Zwei Gartenprojekte sind abgeschlossen –

Die Dürre vom vergangenen Sommer war der Auslöser. Wir entschlossen uns zu zwei Projekten in diesem Zusammenhang. Mit einem, das ich heute beschreibe, spare ich Zeit (beim Gießen) und mit dem anderen machen wir aus der Not eine Tugend. Das wird demnächst beschrieben.

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Gemüsebeet fertig für den Winter und ein Rezept mit Suchtpotenzial

Ich habe heute Gartenarbeiten erledigt, die ich sonst ein paar Monate später mache. 
Ja im Ernst, ich fasse es selbst nicht. Vielleicht waren es auch die 31°C (in der Sonne über 40°C), die mich ganz mischucke machten und zu solchen Arbeiten verleiteten. 
Ich habe im Gemüsegarten die Beete aufgeräumt. Und eigentlich ist das große Beet hier jetzt gut vorbereitet für den Winter. Ist das nicht echt ein verrücktes Jahr? 
Im letzten Artikel habe ich ja schon gesagt, dass mit Gemüse dieses Jahr kein Blumentopf zu gewinnen ist. Und wo jetzt die Mega-Hitze kommt, wird ohnehin nichts mehr aus all dem Brokkoli und Blumenkohl mit mickrigem zerfressenen  Laub (Raupen, Erdflöhe) das schlapp in der Sonne hängt und in dem manchmal so etwas wie eine total zerfranste ungleichmäßige, einfach unbeschreibliche Struktur zu erkennen ist. Damit meine ich die zu erntende Blütenknospe. Also ich verwende ja wirklich viel, ich will nichts verkommen lassen. Aber Blumenkohl und Brokkoli dieses  Jahr habe ich jetzt als Mulch eingesetzt. Genau wie die Kohlrabi. Wenn sie nicht von Erdflöhen aufgefressen waren, platzten sie, nicht größer als eine kleine Tomate, oder sie verfaulten fürchterlich stinkend. Die Gurken auf die ich so stolz war, sind auch alle (bis auf eine Pflanze einer Sorte) dahin. Die letzten gelben Gürkchen habe ich abgemacht. Jetzt schmeckten sie sehr, sehr gut und nicht mehr  bitter. Schade, dass es wieder nicht mit Gurken klappt. Der Frühkohl ist ebenfalls Mulch, samt den  Raupen. Dann die Schwarzenbeere, das einzige das wuchs, ja wucherte. Ich dachte, die bleibt kleiner. Das Erbsenstroh ist ebenfalls Mulch. Fürs nächste Jahr habe ich die extra hängen gelassenen Schoten abgemacht. Gut, daß ich sie gleich gepuhlt  habe, um an die Samen zu kommen, die ich nächstes Jahr sähen werde. Alle zerfressen vom Wurm und sofort entsorgt. Ringelblumen und Kapuzinerkresse wucherte, dass keine  Beetstruktur mehr erkennbar war. Kurzerhand alles Mulch. Bei dem Wetter jetzt darf natürlich erst recht kein Boden offen liegen. Das wäre der Tod für’s Bodenleben.

Jetzt steht noch der kümmerliche Mangold, eine schlappe Gurke, der viel, viel zu kleine Meerrettich, die viel zu kleinen und gakeligen Buschbohnen und ein wenig Sommerlauch. 

Ich habe alles gleich zerkleinert und als Mulch ausgebreitet. Zwei Beete habe ich zusätzlich zum Schutz vor der Trockenheit und weil ich nicht richtig ausreichend Mulch zur Verfügung habe (Rasenmähen ist ja  im Moment nicht möglich) mit Bändchengewebe (Mulchfolie) bedeckt.

Ein Versuch, ob es was bringt, ob der Boden feuchter bleibt und das Pflanzenmaterial schneller verrottet.

Immerhin brauche ich ja jetzt zeitnah Platz für Wintersalate, Winterrettich, Endiviensalat,  Radieschen.  Dann Feldsalat und Spinat.

Wirklich perfekt ist dieses Wetter für die Tomaten. Solche Trauben an Tomaten habe ich noch nie gehabt. Und ich baue jedes Jahr die gleichen Sorten an. 
Und dann wieder zwei Pflanzen neben der Tomate aus dem Bild oben, dieses Bild. Nur ein Stock und ich kann machen was ich will, der geht kaputt. Ausgerechnet die Ochsenherz, auf die ich so gespannt war. Eine einzige ist rot, viele noch grün. Hoffentlich wird die Ersatz-Ochsenherz am Zaun was, damit ich ein paar Ernten kann. Von der hier erwarte ich mir nicht mehr viel….
Und wer hätte gedacht, dass der Begriff  Ampel-Tomate so ernst gemeint ist. Ich habe sie im Topf und nicht in der Ampel. Aber sie will einfach wirklich nach unten hängen. Keine Chance, das Gewirr an Stängeln, Blättern und vor allem Früchten irgendwie aufrecht in Form zu bringen. Ob ich nächstes Jahr wirklich einmal eine große Ampel (gibt es die mit Wasserreservoir?)  mit ihr bepflanze? Sieht sicher toll aus. 
Jedenfalls mangelt es auch dieses Jahr nicht an Tomaten. Vorne links die erste (und einzige) Ochsenherz. Die kleinen Cocktailtomaten der  Gardenpearl (so heißt die Ampeltomate) sind schon in der Küche. 
Gut, daß es so viele sind, da kann ich experimentieren. Zum ersten Mal habe ich kleine Cocktailtomaten in Essig-Zucker-Gewürzlösung eingekocht. Oh sind die lecker. 
Und heute habe ich Pesto gemacht. Aus frischen Tomaten, nicht aus getrockneten und dann eingeweichten, wie es meist der Fall ist. Das Rezept findet ihr auf achimsgartenzumessen.de. 
Lange habe ich überlegt, ob ich es veröffentlichen soll. Diejenigen, die es nachmachen, werden mich dafür verteufeln. Wer das einmal probiert hat, wird sofort unheilbar süchtig danach und kommt nicht mehr los.  Soooo unendlich lecker ist es. Ich hoffe euer Zorn legt sich dennoch bald wieder und ihr seid mir wegen dem Rezept nicht lange böse…….
Irgendwie ist mir gerade nach Aufräumen und Ausmisten im Garten. Die Baumscheibe meines Hausbaumes habe ich gesäubert. Jetzt sieht man wieder den Buchs. Und leider auch noch immer die Unregelmäßigkeit des Kreises. Der Hund hat etliche Buchse tot-gepinkelt. Ich habe keinen Zünsler sondern einen Labrador, der den Buchs umbringt. So musste ich neue Stecklinge ziehen. Die stehen schon in den kahlen Stellen, aber sind halt noch so winzig klein. 

Und nachholen wollte ich noch dieses Foto. Also ich vor einiger Zeit den ganzen Heckenschnitt und Äste der Bäume hinter dem Carportdach häckselte, langte die Menge gerade aus. Endlich konnte ich unter dem Spalierobst mulchen. Erst den Rasen mit Pappe abgedeckt und dann mit Häcksel gemulcht. Rasen unter jungem Spalierobst und Beerenobst ist einfach nicht gut. Man kann ihn nicht gut mähen und er nimmt dem Obst einfach zu viel Nahrung und auch Wasser.

So, das war’s für heute. Morgen geht es weiter. Tomaten verarbeiten und Beete säubern. Wenn schon nichts gescheit wächst, soll es wenigstens ordentlich aussehen.