Hollerröster und Schneegestöber

Jetzt ist er da der Winter und er zeigt sich dem ganzen Jahr 2017 ebenbürtig. 

Ein Jahr voller Aprilwetter

Von Anfang an wußte das Wetter bei uns nicht, was es will. Wir hatten quasi das ganze Jahr über Aprilwetter. Von einem Tag zum anderen wechselte es von viel zu kalt auf sehr warm, von Sturm und Orkan auf Windstille, vom strömenden Regen bis hin zu Dürre. Die Trockenheit beschränkte sich diesjahr aber auf den Mai und Juni, was das Ganze aber nicht weniger lästig machte. Sind das doch die Hauptwachstumsmonate und Wasser ist das bitter nötig. 
Auch der Winter ist einmal da mit allem was dazu gehört. Klirrende Kälte, Schneesturm und keinerlei Sonne. Bis man dann alles wahrgenommen hat, den Schnee beiseite geschoben hat und sich wieder zur Ruhe gesetzt hat, ist bereits alles wieder vorüber. Es taut, ein milder Wind weht und die Sonne scheint. 
So war es auch am Wochenende. Eine erneute kleine Karpfen-Schmaus-Gesellschaft hat sich für den Sonntag im Hüttenzauber angemeldet. Ich räumte alle Wege frei, damit niemand zu Schaden kommt. Die älteste Besucherin der Familienrunde war immerhin weit über 90 Jahre alt. 

Wenn es schneller schneit, als ich räumen kann

Wir sitzen also, man kennt es ja mittlerweile bei 28 Grad und bollerndem Holzofen im Hüttenzauber, genießen den Karpfen und die Nachspeise (siehe unten), da geht es los. Schneesturm egal zu welchem Fenster wir hinaus sehen. 
Eine Weile genießen wir die Wärme drinnen und das wilde Treiben draußen. Dann irgendwann soll die Tafel aufgehoben werden. Jemand macht die Tür auf und schon ist alles voller Schnee innen im Raum. Der Wind bläst ihn rein und unten an der Türschwelle hat er sich hoch aufgetürmt. 
So kann man nicht aufräumen. Ich ziehe mich dick an, schnappe mir die Räumschaufel  und beginne an der Haustüre. Zwei Stufen höher und wenige Meter weiter komme ich an der Hüttenzaubertüre an. Der Weg ist frei, wir können aufräumen…..
Dachte ich! Ich drehe mich um, gehe zum Haus zurück, die Schneeschaufel abstellen und traue meinen Augen nicht. Als hätte ich überhaupt nicht gekehrt, ist der ganze freigeschobenen Weg wieder 10 cm und mehr mit der weichen, kalten und weißen Substanz zugeweht. 
Also so macht Schneeräumen ja noch weniger Spaß, als es das ohnehin schon tut. 
Irgendwie schaffen wir es dann doch noch, mit nassen Hosen und Schuhen das Geschirr heil in die Küche zu bringen. 
Und nun kommt wieder das sehr spezielle Wetter 2017 zum Tragen. In der Nacht -6,6°C. Nachmittag Schneesturm und -3°C. Bis 20 Uhr dann leichter Regen und 5° über Null. 
Ja so geht das wohl weiter mit dem Wetter und seinen Extremen. In weniger als zwei Wochen ist Wintersonnenwende, dann ist Schluß mit immer kürzer werdenden Tagen. Neujahr lässt dann nicht mehr lange auf sich warten und im Nu werden wir 2018 überall darauf schreiben. Was wird dieses Jahr wohl für ein Wetter mit sich bringen? Ich bin wirklich gespannt. 
Schneegestöber im Landgarten
Schneegestöber im Landgarten

Im Palmen-Haus hat es leider auch immer Minusgrade. -3°C bei Grad Kälte draußen. Ich schaffe es leider auch nicht mit der  zweiten, leistungsstärkeren Heizung die Temperatur über dem Gefrierpunkt zu halten. Wie das wohl alles ausgeht?

Wer die ganze Geschichte nicht verfolgt hat, kann hier über die Washingtonia im Freiland noch einmal nachlesen

Winterschutz für Palme im Freiland
Winterschutz für Palme im Freiland

Ach  und die hier will ich euch auch zeigen. Der erste Winter bei mir im Garten und ohne Heizung und Schutz. Angeblich halten sie das problemlos aus. Wer? Na die Kakteen natürlich. Irgendwie schon ein reizvolles Thema, dass es da so frostharte und wetterfeste Spezies von denen  gibt. Denkt man sonst doch bei Kakteen immer an glühende Sonne  und Hitze.

Wichtig für sie ist Trockenheit bei der Kälte. Wie beschrieben haben sie sich wirklich verändert. Stehen sie im Sommer grün und drall in den Pflanzgefässen, blühen wunderschön und wachsen fleißig, so sind sie jetzt total schlaff und runzelig. Sie haben rechtzeitig vor dem Frost dafür gesorgt, daß sie nicht mehr prall gefüllt mit Wasser sind. Was macht Wasser, wenn es gefriert? Genau, es dehnt sich aus. Täte es das in den Kakteen, würden sie platzen. Daher entwässern sie vorher, hängen jetzt schlaff in der Kurve und wenn sie gefrieren, kann sich das Wasser ausdehnen, ohne ihnen zu schaden. Ist das nicht ein genialer Trick der Natur?

winterharte Sukkulenten im Schnee
winterharte Sukkulenten im Schnee

winterharte Sukkulenten im Schnee
winterharte Sukkulenten im Schnee
Jetzt habe ich so viel über Schnee geschrieben, daß ich doch glatt meinen leckeren Nachtisch vom Sonntag auch noch erwähnen möchte. Er passt zum Thema, habe ich ihn doch „Holleröster im Schneegestöber“ getauft. Hollerröster oder Holunderkompott in einer Creme aus Schmand und Joghurt. Wer jetzt Lust hat, das nach zu machen, findet bei achimsgartenzumessen.de unter „Hollerröster im Schneegestöber“ das Rezept. 
Im Moment allerdings kann ich aus technischen Gründen keinen neuen Rezepte hochladen. Ich muß warten, bis die Programmierer eine Lösung finden. Daher ist das Rezept zur Zeit zwar fertig geschrieben, aber noch nicht online. Bitte entschuldigt das. Aus diesem Grund habe ich das Rezept einfach am Ende dieses Beitrages eingefügt.  
Hollerröster im Schneegestöber
Hollerröster im Schneegestöber

So, das war’s  für Heute. Aus dem Garten gibt es gerade nicht viel zu berichten und so soll dieser Beitrag eher ein Lebenszeichen sein. Ja es gibt mich noch und auch meinen Garten.

Viele Grüße aus der Ruhezone und eine schöne Adventszeit wünsche ich allen Leserinnen und Lesern.

Hollerröster im Schneegestöber

Wer kein Holunderkompott eingekocht hat kann auch aus TK-Heidelbeeren eine Portion dickes Kompott direkt kochen und dann anstelle des Hollerrösters verwenden.

Eine Nachspeise, wie für die Wintermonate gemacht. Optisch sieht es wirklich
aus, als wäre das Kompott in einen reinweißen Schneesturm gekommen.
Geschmacklich überrascht der erdig-fruchtige Winter-Geschmack vom
Holunderkompott in der leichten, wenig säuerlichen weißen Crème.

Zutaten für 4 Personen:
4 Gläser à 300 ml
250 ml Hollerröster / Holunderkompott  (1 Einkochglas voll)
1 Bio-Zitrone
Zucker nach Geschmack
1-2 Teel. Stärkemehl
50 g Puderzucker
200 g Joghurt (3,5%)
200 g Schmand
Zubereitung:
Hollerröster mit dem Saft der halben Zitrone und Zucker nach
Geschmack zum Kochen bringen.
In etwas Wasser die Stärke (1-2 Teel.) auflösen.
Die Flüssigkeit mit der Stärke zu einem Drittel mit dem
Holunderkompott aufkochen. Beobachten, wie sehr es eindickt. Holunder dickt
unterschiedlich ein. Das Kompott sollte schließlich ein dicke Konsistenz, wie
warmer Pudding haben. Bei Bedarf immer wieder etwas von der Flüssigkeit mit der
Stärke zugeben, aufkochen und beobachten. Kompott abkühlen lassen.
Schmand mit Puderzucker in der Küchenmaschine mit dem Schneebesen
auf höchster Stufe ca. 3 Minuten cremig aufschlagen. Joghurt zugeben und kurz
unterrühren.

Schmand-Crème und Kompott nun schichtweise auf die 4 Gläser
verteilen und mindestens 1 Stunde kalt stellen. 

draußen schmuddelig naß und kalt – drinnen gesellig und kuschelig warm

Draußen scheußlich kalt und nass, drinnen warm und kuschelig

Im Sommer finde ich es schlimm. Zu dieser Jahreszeit war es genial. Was? Na das scheußliche Wetter eben! 
Keine Bange, ich habe nicht zu viel von den Pilzen geraucht, die gerade überall im Garten sprießen. Nein, ich empfand es wirklich so. 
Am Samstag kam pünktlich zu unserem Karpfenessen mit Freunden der Wetterumschwung von 15°C und blauem Himmel zu 3°C und (Schnee)-Regen. 
Schon Mittag begann ich, den Ofen im  Partyraum zu schüren. Von etwa 11°C mußten wir ihn auf die üblichen, wohligen 27°C oder mehr hoch heizen. 
Während ich also noch die Herzplätzchen für die Tischdeko gebacken habe, lief ich immer wieder raus, um Holz nach zu legen. 
Im Gewächshaus konnte ich eigenen Endivien frisch ernten und in der Küche als Beilage zu den Karpfen zubereiten. 
Volker fuhr zu den Weihern und holte die Karpfen. Nachmittag geschlachtet und Abends am Teller. Frischer kann Fisch ja hier in Franken gar nicht sein. 
Später wird noch ein wenig dekoriert, eingedeckt oder die Kerzen drinnen und draußen nachgefüllt. Die Getränke sind rasch kalt gestellt. Man mußte sie nur aus dem Keller holen und vor den Hüttenzauber stellen. Da hatten sie es kälter, als in jedem Kühlschrank. 
So verging die Zeit und wir freuten uns schon den ganzen Tag auf einen gemütlichen Winterabend im wunderbar warm aufgeheizten Hüttenzauber, zusammen mit unseren Freunden.

Hundert Lichter zeigen den Gästen den Weg

Je näher der Abend kam, desto unwirtlicher wurde es draußen. Und um so mehr Lichter zündete ich an. Wenn die Gäste kommen, sollten sie einfach nur dem Licht folgen müssen.

Vor der Haustüre steht die Eule mit der Kerze im Bauch. Sie steht dort rund ums Jahr. Erleuchtet wird sie aber nur bei besonderen Gelegenheitn. 
Zu ihr gesellt hat sich der Schneemann mit der Teelicht-Laterne in der Hand. Fast ein wenig früh noch für ihn. Aber ich habe schon mal angefangen, vom Dachboden Lichter und Weihnachtsdeko zu holen. Eher Winterdeko ist es im Moment noch. Der muntere Geselle schaute mich dort oben an und stand mir auch ein wenig im Weg. Da habe ich ihn kurzerhand mit runter gebracht. Am Abend in der kalten und dunklen Nacht hat er uns gute Dienste erbracht und den Weg geleuchtet. 
Lichter weisen den Gästen den Weg
Lichter weisen den Gästen den Weg
Drinnen im Wohnzimmer brannten auch die Lichter und der Kaminofen. 

Blick aus dunkler  Nacht ins warm erleuchtete Zimmer
Blick aus dunkler  Nacht ins warm erleuchtete Zimmer

Der Besuch mußte also am Weihnachtsmann vorbei, die Stufen hoch und wurde vom warm erleuchteten Hüttenzauber empfangen. Eine gemütliche Oase in der der stockdusteren und ziemlich  regenreichen Winternacht. Und manch einer kam schließlich zu Fuß….

