiliplanze im Garten
Chiliplanze im Garten
Und wie in meinem Garten auch, geht es ohne eine ausgeklügelte Bewässerung nicht. Hier  rauscht das frische Gebirgswasser gen Tal. Es dient dort als Bewässerung für die Plantagen und Felder. 
Bewässerungskanal
Bewässerungskanal 
Und dann so was hier. Also wirklich, da ist mir mein Weinberg ja viel lieber, egal wie klein er ist. 
So sehen Weinberge auf Lanzarote aus. Durch die Ascheschichten muß man einen Kegel graben, bis runter zum Boden. In den Kegel pflanzt man eine einzelne Pflanze und säumt den Kegelrand mit einem Steinwall. Der Wind und die Hitze verdorren sonst alles. Jeder Kegel eine Pflanze. Irre oder?
Weinanbau auf Lanzarote
Weinanbau auf Lanzarote
Natürlich ist hier nicht der Platz um alle Fotos zu zeigen und so beende ich meine Urlaubserinnerungen mit der Pflanze, die mich in Gedanken wieder fort zog. Die Banane. Überall Bananenplantagen. Besonders viele waren es auf La Palma. Hier wachsen sie ohne Schutzvlies. Von Gran Canaria kenne ich sie nur unter Vliesgewächshäusern. Sie dienen nicht wie bei uns dem Schutz vor Kälte sondern vor dem austrocknenden Winden. 
Bananenplantage auf La Palma
Bananenplantage auf La Palma
Ich wünsche allen ein schönes sonniges und  ruhiges Herbstwochenende.
Sonnenuntergang am Meer
Sonnenuntergang am Meer

Zwei Fragen die ich nicht klären kann und der wunderbare August 2017

Ein wundervoller August im Vergleich zu den vergangen Jahren

Was für ein wundervoller Sommer das dieses Jahr doch ist. Ich kann mich gar nicht satt sehen am Garten und auch am grünen  Rasen. Die letzten Jahre war da zu dieser Jahreszeit schon lange kein Rasen mehr. Nur braunes Heu und stellenweise der blanke Boden, so trocken war es immer. 

Zwei Fragen, bei denen ich Hilfe brauche

Zur Gartenschönheit komme ich gleich noch genauer. Zuerst aber möchte ich zwei Fragen stellen, bei denen ich einfach nicht weiter komme. Vielleicht kann mir ja jemand von euch helfen. 

Frage 1: Was sind das für Pflanzen? 

Sie wachsen überall im Gemüsegarten. Ich habe schon etliche mit dem Unkraut ausgerupft. Sie haben aber so wunderhübsche Blätter und sind so gesunde Pflanzen, daß ich mich das nicht mehr traue, bis ich nicht weiß, was es ist. Wer weiß, vielleicht sind es ja schöne Pflanzen, dich ich noch gebrauchen kann?

Was ist das für eine Pflanze ? (c) by Joachim Wenk
Was ist das für eine Pflanze ? (c) by Joachim Wenk

Was ist das für eine Pflanze ? (c) by Joachim Wenk
Was ist das für eine Pflanze ? (c) by Joachim Wenk

Frage 2 betrifft eine wirklich wunderschöne Pflanze, die aber leider abstirbt? 

Was ist mit meinem Rambler, dem Pauls Himalayan Musk los? Die Triebe haben alle dürres Laub, das sich nicht verfärbt hat, sondern einfach vertrocknet ist. An zu wenig Feuchtigkeit hätte es die vergangen Sommer liegen können, aber nicht dieses Jahr. Ist der kaputt? 
Warum stirbt der Rambler ab? (c) by Joachim Wenk
Warum stirbt der Rambler ab? (c) by Joachim Wenk
Jetzt bin ich mal gespannt, ob mir da jemand mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. 
Bis dahin genieße ich wohl einfach den Rest des Gartens. 

