Zwei Gartenprojekte sind abgeschlossen –

Die Dürre vom vergangenen Sommer war der Auslöser. Wir entschlossen uns zu zwei Projekten in diesem Zusammenhang. Mit einem, das ich heute beschreibe, spare ich Zeit (beim Gießen) und mit dem anderen machen wir aus der Not eine Tugend. Das wird demnächst beschrieben.

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Gemüsebeet fertig für den Winter und ein Rezept mit Suchtpotenzial

Ich habe heute Gartenarbeiten erledigt, die ich sonst ein paar Monate später mache. 
Ja im Ernst, ich fasse es selbst nicht. Vielleicht waren es auch die 31°C (in der Sonne über 40°C), die mich ganz mischucke machten und zu solchen Arbeiten verleiteten. 
Ich habe im Gemüsegarten die Beete aufgeräumt. Und eigentlich ist das große Beet hier jetzt gut vorbereitet für den Winter. Ist das nicht echt ein verrücktes Jahr? 
Im letzten Artikel habe ich ja schon gesagt, dass mit Gemüse dieses Jahr kein Blumentopf zu gewinnen ist. Und wo jetzt die Mega-Hitze kommt, wird ohnehin nichts mehr aus all dem Brokkoli und Blumenkohl mit mickrigem zerfressenen  Laub (Raupen, Erdflöhe) das schlapp in der Sonne hängt und in dem manchmal so etwas wie eine total zerfranste ungleichmäßige, einfach unbeschreibliche Struktur zu erkennen ist. Damit meine ich die zu erntende Blütenknospe. Also ich verwende ja wirklich viel, ich will nichts verkommen lassen. Aber Blumenkohl und Brokkoli dieses  Jahr habe ich jetzt als Mulch eingesetzt. Genau wie die Kohlrabi. Wenn sie nicht von Erdflöhen aufgefressen waren, platzten sie, nicht größer als eine kleine Tomate, oder sie verfaulten fürchterlich stinkend. Die Gurken auf die ich so stolz war, sind auch alle (bis auf eine Pflanze einer Sorte) dahin. Die letzten gelben Gürkchen habe ich abgemacht. Jetzt schmeckten sie sehr, sehr gut und nicht mehr  bitter. Schade, dass es wieder nicht mit Gurken klappt. Der Frühkohl ist ebenfalls Mulch, samt den  Raupen. Dann die Schwarzenbeere, das einzige das wuchs, ja wucherte. Ich dachte, die bleibt kleiner. Das Erbsenstroh ist ebenfalls Mulch. Fürs nächste Jahr habe ich die extra hängen gelassenen Schoten abgemacht. Gut, daß ich sie gleich gepuhlt  habe, um an die Samen zu kommen, die ich nächstes Jahr sähen werde. Alle zerfressen vom Wurm und sofort entsorgt. Ringelblumen und Kapuzinerkresse wucherte, dass keine  Beetstruktur mehr erkennbar war. Kurzerhand alles Mulch. Bei dem Wetter jetzt darf natürlich erst recht kein Boden offen liegen. Das wäre der Tod für’s Bodenleben.

Jetzt steht noch der kümmerliche Mangold, eine schlappe Gurke, der viel, viel zu kleine Meerrettich, die viel zu kleinen und gakeligen Buschbohnen und ein wenig Sommerlauch. 

Ich habe alles gleich zerkleinert und als Mulch ausgebreitet. Zwei Beete habe ich zusätzlich zum Schutz vor der Trockenheit und weil ich nicht richtig ausreichend Mulch zur Verfügung habe (Rasenmähen ist ja  im Moment nicht möglich) mit Bändchengewebe (Mulchfolie) bedeckt.

Ein Versuch, ob es was bringt, ob der Boden feuchter bleibt und das Pflanzenmaterial schneller verrottet.

Immerhin brauche ich ja jetzt zeitnah Platz für Wintersalate, Winterrettich, Endiviensalat,  Radieschen.  Dann Feldsalat und Spinat.

Wirklich perfekt ist dieses Wetter für die Tomaten. Solche Trauben an Tomaten habe ich noch nie gehabt. Und ich baue jedes Jahr die gleichen Sorten an. 
Und dann wieder zwei Pflanzen neben der Tomate aus dem Bild oben, dieses Bild. Nur ein Stock und ich kann machen was ich will, der geht kaputt. Ausgerechnet die Ochsenherz, auf die ich so gespannt war. Eine einzige ist rot, viele noch grün. Hoffentlich wird die Ersatz-Ochsenherz am Zaun was, damit ich ein paar Ernten kann. Von der hier erwarte ich mir nicht mehr viel….
Und wer hätte gedacht, dass der Begriff  Ampel-Tomate so ernst gemeint ist. Ich habe sie im Topf und nicht in der Ampel. Aber sie will einfach wirklich nach unten hängen. Keine Chance, das Gewirr an Stängeln, Blättern und vor allem Früchten irgendwie aufrecht in Form zu bringen. Ob ich nächstes Jahr wirklich einmal eine große Ampel (gibt es die mit Wasserreservoir?)  mit ihr bepflanze? Sieht sicher toll aus. 
Jedenfalls mangelt es auch dieses Jahr nicht an Tomaten. Vorne links die erste (und einzige) Ochsenherz. Die kleinen Cocktailtomaten der  Gardenpearl (so heißt die Ampeltomate) sind schon in der Küche. 
Gut, daß es so viele sind, da kann ich experimentieren. Zum ersten Mal habe ich kleine Cocktailtomaten in Essig-Zucker-Gewürzlösung eingekocht. Oh sind die lecker. 
Und heute habe ich Pesto gemacht. Aus frischen Tomaten, nicht aus getrockneten und dann eingeweichten, wie es meist der Fall ist. Das Rezept findet ihr auf achimsgartenzumessen.de. 
Lange habe ich überlegt, ob ich es veröffentlichen soll. Diejenigen, die es nachmachen, werden mich dafür verteufeln. Wer das einmal probiert hat, wird sofort unheilbar süchtig danach und kommt nicht mehr los.  Soooo unendlich lecker ist es. Ich hoffe euer Zorn legt sich dennoch bald wieder und ihr seid mir wegen dem Rezept nicht lange böse…….
Irgendwie ist mir gerade nach Aufräumen und Ausmisten im Garten. Die Baumscheibe meines Hausbaumes habe ich gesäubert. Jetzt sieht man wieder den Buchs. Und leider auch noch immer die Unregelmäßigkeit des Kreises. Der Hund hat etliche Buchse tot-gepinkelt. Ich habe keinen Zünsler sondern einen Labrador, der den Buchs umbringt. So musste ich neue Stecklinge ziehen. Die stehen schon in den kahlen Stellen, aber sind halt noch so winzig klein. 

Und nachholen wollte ich noch dieses Foto. Also ich vor einiger Zeit den ganzen Heckenschnitt und Äste der Bäume hinter dem Carportdach häckselte, langte die Menge gerade aus. Endlich konnte ich unter dem Spalierobst mulchen. Erst den Rasen mit Pappe abgedeckt und dann mit Häcksel gemulcht. Rasen unter jungem Spalierobst und Beerenobst ist einfach nicht gut. Man kann ihn nicht gut mähen und er nimmt dem Obst einfach zu viel Nahrung und auch Wasser.

So, das war’s für heute. Morgen geht es weiter. Tomaten verarbeiten und Beete säubern. Wenn schon nichts gescheit wächst, soll es wenigstens ordentlich aussehen. 

Traumhafter Frühling im Landgarten

Urlaubsstimmung und bunte Lebensfreude im Frühlingsgarten

Dieser Artikel ist einer von mehreren, die mir geklaut wurden und nun auf einem verbrecherischen Blog erscheinen, als hätte der dortige unbekannte Blogger ihn geschrieben. 
Echt und original ist der Artikel nur hier bei achimsgarten.blogspot.de!