Unser Partyraum  "Hüttenzauber"im Garten, festlich erleuchtet
Unser Partyraum  „Hüttenzauber“im Garten, festlich erleuchtet
Unser Partyraum  "Hüttenzauber"im Garten, festlich erleuchtet
Unser Partyraum  „Hüttenzauber“im Garten, festlich erleuchtet

Der Hüttenzauber – unser Partyraum – herausgeputzt für die Gäste

Mehr als 25 Grad Temperaturunterschied merkt man den Besuchern sofort an. Ja klar, die Brillen beschlagen sofort. Aber auch die Mimik lockert sich, ein Strahlen und entspanntes Angekommen-sein zeigt sich auf den vom Regen nassen Gesichtern. 
Die dicken Klamotten werden rasch abgelegt und mit ihnen die Dunkelheit der Nacht und ihre klamme Kälte. 
die Tafel ist gedeckt, die Gäste können kommen
Ich weiß, daß viele sehr kreative Menschen hier unterwegs sind und so mancher sich über die spartanische Tischdekoration wundert. Hierzu kann ich nur sagen, daß jede Deko und wären es nur Teelichter, zu viel wäre. Wenn die großen Karpfen auf den Tellern sind, die Gläser und Getränke am Tisch stehen, sich die Grätenteller füllen und alle 15 Personen eng an eng sitzen, dann vermißt niemand eine Tischdekoration. Im Gegenteil, die wäre dann schon längst abgeräumt. Somit spare ich mir die dann gleich von Anbeginn. Eine  nette Serviette und selbst gebackene Herz-Plätzchen sagen hier auch mehr, als ein  ausgefeiltes Deko-Konzept. 
die Tafel ist gedeckt, die Gäste können kommen
die Tafel ist gedeckt, die Gäste können kommen
Der Partyraum hat seinen eigenen Charme. Vor allem freut mich immer wieder, daß wir ihn nicht im Keller ohne Fenster haben. Nein, unser Partyraum steht mitten im Garten. Selbst wenn es draußen dunkel ist, hat man doch ein wunderbares Gefühl mittendrin und doch geschützt zu sein. Egal ob wir im Frühjahr bei Schneeregen Ostern feiern, im Frühsommer unsere Geburtstage, an denen es oftmals regnet oder wir jetzt im Winter bei netten Gesprächen beisammen sitzen. 
Partyraum Hüttenzauber
hier kann man nach dem Essen oder zwischen den Gängen entspannt verweilen (chillen glaube ich sagt man heute dazu….)

Das Schöne an solchen Feiern ist immer wieder die Zusammenarbeit. Jeder bringt was mit, was wir vorher kurz absprechen. So wird dann ein Buffet vermieden, auf dem fünf Schüsseln mit Gurkensalat stehen, bestehend aus gammeligen Billiggurken mit Essigessenz und geschmacklosem Öl angemacht.

Nein bei unseren Festchen, egal ob bei uns oder einem anderen Gastgeberpaar, gibt es immer eine große Auswahl köstlicher Speisen. Heute eben nur verschiedene Salate. Der Karpfen, die Hauptspeise also, kam ja von uns. Und die Nachspeise haben wir gerade in den Ofen zum Backen gestellt. Eine riesige Auflaufform mit Apple-crumble wartet noch auf uns.

Partyraum Hüttenzauber
Aha, die ersten Gäste sind da, das Buffet füllt sich

Wer hier sitzt, kann jeden eintreffenden Gast sofort begrüßen. Neben der Tür der Holzofen. Leider ein Billig-Exemplar, das schon vor dem Umbau hier stand. Aber er heizt und kann irgendwann einmal durch ein effektiveres Modell ersetzt werden. In unserem Wohnzimmer steht ein hochwertiges Modell. Und man merkt es wirklich deutlich, warum der viel teurer war! Leider ist hier gerade mal wieder vom langen Heizen die  Scheibe total verrust. Sonst würde man auf dem Foto schön das Feuer lodern sehen.

Partyraum Hüttenzauber
Partyraum Hüttenzauber

Noch lange saßen wir beisammen, in dieser Winternacht. Und wer in so schöner Atmosphäre und netter Gesellschaft den Winter verflucht und sich in den Sommer träumt, der versteht nicht, das Schöne eines  jeden Moments wahr zu  nehmen und zu genießen. 
Ich jedenfalls konnte beides. Lange genug habe ich mir diese Fähigkeit  erarbeitet. 
Und die nächsten  Freuden-Momente sind auch schon wieder geplant. Nicht immer bei uns, aber immer in warmer und geselliger Atmosphäre. 
Zusammensein mit Freunden
Zusammensein mit Freunden

Neuanschaffungen für den Garten und Tomaten so weit das Auge reicht

Das neue Gerät für den Garten

Gerade noch habe ich von meinem neuen Gerät für die Küche geschwärmt, da gibt es schon wieder etwas zu berichten. Zwei weitere Neuanschaffungen wurden ausgepackt. 
Das erste neue „Gerät“ hat mein Göttergatte mit nach Hause gebracht. Ich kannte das gar nicht und konnte mir auch überhaupt keinen Reim darauf machen, wozu es verwendet werden könnte. Er jedenfalls scheint solche Geräte zu kennen und freute sich schon auf deren Einsatz. 
Angeblich legt man sich da einfach drauf. Hmmmm. Ich hab’s probiert. Ich habe mich darauf gelegt. Es ist nichts passiert. Vielleicht ist es kaputt? Ne, also das ist nichts für mich. Irgendwo rumliegen, die Arbeit bleibt dabei auch liegen und nichts erledigt sich. Ich weiß schon, warum ich derlei Gerät bisher nicht kannte….. 
Vielleicht lag es ja auch an der dreckigen Gärtnerhose und den Schuhen an denen der Dreck aus dem Erdbeerbeet klebte, welche ich gerade neu pflanzte, daß sich da nichts tat. 
Ich bin ja offen für neue Erfahrungenb und habe mich später noch mal darauf gelegt. Sauber, mit Badehose einen eiskalten Kefir mit Orangensaft im pinkfarbenen Urlaubsstimmungsglas und ohne die Schuhe. 
Siehe da, da tut sich ja doch was. Man wird auf einmal so entspannt. Alles wird ruhig und man möchte da am liebsten gar nicht mehr aufstehen. Das macht also dieses neue Gerät. Ein Teufelsding! Pfui.
neues und unbekanntes Gerät für den Garten (c) by Joachim Wenk
neues und unbekanntes Gerät für den Garten (c) by Joachim Wenk
Besonders schön finde ich auch die nächste Neuanschaffung. Für ein paar Euro kann man ja nicht viel falsch machen, also wurde es angeschafft. Eine Lichterkette, weil es auf der Terrasse bei Dunkelheit oder in der Abenddämmerung immer so finster ist. Man könnte den Flutlichtstrahler anmachen, der den ganzen oberen Garten beleuchtet. Aber die Stimmung ist dann flöten. Da sah ich die Lichterkette, deren einzelne Lichtkörper den guten alten Glühbirnen nachgebildet sind. Aus Kunststoff aber und innen leuchten sogenannte warm-weiße Leuchtdioden. Das sieht wirklich so aus, als würden herkömmliche Glühbirnen hier aufgefädelt stein. Eine sehr schöne Stimmung produziert diese Lichterkette. 
Lichterkette für die Terrasse  (c) by Joachim Wenk
Lichterkette für die Terrasse  (c) by Joachim Wenk
Lichterkette für die Terrasse  (c) by Joachim Wenk
Lichterkette für die Terrasse  (c) by Joachim Wenk
Schade nur, daß gestern wohl für länger Zeit – oder für immer? – der letzte schöne Tag und Abend war. Tags 30 °C und Sonne. Heute dagegen tags 15°C und Dauerregen vom Abend mag ich erst gar nicht berichten. Was für Unterschiede von Tag zu Tag und das schon den ganzen Sommer. Aber der Regen kam dem Garten sehr willkommen! 

2017 ist ein Tomatenjahr, das steht fest

Ob er den Tomaten auch willkommen ist, kann ich erst sagen, wenn ich weiß, wie lange das anhält. Es besteht ja immer die Gefahr, daß Braunfäule ausbricht. 
Gestern habe ich wieder einmal einen Schwung Tomaten abgemacht. 10kg waren es diesmal. Und die hängen noch voll und voller mit Früchten. Von grün bis hellrot. Da kann ich mir noch viel überlegen, was damit gemacht werden könnte. 
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

Und dann das Farbenspiel der Paprika unter dem üppigen Laub.

reife Paprika am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Paprika am Strauch  (c) by Joachim Wenk
Gleich daneben Basillikum, der die Geschwister aus den Töpfen im Discounter gerade zu lächerlich erscheinen und schmecken lässt. 
Basilikum im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Basilikum im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Basilikum im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Basilikum im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Tomaten und Paprika Ernte (c) by Joachim Wenk
Tomaten und Paprika Ernte (c) by Joachim Wenk
Die eine oder andere habe ich stehen lassen und ernte jetzt zwischendurch bei der Arbeit die süßen, nach Ananas schmeckenden Früchte. Ananaskirschen sähen sich super leicht über all selbst aus. Die muß man nicht im Februar oder März vorziehen. Nur beim ersten mal, dann fallen – so schnell kann man nämlich gar nicht ernten, wie sie reifen – dauernd Früchte auf den Boden und dort wachsen im nächsten Jahr von ganz allein Unmengen der gesündesten und kräftigsten Jungpflanzen. 
Ananaskirsche im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Ananaskirsche im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Sind Freilandgurken wirklich für’s Freiland geeignet?

Eine Beobachtung will ich euch noch zeigen. Meine Lehren fürs nächste Jahr habe ich auch hier gezogen und notiert. Sicher ist sicher. 
Was das ist? Eine Gurke im Gewächshaus. Ich hatte irgendwie eine Pflanze übrig und setzte sie hinten unter die Tische ins Gewächshaus. Vielleicht bedeckt sie ein wenig den Boden dachte ich. Och ne oben in luftiger Höh‘ ist es viel schöner, dachte sie. Jedenfalls ist sie überall. In den Tomaten am Boden, am Weg und in der Glockenpaprika hier im Foto. Sie blüht wie bekloppt und trägt jetzt erste Früchte. Das Laub ist fast ganz gesund. 
Gurke im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Gurke im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Gurke im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Gurke im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Und wo ist jetzt die Lehre? Das will ich euch verraten. Wie jedes Jahr sind meine Gurken, egal welche Sorte (und ich habe wieder drei verschieden getestet), im Freiland schon lange hinüber. Sie beginnen zu tragen, dann werden die Blätter krank und in weniger als einer Woche ist die ganze Gurke tot. Da hilft nichts, was ich spritze, keine Mischkultur, keine Sortenwahl. Nichts! Jahr für Jahr das Gleiche. Wie gesagt eine übrige meiner Gurken steht im Gewächshaus und ist gesund. Daher die Lehre: ich brauche nächstes Jahr ein Häuschen oder Gestell mit Folie über meine Gurken. Scheinbar ertragen sie einfach das Freiland nicht. Die gesunde Gurke im Gewächshaus ist ja nichts anderes, wie die kaputten im Freiland. Gleich gesät, gleiche Sorte, gleiche Pflege  bei der Aufzucht. Nur anderer Standort. 
Gurke im Freiland  (c) by Joachim Wenk
Gurke im Freiland  (c) by Joachim Wenk
Gurke im Freiland  (c) by Joachim Wenk
Gurke im Freiland  (c) by Joachim Wenk

Tomatensugo, Tomatenketchup und leckere Kürbis-Küchle

Wie gut, daß ich gestern den Tag im Garten, in Ruhe und in vollen  Zügen genossen habe. Heute war dann  Küchenarbeit angesagt. Tomatensugo kochen. Tomatenketchup kochen. 
Tomatensugo und Tomatenketchup (c) by Joachim Wenk
Tomatensugo und Tomatenketchup (c) by Joachim Wenk

Und ein ganz neues Rezept probieren. Kürbis-Küchle  mit Hefeteig zubereitet.Wow, lecker! Die gibt es wieder einmal.  

Kürbis-Küchle   mit Apfelmus (c) by Joachim Wenk
Kürbis-Küchle   mit Apfelmus (c) by Joachim Wenk

Allen mit verregnetem Sommer gebe ich heute etwas Farbe und Sonnenschein ab

Eigentlich wollte ich gar nichts schreiben

Mein letzter  Blog-Beitrag ist noch nicht sehr lange her. Soll ich da schon wieder schreiben? Und was? Gut, ich hatte einen wirklich ganz wundervollen Nachmittag  und Abend und das Wetter war einfach nur gigantisch. Der Garten ist ein Paradies und ich ging auf Foto-Safari. Einfach nur so, für lange kalte und dunkle Wintertage, an denen ich mir dann ab und an einmal die Fotos vom Sommer anschaue. Aber schreiben, das werde ich wohl heute nicht. Dachte ich.

Und dann kam es wie immer, eben anders. Google hat eines meiner Fotos nachgebesssert. Wenn es auch sehr farbig geworden ist, so gefiel es mir sofort so gut, daß ich es unbedingt veröffentlichen wollte. In so vielen Kontakten mit euch lese ich heraus, wie naß und kalt und trist bei euch der Sommer ist. Nein, ich muß einfach etwas schreiben und die Sommerbilder veröffentlichen. Vielleicht könnt ihr euch an den Fotos etwas erwärmen, wenn bei euch schon der Sonnenschein fehlt. Ich finde, diese Bilder vermitteln Sommer und Wärme. Also benutzt sie, wärmt auch und träumt davon, wie Sommer eben auch sein kann.

Aber dann hat Google das Foto so schillernd nachbearbeitet. Jetzt schreibe ich doch.