Grüner Rasen 2017 und verbrannter Rasen 2015

Der obere  Garten mit dem Hausbaum von der Haustüre aus gesehen.
Blick in den oberen Garten (c) by Joachim Wenk
Blick in den oberen Garten (c) by Joachim Wenk
So sah das übrigens 2015 im August aus! 
der obere Garten als Wüste 2015 (c) by Joachim Wenk
der obere Garten als Wüste 2015 (c) by Joachim Wenk
Hätte ich damals schon meine Sukkulenten gehabt, die hätten das in vollen Zügen genossen. Aber auch dieser Sommer scheint ihnen zu bekommen. Die Mittagsblume blüht wieder. 
winterharte Sukkulente in der Wanne (c) by Joachim Wenk
winterharte Sukkulente in der Wanne (c) by Joachim Wenk
Das Mäuerchenbeet im Vorgarten. Weil doch irgendwie überall etwas blüht, sieht es nicht so kahl aus, wie ich befürchtete. Mal sehen, was ich an die Stellen pflanze, an denen Stauden kaputt gegangen sind. 
Mäuerchenbeet im Vorgarten  (c) by Joachim Wenk
Mäuerchenbeet im Vorgarten  (c) by Joachim Wenk

Mäuerchenbeet im Vorgarten  (c) by Joachim Wenk
Mäuerchenbeet im Vorgarten  (c) by Joachim Wenk
Mäuerchenbeet im Vorgarten  (c) by Joachim Wenk
Mäuerchenbeet im Vorgarten  (c) by Joachim Wenk

Von der grünen! Rasenseite aus, macht es sich doch auch ganz gut.

Mäuerchenbeet im Vorgarten  (c) by Joachim Wenk
Mäuerchenbeet im Vorgarten  (c) by Joachim Wenk
Wieder ein Bild von 2015.  Der gleiche Rasen, die gleiche Jahreszeit und doch eine vollkommen andere Stimmung. 
Wüste im Vorgarten 2015  (c) by Joachim Wenk
Wüste im Vorgarten 2015  (c) by Joachim Wenk

Stimmung ist ein gutes Stichwort. Mein Lieblingssitzplatz ist und bleibt über all die Jahre die Hollywoodschaukel auf der dieses Jahr erneuerten Terrasse mit Blick in den Garten und im Schatten der alten Haselnüsse. Wenn es dieses Jahr nur nicht so derart viele und giftige Mücken geben würde. Meine Haut sieht aus wie eine Kraterlandschaft vom  Mars…..
Blick von der Terrasse in den Garten (c) by Joachim Wenk
Blick von der Terrasse in den Garten (c) by Joachim Wenk
Und hier  noch ein Bild speziell für die Christine Z. Weil wir kürzlich darüber plauderten. Für die, die das süße Pflanzchen mit den wundervollen aber winzigen Blüten nicht kennen:es heißt Zimbelkraut und sät sich herrlich selbst aus. Überall!
Zimbelkraut (c) by Joachim Wenk
Zimbelkraut (c) by Joachim Wenk

Der August ist auch ein Monat des Erntens

Vom Ziergarten komme ich nun zum Nutzgarten. Hier der Hopfen, dessen Blüten demnächst gepflückt werden. Ein Tinktur aus ihnen ist das beste Mittel für unruhig Nerven und für eine erholsame Nacht. Ich schwöre drauf, seit Jahren. 
die Hopfenblüten können geerntet werden (c) by Joachim Wenk
die Hopfenblüten können geerntet werden (c) by Joachim Wenk
Am Wochenende werden wieder Tomaten eingekocht. Und ich habe ein paar  Rezepte mit ihnen rausgesucht, dich ich demnächst nachkochen und veröffentlichen werde. Bis dahin könnt ihr ja schon mal die leckere Gemüselasagne nachkochen. Das Rezept steht auf meiner Selbstversorger-Rezepteseite achimsgartenzumessen.de und zwar HIER
dieses Jahr ist wieder ein Tomatenjahr (c) by Joachim Wenk
dieses Jahr ist wieder ein Tomatenjahr (c) by Joachim Wenk
Unten am Weihergarten war ich auch wieder. Leider hatte ich eine kurze Hose an und nun brennen die Unterschenkel überall. Dort wo noch keine Mücke hinein gestochen hat, haben mich im Weihergarten Brennesseln unsanft berührt. 
Vom Weg zum Nachbargrundstück, auf dem ich gerade stehe und das Foto mache, sieht man nun wirklich nichts mehr. Überall Kartoffeln und Zierkürbisse. 
üppiges Wuchern im  Weihergarten (c) by Joachim Wenk
üppiges Wuchern im  Weihergarten (c) by Joachim Wenk
Gut, daß es dieses Jahr nicht so trocken ist. An den Brunnen komme ich schon gar nicht mehr heran, ohne Kürbisgewächse zu zertreten. 
die Zierkürbisse nehmen alles in Beschlag (c) by Joachim Wenk
die Zierkürbisse nehmen alles in Beschlag (c) by Joachim Wenk
Genau deswegen habe ich zwei  Zierkürbisse hier her gepflanzt. In weiser Vorraussicht, daß es wieder einmal Herbst wird und ich zu Dekozwecken fürs Geschäft diese wunderbaren Früchte benötige, habe die Kürbisse gesät. Aus Samen von den im vergangenen Jahr gekauften Zierkürbissen. Also Dekorieren kann ich diesen Herbst im Übermaß, pallettenweise Zierkürbisse werden überall verteilt. Die hängen ja voll und voller und alle Formen und Farben. 
die Zierkürbisse  tragen reichlich  (c) by Joachim Wenk
die Zierkürbisse  tragen reichlich  (c) by Joachim Wenk