Nachdem ich es im vergangenen  Gemüse-Beitrag versprochen habe, liefere ich heute ein paar Eindrücke vom Frühlingsgarten. 
Die Kübel sind ausgeräumt. Die Seerose erobert wieder ihren Pool und die Solar-Fontäne sprudelt. Je mehr Sonne, desto höher. Hier am mediterranen Platz herrscht Urlaubsstimmung. 
Im Vorgarten blühen keine Schneeglöckchen und Krokusse mehr. Die Narzissen sind ebenfalls verblüht. Jetzt wird es dafür richtig  farbig. Rote und lila Tulpen, Wiesenschaumkraut und ganz viel Löwenzahn. Hin und wieder ist noch eine spätere Wildtulpe dabei. Der Flieder blüht in den nächsten Tagen auf. Und die Kirsche vom Nachbarn dekoriert alles mit weißen herabfallenden Kirschblüten. 
Sagte ich „keine“ Narzissen blühen mehr? Das stimmt wohl nicht so ganz. In der Blumenwiese, die frühen gelben Narzissen sind verblüht. In der Wiese auf der anderen Seite der Auffahrt allerdings stehen spätere, weiße Narzissen. Die sind jetzt in voller Blüte. So geben sich quer durch den Garten die Blüten den Staffelstab immer weiter. Und das wirklich rund ums Jahr. Ein ganz schönes Stück Arbeit, das so hin zu bekommen. 

Die Obstblüte im Vollfrühling

Hier sind wir zwar schon wieder im Nutzgarten, aber die herrliche Obstblüte ist es wert, im Ziergartenbeitrag erwähnt zu werden.

Die Säulenobstbäume blühen. Also zumindest Birne und Kirsche.

Der alte Apfelbaum mitten im Gemüsebeet blüht wie ein Junger. Er ist krank, der Pilz wuchert aus dem Stamm und sein Schatten genau wie die Wurzeln sind im Gemüsebeet alles andere als hilfreich. Ich will ihn eigentlich umsägen. Aber jetzt blüht er wieder so schön und wird vielleicht auch wieder Äpfel tragen. Ich kann ihn nicht absägen. Ach ja, zeigen die Blüten der Birne und Kirsche den  Erstfrühling an, so kennzeichnet der Beginn der Apfelblüte bei frühen Apfelsorten den Einzug Vollfrühlings. Und wer könnte angesichts dieser Bilder von etwas anderem als vollem Frühling sprechen. Ein Frühling, wie ihn wohl jeder im Sinn hat, wenn das Wort fällt. 

Von Lenzrosen und Tulpen

Wenden wir uns lieber wieder den weniger dramatischen Blüten zu. Eine meiner Lenzrosen bekommt gar nicht genug vom Blühen. 
Die Hitze der vergangenen Tage (jeden Tag 30°C und blauer Himmel) hat die Tulpen in windeseile aufblühen lassen. Gottseidank hat es jetzt ein wenig abgekühlt. Bei knapp unter 20°C blühen sie nun noch ein wenig länger, als wenn es so arg heiß ist. Damit hält auch die Freude über sie länger an. 
Ich liebe diese Papageitulpensorte mit den gelb-orange-rote-grünen Farbtönen.  Die hatte ich schon damals im Hinterhofgarten in den Blumenkübeln. Natürlich nicht diese Zwiebeln sondern eben diese Sorte. 
Auch eine ganz reizende Kombination sind die späten, gefüllten, weißen Narzissen mit den gefüllten lila Tulpen. Diese Mischung gab es komplett zu kaufen.  Wir kauften sie auf einer Landesgartenschau als Mitbringsel. 
Die Tulpenmischung steht zu Füßen unseres Hausbaumes im Buchs-Rondell. Bilde ich mir das nur ein oder ist das Rondel im Verhältnis zum Baum irgendwie zu klein? Mir scheint es so. Der Baum wächst aber auch so was von rasend schnell. Als wir das Rondell vor drei Jahren anlegten war der Baum kaum 2m hoch. Jetzt hat er bestimmt schon fast 5 Meter. 
Das Tulpenthema ist aber noch nicht zu Ende. Draußen bei unseren Karpfenweihern hatte ich irgendwann einmal ein paar Tulpen von irgendeinem Discounter gesteckt. Und jedes Jahr auf’s neue blühen sie so wunderschön. Mitten in einer Wiese in der freien Landschaft irgendwo in Franken. 

Winterharte Sukkulente

Große Freude auch über die winterharten Sukkulenten. Sie haben alle den harten Winter im Freien überstanden. Der einzige Schutz den sie hatten, war das Dach des Carports. Feuchtigkeit wäre ihr Tod im Winter. Fünfzehn Grad Kälte dagegen machen ihnen gar nichts. 

Mauerblümchen

Wenn ich versucht hätte, in den Fugen Blumen zu sähen oder zu pflanzen, so wäre es unter Garantie schief gegangen. Wenn sie sich den Platz selbst aussuchen – und man sie lässt! – kommt es einfach immer und überall zu solch schönen und witzigen Situationen im Garten. 

Der Giersch wird bedrohlich, kann man ihn eindämmen?

Alles allerdings kann auch ich nicht gewähren lassen. Mein größtes Problem im Staudengarten ist der übereifrig wachsende Gierschteppich. Im gedüngten Staudenbeet hat er eine Höhe von gut 30 cm und mehr und bildet einen dichten Teppich. Die Stauden kommen überhaupt nicht ans Licht und zum Wachsen. Ausgraben geht nicht. Der Wurzelfilz ist so stark, ich müsste mit einem Bagger die ganzen Staudenbeete bestimmt 40 cm abtragen, neu auffüllen und von vorne Anfangen. Ich weiß mir nicht mehr zu helfen. Und bitte, falls es jemand vor hat, verkneift euch den Vorschlag mit aufessen! Wer schon mal Giersch probiert hat, weiß, dass er enorm intensiv schmeckt. Und den ganzen Giersch essen, wäre für den Magen auch nicht gut, bei der Menge. Und nein, ich bin kein Ignorant. Ich verwende ihn tatsächlich in der Küche (siehe unten). Aber eben nur blättchenweise und nicht eimerweise. 
Zurück also zu einem der Staudenbeete. Ich habe jetzt den Giersch hier auf einem Stück abgerupft. Dabei gingen natürlich auch die vielen Akeleien kaputt, die aber im Garten noch anderweitig vorhanden sind. Ein paar große Stauden treiben schon, die blieben stehen. 
Dann habe ich alles  mit Wellpappe von Verpackungskartons belegt und diese mit Erdspießen fixiert. 
Da das Beet am Zaun ist und meine Pappe dort echt unschön wirkt, habe ich alles noch mit Rasenschnitt zugemulcht. So fällt die Pappe nicht mehr auf. Meine Hoffnung ist, wenn ich es übers Jahr (und länger?) dicht halte, kann ich den Giersch reduzieren. Wenn ich es nicht probiere, werde ich nie erfahren, ob es funktioniert und wo anders auch angewendet werden kann. 
Im großen Staudenbeet am Gemüsegarten wuchert er auch. Oft aber so, daß ich die Stauden mit dem Giersch unter Pappe ersticken müsste, so hat der die Staudenhorste durchwurzelt. 
Wenn die großen Stauden im Beet wachsen, stehen sie über ihm. Bis dahin aber ist noch eine Weile und ich muss manchmal Angst haben, sie schaffen es nicht durch das Gierschdickicht. 

Unkraut kann man auch in der Küche verwenden

Ich bin ja sehr liberal, was Unkraut oder „Begleitgrün“ angeht. Wenn es schön blüht freut es mich sogar. Aber der Girsch wird wirklich zur  Gefahr. Da nützt es auch nichts, dass ich etwas von ihm, zusammen mit den Verwandten der hier abgebildeten Schönheiten beim Gewächshaus, zu einer getrockneten Salatdressing-Würze oder Frühlingskräuter-Instant-Gemüsebrühe verarbeitet habe. 
Was ich also genau mit  Giersch, Gundermann, Löwenzahn und Co. anstelle, können interessierte LeserInnen HIER nachschlagen. 

Erste Sonne und Gartenarbeiten im Frühling: das Obstspalier

Dieser Beitrag muss einfach mit dem Bild – Hund in  Sonne – und nicht mit Worten beginnen. 
Denkwürdig ist das Datum. Man sollte es rot im Kalender markieren. Samstag 24. März 2017 und endlich scheint die Sonne, dass man Lust bekommt, draußen zu sein. Sie ist warm und angenehm und hat uns dazu verleitet, den Nachmittag im Garten mit Gartenarbeiten zu verbringen. 
Der Schnee ist fast überall verschwunden. Nur an schattigen Stellen liegt noch welcher. Jetzt wird es bald richtig bunt in der Blumenwiese. Die Narzissen und jetzt auch die Wildtulpen sind ganz schön gewachsen. 

Die Mini-Narzissen blühen wieder als Erste.