Hier das Foto mit der Google-Bearbeitung. Ein Blick in den oberen Garten. Der Himmel ist übrigens auch vor Google so blau und ohne Wolken gewesen!

Mein Landgarten im August (c) by  Joachim Wenk
Mein Landgarten im August (c) by  Joachim Wenk
Nun folgen ein paar Fotos meiner gestrigen Foto-Safari. So viele verschiedene Blüten findet man gerade in meinem Garten. Und alle in unterschiedlichen Farben. Das war ein wenig meine Absicht, einfach eine Sammlung an Formen und Farben zusammen zu stellen. 
Beginnen möchte ich mit der Farbe Weiß, die so beliebt ist und bei mir doch nur zwischen drin mal vor kommt. Der Phlox hat seine zweite Blüte. Wenn man die abgeblühten Blüten rasch wegschneidet, treibt er munter aus den Blattachseln unter den ersten Blüten neue kleine Blütentriebe. Und schon blüht er ein zweites Mal. 
weißer Phlox und rosa Dahlien  (c) by  Joachim Wenk
weißer Phlox und rosa Dahlien  (c) by  Joachim Wenk
Das war es auch schon mit Weiß. Tut mir leid, mehr habe ich nicht. Aber wie wäre es mit Braun? Die Schokoladenlbume schillert nach reinstem Kakao. 
braune Blüten  (c) by Joachim Wenk
braune Blüten  (c) by Joachim Wenk
Zu Braun passt zum Beispiel gut, das feurige Gelb-orange des kalifornischen Mohnes. Er nimmt scheinbar die Glut der Sonne auf und strahlt sie wieder ab. 
kalifornischer Mohn (c) by Joachim Wenk
kalifornischer Mohn (c) by Joachim Wenk
Von Gelborange in feurig zu Gelb mit Orange in weichgespült. Golden Celebration, die Austinrose, blüht auch zum zweiten Mal. Ab jetzt blüht sie ununterbrochen bis im November die Blüten bei Regen in Eis gehüllt sind. 
Austinrose Golden Celebration (c) by Joachim Wenk
Austinrose Golden Celebration (c) by Joachim Wenk

Austinrose Golden Celebration  und Dachwurz (c) by Joachim Wenk
Austinrose Golden Celebration  und Dachwurz (c) by Joachim Wenk
Sie steht am neuen Brunnen bei der Einfahrt. Im Frühjahr, als der Brunnen in Betrieb genommen wurde schillerte hier noch die dunkellila Moosrose Captain John Ingram, die aber nur einmal im Jahr blüht. 
Am Brunnen vor dem Tore.....(c) by Joachim Wenk
Am Brunnen vor dem Tore…..(c) by Joachim Wenk
Mit was kombiniert man wohl Gelb im Beet? Klar, mit warmen lila. Der Sommerflieder im Staudenbeet blüht und unter ihm scheint die Sonne mit Sonnenhut und Sonnenbraut. 
Sommer im Staudenbeet mit Sonnenbraut, Sonnenhut, Sommerflieder (c) by Joachim Wenk
Sommer im Staudenbeet mit Sonnenbraut, Sonnenhut, Sommerflieder (c) by Joachim Wenk
Und was haben wir hier? Treiben Sommerflieder eigentlich Wurzelausläufer? Oder sähen die sich aus? Jedenfalls steht dieser kleine und blühende Trieb oder junge Strauch ein wenig entfernt vom großen Strauch. Muß wohl ein Kind von ihm sein, wie auch immer es entstand. 
Sommerflieder (c) by Joachim Wenk
Sommerflieder (c) by Joachim Wenk
Pink-Lila der Blutstorschschnabel. 
Blutstorchschnabel (c) by Joachim Wenk
Blutstorchschnabel (c) by Joachim Wenk

Mehr Blau ins Pink und lila bringt die Katzenminze, die ebenfalls zum zweiten Mal in diesem Jahr blüht.

Blutstorchschnabel  und Katzenminze (c) by Joachim Wenk
Blutstorchschnabel  und Katzenminze (c) by Joachim Wenk
Wieder sehr dunkel und Lila mit Blau blüht die Agastache. Mittlerweile schon ’ne halbe Ewigkeit. So mag ich es. Nicht aufblühen und bis man sich dran  freut schon wieder verblühen. 
Agastache  (c) by Joachim Wenk
Agastache  (c) by Joachim Wenk

Warmes Lila bei dem patagonischen Eisenkraut. Hier umrahmt es meinen Grill-Wacholder. Eine spezielle Barbecue-Züchtung ?!?!

Ne Quatsch, die finden doch immer wieder neue fiktive Namen für normale Pflanzen, damit sie gekauft werden. Das ist ein normaler Wacholder, dessen Zweige und Beeren und Holz man natürlich immer, auch  ohne den Grill-Zusatz im Namen, zum Räuchern oder in der Glut zum Aromatisieren des Grillgutes nehmen kann. Ich werde das auch mal machen, wenn er so groß, ist, daß ein Schnitt notwendig ist. Bis dahin wächst er einfach im heißen Staudenbeet im Vorgarten. Trockenheit macht ihm ja nichts und im Winter gibt er dem Beet wenigstens etwas Struktur, wenn die Stauden alle eingezogen haben.

Eisenkraut und (Grill-) Wacholder (c) by Joachim Wenk
Eisenkraut und (Grill-) Wacholder (c) by Joachim Wenk
Na die kennt man ja, aber immer wieder schön, die wilde Malve. 
wilde Malve  (c) by Joachim Wenk
wilde Malve  (c) by Joachim Wenk
Hier gefällt mir allein schon die Farbe der Knospe. 
Dahlienknospe   (c) by Joachim Wenk
Dahlienknospe   (c) by Joachim Wenk
Und wenn sie aufgeblüht ist, zeigt sie ein warmes Pink.
daDahlienblüte  (c) by Joachim Wenk
Dahlienblüte  (c) by Joachim Wenk
Auch schön, das blau bereifte Laub und die lila Blüten vom Kretamajoran. 
Kretischer Majoran  (c) by Joachim Wenk
Kretischer Majoran  (c) by Joachim Wenk
Und es wird doch bald Herbst! Herbstanemone und 
Herbstanemone (c) by Joachim Wenk
Herbstanemone (c) by Joachim Wenk
Herbstastern fangen an zu blühen. 
Herbstaster (c) by Joachim Wenk
Herbstaster (c) by Joachim Wenk
Und weil es heute ja um Farbe geht, darf dieses Foto auch mit in den Beitrag. Keine Blüten aber Früchte von herrlicher Farbe. Oder? 
Paprika (c) by Joachim Wenk
Paprika (c) by Joachim Wenk

Farben über Farben, da braucht das Auge auch einmal etwas ruhiges Grün

Dass ihr aber nicht meint, mein Garten sieht aus, als wäre ein Farbenhaus explodiert. Nein, die Farben verlaufen sich ja auf der Fläche und dazwischen ist viel Raum für ruhiges Grün. Die Augen bekommen schon keine hektischen Zuckungen, wenn man meinen Garten betritt. 
Hier ein von mir sehr geliebtes Motiv. Die Vogeltränke beim Fliederbusch. Heute mit den Strahlen der Abendsonne. 
Vogeltränke in der Abendsonne (c) by Joachim Wenk
Vogeltränke in der Abendsonne (c) by Joachim Wenk
Ruhig auch meine künftige Sammlung von Sempervieren. Ich habe schon einmal ein  paar zusammengetragen und die beiden kleinen Töpfe neu bepflanzt. Die Topfparade von Christine mit ihren Semperviren hat mir so gut gefallen, daß ich so was auch will. Der Platz war relativ schnell gefunden. Im Mäuerchenbeet gibt es eine Lücke. Eine unansehnliche Betonplatte vorne an der Front. Immer sichtbar. Darunter der Schacht zur Kanalisation. Also die muß bleiben, die kann man nicht weg machen. Nun weiß ich, wie ich sie nutze. Heiß ist es hier im Vorgarten und sehr sonnig. Da haben die Dachwurze eine schöne Fläche. Meine Topfsammlung wird jetzt weiter ausgebaut. 
Dachwurze (c) by Joachim Wenk
Dachwurze (c) by Joachim Wenk
Ruhig und grün auch die Terrasse beim beim Haus. Die kürzlich in den neuen Topf gepflanzte Washingtonia-Palme ist wohl angegangen. Alle drei Kübelpflanzen sind schön kräftig und gesund. 
Washingtonie, Bananenstaude und canarischer Drachenbaum (c) by Joachim Wenk
Washingtonie, Bananenstaude und canarischer Drachenbaum (c) by Joachim Wenk
Auch die hier stehende Feige ist wieder sehr ansehnlich. Durch den Frost Ende April stark geschädigt, alles Grün und die kleinen Feigen verloren, hat sie wochenlang keinen Mucks gemacht. Ich befürchtete, sie ganz verloren zu haben. Aber sie kam wieder und es geht ihr gut. 
Feigenbaum im Kübel (c) by Joachim Wenk
Feigenbaum im Kübel (c) by Joachim Wenk
Und mir geht es gut mit dem Sommer 2017. Warm, nicht heiß, ab und an ein wenig Regen, daß nichts vertrocknet und der Rasen im August noch grün ist. Vorhergesagt haben es, wie ich schon berichtetet, diese beiden hier im Hintergrund. Links die Esche, rechts die Eiche. Die Eiche grünte vor der Esche, was im Sommer große Wäsche vorhersagt. Und wirklich, wir haben Regen gehabt. Was glaubt ihr mit welcher Neugier ich die beiden 2018 im Frühjahr beobachten werde.
Das kleine Bäumchen davor übrigens ist unser Hausbaum, die Baumhaselnuß. Der wird auch noch groß, sehr groß. So schnell wieder wächst, dauert das nicht mehr lange. 
Baumhaselnuß, Esche und Eiche (c) by Joachim Wenk
Baumhaselnuß, Esche und Eiche (c) by Joachim Wenk
Der traumhafte Nachmittag im Garten ging nahtlos in einen ruhigen Grillabend über. 
Noch einmal Farbe. Wieder Gelb und Orange. Diesmal aber in der Abendstimmung mit gedecktem Licht. 
Kapuzinerkresse (c) by Joachim Wenk
Kapuzinerkresse (c) by Joachim Wenk

Zurück zum Ursprung: Grillen über dem richtigen Feuer und gesäuerte Brote am Stein gebacken

Die Kapuzinerkresse habe ich bewundert, als ich so langsam mal  das Feuer zum Grillen in Wallung brachte. 
entspannte Vorbereitungen für den Grillabend (c) by Joachim Wenk
entspannte Vorbereitungen für den Grillabend (c) by Joachim Wenk
Es gab wieder mein Dachziegelbrot. Aber doch war es nicht das Gleiche wie immer. Sonst war es Hefeteig. Aber ich bin ja Selbstversorger, möchte auch immer Alternativen haben, selber machen und nicht kaufen müssen. Hefe muß man kaufen und wenn man keine daheim hat, gibt es keine Brötchen. Darum probierte ich diesmal einfach meinen Weizensauerteig in dieser Verwendungsart aus. Und es klappte perfekt. Ich verwendete frisch geschrotetes Weizenvollkornmehl, weswegen die Farbe etwas unscheinbar wirkt. Aber so ein Brötchen,  wenn man nur kurz abkühlen lässt und dann aufbricht. Außen knusprig und innen warm und duftend, wie in der Backstube beim Bäcker. Was für ein Genuß. Wie sehr man doch so einfache Sinneswahrnehmungen genießen kann. 
Dazu gehört aber auch die Atmosphäre des Holzfeuers beim Grillen. Wir haben auch einen Gasgrill, wenn viele Leute gleichzeitig versorgt werden müssen. Aber über dem Feuer ist es einfach anders. Eigenes Holz ist immer vorhanden, so dass wir auch keine Kohle kaufen müssen. Man muß eben vorher anschüren, das Feuer brennen lassen und dann in der richtigen Stärke am Lodern halten. Oder eben nur die Glut nutzen. Man muß etwas mitfühlen beim Brot-Backen und Grillen. Ich finde das sehr beruhigend, meditativ und unbezahlbar. 
Sauerteigbrötchen am Dachziegel gebacken (c) by Joachim Wenk
Sauerteigbrötchen am Dachziegel gebacken (c) by Joachim Wenk

Sauerteigbrötchen am Dachziegel gebacken (c) by Joachim Wenk
Sauerteigbrötchen am Dachziegel gebacken (c) by Joachim Wenk

Dazu wieder frisches, mariniertes Sommergemüse aus dem Garten.

Gemüsepfanne (c) by Joachim Wenk
Gemüsepfanne (c) by Joachim Wenk

Ja auch ein Fleisch gab es dazu. Nicht selbst im Garten gezogen. Aber vom Metzger, der selbst schlachtet. Kein „Fleisch“ vom Discounter! Ich weiß schließlich, woran man gutes Fleisch wirklich erkennt…..