Auch sehr dekorativ, aber halt essbar.  Der Ufo-Kürbis Patisson. Ich liebe ihn und überlege wirklich, im kommenden Jahr einmal keine Zucchini zu bauen, sondern nur noch dieses Kürbisart. Was ich aus Zucchini koche, kann ich mit ihm auch zubereiten. Nur hat er mehr Konsistenz, mehr Geschmack und ist nicht so schnell so unendlich groß. Schubkarrengroße Zucchini wenn man mal ein paar Tage nicht zum Ernten kommt sind ja normal.

die Patissons - Ufokürbisse-  tragen reichlich  (c) by Joachim Wenk
die Patissons – Ufokürbisse-  tragen reichlich  (c) by Joachim Wenk
Und dann das üppige Laub bis über den Bauch reicht es mir, wenn ich in den ganzen Kürbisarten herum steig. Auf sie drauf steige, weil ich das Gleichgewicht verliere oder einfach keinen Platz zum Treten finde. Und es macht ihnen nichts, sie wachsen einfach ungebremst weiter. Düngen? Ja. Beim Pflanzen eine Hand voll Hornmehl und Kompost. Ein oder zweimal (ich kann es gar nicht mehr genau sagen) Brennesseljauche. Das war’s und langt wohl vollkommen aus. Der gesamte Weihergarten ist mit einer mindestens 10 cm dicken Strohschicht gemulcht. 
(c) by Joachim Wenk
die Patissons bilden regelrecht einen Urwald mit ihrem Laub  (c) by Joachim Wenk

So ungebremst wachsen die Patissons, daß sie sogar meine stark wachsende Buschbohne, die wirklich ganz schön weit weg von ihnen gesät wurde, erdrückt haben. Ein Meter ist mindestens zwischen ihnen. Gewesen. Immerhin eine erste Ernte Bohnen konnte ich doch heute einholen.

Ernte im Weihergarten (c) by Joachim Wenk
Ernte im Weihergarten (c) by Joachim Wenk

Draußen an den Karpfenweihern

Nach all dem Garten ging es dann am Abend noch raus zu den Weihern. Die Karpfen mußte gefüttert werden. Und da sah ich noch jemand anderen Futtern. Unmenge der interessanten schwarzen Raupen machen sich über die Brennesselplantagen am Bach unten her. 
Raupen machen sich über die Brennesseln her (c) by Joachim Wenk
Raupen machen sich über die Brennesseln her (c) by Joachim Wenk

Raupen machen sich über die Brennesseln her (c) by Joachim Wenk
Raupen machen sich über die Brennesseln her (c) by Joachim Wenk

Fränkische Landschaft mit Karpfenteich in der  Abendsonne. Wie herrlich und ruhig es hier draußen ist. Wären da nicht… na was wohl? Erst recht  genau hier? Ja, die Stechmücken wieder.