Die Schale im Gewächshaus mit den Elfenkrokussen und den gleichen Wildtulpen, wie sie in der Wiese stehen,  ist jetzt in voller Blüte. So sollte die Wiese auch aussehen. Warum die Krokus dort aber nicht aufgegangen sind, weiß ich nicht. Jetzt hoffe ich, dass die vielen Wildtulpen auch so hübsche Blüten bekommen, wie hier in der Schale. 
Gestern ist das erste Paket mit lebenden Pflanzen daheim angekommen. So haben wir also den wunderbaren Tag heute genutzt, sie zu pflanzen. Ein paar erste Stauden habe ich im Beet verbuddelt. Die waren aber nur Beiwerk bei der Bestellung. Hauptdarsteller waren die beiden Johannisbeerbüsche. Nun sind die Pflanzen für die Erweiterung vom Obstspalier am Nachbarzaun komplett. Auch die Zutaten für das Spalier gab es endlich im Baumarkt. Die Einschlaghülsen versuchten wir seit Wochen zu kaufen. Leider waren sie nie vorrätig, weil der Baumarkt diese Dinge auch erst zur Saison vorhält. 

Die Einschlaghülsen mit dem vielleicht 50 oder 60 Zentimeter langen Dorn werden in den Boden gerammt. Und ja! Der Boden ist zu meiner großen Überraschung tatsächlich komplett aufgetaut. Bevor wir uns an die Arbeit machten, zückte ich den Spaten für einen Probe-Stich. Ich befürchtete, dass der Boden nach der Kälte in den letzten Tagen, wieder komplett gefroren ist. Aber nein, ist er nicht. Sicher hat die dicke Schneeschicht ein Durchfrieren verhindert.

In die Hülsen werden dann druckimprägnierte Pfähle gesteckt und angeschraubt. Das hält sehr fest und die Hölzer sind nicht in der Erde oder in der Nässe. Dadurch werden sie länger halten. Sind sie irgendwann doch reif zum Austauschen, kann man dies leicht bewerkstelligen. Die Hülsen bleiben im Boden, sie sind verzinkt und verrotten daher ja nicht. 
Oben quer wird ein dünnerer Pfahl verschraubt. Somit kann man dann die Spanndrähte für die Pflanzen mit Hilfe von Spannschlössern richtig fest anziehen und spannen. Die senkrechten Stützen  können sich dadurch nicht zusammen ziehen. Unten verhindern das die Hülsen im Boden und oben der stabile Querpfosten. 

Fertig ist die Erweiterung meines Obstspaliergerüstes.

 In den ersten beiden Feldern steht jeweils ein Apfelbäumchen. Sie stehen jetzt den dritten Sommer hier. Ein wenig über deren Geschichte, die wirklich auch spannend ist, kann man HIER und HIER nachlesen.

Ganz links in dem Feld stehen seit dem Herbst zwei Himbeerruten von einer lieben Kollegin. Es sind, anders als meine Himbeeren im Gemüsegarten, Dauertragende oder Mehrmalstragende. Bei meinen Himbeeren ist im Juni während 2 Wochen Saison. Da gibt es massenhaft Himbeeren und ansonsten das ganze Jahr nicht. Also frische Beeren im Sommer zum Naschen oder für den Kuchen habe ich nicht. Daher wollte ich noch eine Herbsthimbeere oder eben diese dauertragenden Büsche. Ich bin gespannt, wie sie sich entwickeln.

Daneben steht die Stachelbeere mit den süßen Früchten und dem unmöglichen Namen. “ Hinnonmäki rot“ ist ihr Name.

Die Beeren sind schön rot und wenig behaart. Sie schmecken aromatisch und süß. Der Strauch wächst stark und verzweigt sich gut. Eigenschaften, die für den Anbau am Spalier von Bedeutung sind.  Sie steht seid ein paar Jahren im Gemüsegarten unterm Walnuß. Dort aber wird sie vom Topinambur überwuchert und selbst wächst sie eben wegen besagten Baum schlecht.

Johannisbeeren und Stachelbeeren lassen sich, was mir neu war, als Spalier erziehen. Das reizte mich und nun habe ich den Busch ausgegraben und zum übrigen Spalier gepflanzt. 

Im nächsten noch freien Feld kommen jetzt die weißen Johannisbeeren zum Zuge. Bei den Johannisbeeren ist es so wie mit den Himbeeren. Ich habe eine sehr frühe Sorte im Gemüsegarten. Der Strauch trägt reich und zuverlässig. Leider, sehr früh im Jahr, wie die Himbeeren. Auch hier wieder gibt es den ganzen Sommer keine frischen Beeren für den Kuchen.

Nun habe ich extra späte Sorten fürs Spalier ausgesucht, daß sich die Ernte etwas entzerrt. Schwarze und Rote Johannisbeeren habe ich ja ausreichend. Fehlen nur die weißen.

Ich habe mich für die  „Blanka“ entschieden. Große Beeren mit später Reife ab Mitte Juli. Sie hängen an langen Trieben heißt es und sind sehr lange am Strauch haltbar. Das sind doch gute Eigenschaften für eine Nasch- und Kuchenbeere im Sommer, finde ich. Der Geschmack ist nur leicht säuerlich und sehr aromatisch. Natürlich sollte die Sorte auch für die Spaliererziehung geeignet sein. Weil sie straff aufrecht wächst und sich gut verzweigt, hat sie optimale Eigenschaften.

Die Zweite heißt „Weiße aus Jüterbog“ und ist wohl eine wirklich sehr alte Sorte, was mir immer zusagt. Wieder nur fein säuerliche Beeren (also eben „Naschbeeren“) mit gutem Aroma.

Sie reift auch erst ab Juli. Früher hat man die Beeren zur Weinproduktion und zur Herstellung von Obstbrand benutzt. Das finde ich ja schon mal interessant….

Die Sträucher werden 3-triebig gezogen.

Über meine Obstplantage in Form von platzsparendem Säulen- und Spalierobst an der Grenze zum Nachbarn (Sichtschutz) freue ich mich sehr. Und vielleicht ermöglicht das späte Frühjahr 2018 auch einmals eine Ernte an den immer reich blühenden Kirsch- bzw. Birnen-Säulenbäumen. Jedes Jahr zerstörte der Spätfrost die Blüten und die Ernte ist ausgefallen. Apfel und Zwetschge haben noch gar nicht geblüht. Vielleicht wird dieses Jahr ja ein gutes Obstjahr? Das Wetter am morgigen Sonntag verspricht das sogar. Mehr hierzu dann aber im nächsten Beitrag. 
Im Gewächshaus habe ich wieder das Vlies über dem Salat entfernt. Doch hoffentlich nun wirklich zum letzte Mal. Jetzt ist der erste Kopfsalat erntereif und wird kommende Woche verspeist. Der erste eigene Kopfsalat dieses Jahr! Das ist immer ein besonderes Ereignis. Gepflanzt im September, geerntet im März. Wenn das mal kein slowfood mit genügend Zeit zum Gedeihen und Entwickeln ist!
Den Winterkopfsalat im Gewächshaus habe ich ja schon oft erwähnt. Ich hatte genügend Pflanzen und bin  noch am Testen. Daher kamen im September auch ein paar Pflanzen ins Freie. Einfach in das abgeerntete Gemüsebeet. Einziger Schutz war ein Stück altes Gemüse-Vlies, was den Winter über darüber lag. 
Gut, den Unterschied zum Anbau im Gewächshaus mit zusätzlich Vlies und dann auch noch den Solarschläuchen, sieht man. Wäre ja auch schlimm, wenn so ein teures Haus keinen Nutzen brächte. 
Aber!  Die Freilandpflänzchen haben den wirklich harten und sehr langen Winter überstanden. Mehrmalige Frostperioden mit fast 15 Grad Kälte und Dauerfrost, zum Teil als Kahlfrost ohne schützende Schneedecke darüber.

Die Pflänzchen sind klein, ja, aber als ich sie gepflanzt habe waren sie bedeutend kleiner und zarter.

Ich werde auf alle Fälle auch wieder im Freiland anbauen, neben dem Gewächhausssalat. Diesmal dann aber mit einem stabileren Vlies-Tunnel oder einem Frühbeetkasten darüber. Das sollte langen.

Die kleinen hier werden jedenfalls noch wachsen und sind dann sicher nach dem Gewächshaussalat erntereif.

die schönen Spätherbsttage werden genutzt, wo immer es geht

Hast Töne, sind wir doch tatsächlich schon im November angelangt. 
Die Zeit rennt davon, die Arbeit leider nicht. Gottseidank hatten wir jetzt wieder ein paar sehr schöne Tage. Nach ein paar richtig scheußlichen Spätherbsttagen mit Nachfrost und Nieselregen bei Tags deutlich unter 10°C. 
Gestern waren tags wieder 15 ° und Sonnenschein. Diese schönen Tage nutzen wir gerade für wichtige Gartenarbeiten, die dringend erledigt werden müssen. 