Und weil ja alles so gesund und politisch korrekt war bisher, gibt es zum Schluß noch reinen Zucker mit Zusatzstoffen. Aber so lecker. Hmmmmm gegrillte Marshmallows.

gegrillter Marshmallow  (c) by Joachim Wenk
gegrillter Marshmallow  (c) by Joachim Wenk
Mit diesem Foto  verabschiede ich mich, wünsche einen schönen letzten Arbeitstag der Woche und dann ein sonniges (!) Wochenende im Garten. 

Zeitdruck bei der Partyvorbereitung und ein wirklich gelungenes Sommerfest

Hecke Nr. 2 wird geschnitten – es soll zum Sommerfest alles ordentlich sein.

Die große Wäsche ist nun auch schon wieder vorüber (siehe auch letzter Artikel über Wetterregeln). So schön und hilfreich der lange Regen war, hat er mir doch meinen Wochenplan durcheinander gewürfelt. 
Rechtzeitig vor dem Samstag sollte unter der Woche die Hecke(n) geschnitten  und der Rasen gemäht werden. Vielleicht wäre auch noch ein wenig Zeit zum Gemüsegarten aufräumen drin gewesen. 
Gerade am Samstag musste der Garten zwingend gepflegt aussehen, hatten wir doch zu unserem Firmen-Sommerfest geladen. 
Was soll ich sagen. Auch mit Regen unter der Woche haben wird dann doch in letzter Minute vor dem Eintreffen der ersten Gäste noch den Rest erledigt. Hat doch alles geklappt. 
Am Freitag machte ich mich über die zweite Hecke her.
die Hecke vor dem Schnitt (c) by Joachim Wenk
die Hecke vor dem Schnitt (c) by Joachim Wenk
Besser geht das zu Zweit, wie es am Mittwoch gedacht war. Nun muß ich allein die Leiter im unebenen Hanggelände halten und stützen, gleichzeitig mit der Heckenschere und dem Rechen bewaffnet, hinauf kraxeln, das Dach der Hecke kürzen, alles herabkehren und dann wieder hinunterkrabbeln. Zwei Meter weiter die Leiter wieder aufstellen, stützen, hinauf kraxeln und und und. Da wird die Hecke irgendwie immer länger und das Ende rückt in die Ferne, anstatt, daß es näher kommt. 
Wenn man aber Schritt für  Schritt erledigt, hat das Ende gar keine Wahl.  Es kann in die Ferne rücken wie es mag. Man holt es ein und ist schließlich auch einmal fertig. 
die Schneidarbeiten sind abgeschlossen an der Hecke (c) by Joachim Wenk
die Schneidarbeiten sind abgeschlossen an der Hecke (c) by Joachim Wenk
Dann muß all der Heckenschnitt zusammen gerecht werden. Schubkarren für Schubkarren bringe  ich es den  Berg rauf und in den Gemüsegarten. Dort habe ich es  auch gleich noch gehäckselt und als Mulch in den Gemüsebeeten verteilt. So ist es ordentlich verräumt. Läge es bis Mitte nächster Woche im Eck, ließe es sich dann wieder kaum noch häckseln, weil es zu faulen beginnt. 
der Heckenschnitt muß noch entsorgt werden (c) by Joachim Wenk
der Heckenschnitt muß noch entsorgt werden (c) by Joachim Wenk
Wie schön, daß wir am Freitag Abend noch zu einem Geburtstag geladen waren. So hatte ich während all der Stunden an Kraxelei und Schinderei immer den Abend vor Augen. Frisch geduscht, hungrig und durstig mit lieben Menschen in der Gaststätte sich bedienen lassen. Besser kann doch dann ein Wochenende nicht eingeläutet werden. 
Und ich freue mich, das alles erledigt zu haben. Schön, wenn die Hecke wieder in Form geschnitten ist. Morgen kommt dann noch der Rasen dran.  
Heckenschnitt erfolgreich abgeschlossen (c) by Joachim Wenk
Heckenschnitt erfolgreich abgeschlossen (c) by Joachim Wenk

Samstag morgen. Wir müssen noch alles für die Party herrichten. Zuvor aber muß der Rasen noch geschnitten werden. Ich weiß, daß in vergangenen Sommern nur sehr selten gemäht werden mußte und dann war gerade mal ein halber Auffanggkorb voll mit fast getrocknetem Gras die Ausbeute. Heute, da ich eigentlich keine Zeit habe, leert Volker einen vollen Auffangkorb des Aufsitzmähers nach dem anderen auf den Weg. Saftiges frisches Gras und Klee.  Der Regen und die etwas feuchtere Grundstimmung dieses Sommers lässt das Gras wieder einmal  normal wachsen. Da habe ich dann zu schleppen, bis alles als Mulch verteilt ist. Der Gemüsegarten ist vom Heckenschnitt gestern ja schon gemulcht. Also muß ich weit laufen und das Gras im gesamten Garten als Mulch in den Staudenbeeten verteilen.

Heckenschnitt erfolgreich abgeschlossen (c) by Joachim Wenk
jetzt ist auch der Rasen gemäht und die Sonne scheint, sieht doch gleich ganz anders aus (c) by Joachim Wenk

Szenen aus dem Landgarten – und eine  Wow-Blüte

Bei diesen Mulch-Gängen quer durch den Garten sehen ich dann natürlich auch noch immer wieder die dritte  Hecke, die noch zu schneiden ist. Wow, die ist gerade wohl doppelt so breit, wie sie eigentlich ist. Da fällt auch noch mal einiges an  Mulchmaterial – und an Arbeit – an. 
Landgarten (c) by Joachim Wenk
Die nächste Hecke wartet schon auf die neue Frisur (c) by Joachim Wenk
Landgarten (c) by Joachim Wenk
sie reicht vom Haus bis hinunter zur Straße (c) by Joachim Wenk
Ihr könnt es euch sicher denken, daß ich natürlich nicht nur Arbeit sehe, sondern auch wieder viel Schönes. Und mal ehrlich, denken wir uns einmal die Arbeit, die auf mich zukommt, bei Seite. Ist das Bild mit der Hecke und dem grünen Rasen im Sommer nicht an sich auch schön? Ich mag diese Ecke im Garten, auch mit verwilderter Hecke. 
Hier aber jetzt noch ein paar obligatorische Blümchen. 
Blüten, die über die Mauer quellen (c) by Joachim Wenk
Blüten, die über die Mauer quellen (c) by Joachim Wenk

Klar, die Sonnenblume in der Bonsai-Version wird bald blühen. Hier in der Fuge wächst sie. Dort wo ich immer welche in die Beete sähe, keimen sie nicht einmal. Das ist immer vergebene Mühe. Aber hier, unwirtlich die Umgebung, wie ich es nie für ein Pflänzchen aussuchen würde, hier keimt sie selbst und wächst.

Blüten, die aus der Mauer quellen (c) by Joachim Wenk
Blüten, die aus der Mauer quellen (c) by Joachim Wenk
Der Kretamajoran wird bald vollends aufblühen. Schon jetzt sind die vielen Blütenknospen eine Zier. 
kretischer Majoran (c) by Joachim Wenk
Blüten, die eigentlich erst Knospen sind (c) by Joachim Wenk

Na un dann diese Blüte. Optisch nicht der Brüller, aber dennoch spektakulär ohne Ende. Als ich die Hecke schnitt, bemerkte ich unter der Bananenstaude ein abgefallenes Blatt. Naja Blätter liegen ja immer und überall bei mir herum. Aber dieses Blatt war ganz anders und passte nicht zur Banane. Zur Palme und dem Drachenbaum daneben schon gar nicht.  Also blickte ich einmal in die Staude hinein. Die Freude war riesig. Hat sich da doch unbemerkt eine Blüte entwickelt und das Blatt am Boden war ein Hüllblatt dieser Blüte. Ich weiß ja, daß die Banane auch im Kübel blüht und essbare Früchte bringen kann. In all den Jahren war das aber nie der Fall. Jetzt hat sie wirklich eine Blüte. Ob da jetzt wirklich Bananen wachsen? Und ob sie noch reif werden?

Bananenblüte(c) by Joachim Wenk
und Blüten, die alle Dimensionen sprengen (c) by Joachim Wenk

Partyvorbereitungen

Wir werden sehen. Jetzt muß aber erst einmal alles für die Gäste gerichtet werden. Tische und Bänke sind aufzustellen. 
Sommerfest im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Sommerfest im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Die Deko ist anzubringen. 
Blumendeko fürs Sommerfest (c) by Joachim Wenk
Blumendeko fürs Sommerfest (c) by Joachim Wenk
Lauter kleine Gestecke, wo man nur hinsieht. 
Blumendeko fürs Sommerfest (c) by Joachim Wenk
Blumendeko fürs Sommerfest (c) by Joachim Wenk

Blumendeko fürs Sommerfest (c) by Joachim Wenk
Blumendeko fürs Sommerfest (c) by Joachim Wenk
Die Präsente für die Gäste werden in Szene gesetzt. Später gab es dann auch noch für jeden Gast eine Tasche mit Produktneuheiten, die ebenfalls vorgestellt wurden. War ja schließlich ein Firmen-Event. 
Gastgeschenke fürs Sommerfest (c) by Joachim Wenk
Gastgeschenke fürs Sommerfest (c) by Joachim Wenk
Besteck, Geschirr, kühle Getränke. Zutaten für „Hugo“ aus Keller und Garten zusammentragen. Es ist immer eine große Rennerei, bis alles bereit steht. 
Da kommen auch schon die Gäste. Gut, daß wir  die Arbeiten ein wenig verteilt haben. Kuchen wird uns mitgebracht. Den auffälligsten im Kuchenbuffet muß ich euch aber unbedingt zeigen. Ein Kunstwerk und kein Kuchen. Oder? 
Ein Blumenkuchen, wie passend (c) by Joachim Wenk
Ein Blumenkuchen, wie passend (c) by Joachim Wenk
Nach dem Begrüßungscocktail, dem Kaffee und Kuchen, der Fotosession mit allerlei Schnickschnack und Dummfug, werden wir schon wieder hungrig. Aber erst wird von Papp-Fliegen bis spinnerten Brillen aus Papier und Kussmündern in aller Größe und Form,  alles durchprobiert und auf den Smartphones festgehalten. 
Besonders die kleinen, sind vom Toben schon lange hungrig. Und reiten bei der Nachbarin wollen sie auch. Aber die ist nicht da und der Papa will erst essen. Was für eine ungerechte und komplizierte Welt das ist. 

Selbstversorger Zutaten am Grill, marinierte Zucchini und Kräuterbrötchen auf dem Dachziegel

Neben guten Steaks und Würsten vom hiesigen Metzger (jeder merkt eben sofort, daß es keine Discounterware sondern Qualtität ist, was wir hier servieren) gibt es marinierte Zucchini aus dem Garten. 
marinierte Zucchini grillen für die Gäste  (c) by Joachim Wenk
Mittel gegen Zucchinischwemme: marinierte Zucchini grillen für die Gäste  (c) by Joachim Wenk
Als Beilage frisch gebackene Kräuterbrötchen vom Dachziegel. Natürlich sind die Kräuter heute morgen frisch geerntet. 
Kräuterbrötchen frisch am Dachziegel gebacken (c) by Joachim Wenk
Kräuterbrötchen frisch am Dachziegel gebacken (c) by Joachim Wenk

Kräuterbrötchen frisch am Dachziegel gebacken (c) by Joachim Wenk
Sommerfest eben (c) by Joachim Wenk

Die Rezepte gibt es bei achimsgartenzumessen.de . Es kann über das Kontaktformular auch der Newsletter gebucht werden, damit man keine neuen Rezepte verpasst.

Bei dieser Firmen-Feier kommen auch die kleinen auf ihre Kosten – Marshmallowgrillen und Ponyreiten

Und als Nachspeise machen wir gegrillte Marshmallows. Die kleben übrigens nicht nur heiß am Gaumen, sondern auch noch lauwarm an der Schuhsohle. Toll, wenn man dann auch noch über den Kies beim Grill läuft….