Sommerabend am Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
Sommerabend am Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk

Sommerabend am Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
Sommerabend am Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk

Und wen haben wir denn hier. Den Mann mit Kreuzschmerzen! Welcher von beiden? Im Moment tatsächlich beide! Aber nur einer (der im Oktober 13 Jahre alt wird) hat heute eine ganz neue Rampe zum leichteren Einsteigen in das Auto oder den Transporter  bekommen. Der andere ist noch zu jung dazu, der muss normal einsteigen.

die neue Komfort-Einsteigehilfe für alternde Männer (c) by Joachim Wenk
die neue Komfort-Einsteigehilfe für alternde Männer (c) by Joachim Wenk

Ich setze einen neuen Trend – wer diese Pflanzen nicht hat, gehört einfach nicht dazu!

Wer die nicht hat, gehört nicht dazu.

So, nun werde ich einmal etwas probieren. Vielleicht gelingt es mir, das neue must-have für leidenschaftliche Hobbygärtner ins Leben zu rufen. Das Zeug für eine Sammelleidenschaft haben diese Pflanzen jedenfalls. Pflegeleichter als die aktuellen „ich-will-auch-dazugehören-Pflanzen“ sind sie in jedem Fall.

Jetzt aber erst mal in aller Ruhe und von ganz vorne. 
Was sind denn diese „ich-will-auch-dazugehören-Pflanzen“ und warum gehöre ich eben nicht „dazu“? 
Unter diesem Namenskonstrukt laufen bei mir  die Hostas. 
Ahh!, ein schmunzeln im Gesicht meiner Leserinnen (und Leser?), ein entrücktes und verzücktes ohhh gesellt sich dazu. 
Jawohl, allein der Name „Hosta“ – nicht zu verwechseln mit einem launigen  „Hossssa“-  lässt so viele sofort wach und aufmerksam werden. Kaum ein Gartenblog, in dem nicht hin und wieder stolz über eine Hostasammlung berichtet wird. Kaum eine Gartenausstellung, bei der nicht die Hostas, sobald erblickt, sofort angelaufen, angefasst und besprochen werden müssen. Oder: Tag der offenen Gartentüre und in einem Garten zwei oder drei Hostas im Beet. Viele anderen Nutz- und Zierpflanzen  stehen ebenfalls im Garten. Dennoch: neue Besucher treten ein und was ist das Erste was mit Lauten der Entzückung und Bewunderung angesteuert wird? Diese beiden einfachen, schlicht grünen oder gestreiften und großblättrigen Pflanzen im Beet. 
Ich beobachte das nun schon seit Jahren und dennoch gehöre ich noch immer nicht dazu. Ich besitze nach wie vor keine einzige Hosta. Denn so allgegenwärtig sie sind, so fleißig sie gesammelt und in Beeten und meist einzeln in größeren Töpfen sie den anderen Bewunderern präsentiert werden, so kennzeichnen sie doch zwei Dinge, die sie mir noch nicht erstrebenswert erscheinen ließen. 
Sie vertragen keine pralle Sonne oder Trockenheit und die Schnecken lieben sie. Das zusammen macht sie für mich  zu einer Pflanze, die denkbar ungeeignet ist für meinen Garten. 
Ich werde also nie wirklich dazu gehören? Kein echter und wirklich leidenschaftlicher und fachkundiger Hobbygärtner sein? Ich muß zudem noch gestehen, daß die Pflanze ansich mich auch gar nicht in dem Maße anspricht, wie es die meisten Hobbygärtnerinnen und Pflanzensammlerinnen wohl tut. 
Vielleicht liegt es ja aber auch daran, daß ich ein Mann bin und die meisten solcher in der Öffentlichkeit stehenden Gärtner weiblich sind? Vielleicht ist die Hosta-Leidenschaft eine weibliche Eigenschaft? Ich sehe schon. Ich gehöre einfach nicht „dazu“ und werde wohl nie „dazu-gehören“. Unveränderbare Hindernisse stellen sich mir da in den Weg. 