Ein Zelt für die Palme

Besonders wichtig ist zum Beispiel das Gewächshauszelt für die Washingtonia. Wenn sie den Winter draußen übersteht, dann nur mit einem Schutz und Heizung. 
Die Folie ist bestellt,  aber das Gerüst noch nicht fertig. Schließlich muß es ja noch mit Folie daran über die Palme gebracht werden können. Und im Frühjahr muß es wieder weg und aufgehoben werden. Klappbar sollte es also auch noch sein. 
Langsam nimmt es Form an. Etliche Latten fehlen noch und dann die Folie. Wir sind selbst gespannt, wie das alles klappt und ob es klappen wird. 
Winterschutz für Palme
Winterschutz für Palme

Spalierobst passt auch auf schmale  Randstreifen am Grundstück

Gestern habe ich dann endlich meine Blumenzwiebeln verbuddelt. Wildtulpen und Krokus.

Die Wildtulpen sollen sie Blumenwiese im Frühjahr wieder zum Blühen bringen. Die edlen farbigen Tulpen sahen zwar schön aus, wurden aber über die Jahre immer weniger an Zahl. Da ich keine Lust habe, jeden Herbst wieder und wieder Tulpenzwiebeln zu stecken, versuche ich es jetzt mit Wildtulpen. Angeblich verwildern sie, wie die Narzissen, in der Wiese und werden immer mehr, statt weniger. Zumindest, wenn ihnen der Standort zusagt. Warten wir also gespannt auf’s erste Frühjahr.

Ebenfalls gepflanzt habe ich meine zwei geschenkten Himbeerpflanzen. Klar habe ich bereits ganz vorzügliche Himbeeren in ausreichender Anzahl. Aber es sind Sommerhimbeeren. Irgendwann im Juni sind sie reif. Das dauert etwa 14 Tage und dann ist Schluß mit Himbeeren, bis zum nächsten Jahr.

Himbeeren sind meine Lieblingsbeeren (neben schwarzen Johannisbeeren). Da wäre es mir recht, länger von ihnen naschen zu können. Eine liebe Kollegin hat dauertragende Himbeeren, von denen sie auch im späten Herbst noch naschen kann. Und ab kommendem Jahr kann ich das dann auch.

Säulenobst und Spalierobst- unser Obstgarten im Garten
Säulenobst und Spalierobst- unser Obstgarten im Garten
Erst wussten wir nicht, wohin mit ihnen.  Dann fassten wir einen Entschluß. 
Entlang des Zaunes zu den Nachbarn pflanzten wir vor Jahren ein paar Säulenobstbäume. Der Streifen ist recht schmal. Zu schmal für richtige Obstbäume. 
Dann kam das Apfelspalier dazu. In Verlängerung der Obstbaumreihe. 
Und zwischen diese beiden Obstbaumbaumvariationen pflanzten wir jetzt einfach in die Wiese die Himbeeren. Das sieht komisch aus. Wenn dann aber die Spalierstützen fortgesetzt werden und Drähte gespannt sind, ergibt es wieder Sinn. Neben den Himbeeren werden noch Johannnisbeeren gepflanzt werden, die ich dann ebenfalls als Spalier erziehe. 
Dann haben wir einen richtigen Obstgarten mitten in unserem Garten. 
Ansonsten wird im Garten gerade nur geräumt und alles für den Winter vorbereitet. Hoffentlich kommt er noch nicht heute und morgen, denn ein wenig muß noch geschehen. 
Neben all der Arbeit bleibt der Genuß natürlich nicht aus. Das erste Karpfenessen ist hinter uns. Wir hatten einen sehr schönen geselligen Abend bei richtig gutem Karpfen mit Kartoffelsalat und (noch gekauften) Endivien. Die nächsten Karpfenessen sind schon terminiert. 

Würzpasten aus frischen Kräutern oder Knoblauch

Als Selbstversorger bin ich auch noch tätig. Heute habe ich wieder etliche von den noch herumliegenden Patissonkürbissen mit etwas Sellerie, Kartoffel und Speck zu einer Suppe gekocht. Im Mixer püriert und in Weckgläser gefüllt. Jetzt stehen sie fertig eingekocht zum Abkühlen in der Küche. Sie sind ein schnelles Essen, wenn keine Zeit zum Kochen ist. 
Die Blätter der Sellerieknollen habe ich zusammen mit den überall wild aufgegangenen Blattsellerieblättern zu einer Sellerie – Würzpaste verarbeitet. Das intensive Selleriearoma wird nur mittel Salz konserviert. Die Paste hält monatelang im Kühlschrank. Das Rezept gibt es auf achimsgartenzumessen.de. Neben Sellerieblättern lassen sich so auch andere Kräuter wie zum Beispiel Petersilie verarbeiten. 
Sellerie-Würzpaste
Sellerie-Würzpaste
In Form einer Würzpaste habe ich Knoblauch konserviert und für den einfachen Einsatz in der Küche vorbereitet. Hier kommt kein Salz, dafür aber Öl als Konservator zum Einsatz.
In Form dieser Paste behält der Knoblauch sehr schönen seinen Knoblauchgeschmack und schmeckt nicht so bitter und verändert, wie sonst oft konservierter Knoblauch. Auch das Rezept findet man auf achimsgartenzumessen.de
Knoblauchpaste
Knoblauchpaste

Heute wieder regional eingekauft und eigene Ernte eingebracht und konserviert

Regional einkaufen ist nicht teuer und muß nicht bio sein

Das wird ein ruhiges und heimeliges Wochenende!
Eigentlich wollte ich vielleicht heute weiter Riesenkartoffeln ausgraben. Oder ich hätte Buschbohnen ernten können. Sollen hätte ich eigentlich am Karpfenweiher die Hecke schneiden.
Na ihr merkt schon. Da sind viele „hätte“ und „sollte“ enthalten. Tatsächlich aber hat es am Samstag bis nachmittag nur 10°C gehabt. Das bei Null Sonnenschein und Dauernieselregen. Mal ehrlich. Wer macht denn da die „eigentlich“ vorgenommen Dinge.

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schwarze Johannisbeeren und warum dann plötzlich Weihnachsttimmung aufkommt

Im letzten Beitrag hatte ich es ja angedeutet. Es war Internetausfall und ich nutzte die Zeit für….
Heute zeige ich, wofür ich die Zeit genutzt habe. Und wirklich, er Ausfall von Telefon und Internet dauerte vom Vormittag bis etwa 21 Uhr. Genau so lange verbrachte ich mit den Beeren. 

Tagesprogramm: schwarze Johannisbeeren und zwar kiloweise

Bei den schwarzen Johannisbeeren habe ich dieses Jahr wirklich eine Rekordernte. Auch ein paar Stachelbeeren sind im Körbchen. Den Strauch habe ich letztes Jahr als Winzling erst gepflanzt und damit bin ich mit der Ausbeute sehr zufrieden. Einige hängen noch am Busch.

Bis ich aber das Erntebild schießen konnte verging ja schon einige Zeit. Etliche Stunden war ich damit beschäftigt. Das Wetter wurde immer frischer und die Wolken immer dunkler. 
Ernte der schwarzen Johannisbeeren (c) by Joachim Wenk
Ernte der schwarzen Johannisbeeren (c) by Joachim Wenk

Johannisbeeren reifen zu Johanni, den längsten Tagen des Jahres

Aber kommt doch einfach einmal mit in den Gemüsegarten und seht, wo sie herkommen, die Schüsseln voller schwarzer Beeren.

Schwarz wie die Nacht. Schwarz, wie der Winter zu Weihnachten in Franken. Der totale Gegensatz. Zur Zeit der hellsten Tage des Jahres – Johanni ist ja gerade erst vorüber – werden diese düsteren Beeren reif. Und tragen auch noch die langen und hellen Tage im Namen – Johanni-sbeeren.

Ihr werdet es nicht glauben, aber später am Tag, als ich mich weiter und weiter mit den schwarzen Beeren beschäftigte, waberte doch tatsächlich etwas von der dunklen Jahreszeit durch meine Wohnung. Düstere Erinnerungen oder leise Vorahnung an eine bevorstehende Zeit. Dazu komme ich später aber noch einmal.

Ab in den Garten zum Beerenpflücken

Jetzt müssen wir erst einmal in den Gemüsegarten zu den Beerensträuchern.