Marshmallows grillen (c) by Joachim Wenk
Marshmallows grillen (c) by Joachim Wenk
Nach all dem Grillen und Essen kam schließlich auch die Nachbarin wieder und eine kleine Karavane an Papas und Mädels zog um die Häuser, rüber zu den Pferden. Was für eine Aufregung und was für ein Spass. Gab es doch tatsächlich  noch eine ausgiebige Reitstunde für die Mädels auf den Ponys. Na die werden sich noch lang, an das Sommerfest erinnern. Dafür durfte dann die Nachbarin auch noch zu uns kommen und bekam neben einem Plausch noch gekühlte Getränke serviert. 
Langsam verschwindet die Sonne hinter dem Haus. Leider verschwinden nicht die Mücken und noch schlimmer die Fliegen. Also die sind beide ja dieses Jahr extrem lästig und in Massen vorhanden. 
ein langer und wundervoller Sommerabend (c) by Joachim Wenk
ein langer und wundervoller Sommerabend (c) by Joachim Wenk
Wir lassen uns die Feierlaune aber nicht verderben und bleiben noch bis fast Mitternacht draußen sitzen. Es ist so angenehm und gar nicht so unwirtlich kalt, wie noch vor wenigen Tagen, als es um diese Zeit nur noch 9 Grad hatte. Bei Dauerregen wohlgemerkt. Was hatten wir also für ein Glück mit dem Wetter. 
Schön war das Fest. Und meine extra für das Fest organisierten und vielmals fotografierten Servietten stimmten. Schön, dass sie da waren unsere Gäste. 
Der Sonntag diente dann wieder dem Rückbau der Party, womit wir gerade rechtzeitig fertig wurden, um Abends zum Geburtstag von Freunden zu gehen, auf den wir geladen waren. 
Was für ein Leben. Man kommt aus dem Feiern gar nicht mehr heraus. 
ganz spezielle Servietten für's  Fest (c) by Joachim Wenk
ganz spezielle Servietten für’s  Fest (c) by Joachim Wenk

Terrasseneinweihung mit Gartenrundgang

Gartentagebuch vom Mittwoch, den 10. Mail 2017

Geburtstag und Einweihung der neuen Terrasse

Der Tag ist nun also gekommen. Der Tag, auf den wir seit März hinarbeiten. Der große Tag, an dem die neue Gartenterrasse zum Anlass von Volkers Geburtstag eingeweiht wird.

Oft hat man dabei ja auch Pech mit dem Wetter. Wir allerdings hatten ausgesprochen  großes Glück. Genau zum heutigen Tag waren die Eisheiligen bei uns vorbei. Die Tagestemperaturen gingen bei wolkenlosen Himmel weit über die 20 Grad Marke hinaus. Auch Nachts waren des dann minimal 6°C. Schluß mit Frost!

Kommt zu Tisch es ist eingedeckt ,angeschürt und hübsch dekoriert

Die Terrassenmöbel wurden, weil sie ja zum Teil seit vorletztem Jahr in der Scheune stehen, gründlich gereinigt und dann passend eingedeckt.

Dabei mußte ich feststellen, daß es zwar im Garten allerorten blüht, ich aber dennoch nichts für die Väschen habe. Immerhin der Löwenzahn, Katzenminze und  Flockenblumen gaben dann doch lauter heitere kleine Gesellschaften in den Glasväschen. Dumm nur, daß der Löwenzahn sich abends schließt. Am nächsten Morgen zum Frühstück war er wieder ordentlich geöffnet.

Miniväschen mit bunten Blüten (c) by Joachim Wenk
Miniväschen mit bunten Blüten (c) by Joachim Wenk
die neue Terrasse zum ersten Mal festliche eingedeckt  (c) by Joachim Wenk
die neue Terrasse zum ersten Mal festliche eingedeckt  (c) by Joachim Wenk

Weil hier auf der Terrasse die Sonne schon bald am Nachmittag weg ist, haben wir ein wärmendes Feuerchen geschürt.

die neue Terrasse zum ersten Mal festliche eingedeckt  (c) by Joachim Wenk
die neue Terrasse zum ersten Mal festliche eingedeckt  (c) by Joachim Wenk

Überall, wo es sich anbot, oder auch nicht, habe ich Blumenvasen hin gehängt.

überall hängen diese Väschen  (c) by Joachim Wenk
überall hängen diese Väschen  (c) by Joachim Wenk

Probesitzen auf der  Hollywoodschaukel mit Blick in den Garten. Die ersten  Gäste bringen die zubereiteten Speisen. 

Blick von der Terrasse in den Garten  (c) by Joachim Wenk
Blick von der Terrasse in den Garten  (c) by Joachim Wenk

Bei uns können die Gäste direkt bis zur Terrasse fahren.

Also das ist natürlich nicht der Normalfall. Aber wenn die Dorfälteste, Volkers Oma,  mit zu Besuch ist, wird ihr dieser Service natürlich gern gewährt.

mit den Auto direkt vor die Gartenterrasse (c) by Joachim Wenk
mit den Auto direkt vor die Gartenterrasse (c) by Joachim Wenk

Warum  nur sieht man die Terrasse immer nur unbelebt?

Ich hätte so gern einmal die Terrasse so richtig belebt fotografiert. Die ganze Geburtstagsgesellschaft auf den Fotos, daß man das Leben im Garten sehen kann. 
Aber leider ist heute zwar jeder auf Facebook und postet mit welcher Hand er auf Toilette……… . Aber in meinem Gartenblog weigert sich jeder, mit Gesicht und erkennbar abgebildet zu werden. Die Angst ist einfach zu groß. 
(c) by Joachim Wenk
wer hat Angst vor’m Blogger? oder vor seinen Lesern? (c) by Joachim Wenk
Wenigstens einer hält zu mir und unterstützt mich  und den Blog tatkräftig. Vielleicht ist es aber auch nur wegen der Wurst auf meine Teller? Das Bier hat ihn wohl eher nicht gelockt. 
hmmmmm lecker Wurst mit Salat.....(c) by Joachim Wenk
hmmmmm lecker Wurst mit Salat…..(c) by Joachim Wenk

Gartenrundgang im Mai

Weil es schon spät war, als die Gäste kamen (es ist ja auch Wochentag und die Leute müssen arbeiten), blieb keine Zeit mehr für Gartenrundgänge. Aber hier in meinem Blog kann ich das ja ändern und euch noch ein wenig herumführen. 
Der Besuch bekam lecker Würstchen vom Grill und ihr, meine lieben Leser, kommt dafür in den Genuß der bunten Gartenbilder. 
Die seltene Tulpe „Insulinde“ ist sehr klein und zierlich. Von den drei gekauften  Knollen kamen drei wieder. Allerdings hat eine einen verkrüppelte Knospe. Die Blüte ist wirklich auffällig und ein Hingucker. 
 seltene Tulpe Insulinde (c) by Joachim Wenk
 seltene Tulpe Insulinde (c) by Joachim Wenk

 seltene Tulpe Insulinde (c) by Joachim Wenk
 seltene Tulpe Insulinde (c) by Joachim Wenk

 seltene Tulpe Insulinde (c) by Joachim Wenk
 seltene Tulpe Insulinde (c) by Joachim Wenk
Am Hintereingang zum Grundstück blüht die Alpenwaldrebe. Dieses Jahr werde ich sie nach der Blüte wohl doch einmal schneiden. Es ist so viel totes Holz vorhanden und kaum noch Neutrieb. Ich denke so eine Verjüngung wird ihr gut tun. 
blühende Alpenwaldrebe  (c) by Joachim Wenk
blühende Alpenwaldrebe  (c) by Joachim Wenk
Üppig blüht auch die Katzenminze, die sich reichlich selbst ausgesät hat. Ich entnehme davon auch gerne Sämlinge und verpflanze sie an Stellen die mir zusagen. So habe ich im ganzen Garten verteilt die schönen blauen Blüten. Voraussetzung ist natürlich, daß man die Beete nicht im Halbstundentakt mit der Hacke bearbeitet, sondern auch immer etwas aufkeimen lässt. Oft sind das die Sämlinge der Stauden. 
blühende Katzenminze  (c) by Joachim Wenk
blühende Katzenminze  (c) by Joachim Wenk
Die Kübelpflanzen sind jetzt auch alle draußen. An dieser heißen Stelle sieht man den Kapernstrauch rechts im Eck. In der Mitte  Sempervivum im Tontopf und im Palmenkübel eingepflanzt ist griechischer Bergtee. Das soll ein hocharomatisches Kraut für Tee sein. Seit Jahren probiere ich es zum Wachsen zu bringen und kaufe beinahe jedes Jahr wieder ein Exemplar. Niemals geht es an und wächst. Vielleicht klappte es hier im Kübel besser als draußen in den Beeten. 
Sonnenanbeter am Fuß der großen Palme (c) by Joachim Wenk
Sonnenanbeter am Fuß der großen Palme (c) by Joachim Wenk

Der Salat als Hingucker im Gemüsebeet

Im Gemüsegarten keimte es oder fängt an zu wachsen. Aber die winzigen Erbsenpflanzen, Mangoldpflanzen und Meerrettiche oder anderes Gemüse sind eine Freude für mich, aber hier im Blog nicht wirklich sehenswert. Sie werden später mit Sicherheit noch ihren Blog-Auftritt haben. 
Der Hingucker schlechthin im Gemüsebeet ist der Kopfsalat „Briweri“. So gesund, so vital, so kräftig und gut entwickelt. Hier geht jetzt die Ernte los. Da werde ich wohl wieder einmal meine Salatsauce auf Vorrat bereiten müssen. 
Salat Briweri (c) by Joachim Wenk
Salat Briweri (c) by Joachim Wenk
Zischen dem Salat wächst der Sommerlauch. Der Winterlauch ist gerade gekeimt und braucht noch, bis  er ins Beet darf. 
Salat Briweri und Sommerlauch Hilari (c) by Joachim Wenk
Salat Briweri und Sommerlauch Hilari (c) by Joachim Wenk

Salat Briweri und Sommerlauch Hilari (c) by Joachim Wenk
Salat Briweri und Sommerlauch Hilari (c) by Joachim Wenk

Die nächste Generation Salat und Kohlrabi stehen im Nachbarbeet.

Salat Briweri und Pirat und Kohlrabi Azur Star (c) by Joachim Wenk
Salat Briweri und Pirat und Kohlrabi Azur Star (c) by Joachim Wenk

Zwiebeln und Möhren im Beet. Wie immer sind die Möhren fast nicht gekeimt und ich habe jetzt nach gesät.

Steckzwiebeln und Saatzwiebeln und Möhren und Radieschen in Mischkultur  c) by Joachim Wenk
Steckzwiebeln und Saatzwiebeln und Möhren und Radieschen in Mischkultur
c) by Joachim Wenk

Die Eisheiligen sind bei uns vorüber – darauf warten ganz viele Pflänzchen, die raus wollen. 

Paprika und Chillies links und Tomaten in der Mitte beziehungsweise rechts im Bild, warten auf den Umzug ins Beet. 
Paprika und Tomaten wollen jetzt langsam ins Beet (c) by Joachim Wenk
Paprika und Tomaten wollen jetzt langsam ins Beet (c) by Joachim Wenk

Genau so neugierig sind die vorgetriebenen Dahlien, wohin sie wohl dieses Jahr kommen. Wenn ich ehrlich bin, muß ich sagen, dass ich da auch neugierig bin. Denn eigentlich sind alle Beete voll und zugewuchert. Da ist kein Platz für Dahlien…..

Das wird meine Samstagsarbeit sein. Freie stellen im Garten finden und Dahlien dort hin verpflanzen. Drückt mir mal die Daumen, daß ich wirklich welche finde.

vorgetriebene Dahlien mit Mammutbaum und Zitronengras (c) by Joachim Wenk
vorgetriebene Dahlien mit Mammutbaum und Zitronengras (c) by Joachim Wenk

Der 7. Mai ist gut für den Anfang und das Ende – für Projekte im und um den Garten

Start und Vollendung von Gartenprojekten im Mai

Anfang Mai ist wohl günstig für Projekte im Garten, sei es der Start oder der Abschluß eines solchen.

Vierter Geburtstag meines Garten-Blogs

Vor genau 4 Jahren startete ich am 7. Mai 2013 meinen Gartenblog. Seither haben wir viele Gartenprojekte kleineren und größeren Ausmaßes erfolgreich gestartet und abgeschlossen. In mehr als 490 Artikeln habe ich laufend darüber berichtet.

Die neue Terrasse 

Dieses Jahr, gleiche Zeit, haben wir das große Gartenprojekt „neue Gartenterrasse“ erfolgreich beendet.

Am Mittwoch zu Volkers Geburtstag wird sie dann ganz offiziell eingeweiht. Die Gäste sind bereits geladen und der Speisplan steht. Arbeiten sind verteilt. Das Wetter soll genau am Mittwoch schön werden und so freuen wir uns ganz besonders darauf, die Früchte unserer nun seit vielen Wochen anfallenden Bauarbeiten ausgiebig genießen zu können.

Im März begann das Gartenprojekt mit diesem Ist-Zustand:

Die Wege sind seit zwei Jahren neu. Die Terrasse ist noch unberührt. Der Belag sind dünne graue Fliesen. Der angrenzende Rasen war schwierig zu mähen, da wir mit dem Aufsitzmäher im Garten herum fahren. Zudem bekam er kaum Wasser und Licht durch das Haus und die großen Haselnußsträucher. Im hinteren Teil war es mehr Moos und Erde. Alles in Allem kein Schmuckstück.

die alte Terrasse (c) by Joachim Wenk
die alte Terrasse (c) by Joachim Wenk

Der Pool-Iglu nahm zudem die gesamte Terrasse ein.Der Sichtschutz und Windschutz hinter der Terrasse bestand aus braunen Brettern oder war überhaupt nicht vorhanden.