Ein neuer Trend wird ins Leben gerufen: winterharte Sukkulente und andere Sonnenanbeter

Ich werde da aber nicht tatenlos zusehen. Ich will auch „dazu gehören“. Wozu genau, weiß ich noch nicht, Hauptsache „dazugehören“. 
Bei mir scheint sich seit diesem Frühjahr eine neue Leidenschaft zu entwickeln. Eine Begeisterung für bis dato mir zwar nicht unbekannte, aber doch unverwendete Pflanzen macht sich breit: winterharte Kakteen und Sukkulente. 
Die Sammelleidenschaft und Experimentierfreude sind entfacht. Und wenn ich es recht überlege, eignen sich diese Pflanzen doch glatt für eine Hosta-Ersatztherapie oder einfach gesagt, sie sind ab jetzt die neue must-have-Pflanzn für den engagierten Hobbygärtner. Wer nicht mindestens ein Exemplar im Garten hat gehört nicht zu den Eingeweihten, gehört schlicht „nicht dazu“.
Vielleicht tatsächlich eher etwas für den Gärtner und weniger die Gärtnerin? 
Vielleicht habe ich hier eine eher männliche Pflanzengattung als Sammlerobjekt und Objekt der Begierde entdeckt? 
In zwei Eigenschaften,  für meinen Garten entscheidende Merkmale, sind sie das absolute Gegenteil der Hostas.  Sie lieben die Sonne und die Trockenheit. Bei den Schnecken bin ich mir noch nicht ganz sicher. Da fehlen noch die Erfahrungen. Zumindest die jungen Triebe werden wohl von Schnecken gemocht. Wenngleich ja etwa die Semperviren schon seit Jahren ungeschützt bei mir draußen im Staudenbeet stehen und selbst die größte Schneckenplage vor ein paar Jahren ihnen nichts anhaben konnte. 
Also ich jedenfalls gehöre nun „dazu“. Zu dieser Gruppe an  Hobbygärtnern. Wenn ich künftig in einem Garten oder einer Messe also diese  Pflanzen entdecke, werde ich sie sofort ansteuern. Vielleicht nicht mit einem „ohhhhh“ oder „ahhhh“ oder „ach sieh an …“ auf den Lippen. Aber ich befürchte, das verklärte, seelige Strahlen  und das Entzücken in meinen Augen könnte doch erkennbar sein. Erkennungszeichen von Menschen die „dazu gehören“ und sich mit den anderen „dazu-gehörenden“ gerne über das Thema austauschen. 
Jetzt würde mich nur noch interessieren, ob es da draußen in der Tat vielleicht schon Menschen gibt, die meinem neuen Trend ebenfalls bereits angehören? Gibt es außer den Hosta-Verehrerinnen schon leidenschaftliche, fachkundige, süchtige Hobbygärtner oder Gärtnerinnen, mit einer Sammlung an winterharten Kakteen und Sukkulenten? Also mir würde ja schon ausreichen, wenn es jemanden gibt, der immerhin eine einzige Pflanze dieser Kategorie sein gut behütetes Eigen nennt. 

Wüstengarten in der Zinkwanne

Was für eine amüsante Ironie der Wort-, Pflanzen- und Gefäßwahl. 
Ausgerechnet in einer Badewanne entsteht ein Wüstengarten. Ein Gefäß für Wasser beherbergt meinen ersten Garten ohne Wasser. 
Die Erklärung ist einfach: wir hatten gerade kein anderes passendes Gefäß zur Hand und so gänzlich ohne Wasser kommt schließlich auch der Wüstengarten nicht aus. 
Den Boden der Wanne haben wir mit Löchern durchsiebt, eine Drainageschicht darauf gegeben und die mit Bändchengewebe abgedeckt. Da war noch ein Rest da, der jetzt verhindert, daß Erde in die Drainageschicht eingespült wird. Darauf kam ein Gemisch aus Aussaaterde, Sand und Blumenerde. Die Steine sind allerdings ganz normale fränkische Feldsteine und wo der dürre Ast her kam weiß ich gerade auch nicht. 
Wüstengarten in der Badewanne (c) by Joachim Wenk
Wüstengarten in der Badewanne (c) by Joachim Wenk

der neue Trend, das must-have für  Hobbygärtner: trockenheitsliebende Sonnenanbeter  (c) by Joachim Wenk
der neue Trend, das must-have für  Hobbygärtner: trockenheitsliebende Sonnenanbeter  (c) by Joachim Wenk
So bepflanzt steht der Wüstengarten nun am mediterranen Platz, der Platz mit fast dem ganzen Tag Sonne. Die ist ja aber im Moment ein eher seltener Gast. Die Kakteen wird es nicht freuen, mich um so mehr. Auch immer wieder etwas Regen mischt sich ins Wolkenwetter und ist ein Segen nach den vergangenen glühend heißen und trockenen Wochen. 