Die Gartentüre ist durchschritten und was sehe  ich? Och nee, nicht der schon wieder.

mein Freund der Maulwurf.... (c) by Joachim Wenk
mein Freund der Maulwurf…. (c) by Joachim Wenk

Den lassen wir jetzt einfach mal links liegen. Denn auf dieser Seite des Weges befindet er sich ja tatsächlich.

Genau wie das Gewächshaus. In das hat er übrigens in all den Jahren noch immer keinen Weg gefunden, weil wohl das Fundament zu tief in den Boden reicht. 
Im Gewächshaus werden die Paprika immer ansehnlicher und größer. 
 Gewächshauspaprika (c) by Joachim Wenk
 Gewächshauspaprika (c) by Joachim Wenk

 Gewächshauspaprika (c) by Joachim Wenk
 Gewächshauspaprika (c) by Joachim Wenk
Weiter auf unserm Weg zu den Sträuchern geht es. Wir kommen am Beet mit den Gurken vorbei. Noch kein Mehltau. Toi Toi Toi. Blühen tun sie, Gurken hängen noch keine daran. 
Salatgurken(c) by Joachim Wenk
Salatgurken(c) by Joachim Wenk
Gegenüber der Beeren im Beet legt der Kren jetzt deutlich zu mit Wachstum. Er sieht gut aus dieses Jahr. 
Kren (c) by Joachim Wenk
Kren (c) by Joachim Wenk

Der Ewige Kohl.

ewiger Kohl (c) by Joachim Wenk
ewiger Kohl (c) by Joachim Wenk

Und das Blaukraut. Ich hab von letztem Jahr noch welches eingefroren. Das muß jetzt weg. Hier gibt es ein Rezept dazu.

Blaukraut (c) by Joachim Wenk
Blaukraut (c) by Joachim Wenk

Im Gemüsegarten ist wieder manches aus dem Ruder gelaufen

Na und das hier sieht hübsch aus ist aber etwas aus dem Ruder gelaufen. Hier sollte eine Reihe Möhren stehen. Möhren aber keimen bei mir nie und wenn, nur nach etlichen Malen Nachsähen. Immer wieder gehe ich die Sache im Frühjahr hoffnungsvoll an und verliere über die Wochen und Monate die Lust. Nur Mißerfolge. Also ließ ich die Ringelblumen gewähren. Darunter stehen dennoch einige Möhren. Die scheint die Gesellschaft nicht zu stören. Das Kraut ist groß und kräftig. 
Ringelblumen im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Ringelblumen im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk

Wenn wir schon dabei sind. Aus dem Ruder gelaufen, oh ja. Die Ringelblumen sehen wenigstens noch schön aus. Das hier im Bild ist das allererste Möhrenbeet von dieser Saison. Die Schalotten sind bereits abgeerntet und der Rest. Naja ihr seht ja. Möhren nachgesät, Vogelmiere überwuchert alles. Mühsam von Hand zwischen den Pflanzen gerodet. Gerodet und wieder gerodet. Dann Frust bekommen und jetzt warte ich, ob an den paar Möhren, die da stehen, was wächst oder nicht. Irgendwie jedes Jahr das Gleiche mit dem Möhren-Zwiebel-Beet.

aus dem Ruder geleaufenes Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
aus dem Ruder geleaufenes Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Na endlich. Schwarze Beeren. Oder? Ach nein, das sind ja die Heidelbeeren. Heute geht es doch um Johannisbeeren. 
Kulturheidelbeeren (c) by Joachim Wenk
Kulturheidelbeeren (c) by Joachim Wenk

Da sind die schwarzen Johannisbeersträucher und keine Beere in Sicht

Ja, jetzt sind wir richtig. Einer der beiden schwer behangenen Johannisbeersträucher. Aber komisch. Man sieht ja gar nichts von den Beeren. 
schwarze Johannisbeersträucher  (c) by Joachim Wenk
schwarze Johannisbeersträucher  (c) by Joachim Wenk
Mal unter die Büsche gucken. Klar, die Träuble stehen ja nicht auf den Ästen, sondern hängen unter ihnen. Jetzt zufrieden? Ich schon. So eine reiche Ernte hatte ich noch nie. 
schwarze Johannisbeeren (c) by Joachim Wenk
schwarze Johannisbeeren (c) by Joachim Wenk

Dicke reife, süße, herbaromatische schwarze Johannisbeeren. 8 kg Beeren werden es nach etlichen Stunden Pflückarbeit sein. Gottseidank, so denke ich mir ständig, ist das Wetter heute anders als sonst zur Johannisbeerenernte. Immer von Mücken und Fliegen geplagt bei sengender Hitze in den Büschen  scheißgebadet hocken. Heute ist es frisch, starker Wind geht und immer wieder sprüht Wasser wie von einem Vernebler aus den Wolken. Richtig angenehm für diese langwierige Arbeit.

schwarze Johannisbeeren (c) by Joachim Wenk
schwarze Johannisbeeren (c) by Joachim Wenk

Nach der Gartenarbeit kommt immer die Küchenarbeit

Stundenlanges Pflücken und dann kommt noch das Verarbeiten. Heute wird das wohl nichts mehr mit anderer Gartenarbeit. Am Nachmittag wird das Wetter dann richtig unangenehm. Der Wind wird zum Sturm und der Sprühnebel zum  Regen. Es sieht aber schlimmer aus, als es ist. Gerade einmal 3 l sind vom Himmel gekommen. 
das richtige Wetter für Küchenarbeit (c) by Joachim Wenk
das richtige Wetter für Küchenarbeit (c) by Joachim Wenk
Ich stehe jedenfalls noch viele Stunden in der Küche. Das Wetter erinnert an November nicht an Juli. Nur dann wäre es draußen nicht so schön grün. 
Und mit dem düsteren Wetter, dem Regen an den Scheiben und den dunklen Beeren kam plötzlich Weihnachtsstimmung auf. Ich hatte es ja schon angedeutet. Irgend etwas waberte durch die Luft und ich hatte im Nu Weihnachtsfeeling im Blut. Schon komisch, wie ein kleiner Geruch solche Stimmungen wachrufen kann. 
Was für ein Geruch? Glühwein! 
Zumindest gezuckerter Rotwein, der im Topf kocht. Schwarze Johannisbeeren in Rotwein. Etwas ganz Feines. Wenn man es isst ,erinnert nichts an Weihnachten. Aber der Geruch von Rotweindampf bedeutet irgendwie sofort Weihnachten. 
schwarze Johannisbeeren abgerebelt (c) by Joachim Wenk
schwarze Johannisbeeren abgerebelt (c) by Joachim Wenk

Wie verwertet man 8kg Johannisbeeren?

8 kg sind verdammt viel. Konfitüre habe ich gemacht. Da muß man sie nicht abrebeln sondern nur durch die Beerenpresse lassen. Etliches von dem Fruchtmus habe ich direkt eingefroren. Mal sehen, was man da noch alles daraus machen kann. Eingefroren habe ich  die Beeren für Kuchen und Nachspeisen. Dazu muß man sie abrebeln. Wie ich diese Arbeit hasse. Das ist ja noch schlimmer als das Zupfen vom Strauch. 
Abends gegen 21 Uhr bin ich endlich fertig. Das Internet ist wieder da und ich brauche ein wenig Ruhe. Ganz schön anstrengend so ein Tag mit den Beeren. 
Details und Rezepte dazu findet man wie üblich bei achimsgartenzumessen.de
Schwarze Johannisbeerkonfitüre kernlos (hier findet man auch die Anleitung zum Herstellen von Beeren-Fruchtmus im Allgemeinen)

Wie ich Obstblüten, Weinstöcke und Gemüse im Gewächshaus vor der Eiseskälte im April schütze

Gartentagebuch vom Mittwoch, den 14. April 2017

manisch-depressives Wetter

Manisch-depressiv. So würde man wohl einen Menschen bezeichnen, dessen Charakter und Stimmung in gleicher Bandbreite und binnen Sekunden variieren, wie das heute beim Wetter der Fall ist. 
Ostermontag ging es los. Das warme trockene Frülingswetter war von einem Tag zum anderen verschwunden. Kalt war es zum Osterausklang. Sehr kalt und mit leichtem Regen. Die Wettervorhersagen prophezeiten Aprilwetter, wie es im Buche steht. Und sie behielten tatsächlich recht. 
Geschlossene Scheedecke, Eiseskälte, Nachtfrost, Sonne pur und düsterste, angsteinflößende, vom Sturm gepeitschte Wolkengebirge. Alles was möglich ist, wird gerade geliefert. 
Am Nachmittag entstanden die beiden Fotos hier im Garten. Die Sonne hat überhaupt keinen Funken Feuer in sich. 3°C hat es, wenn sie ohne Wolken vom Himmel strahlt. Die gleichen 3°C hat es aber auch, wenn düstere Wolken immer wieder Schneeflocken verlieren. 
Hausbaum vor Aprilhimmel (c) by Joachim Wenk
Hausbaum vor Aprilhimmel (c) by Joachim Wenk

Gemüsegarten vor Aprilhimmel (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten vor Aprilhimmel (c) by Joachim Wenk

Ist es Schnee oder sind es weiße Blüten auf den Sträuchern im Garten?