Vor dem Pool hatten wir Terrassenmöbel darauf stehen. Das ging nicht mehr und diese Sitzgelegenheit fehlte uns einfach.

die alte Terrasse mit Whirlpool und Iglu (c) by Joachim Wenk
die alte Terrasse mit Whirlpool und Iglu (c) by Joachim Wenk
Im Herbst entschieden wir uns, das Projekt in Angriff zu nehmen. Viele Bodenbeläge haben wir angeschaut. Schließlich entschieden wir uns aus praktischen Gründen für Betonplatten. Die gibt es zudem in der gleichen Farbgebung wie die Wegpflaster. Die Platten waren bis Oktober im Angebot weshalb gleich noch im Herbst geordert wurde. Seit Oktober stehen also die Paletten mit den Platten mehr oder weniger im Garten im Weg herum. Aber Geiz ist halt eben  doch geil. Immerhin konnten wir damit einige Euro sparen. 

Jetzt im März ging es los. Der Iglu kam weg.

die alte Terrasse  (c) by Joachim Wenk
Beginn der Bauarbeiten (c) by Joachim Wenk

Der Baggerfahrer unseres Vertrauens

Die Paletten mit den Steinen wurden mit einem Radlader von unten bei der Einfahrt hoch gefahren in die Wiese. Wo sie einige Wochen standen.

Palette mit Terrassenplatten stehen in der Wiese und der Bagger kommt  (c) by Joachim Wenk
Palette mit Terrassenplatten stehen in der Wiese und der Bagger kommt  (c) by Joachim Wenk

Die heiße Phase begann  dann  mit dem Erdaushub.

Der Hänger für den Erdaushub steht bereit   (c) by Joachim Wenk
Der Hänger für den Erdaushub steht bereit   (c) by Joachim Wenk

Der Baggerfahrer unseres Vertrauens (mein Cousin ), der uns im Wegeprojekt schon so viel geholfen hatte, kam und baggerte den Rasenstreifen aus. Die ursprüngliche Terrasse mit samt den Fliesen darauf bleibt erhalten.

das Fundament für die Betonplatte wird ausgehoben   (c) by Joachim Wenk
das Fundament für die Betonplatte wird ausgehoben   (c) by Joachim Wenk

das Fundament für die Betonplatte wird ausgehoben   (c) by Joachim Wenk
mit der Hand hätten wir mehr als einen Tag geschaufelt, der Bagger schafft es in 45 Minuten   (c) by Joachim Wenk

das Fundament für die Betonplatte wird ausgehoben   (c) by Joachim Wenk
das Fundament für die Betonplatte wird ausgehoben   (c) by Joachim Wenk

Ein Freund aus dem Ort hat uns seinen Schlepper mit Hänger geliehen, so dass wir die Erde gleich aufladen und fortfahren können. Sie wird bei den Karpfenweihern gebraucht. 

Den Aushub brauchen wir bei den Weihern für einen kaputten  Damm (c) by Joachim Wenk
Den Aushub brauchen wir bei den Weihern für einen kaputten  Damm (c) by Joachim Wenk

Nach den Baugeräten folgt die Handarbeit – Steine schleppen und Steine klopfen

Der  Untergrund wird wieder aufgefüllt. Bauschutt, Reste von Wegplatten oder zerklopfte alte Waschbetonplatten dienen als Fundament.

Bauschutt als Fundament für die neue Terrasse (c) by Joachim Wenk
Bauschutt als Fundament für die neue Terrasse (c) by Joachim Wenk
 (c) by Joachim Wenk
im Hintergrund sieht man den alten „Sichtschutz“ hinter der Terrasse (c) by Joachim Wenk

Schotter kommt darüber.

Schotter über den Bauschutt gefüllt (c) by Joachim Wenk
Schotter über den Bauschutt gefüllt (c) by Joachim Wenk

 Und der schöne, noch gar nicht so alte, gemauert Grill muß weg.

der gemauerte Grill muß weichen  (c) by Joachim Wenk
der gemauerte Grill muß weichen  (c) by Joachim Wenk

Um den Grill tut es mir wirklich noch immer leid.

der gemauerte Grill muß weichen  (c) by Joachim Wenk
der gemauerte Grill muß weichen  (c) by Joachim Wenk
Baustahl wird aufgelegt, die Begrenzung ist hier schon  gemauert. 
bevor der Beton kommt muß noch der Baustahl eingelegt werden (c) by Joachim Wenk
bevor der Beton kommt muß noch der Baustahl eingelegt werden (c) by Joachim Wenk

Die Baugeräte werden immer größer

Der Betonmischer steht einmal wieder in der Wiese…

haushohe Baumaschinen in meinem Garten (c) by Joachim Wenk
haushohe Baumaschinen in meinem Garten (c) by Joachim Wenk

und bringt frischen Beton….

haushohe Baumaschinen in meinem Garten (c) by Joachim Wenk
haushohe Baumaschinen in meinem Garten (c) by Joachim Wenk

der gleichmäßig verteilt werden muß.

der Beton der Bodenplatte wir eingefüllt und geglättet (c) by Joachim Wenk
der Beton der Bodenplatte wir eingefüllt und geglättet (c) by Joachim Wenk

Ein Sichtschutzzaun, der wie gewachsen aussieht

Der Sichtschutz zum Nachbarn muß vollkommen neu gemacht werden. Was nehmen wir  hier? Fertige Elemente finde ich fürchterlich, da allgegenwärtig. Außerdem könnten wir sie kaum in die vorhandene Haselnußhecke einpassen.

Als Lösung fanden wir  halbierte Holzpfosten sehr attraktiv. Sie erinnern etwas an die senkrechten Haselnußtriebe und fügen sich ganz ordentlich ins Gesamtbild ein .

Sichtschutz aus halbierten Holzpfosten (c) by Joachim Wenk
Sichtschutz aus halbierten Holzpfosten (c) by Joachim Wenk

Und schließlich konnte es irgendwann losgehen. Die ersten Platten wurden verlegt. Was für ein Moment. Seit fast einem halben Jahr liegen sie verpackt im Garten und jetzt endlich sehen wir, wie es tatsächlich aussehen wird. Dann fing es an zu regnen.

die ersten Terrassenplatten sind verlegt (c) by Joachim Wenk
die ersten Terrassenplatten sind verlegt (c) by Joachim Wenk

Regen ist ja bei uns eher eine Eintagsfliege. Die Platten waren dann doch relativ zeitnah komplett verlegt.

die  Terrassenplatten sind verlegt (c) by Joachim Wenk
die  Terrassenplatten sind verlegt (c) by Joachim Wenk

Die Terrasse ist fertig

Um die Flächen aufzulockern, haben wir in den Viertelkreis neben der Terrasse Kies gefüllt. Rasen kam aus den oben geschilderten Gründen nicht mehr in Frage. Auf der anderen Seite des Weges befindet sich ohnehin ebenfalls so ein Kiesbeet mit Leuchtbrunnen. Also passt das hier auch ganz gut. Als neuer Grill dient eine unter dem Kies befindliche Betonplatte, auf der ein paar Steine als Podest für die Grillschale liegen. Wir werden wieder eine kleinere Version des vormals gemauerten Grillpodestes, das auch als Halterung für den Grillgalgen dient, anfertigen. Irgendwann jedenfalls. 
Kiesbeet mit neuer, einfacher Feuerstelle (c) by Joachim Wenk
Kiesbeet mit neuer, einfacher Feuerstelle (c) by Joachim Wenk

Kommt man nun von der Haustüre heraus und geht zum Hüttenzauber (dem grün gestrichenen Partyraum) hinauf, sieht man die fertige Terrasse wie folgt:

Sicht auf die neue Terrasse und den Partyraum "Hüttenzauber" von der Haustür aus (c) by Joachim Wenk
Sicht auf die neue Terrasse und den Partyraum „Hüttenzauber“ von der Haustür aus (c) by Joachim Wenk

Das Poolhaus ist schnell wieder aufgebaut und der Pool aufgeblasen. Befüllt ist er ebenfallls und die Heizung läuft.

neue Terrasse mit Hollywoodschaukel und Pool-Iglu (c) by Joachim Wenk
neue Terrasse mit Hollywoodschaukel und Pool-Iglu (c) by Joachim Wenk

Die Hollywoodschaukel steht endlich auch wieder und dient als entspannender Sitzplatz unter dem Laubdach der riesigen Haselnußsträucher. Hinterm Pool haben wir wieder als Sichtschutz die ausziehbare Markiese montiert. Wenn man sie nicht braucht, wickelt sich sich von selbst, wie ein Springrollo in einen Kasten auf.

Horizontal-Markise als Sichtschutz hinterm  Pool-Iglu (c) by Joachim Wenk
Horizontal-Markise als Sichtschutz hinterm  Pool-Iglu (c) by Joachim Wenk

Ohne diese Markise hat man, im Pool sitzend, den freien Blick hinunter zum Weinberg im Vorgarten.

Sicht vom Pool aus in den Vorgarten zum Weinberg hinunter (c) by Joachim Wenk
Sicht vom Pool aus in den Vorgarten zum Weinberg hinunter (c) by Joachim Wenk

Sitze ich auf der Hollywoodschaukel, so kann ich diesen Blick genießen.

Sicht von der Hollywoodschaukel aus in den oberen Garten (c) by Joachim Wenk
Sicht von der Hollywoodschaukel aus in den oberen Garten (c) by Joachim Wenk

Jetzt noch ein kühles Bier und die Beine hochlegen, dann ist das Gefühl perfekt. Mittwoch zum Geburtstag wird das mehr als einmal der Fall sein. Wenn denn gerade der beliebte Platz auf der Schaukel frei ist……

Maienregen, prächtiges Gemüse und leuchtende Farben in den Beeten. Und die Terrasse ist (fast) fertig.

Gartentagebuch vom Donnerstag, den 4. Mai 2017

 Der Gänsehautmoment am Nachmittag

Heute am späten nachmittag, ich bin  gerade fertig mit dem Putzen, da will der Hund in den Garten. Das Wetter heute ist ja wirklich mal wieder  so richtig nach Frühling. Mild, sehr angenehm
und kein Wind. Die Sonne versteckt sich fast ständig, aber die Luft riecht nach
Frühling.
Was soll’s also!  Gehen wir vor dem Kaffetrinken noch einmal
in den Garten. Oh weh! Weit ist er  nicht
gekommen der Hund.  Die eigentlich zu 
erledigenden Geschäfte werden kurzer Hand auf später verschoben. 
Das ist ja aber auch jetzt echt gemein.  Man tritt frohen Mutes durch die Haustüre auf
die Terrasse und schaut sich ein wenig um und dann passiert es.  Es grollt und grummelt am Himmel hinter den
dunklen Wolken. Und bis man es sich versieht, kommt der nächste Brummer von
oben.  Ne, das ist nichts für alternde
Hunde. Dann lieber doch schnell wieder rein ins Haus.
Hätte das Herrchen das mal auch gemacht. Nein, der  muß ja im Gewächshaus noch gießen.  Und mitten bei dieser Arbeit geht es richtig
los. Zum Maien-Donner kommt der Maien-Regen. Es schüttet wie aus Kübeln und ich
bin gefangen im trockenen Gewächshaus.
Du meine Güte, was das für ein Lärm ist, so ein Sturzregen auf den 
Doppeltstegplatten vom Gewächshaus.