Unser mediterraner Platz im Garten

mediterraner Platz bei fränkisch-bedecktem Wetter  (c) by Joachim Wenk
mediterraner Platz bei fränkisch-bedecktem Wetter  (c) by Joachim Wenk
Am mediterranen Platz, steht nun auch die Kanarische Dattelpalme. Der Drachenbaum ist umgepflanzt und umgezogen auf die Terrasse beim Haus. Wegen der breit ausladenden Wedel haben wir die Palme hier her gestellt. Da stören sie nicht und hängen nicht so in den Weg. 
mediterraner Platz bei fränkisch-bedecktem Wetter  (c) by Joachim Wenk
mediterraner Platz bei fränkisch-bedecktem Wetter  (c) by Joachim Wenk
Vielleicht habt ihr es am Tischchen im Foto oben bereits stehen sehen.  Da blüht doch was. 
Ja ein Sempervivum im Betontopf hat sich eine Blütenkrone aufgesetzt. Diese Pflanzen, die auch zu meinem neuen Trend gehören, haben absolut das Zeug für süchtige Sammler. Und man kann sie ja beinahe überall hinein pflanzen. Auch das Gießen kann vergessen werden, ohne dass sie das übel nehmen. 
blühendes Sempervivum  (c) by Joachim Wenk
blühendes Sempervivum  (c) by Joachim Wenk
Wo wir gerade am mediterranen Platz sind, zeige ich doch gleich auch die Hanfpalme, die jetzt wieder mit dem Wachstum beginnt. 
Hanfpalme am mediterranen Platz (c) by Joachim Wenk
Hanfpalme am mediterranen Platz (c) by Joachim Wenk

Und zu  ihren Füßen stehen. Na was wohl? Ein Töpfchen mit Semperiveren ist ja klar. Und der griechische Bergtee. Hier scheint er zumindest nicht sofort kaputt zu gehen, wie sonst immer im Staudenbeet. Von Wachstum allerdings kann ich bislang auch an dieser Stelle noch nichts erkennen. Und ich wollte doch für Kräutertee von ihm ernten.

Dahinter stehen ein paar gerade abgeblühte einjährige Mittagsblumen. In meinen  Schalen der neuen Leidenschaft habe ich winterharte, mehrjährige Mittagsblumen stehen, die müssen nicht jedes Jahr neu gesetzt werden.

griechischer Bergtee, Sempervivum, Mittagsblume und Bohnenkraut am Fuße der Palme (c) by Joachim Wenk
griechischer Bergtee, Sempervivum, Mittagsblume und Bohnenkraut am Fuße der Palme (c) by Joachim Wenk



Die großen Kübelpflanzen bestimmen das Bild auf der Terrasse beim Haus

Hier steht nun der umgetopfte Drachenbaum neben der Banane. Die Wedel der Dattelpalme versperrten hier den ganzen Weg ums Beet herum. Das machte, gerade bei Regenwetter, keinen Spass mit den nassen Wedeln. 
Palme, Banane und Drachenbaum - das Terrassen-Dreigestirn nebst Feige (c) by Joachim Wenk
Palme, Banane und Drachenbaum – das Terrassen-Dreigestirn nebst Feige (c) by Joachim Wenk

Palme, Banane und Drachenbaum - das Terrassen-Dreigestirn (c) by Joachim Wenk
Palme, Banane und Drachenbaum – das Terrassen-Dreigestirn (c) by Joachim Wenk

Die Sammelleidenschaft scheint entfacht: Sempervivum und Kakteen als kleiner Blickfang überraschen überall im Garten