Dass ich heute nicht viel im Garten machen werde, war mir ja seit Tagen klar. Immer wieder und wieder schaute ich auf die Wetter-App. Aber es ist eben diese Woche blöd kalt und basta. Ich stehe also morgens auf, blicke aus dem (mit Fliegengitter versehenen) Schlafzimmerfenster und weiß es nun gewiß. Das wird nicht mein Lieblings-Gartentag. Denn, auch wenn es so aussieht wie gerade überall hier in Franken in der Landschaft, das Weiß auf den Sträuchern sind keine Blüten wei bei den vielen Schlehensträuchern in den Hecken. Es ist wirklich Schnee. 
Schnee liegt wie Blütenblätter auf den Sträuchern im Garten (c) by Joachim Wenk
Schnee liegt wie Blütenblätter auf den Sträuchern im Garten (c) by Joachim Wenk
Bevor es runter zum Frühstück geht noch ein Blick zur anderen Gartenseite. Ja, es ist wirklich Schnee. 
Schnee Ende April im Erstfrühling (c) by Joachim Wenk
Schnee Ende April im Erstfrühling (c) by Joachim Wenk

Der Hund muß raus und ich muß schnell wieder rein. Du meine Güte, wie kalt doch 0°C sind….

Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Palmen im Schnee (c) by Joachim Wenk
Palmen im Schnee (c) by Joachim Wenk

Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Katzenminze unterm Schnee  (c) by Joachim Wenk
Katzenminze unterm Schnee  (c) by Joachim Wenk

Wie schütze ich Obstblüten und Weinstöcke vor der frostigen Nacht

Das Aprilwetter zwingt mich zu einer Pause in den Gartenarbeiten. Sonderlich viel Sorgen muß ich mir nicht machen. Die Kübelpflanzen sind wieder eingeräumt. Die schon treibenden geäugelten Kartoffeln nebst anderen Gemüsejungpflanzen aus dem Gewächshaus stehen ebenfalls wieder im beheizten und beleuchteten Palmenhaus. Den Wein, der bereits zu treiben beginnt, habe ich in Vlies gepackt. Ob das was bringt werde ich sehen. Zumindest weiß ich künftig dann, ob es sich lohnt oder nicht. 
Frostschutz aus Vlies für die Weinstöcke im Weinberg (c) by Joachim Wenk
Frostschutz aus Vlies für die Weinstöcke im Weinberg (c) by Joachim Wenk

Da, genau wie vergangenes Jahr, die Woche Wintereinbruch Ende April exakt mit der Kirschblüte übereinstimmt, habe ich meinen Säulenkirschbaum auch mit Vlies umhüllt. Daneben die ebenfalls in voller Blüte stehende Birne auch. 2016 viel meine Kirschenernte komplett aus, weil der Frost die Blüten kaputt machte und ausserdem nichts flog, was sie hätte bestäuben können. Nun teste ich einfach einmal, ob es ausreicht, den Baum in Vlies zu wickeln.

Frostschutz aus Vlies für die Säulenobstbäume (c) by Joachim Wenk
Frostschutz aus Vlies für die Säulenobstbäume (c) by Joachim Wenk

Wärmespeicher und Petroleum-Heizung im Gewächshaus

Im Gewächshaus hatte es heute morgen 5°C während draußen 0°C waren. Das ist beruhigend. Ich habe auch meine beiden kleinen Paraffinbrenner laufen. Die brennen mindestens 2 Tage durch und schützen so auch, wenn man nicht daheim ist. 
Petroleumheizung für Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Petroleumheizung für Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Ein Wasserfass mit Wasser, etliche Kanister und Gießkannen mit Wasser sollen die Wärme speichern und Nachts an die Umgebung abgeben. Gleiches tun die Betonplatten der Wege und sonstige Steine im Haus. 
Heute Nacht sollen sogar -4°C kommen. Da bin ich wirklich gespannt, wie die tiefste Temperatur morgen früh am Thermometer sein wird. 

Im Gewächshaus wachsen Feldsalat, Asiasalat, Rucola, Rettich und andere Jungpflanzen

Vom Feldsalat habe ich heute das erste mal geerntet. Erst ging er ewig nicht auf, dann keimte er auch noch unregelmäßig. Ich dachte ich werden nichts ernten. Nun aber ist er so weit, daß ich einzelne Blätter abrupfen kann. Zusammen mit dem Beikraut (Löwenzahn, Baumspinat) und etwas Rukola und Asiasalat gab es eine schöne große Schüssel ersten Frühlingssalat zum Mittag essen. 
Feldsalat im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Feldsalat im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Als zusätzlichen Wärmepuffer habe ich heute noch ein 60 l Fass mit Wasser gefüllt auf den Weg gestellt. Zwischen den Reihen habe ich Wellpappe ausgelegt. Als Ersatz für sonstiges Mulchmaterial, das gerade knapp ist. Die Pappe bedeckt wenigstens den Boden und die Organismen können im feuchten und dunklen Milieu gut arbeiten.

Gewächshaus mit Gemüsejungpflanzen und verschiedenen Salaten  (c) by Joachim Wenk
Gewächshaus mit Gemüsejungpflanzen und verschiedenen Salaten  (c) by Joachim Wenk

Rettich und Rucola im Gewächshaus.

Kohlrabi, Rettich und Rucola im Gewächshaus mit Wellpappe-Mulch  (c) by Joachim Wenk
Kohlrabi, Rettich und Rucola im Gewächshaus mit Wellpappe-Mulch  (c) by Joachim Wenk

Asiasalat, von dem ich immer einzelne Blätter als Farb- und Geschmacksattraktion in den Salat pflücke.

Asisasalat im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
Asisasalat im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk

Die Kohlpflanzen müssten dringend raus ins Beet. Allerdings mag ich sie nun nicht aus dem kuscheligen Gewächshaus raus in Frost und Schnee setzten. Vielleicht sieht es aber am Wochenende schon anders aus.

Gemüsejungpflanzen im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
Gemüsejungpflanzen im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk

Nochmal Kohl, daneben Salat. Im Regal auch wieder Wasser-Wärme-Speicher für frostige Nächte.

Gemüsejungpflanzen im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
Gemüsejungpflanzen im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk

Schnittlauch und Blutampfer ausgepflanzt im Gewächshaus trieben als allererstes im Frühjahr aus und werden nun schon seit Wochen beerntet. Daneben im Topf mein echter, richtige Mammutbaum aus San Franzisco.

Mammutbaum, Blutampfer und Schnittlauch im  Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
Mammutbaum, Blutampfer und Schnittlauch im  Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk

Mutters Tomaten habe ich heute noch pikiert. Das konnte ich ja drinnen machen und mußte nicht raus in die Kälte dazu.

pikierte Tomatenjungpflanzen (c) by Joachim Wenk
pikierte Tomatenjungpflanzen (c) by Joachim Wenk


Welche Art Sichtschutz passt zu unserer Terrasse?

Gegen Abend gingen wir dann doch noch etwas in den Garten. Ich zupfte Unkraut in den Staudenbeeten und Volker machte an der neuen Sichtschutzwand hinter der Terrasse weiter. Die Hälfte ist fertig. Lange überlegten wir, welche Art Sichtschutz wir hinter der Terrasse zum Nachbarn hin anbringen. Optisch sollter er passen und nicht zu sehr auftragen. Die bestehenden Haselnußsträucher müssen integriert werden. Ich glaube diese Lösung ist wirklich optimal. Die senkrechten Palisaden erinnern an die senkrechten Zweige und Äste der Haselnüsse. Sie fügen sich sehr gut ein.

Am Samstag wollen wir Pflastern. Ob das mit dem Wetter klappen wird?