Endlich ausgiebiger Maien-Regen, auch bei uns in Franken

Nun gut, ich stehe also in der Gewächshaustüre, nutze die
Zeit zum Sinnieren und freuen über den Regen. Vor der Tür hängt am
Tomatengerüst ein Regenmesser.  Und wie
ich so sinniere, füllt er sich. Binnen weniger Minuten kommen 15 Liter runter.
Danach habe ich es nicht mehr beobachtet. 
Es hilft ja nichts, irgendwie muß ich den Weg vom Gewächshaus zum Haus
schaffen.  Pitschnaß erreiche ich die rettende Haustüre. Nach
so einer  Dusche allerdings schmeckt dann
der  Nachmittagskaffee im geschützten
Wohnzimmer umso  besser.  Herrlich ein richtiges Gewitter mit richtig
Regen und einigermaßen guten Temperaturen. 
Wir genießen es, ich mit meinem Kaffee und der Hund mit seinem
Leberwurst-Spritzgebäck.
Gut daß ich die letzten Tag und heute vor dem Regen schon
ein paar Fotos gemacht habe. Die zeige ich 
euch jetzt.  Ein paar aktuelle
Eindrücke aus dem Garten im Mai. 
Es könnte schon mehr los sein hier, aber jetzt wird sich das  bestimmt ändern. Viel Kohl habe ich schon gepflanzt. Die Erbsen keimen und auch die Radieschen. 
Gemüsegarten Anfang Mai (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten Anfang Mai (c) by Joachim Wenk
Drüben im Schneckenzaunbeet ist auch noch nicht viel los. Aber das was los ist, spottet jeder Beschreibung. In keinem Gartenbuch findet man so schöne Salatpflanzen, wie ich sie dieses Jahr habe. Ich bin nur begeistert und die Zwiebeln stehen prächtig. Alles hier hat die klirrenden Frostnächte mit -5°C unter Vlies überstanden. Ein Hoch auf die richtige Sortenwahl!
Gemüsegarten mit Salat, Kohlrabi, Zwiebeln, Lauch Anfang Mai (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten Anfang Mai (c) by Joachim Wenk

Alles selbst gezogen vom Samen bis zur Pflanze  Kopfsalat Briweri und Sommerlauch Hilari (c) by Joachim Wenk
Alles selbst gezogen vom Samen bis zur Pflanze
Kopfsalat Briweri und Sommerlauch Hilari (c) by Joachim Wenk
Wo der Mulch ausging, säte ich Gründünger. Das ist hier der Fall. Der grüne Teppich ist Phacelia. Und die eigentlich Kultur beginnt auch sichtbar zu werden. Seht ihr es? Nicht? 
Phacelia als Gründünger zwischen der Hauptkultur (c) by Joachim Wenk
Phacelia als Gründünger zwischen der Hauptkultur (c) by Joachim Wenk
Na dann will ich mit der Kamera einmal etwas näher kommen. Jetzt seht ihr es auch, oder? Mein Kren kommt so langsam aus dem Dunkel der Erde ans Licht des Frühlings. 
Phacelia als Gründünger , Meerrettich als Hauptkultur (c) by Joachim Wenk
Phacelia als Gründünger , Meerrettich als Hauptkultur (c) by Joachim Wenk
Der Apfelbaum im Gemüsebeet blüht. 
Apfelblüte im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Apfelblüte im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Wer meinen Blog seit einiger Zeit verfolgt, der versteht meine Entzückung solcher Fotos. 35 Liter Niederschlag, die sich dann noch auf etwas 45-50l steigerten. Ein Traum! Es war den ganzen Winter viel zu trocken und gerade letze Woche noch habe ich gründlich bewässert, damit meine Pflanzen angehen und die Saat aufgehen kann. Es war absolut trocken wieder in den Beeten. Ob es dieses Jahr endlich mal wieder normal regnet? 
JA endlich Regen auch bei uns (c) by Joachim Wenk
JA endlich Regen auch bei uns (c) by Joachim Wenk
Weil es immer noch eigentlich etwas zu frisch ist  für diese Jahreszeit, blühen meine quitschbunten Tulpen noch immer. Mich freuts. Und vor dem grünen Hintergrund machen sie sich richtig gut. 
geflammte Papageitulpen vor dem Flieder (c) by Joachim Wenk
geflammte Papageitulpen vor dem Flieder (c) by Joachim Wenk

geflammte Papageitulpen  (c) by Joachim Wenk
geflammte Papageitulpen  (c) by Joachim Wenk
Meine Flockenblumen sind einfach zuverlässig und wieder über und über mit Blüten besetzt. Eine echte Staude für den schmalen Geldbeutel. Einmal eine gekauft und bald kann man sie überall im Garten haben, wo man möchte. Wer hier mehr als eine bezahlt ist selber schuld. Sie säht sich massig und total leicht selbst aus. Auch in der dürre des Sommers keimen die Samen in den Beeten und bald kann man die Sämlinge ausgraben und hinsetzen, wo man möchte. Sie blühen dann im Sommer übrigens immer noch einmal. 
Berg-Flockenblume in Blau (c) by Joachim Wenk
Berg-Flockenblume in Blau (c) by Joachim Wenk

Vor dem grünen Hüttenzauber stehen die Tomaten und Paprika zum Abhärten an der frischen Luft.

Berg-Flockenblume in Blau (c) by Joachim Wenk
Berg-Flockenblume in Blau (c) by Joachim Wenk

Berg-Flockenblumein Blau und bald blühende weiße Tulpen in Blau (c) by Joachim Wenk
Berg-Flockenblumein Blau und bald blühende weiße Tulpen in Blau (c) by Joachim Wenk
Es sieht gut aus. In einer Woche ist die Geburtstagsfeier und wir werden es bis dahin wirklich schaffe, die Terrasse fertig zu haben. Der Weg, den wir wieder aufgerissen haben, ist jetzt leicht angeböscht und geht stufenlos in die erhöhte Terrasse über. 
kleine Böschung vom Weg rauf zur Terrasse (c) by Joachim Wenk
kleine Böschung vom Weg rauf zur Terrasse (c) by Joachim Wenk
Der Kies ist auch eingefüllt. Die Terrasse selbst ist fertig verlegt und muß nur noch mit Fugenmaterial eingefüllt werden. Dafür muß es aber trocken sein. Das wäre jetzt noch der einzige Knackpunkt an dem eine pünktliche Fertigstellung scheitern könnte. 
das Terrasenprojekt ist fast vollkommen abgeschlossen.  (c) by Joachim Wenk
das Terrasenprojekt ist fast vollkommen abgeschlossen. Planmäßig vor der Geburtstagsfeier (c) by Joachim Wenk
Und mit einem Mal habe ich auch einen Platz für meinen Buchs. Vielleicht erkennt man es schon. Es ist ein  Elchkopf, der daraus entstehen soll. Ich wußte nie, in welches Beet ich ihn pflanzen hätte sollen. Die Stauden sind allesamt zu hoch und würden ihn überwuchern. Der käme gar nicht zur Geltung. Hier jetzt kann er im Topf bleiben und kommt zur Geltung. Und zur Weihnachtszeit bekommt er dann eine rote Nase angeklippst…….
künftiger Terrassendauergast: mein Formschintt-Buchsbaum  (c) by Joachim Wenk
künftiger Terrassendauergast: mein Formschintt-Buchsbaum  (c) by Joachim Wenk

Salatpflanzen schöner als die vom Gärtner und viel harte Arbeit bei der Terrasse

Garten-Tagebuch vom  5. April 2017


Der Tag wurde so wundervoll, wie er sich am Morgen angekündigt hat
Nach dem Frühstück kamen als erstes ein paar Gemüsejungpflanzen dran. Sie mussten dringend raus aus den engen Töpfen und rein ins Beet. 
Der Salat der Sorte Briweri begleitet mich seit Ende Januar. Da habe ich ihn gesät und die Saatschale im ungeheizten Partyraum stehen gehabt. Etwa 5°C hatte es da. Bis er keimte dauerte es eine Weile. Vielleicht sähe ich nächstes Jahr nicht vor Februar. 
Nach dem Keimen wuchsen sehr langsam kleine Pflänzchen. Aber nach dem Pikieren in die Topfplatte  und dem Umzug ins ungeheizte Gewächshaus, konnte man zusehen, wie er wächst. 
Also mal ehrlich kräftigere Pflänzchen bekommt man beim Gärtner auch nicht, oder? 

Kopfsalat Jungpflanzen Sorte Briweri (c) by Joachim Wenk
Kopfsalat Jungpflanzen Sorte Briweri (c) by Joachim Wenk

Noch viel länger begleitet mich der Sommerlauch. Gesät an Weihnachten im Heizungskeller. Der braucht echt ewig, bis er in Schwung kommt. Die gleiche Sorte habe ich viel später nochmal gesät und es sind allerwinzigste Keimlinge. Den Weihnachtslauch hingegen kann ich jetzt zur rechten Zeit ins Beet setzen. Der wird künftig immer an Weihnachten als Saisonstarter gesät.

Sommerlauch Jungpflanzen Sorte Hilari (c) by Joachim Wenk
Sommerlauch Jungpflanzen Sorte Hilari (c) by Joachim Wenk

Im Beet sitzen jetzt beide zusammen und zwischen dem Salat habe ich Radieschen gesät. Die ersten Radies im Gewächshaus habe ich bereits geerntet.

frisch bepflanztes Mischkultur-Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
frisch bepflanztes Mischkultur-Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Weil jetzt zwischendurch noch einmal zwei kalte Tage und Nächte kommen mit beinahe Null Grad, habe ich sicherheitshalber Vlies darüber gedeckt. 
Vliesabdeckung als Schutz für das junge Gemüse im Frühjahr (c) by Joachim Wenk
Vliesabdeckung als Schutz für das junge Gemüse im Frühjahr (c) by Joachim Wenk
Rechts neben dem Salat-Beet habe ich eines vorbereitet für baldige Pflanzungen und links daneben treiben die Zwiebeln sehr schön. Nur die Möhren keimen, nach vielen Wochen, wieder einmal nicht. 
In einem weiteren Beet habe ich Mangold gesät und rote Melde gepflanz, die wild überall in den Beeten aufgeht. Sie liefert wieder viele kräftige Blätter für Salat, Smoothie oder Aufläufe. 
Die Tomaten sind jetzt in Töpfe pikiert. 
Frisch getopfte Tomatensämlinge (c) by Joachim Wenk
Frisch getopfte Tomatensämlinge (c) by Joachim Wenk

Die vor kurzem gesteckten und vorgetriebenen Kartoffeln wachsen. Eine spitzt schon aus dem Boden.

die erste Kartoffel spitzt aus dem Boden, sehr frühe Kartoffel der Sorte Duke of York Ersteling (c) by Joachim Wenk
die erste Kartoffel spitzt aus dem Boden, sehr frühe Kartoffel der Sorte Duke of York Ersteling (c) by Joachim Wenk

Der Kirschbaum- bei uns ein Säulenobstbaum – blüht. Letztes Jahr zur Kirschblüte im April hatten wir eine  Woche Schnee und Frost….

blühende Säulenkirsche (c) by Joachim Wenk
blühende Säulenkirsche (c) by Joachim Wenk

 Der Säulenbirnbaum ist über und über mit Blütenknospen besetzt.

bald blühende Säulenbirne  (c) by Joachim Wenk
bald blühende Säulenbirne  (c) by Joachim Wenk
Die Spalieräpfel lassen es noch ruhig angehen. Sie sind ohnehin noch so zart, daß man sie auf den Fotos immer nicht richtig sehen kann. Das Foto machte ich daher vor allem wegen der Narzissen am Zaun. Wie die da hin kommen weiß ich nicht. Sie waren einmal da und bleiben jetzt. 
Apfelspalier (c) by Joachim  Wenk
Apfelspalier (c) by Joachim  Wenk
Am Nachmittag mußte natürlich auch wieder bei der  Terrasse mächtig ran geklotzt werden. Am Samstag wird betoniert. Da gab es einiges vor zu bereiten. 
Terrasse vorbereitet zum Betonieren (c) by Joachim  Wenk
Terrasse vorbereitet zum Betonieren (c) by Joachim  Wenk

Betoniert wird der mit Schotter (schon wieder ne halbe Tonne rein geschaufelt) aufgefüllte Bereich unter der Baustahlmatte. Somit erreichen wird dann das Niveau der ursprünglichen Terrasse. Wenn das dann alles fest ist, kommen die Terrassenplatten darauf.

Terrasse von der unteren Terrasse aus gesehen (c) by Joachim  Wenk
Terrasse von der unteren Terrasse aus gesehen (c) by Joachim  Wenk
Man merkt gar nicht, wie abschüssig alles im Garten ist, bis man anfängt zu pflastern oder etwas zu bauen. Hinter dem Haus ist jetzt eine sehr hohe Stufe. Abgemildert wird sie durch eine davor gesetzten Tritt aus den übrigen Wegpflastersteinen. Erde müssen wir da auch noch auffüllen. 
Terrasse von der Haushinterseite aus gesehen (c) by Joachim  Wenk
Terrasse von der Haushinterseite aus gesehen (c) by Joachim  Wenk

Die Je-länger-je-lieber-Pflanze am Hauseck, die für die Terrasse weichen mußte, steht jetzt unter den Sträuchern am Zaun, in die sie hochklettern kann. Sie hat das Umpflanzen wohl überlebt. Nicht einen Tag waren ihre Blätter welk. Sie wächst sicher rasch ein. 

Je-länger-je-lieber mußte für Terrasse weichen (c) by Joachim Wenk
Je-länger-je-lieber mußte für Terrasse weichen (c) by Joachim Wenk
Meinen Tagebucheintrag lasse ich aber natürlich nicht ausklingen, ohne auch etwas von all dem Schönen im Frühlingsgarten zu zeigen. 
Die gefüllten Buschwindröschen blühen. Neben der Forsythie zeigt ihre Blüte, daß wir im Vorfrühling sind. 
gefüllte Buschwindröschen (c) by Joachim Wenk
gefüllte Buschwindröschen (c) by Joachim Wenk

Wenn man zum Tor hinein kommt, etwas abends nach der Arbeit, dann blicken einen die ganzen Narzissen direkt an. Steht man im Haus oder beim Haus, sieht man sie nur von Hinten.