Bleiben wir Beim Haus. Auch hier eine Schale mit  meinen neuen Trendpflanzen. Hier wieder Sempervieren. Im Herbst haben wir sie anstatt der üblichen Installation aus Heidekraut und Zierkürbis als Schmuck neben der Haustüre gekauft.   Das Heidekraut-Zierkürbis-Arrangement hätte mehr gekostet und wäre nach wenigen Wochen unansehnlich gewesen.  Daher zogen wir das Sempervivum-Grüppchen mit Gießkanne vor. Die Bilder geben uns doch Recht.  Anstelle von Tod und Vergehen, überstand es den kalten langen Winter wie erwartet gut und wuchert nun munter vor sich hin. 
Schale mit Semperviren im Juli  (c) by Joachim Wenk
Schale mit Semperviren im Juli  (c) by Joachim Wenk

Schale mit Semperviren im Juli  (c) by Joachim Wenk
Schale mit Semperviren im Juli  (c) by Joachim Wenk

Vom weißen Kies und der netten kleinen Gießkanne ist bald gar nichts mehr zu sehen. So sah die Schale damals noch  im November 2016 aus.

Schale mit Semperviren im November letzten Jahres (c) by Joachim Wenk
Schale mit Semperviren im November letzten Jahres (c) by Joachim Wenk
Bei der Sempervivumschale neben der Haustüre geht man zwei Stufen hoch zur Terrasse. Was findet man auf der ansonsten nüchternen schwarzen Abdeckung der Feuerschale? Klar, die neuen Trend- und Leidenschaftspflanzen. Hier in einem Gießkannenübertopf der gerade übrig  und ansonsten unbenutzt war. 
Sempervivum im Gießkannen-Übertopf (c) by Joachim Wenk
Sempervivum im Gießkannen-Übertopf (c) by Joachim Wenk
Die Schale hier müssen wir ganz besonders pflegen. Sie war der Ursprung, ja die Keimzelle des neuen Trends. Hier stehen meine allerersten winterharten Kakteen, eine Mittagsblume, Sempervivum und eine sehr trockenheitsverträgliche Zwergstaude.
unsere  erste Schale mit Kakteen und Sukkulenten (c) by Joachim Wenk
unsere  erste Schale mit Kakteen und Sukkulenten (c) by Joachim Wenk

unsere  erste Schale mit Kakteen und Sukkulenten (c) by Joachim Wenk
unsere  erste Schale mit Kakteen und Sukkulenten (c) by Joachim Wenk



Der Garten erholt sich jetzt nach dem Regen und dem Temperaturrückgang

Für heute bin ich damit auch fertig mit meinem Bericht aus dem Garten und meinem neuen Trend, den must-have-Pflanzen: Kakteen, Sukkulente und andere Sonnenanbeter. Jetzt bin ich gespannt auf eure Rückmeldungen. Bin wahnsinnig neugierig, ob schon jemand „dazu gehört“. 
Kennzeichnend für mein Gärtner-Glück ist doch gerade das Wetter. Ich bin über die momentanen Temperaturen und den immer wieder fallenden leichten Regen überglücklich, da gibt es nichts aus zu setzen. Aber ein wenig hinterhältig finde ich das dann doch. Jahrelang gehen mir die Pflanzen kaputt, weil nur Hitze und Dürre besteht. Dann endlich finde ich eine neuen Pflanzengruppe, die damit auskommen könnte und  mit der ich dem Wetter ein Schnippchen schlagen wollte. Was passiert? Es beginnt zu regnen und wird kälter. Ich sag es ja schon immer, da sitzt irgendwo einer, extra für diesen Zweck abbestellt, und hat allein den Auftrag, mich wettermäßig zu ärgern…….
der vom Regen erfrischte und wieder grüne Vorgarten (c) by Joachim Wenk
der vom Regen erfrischte und wieder grüne Vorgarten (c) by Joachim Wenk
der vom Regen erfrischte und wieder grüne obere Garten (c) by Joachim Wenk
der vom Regen erfrischte und wieder grüne obere Garten (c) by Joachim Wenk
Wenn ich aber so an meinem Blogger-Arbeitsplatz sitze und mich von der Aussicht inspirieren lasse, werde ich ruhig und dann kann mich überhaupt nichts mehr ärgern.  Schade, dass auch noch ein Geldverdien-Arbeitsplatz im Büro mit Blick auf eine Hauswand notwendig ist. 
Aussicht vom Blogger-Arbeitsplatz in den Garten (c) by Joachim Wenk