Palisadenwand als Sichtschutz hinter der Terrasse (c) by Joachim Wenk
Palisadenwand als Sichtschutz hinter der Terrasse (c) by Joachim Wenk

Salatpflanzen schöner als die vom Gärtner und viel harte Arbeit bei der Terrasse

Garten-Tagebuch vom  5. April 2017


Der Tag wurde so wundervoll, wie er sich am Morgen angekündigt hat
Nach dem Frühstück kamen als erstes ein paar Gemüsejungpflanzen dran. Sie mussten dringend raus aus den engen Töpfen und rein ins Beet. 
Der Salat der Sorte Briweri begleitet mich seit Ende Januar. Da habe ich ihn gesät und die Saatschale im ungeheizten Partyraum stehen gehabt. Etwa 5°C hatte es da. Bis er keimte dauerte es eine Weile. Vielleicht sähe ich nächstes Jahr nicht vor Februar. 
Nach dem Keimen wuchsen sehr langsam kleine Pflänzchen. Aber nach dem Pikieren in die Topfplatte  und dem Umzug ins ungeheizte Gewächshaus, konnte man zusehen, wie er wächst. 
Also mal ehrlich kräftigere Pflänzchen bekommt man beim Gärtner auch nicht, oder? 

Kopfsalat Jungpflanzen Sorte Briweri (c) by Joachim Wenk
Kopfsalat Jungpflanzen Sorte Briweri (c) by Joachim Wenk

Noch viel länger begleitet mich der Sommerlauch. Gesät an Weihnachten im Heizungskeller. Der braucht echt ewig, bis er in Schwung kommt. Die gleiche Sorte habe ich viel später nochmal gesät und es sind allerwinzigste Keimlinge. Den Weihnachtslauch hingegen kann ich jetzt zur rechten Zeit ins Beet setzen. Der wird künftig immer an Weihnachten als Saisonstarter gesät.

Sommerlauch Jungpflanzen Sorte Hilari (c) by Joachim Wenk
Sommerlauch Jungpflanzen Sorte Hilari (c) by Joachim Wenk

Im Beet sitzen jetzt beide zusammen und zwischen dem Salat habe ich Radieschen gesät. Die ersten Radies im Gewächshaus habe ich bereits geerntet.

frisch bepflanztes Mischkultur-Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
frisch bepflanztes Mischkultur-Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Weil jetzt zwischendurch noch einmal zwei kalte Tage und Nächte kommen mit beinahe Null Grad, habe ich sicherheitshalber Vlies darüber gedeckt. 
Vliesabdeckung als Schutz für das junge Gemüse im Frühjahr (c) by Joachim Wenk
Vliesabdeckung als Schutz für das junge Gemüse im Frühjahr (c) by Joachim Wenk
Rechts neben dem Salat-Beet habe ich eines vorbereitet für baldige Pflanzungen und links daneben treiben die Zwiebeln sehr schön. Nur die Möhren keimen, nach vielen Wochen, wieder einmal nicht. 
In einem weiteren Beet habe ich Mangold gesät und rote Melde gepflanz, die wild überall in den Beeten aufgeht. Sie liefert wieder viele kräftige Blätter für Salat, Smoothie oder Aufläufe. 
Die Tomaten sind jetzt in Töpfe pikiert. 
Frisch getopfte Tomatensämlinge (c) by Joachim Wenk
Frisch getopfte Tomatensämlinge (c) by Joachim Wenk

Die vor kurzem gesteckten und vorgetriebenen Kartoffeln wachsen. Eine spitzt schon aus dem Boden.

die erste Kartoffel spitzt aus dem Boden, sehr frühe Kartoffel der Sorte Duke of York Ersteling (c) by Joachim Wenk
die erste Kartoffel spitzt aus dem Boden, sehr frühe Kartoffel der Sorte Duke of York Ersteling (c) by Joachim Wenk

Der Kirschbaum- bei uns ein Säulenobstbaum – blüht. Letztes Jahr zur Kirschblüte im April hatten wir eine  Woche Schnee und Frost….

blühende Säulenkirsche (c) by Joachim Wenk
blühende Säulenkirsche (c) by Joachim Wenk

 Der Säulenbirnbaum ist über und über mit Blütenknospen besetzt.

bald blühende Säulenbirne  (c) by Joachim Wenk
bald blühende Säulenbirne  (c) by Joachim Wenk
Die Spalieräpfel lassen es noch ruhig angehen. Sie sind ohnehin noch so zart, daß man sie auf den Fotos immer nicht richtig sehen kann. Das Foto machte ich daher vor allem wegen der Narzissen am Zaun. Wie die da hin kommen weiß ich nicht. Sie waren einmal da und bleiben jetzt. 
Apfelspalier (c) by Joachim  Wenk
Apfelspalier (c) by Joachim  Wenk
Am Nachmittag mußte natürlich auch wieder bei der  Terrasse mächtig ran geklotzt werden. Am Samstag wird betoniert. Da gab es einiges vor zu bereiten. 
Terrasse vorbereitet zum Betonieren (c) by Joachim  Wenk
Terrasse vorbereitet zum Betonieren (c) by Joachim  Wenk

Betoniert wird der mit Schotter (schon wieder ne halbe Tonne rein geschaufelt) aufgefüllte Bereich unter der Baustahlmatte. Somit erreichen wird dann das Niveau der ursprünglichen Terrasse. Wenn das dann alles fest ist, kommen die Terrassenplatten darauf.

Terrasse von der unteren Terrasse aus gesehen (c) by Joachim  Wenk
Terrasse von der unteren Terrasse aus gesehen (c) by Joachim  Wenk
Man merkt gar nicht, wie abschüssig alles im Garten ist, bis man anfängt zu pflastern oder etwas zu bauen. Hinter dem Haus ist jetzt eine sehr hohe Stufe. Abgemildert wird sie durch eine davor gesetzten Tritt aus den übrigen Wegpflastersteinen. Erde müssen wir da auch noch auffüllen. 
Terrasse von der Haushinterseite aus gesehen (c) by Joachim  Wenk
Terrasse von der Haushinterseite aus gesehen (c) by Joachim  Wenk

Die Je-länger-je-lieber-Pflanze am Hauseck, die für die Terrasse weichen mußte, steht jetzt unter den Sträuchern am Zaun, in die sie hochklettern kann. Sie hat das Umpflanzen wohl überlebt. Nicht einen Tag waren ihre Blätter welk. Sie wächst sicher rasch ein. 

Je-länger-je-lieber mußte für Terrasse weichen (c) by Joachim Wenk
Je-länger-je-lieber mußte für Terrasse weichen (c) by Joachim Wenk
Meinen Tagebucheintrag lasse ich aber natürlich nicht ausklingen, ohne auch etwas von all dem Schönen im Frühlingsgarten zu zeigen. 
Die gefüllten Buschwindröschen blühen. Neben der Forsythie zeigt ihre Blüte, daß wir im Vorfrühling sind. 
gefüllte Buschwindröschen (c) by Joachim Wenk
gefüllte Buschwindröschen (c) by Joachim Wenk

Wenn man zum Tor hinein kommt, etwas abends nach der Arbeit, dann blicken einen die ganzen Narzissen direkt an. Steht man im Haus oder beim Haus, sieht man sie nur von Hinten.

Narzissenwiese vom Haus aus gesehen (c) by Joachim Wenk
Narzissenwiese vom Haus aus gesehen (c) by Joachim Wenk

Kaiserkronen (c) by Joachim Wenk
Kaiserkronen (c) by Joachim Wenk
Schachbrettblume (c) by Joachim Wenk
Schachbrettblume (c) by Joachim Wenk

Bergenie (c) by Joachim Wenk
Bergenie (c) by Joachim Wenk

die Stauden treiben gesund und kräftig aus (c) by Joachim Wenk
die Stauden treiben gesund und kräftig aus (c) by Joachim Wenk

die Stauden treiben gesund und kräftig aus (c) by Joachim Wenk
die Stauden treiben gesund und kräftig aus (c) by Joachim Wenk

Eine schöne Staude treibt hier aus. Bis sie blühen wird ist es bestimmt Oktober. Das ist eine der Herbstchrysanthemen, die zum Teil erst im November blühen. Wahnsinn, wenn ich bedenke was wohl alles bis dahin wieder geschehen wird?!

die Stauden treiben gesund und kräftig aus (c) by Joachim Wenk

Ein paar Gartenarbeiten zum ausklingenden Winter

Da habe ich jetzt doch  tatsächlich lange suchen müssen, um die munteren grünen Gesellen hier zu finden. 
die allerersten Crokusse im Frühjahr 2017 (c) by Joachim Wenk
die allerersten Crokusse im Frühjahr 2017 (c) by Joachim Wenk

Und wie es mir nach 2 Tagen mit Gartenarbeit scheint, so sind es tatsächlich bislang die einzigen, die sich hervor wagen.