Narzissenwiese vom Haus aus gesehen (c) by Joachim Wenk
Narzissenwiese vom Haus aus gesehen (c) by Joachim Wenk

Kaiserkronen (c) by Joachim Wenk
Kaiserkronen (c) by Joachim Wenk
Schachbrettblume (c) by Joachim Wenk
Schachbrettblume (c) by Joachim Wenk

Bergenie (c) by Joachim Wenk
Bergenie (c) by Joachim Wenk

die Stauden treiben gesund und kräftig aus (c) by Joachim Wenk
die Stauden treiben gesund und kräftig aus (c) by Joachim Wenk

die Stauden treiben gesund und kräftig aus (c) by Joachim Wenk
die Stauden treiben gesund und kräftig aus (c) by Joachim Wenk

Eine schöne Staude treibt hier aus. Bis sie blühen wird ist es bestimmt Oktober. Das ist eine der Herbstchrysanthemen, die zum Teil erst im November blühen. Wahnsinn, wenn ich bedenke was wohl alles bis dahin wieder geschehen wird?!

die Stauden treiben gesund und kräftig aus (c) by Joachim Wenk

Gartenprojekt: Terrasse erweitern

Das Terrassenprojekt ist in vollem Gange

Erinnert ihr euch?  Vor ein paar Tagen verabschiedete ich mich mit einem Bild vom Ausgangspunkt unseres neuen Gartenprojektes. Die Terrasse beim Haus. 
Und schon ist es so weit. Nein. Nachher-Bilder gibt es natürlich noch nicht. Aber einige Zwischendurch-Bilder kann ich präsentieren. 
Das ist sie unsere alte Terrasse zwischen Haus und Partyraum „Hüttenzauber“. Im Sommer der schönste Platz auf Erden. Die großen Haselnußsträucher geben einen wunderbaren lichten Schatten. Nicht, und zwar überhaupt nicht, zu vergleichen mit einer Markise oder einem Sonnenschirm beim Haus. 
die Terrasse beim Haus (c) by Joachim Wenk
die Terrasse beim Haus (c) by Joachim Wenk
Diejenigen, die uns näher kennen, wissen, daß sonst hier auch noch ein ganz besonderes Mobiliar steht. Groß und rund. Das ist erstmal beiseite geräumt. Aber gerade wegen dem, durch dieses Möbel entstandenen Platzmangel, gingen wir das Projekt an. Sicher werde ich es in den Nachher-Bildern einmal zeigen. 

Vor jedem Projekt muß organisiert werden

Wie schön, daß wir für unsere Projekt immer einiges an Geräten und Helfern mobilisieren können. Ein Freund stellte uns am Abend zuvor seinen Trecker mit Hänger in die Wiese. Wie sonst sollten wir anders die anfallende Erde fortschaffen? 
der Trecker mit Hänger steht für den Aushub bereit (c) by Joachim Wenk
der Trecker mit Hänger steht für den Aushub bereit (c) by Joachim Wenk

Dann kommt unser so bewährter Baggerfahrer (siehe Wege-Projekt). Mein Cousin hat sich ein paar Stunden Zeit genommen, seinen Bagger aufgeladen und kam dann zu uns.

der  Bagger ist doch noch erfolgreich abgeladen (c) by Joachim Wenk
der  Bagger ist doch noch erfolgreich abgeladen (c) by Joachim Wenk

Schrecksekunde und Abladen des Baggers

 Nachdem das Bagger-Abladen etwas Nervenkitzel mit sich brachte, konnte es aber losgehen.

So ein Bagger ist ja gewichtsmäßig kein Rasenmäher und vom Gartentor nach hier oben sind etliche Höhenmeter zu überwinden. Da man im rechten Winkel einfahren muß, ist ein Anlauf-Nehmen auch nicht möglich. Mit eigentlich dem nötigen Schwung kam mein Cousin dann auch den Berg hoch. Nur dann geschah das, was eigentlich typisch ist, aber in  just diesem Moment echt verdammt dumm war.

Der neugierige Hund stellt sich mitten in die Einfahrt zum gaffen, so dass das Baggergefährt stoppen mußte.

Klar dass es nun kein Vorwärtskommen mehr gab. Etwas Rückwärtsrollen und dann in der  steilen Auffahrt den Bagger vom Hänger bekommen war angesagt. Wie praktisch, daß sich so ein Gefährt mit dem eigenen Arm abstützen und am Kippen hindern kann….

Ab da war der Hund dann nicht mehr aus der Nähe zu sehen. Schließlich liebt er das Geräusch von Motoren, die nicht in Autos sind, gar nicht. Toll. Jedenfalls stand er so nicht mehr im Weg herum.

Kleiner Bagger im großen Garten (c) by Joachim Wenk
Kleiner Bagger im großen Garten (c) by Joachim Wenk

Während also die Erwachsenen mit dem großen Gerät arbeiteten, kam ich  mit meinen Wägelchen und Schubkarren, um zu schnorren.

Die Erde kann ich gerade gut für mein Kartoffelhochbeet brauchen und die Grassoden können diverse Dellen und Rillen in dem vorhandenen Rasen auffüllen. Die dürfen nicht entsorgt werden.

Großbaustelle hinterm Haus (c) by Joachim Wenk
Großbaustelle hinterm Haus (c) by Joachim Wenk

45 Minuten und der Aushub ist geschehen. Ursprünglich wollten wir das im Frühjahr mit der  Schaufel machen. Aber die Zeit verfliegt und bis zu unseren Geburtstagen im Mai soll die Terrasse fertig sein. Es brauchte einen Sprung im Fortschritt des Projektes. Der ist jetzt vollbracht.

nach dem Bagger kommt die Handschaufel (c) by Joachim Wenk
nach dem Bagger kommt die Handschaufel (c) by Joachim Wenk

Das Wetter war traumhaft. Ende März über 25 Grad in der Sonne. Wahnsinn. Das Ausheben ging so flott, daß wir gleich weiter machten. Pflaster-Verschnitt von den Wegen, gebrochene Waschbetonplatten und manch anderer Bauschutt liegt ja hier und da noch herum und findet jetzt seine Verwendung.

Unterbau für die Betonplatte (c) by Joachim Wenk
Unterbau für die Betonplatte (c) by Joachim Wenk

Wenn viel Arbeit auf lange Tage trifft

Ach ja, da war doch noch was: der Bagger ist weg und der Hund wieder da!

Wer denkt denn aber so was. Der Aushub ist geschehen, der Schutt gesammelt und eingefüllt. Die geplante Arbeit ist damit beendet und sogar übertroffen. Aber der Tag ist noch lange nicht zu Ende. Sonst ist es immer umgekehrt. Der Tag ist zu Ende, nur die Arbeit nicht.

der Hund begutachtet den Baufortschritt (c) by Joachim Wenk
Der Hund begutachtet den Baufortschritt (c) by Joachim Wenk

Dann lass uns doch gleich die Erde noch wegfahren!

Sie kommt raus zu den Weihern. Dort brauchen wir sie dringend, um einen Damm auszubessern.

der Terrassenaushub (c) by Joachim Wenk
der Terrassenaushub (c) by Joachim Wenk

Also solch einen Tag habe ich ja auch noch nicht erlebt. Die Erde ist weg, der Trecker zurück gegeben und noch immer ist so viel Tag übrig.

Dann holen wir eben gleich noch unten im Dorf im Baugeschäft den Schotter. Beinahe eine Tonne kleiner Steinchen muß nun – der Bagger ist ja wieder weg – mit der Schaufel in die Grube gefüllt werden.

fast eine Tonne Schotter ist eingefüllt (c) by Joachim Wenk
fast eine Tonne Schotter ist eingefüllt (c) by Joachim Wenk

Wahnsinn. Auch das ist geschafft. Vielleicht fragt sich der eine oder andere, warum wir nur die Hälfte des Loches ausgeschottert haben.

Als nächstes wird betoniert, bevor die Platten verlegt werden können. Der Beton und somit die Terrasse kommt nur bis zur geschotterten Fläche. Der Rest wird mit Kies aufgefüllt. Analog zur gegenüberliegenden Fläche mit Leuchtbrunnen. Der Rasen hier an der Nord-Ost-Seite des Hauses wuchs ohnehin nicht besonders. Mit dem Aufsitzmäher kam man nicht richtig hin und jetzt wäre die Rasenfläche noch viel kleiner und unpraktischer. Zudem wird gerade hier auch durch den Grill viel darüber gelaufen, so dass der Rasen nicht schön werden könnte. Als kommt kein Rasen mehr hin.

 als Spiegelbild von der anderen Wegseite kommt hier ein Kiesbeet hin (c) by Joachim Wenk
 als Spiegelbild von der anderen Wegseite kommt hier ein Kiesbeet hin (c) by Joachim Wenk

Enttäuschende Erkenntnis nach erfolgreichem Arbeitstag

Nun war dann aber Gut. Der Tag noch immer nicht zu Ende, aber wir. Zumindest nach dem Schippen vom Schotter. Aus lauter Neugier, die aber genau richtig kam, stellten wir das große geheimnisvolle Möbel einmal zur Probe so, wie es künftig stehen wird. Die Erkenntnis, die sich daraus ergab, war ernüchtern und nicht annähernd so positiv, wie der Tag eigentlich verlaufen ist. 
Die Erkenntis ist einfach formuliert: der Platz reicht immer noch nicht aus! Ich würde nie mehr an dieser Seite ums Haus gehen können. Dort hinten ist aber ein wichtiger Wasserhahn und außerdem bin ich unentwegt hier unterwegs. Ich – und man – muß hier durchgehen können! 
Eine Lösung gibt es noch. Die Je-länger-je-lieber-Pflanze dort am Hauseck (oben im ersten Bild ist sie noch zu sehen) muß weg. Dann kann man einen kleinen Durchgang lassen. 
Der Arbeits-Tag war also doch noch nicht zu Ende. Spaten und Schaufel wurden wieder raus geholt und die Pflanze ausgegraben. Sie steht jetzt weiter unten am Hang unter einer Haselnuß. In die kann sie hoch klettern. Das sieht sicher auch sehr hübsch aus. Und dann die vielen gelben Blüten mit dem so süßen Honigduft. Ich möchte sie nicht mehr missen. Schließlich habe ich sie auch schon seit bestimmt 20 Jahren oder länger. 

Das war noch nicht die schlimmste Erkenntnis des Tages!

Das war ja noch gut zu lösen. Jetzt aber kommt der größte Wermuts-Tropfen des Tages. Mein gemauerter Grill mit selbst entworfener Spezialanfertigung an Grillgalgen steht zu nah am Möbel. Das wird nicht gut! 
selbst entworfener und angefertigter  Garten-Grill (by) Joachim Wenk
selbst entworfener und angefertigter  Garten-Grill (by) Joachim Wenk

Es hilft nichts. Jetzt sind wir am Aufbauen und neu Gestalten. Wenn wir was an ihm ändern wollen, dann muß es jetzt sein. Danach macht das wieder niemand.

Der Grill muß weg

Dieser Tag war zwar nach der Umpflanzaktion definitiv beendet, aber am nächsten Morgen ging Volker gleich ans Werk.

(c) by Joachim Wenk
er hat ihn gemauert er darf ihn auch wieder einreißen (c) by Joachim Wenk

Später machte ich vor der Arbeit noch eine Meißel-Schicht von mehreren Stunden. Jetzt ist er weg.

Terrasse jetzt ohne Grill (c) by Joachim Wenk
Terrasse jetzt ohne Grill (c) by Joachim Wenk

Ehrlich gesagt wissen wir noch nicht genau, wie wir ihn ersetzen werden. Einen Grill brauchen wir. Das Grillen über dem Holz-Feuer  und der Glut in der Feuerschale will ich nicht mehr missen. Platz ist da. Er könnte künftig im neuen Kiesbeet stehen.

Aber in welcher Form? Wollten wir ihn wieder mauern, müssten wir dort ein Fundament gießen. Oder stellen wir die Feuerschale nur auf den Kies? Praktisch war das ja schon, daß sie nicht am  Boden, sondern etwas erhöht stand. Und wie befestigen wir den Grillgalgen? Er war in das prakische eingemauerte Rohr schwenkbar eingesteckt. Er steht ja nicht von allein. Vielleicht ein Rohr als Fuß in die Erde unter dem künftigen Kiesbeet gesteckt? Ich denke hier müssen wir noch ein wenig die Gedanken und die Zeit auf uns wirken lassen. Denn eigentlich war das nicht geplant, den erst 2015 gemauerten Grill abreißen zu müssen. Wie gut, daß Volker die neugierig spontane Idee mit dem Probestellen des Terrassenmobiliars hatte. Sonst wären wir auf diese Platzprobleme zu spät aufmerksam geworden.

Nun ist erst einmal wieder ein paar Tage Ruhe auf der Baustelle. Die nächsten Schritte sind aber bereits geplant.