Das Wochenende war sehr angenehm. Viel Sonnenschein, kein Wind, der Schnee fast weg und die Temperaturen um die Mittagszeit bei fast 10°C.

Weil es im Garten noch so gar schlimm aussieht, habe ich mich zuerst einmal an die Aufräumarbeiten gemacht. Laub und Äste wegkehren vom Vordereingang bis hoch zum hinteren Eingang nahm das beinahe meine gesamte Samstagsarbeitszeit in Anspruch.

In de Staudenbeeten habe ich Staudenreste entfernt. Der Boden ist noch gefroren. Die sehen nun schon gepflegter aus. Aber die Laub- und Mulchdecke habe ich gelassen. Stellenweise mußte ich diese aber mit der Gabel etwas auflockern und wieder zerteilen. Sonst kommt keine Luft drunter und es fängt an zu faulen.

Beflügelt vom fast frühlingshaften Wetter ärgerte mich auch der zerzauste Weinberg. Und obwohl ich mir bereits einen mit dem Mond in Einklang stehenden Termin notiert hatte, die Reben zu schneiden und anzubinden, vollbrachte ich diese Arbeiten gleich heute. Erst beim frohen und zufriedenen Betrachten meines Werkes erinnerte ich mich daran, daß ich das ja erst später machen wollte. Jetzt kann ich es auch nicht mehr ändern.

Die Reben im Weinberg sind geschnitten und angebunden (c) by Joachim Wenk
Die Reben im Weinberg sind geschnitten und angebunden (c) by Joachim Wenk

Zu Schneiden ist wohl noch genug im Garten. Die Rosen sind zerzauste und verwilderte Besen in den Beeten. Aber die schneide ich dieses Jahr einmal später. Wenn die Forsythien blühen, sei der rechte Zeitpunkt dafür. So habe ich es gelesen. Sonst hatte ich sie immer bereits mit den Obstbäumen im Januar  oder Februar geschnitten.

Obstbäume sind jedenfalls auch noch dran. Hier aber nur der Baum im Gemüsegarten und die beiden Apfelspaliere, die zum weiteren Erziehen  an der Spitze gekappt werden müssen.

Im Vorgarten habe ich noch viel Wildwuchs im Gebüsch gesehen. Da kommt noch eine Menge Häckselmaterial an Schlehen-, Weißdorn- und Rosengestrüpp nebst weiterem Fliederdickicht zusammen.

Das ginge ja alles noch, aber der Gemüsegarten. So unordentlich wie der aussieht. Hier müssen abermals weitere Wegplatten gelegt werden, der Schneckenzaun wird leicht versetzt, der Zaun zum Staudenbeet sollte erneuert werden (wird aber wohl vielleicht doch erst nächstes Jahr gemacht). Dann muß natürlich das restliche Mulchmaterial weggerecht und der Boden mit der Grabegabel behandelt  und anschließend Gründünger oder erste Gemüse (Möhren, Radieschen, Ackerbohnen, Salat, Kohlrabi oder eben den Sommerlauch) gesät oder gepflanzt werden. Dazu ist es aber zu früh. Der Boden ist im Schatten noch gefroren und ansonsten viel zu naß für diese Arbeiten. Gleiches gilt für den Kompost, der natürlich auch noch auf Gemüse- und Staudenbeete ausgebracht werden soll, sobald es etwas wärmer und trockener ist.

Panoramafoto Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Panoramafoto Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Die Wege im Gemüsegarten sind allerdings alle gerade und die Beete richtige Dreiecke. Die geschwungen Wegführung ist durch die Panoramaeinstellung beim Fotografieren erzeugt worden. 
Zwischen Kompostanlage und Schneckenzaunbeet ist zu wenig Platz. Ich kann mit dem Schubkarren nicht durch. Das ist bei der Arbeit am Kompost sehr hinderlich. Daher werden hier noch eine Reihe Wegplatten verlegt und dazu der Schneckenzaun etwas versetzt. 

Schneckenzaunbeet (c) by Joachim WenkSchneckenzaunbeet (c) by Joachim Wenk

Die Erdbeeren im Beet sieht man kaum unterm Herbstlaub.

Erdbeeren im Beet (c) by Joachim Wenk
Erdbeeren im Beet (c) by Joachim Wenk

Dafür sieht man die Erdbeeren im Erdbeerfass umso deutlicher. Also zumindest, das was der Winter übrig gelassen hat davon. Zuerst erschrickt man schon ein wenig beim Anblick dieses Trauer-Fasses.

Erdbeeren im Erdbeerfaß (c) by Joachim Wenk
Erdbeeren im Erdbeerfaß (c) by Joachim Wenk

Ich bin aber guter Dinger, dass sie wieder wachsen werden. Die kleinen Blätter im Herzen sind nicht braun und vertrocknet. Und außerdem, daher das Bild oben, sehen die Pflanzen im Beet auch nicht unbedingt jung und rosig aus. Aber das ist ja jedes Jahr so. Bald werden sie wieder wachsen und sicher die im Fass auch. Dort muß ich allerdings die obersten nochmals ausgraben. Es müssen gut und gerne 30 cm Erde aufgefüllt werden. Ich hätte damals beim Bepflanzen länger warten sollen, bis sich die Erde gesetzt hat. Zwar kann ich die Pflanzen oben im Fass leicht ausgraben und neu einpflanzen. Doch ist es bei den in den Seitentaschen gepflanzten Erdbeeren nicht möglich,  sie einfach aus- und wieder unbeschadet einzugraben. Durch das Zusammensacken der Erde im Fass hat es die aber direkt ins Fass rein und nach unten „gesaugt“. Das ist nicht so gut, aber jetzt auch nicht mehr zu ändern.

Mein Tipp also bei so einer Aktion wie „Erdbeerfass bepflanzen“: Erde einfüllen. Schicht für Schicht leicht festdrücken und nach dem Befüllen und Wässern mit dem Pflanzen abwarten. Je länger desto besser.

Die Beerensträucher habe ich im Sommer schon geschnitten und das Himbeergerüst jetzt ausgebessert. Hier ist alles gut vorbereitet auf die kommende Saison.

Himbeer- und Johannisbeerbeet (c) by Joachim Wenk
Himbeer- und Johannisbeerbeet (c) by Joachim Wenk
Im Heizungskeller geht es jetzt auch tatsächlich los mit der Saison 2017. Im Gewächshäuschen auf der Heizmatte stehen die Paprika, Glockenpaprika und Wildchilli. Bei 25°C sollten sie doch bald keimen. 
Paprika und Chili frisch ausgesät (c) by Joachim Wenk
Paprika und Chili frisch ausgesät (c) by Joachim Wenk

Dann leuchtet sie über dem Gewächshaus die LED-Pflanzenleuchte an. Vom Fenster her erhalten sie zu wenig Licht. Das Licht ist jetzt einfach der limitierende Faktor. Wärme haben wir in den Wohnungen ja, aber einfach nicht ausreichend Licht. Die Sonne scheint auch bei weitem noch nicht ausreichend, um die Pflanzen langsam und kräftig wachsen zu lassen. Sie sehnen sich nach Licht und Sonne, schießen dabei regelrecht nach oben. Schwach und blass machen sie sich auf die  Suche nach Licht. Andererseits müssen die Paprika und Chili jetzt gesät werden, will man im späten Sommer welche ernten. Sie haben einfach eine so lange Anzuchtzeit.

Tomaten sähe ich erst in  vier Wochen aus. Sie keimen und wachsen wesentlich schneller und so genügt ihnen die Zeit, bis sie dann in den Garten dürfen.

Wenn man entsprechende Tabellen betrachtet, wird einem das mit dem Licht noch deutlicher. Jetzt haben wir schon eine Stunde länger Tag, als das noch  zu Weihnachten der Fall war. Und jetzt haltet euch fest! Mitte März, wenn ich Tomaten sähen werde, haben wir im Vergleich zu jetzt noch mal fast 2 Stunden mehr  Tageslicht (also schon 3 Stunden längere Tage als zu Weihnachten).

Kein Wunder, wenn die Pflanzen jetzt im Haus schießen und vergeilen.

Meinen Sommerlauch habe ich zu Weihnachten gesät. Der steht ganz schön in der Schale, hat aber allerdings auch diese LED-Pflanzenleuchte über sich. Sonst sähe er nicht so gut aus. Das habe ich vergangenen Winter gesehen.

Sommerlauch, gesät zu Weihnachten (c) by Joachim Wenk
Sommerlauch, gesät zu Weihnachten (c) by Joachim Wenk