Der Kalendereintrag

Vor  einiger Zeit habe ich damit begonnen, Berichte mit Bildern über meinen ganzen Stolz, den Garten am Land, hier zu veröffentlichen. Teilen möchte ich meine Freude über den Garten, seine Natur, die Pflanzen, Blüten und tolle Gemüseernten mit euch.

Dann kam ja vor wenigen Tagen die große und frustrierende Ernüchterung. Die Schnecken haben es geschafft, ihre unzählbar große Einwohnerzahl  in meinem Garten dieses Jahr noch einmal um ein Vielfaches zu toppen. Ihre Gefräßigkeit hat Ausmaße angenommen, die mir die Lust am Garten und den Mut zum Gärtnern und damit auch zum Teilen des Gartens genommen haben. Schließlich führe ich den Kampf nun schon das dritte  Jahr in Folge mit immer weniger Chancen der Selbstbehauptung.

Ich möchte aber Freude und Spass am Gärtnern vermitteln und in schönen Bildern euch allen zeigen. Jetzt war es dann eher so, daß ich euch zum Seelentrösten brauchte. Das tut gut, ist aber nicht der eigentliche Sinn meines Blogs.

Eine  Schreibpause wollte ich einlegen, bis wieder Schönes vorhanden ist und ich wieder die Lust habe, über Schönes zu berichten. Mit oder trotz oder vielleicht einmal ohne Schnecken.

Und jetzt kommt er der Kalendereintrag. Heute am 7. Mai steht als Erinnerung im Kalender „Geburtstag Blog Achimsgarten“. Das heißt, daß am heutigen Tage zwei volle Jahre verstrichen sind, seit ich meinen ersten  Beitrag, ein wenig nervös noch,  online stellte.

Habe ich doch tatsächlich den Geburtstag meines Blogs vergessen.

Nein, das mit der Schreibpause muß einfach noch etwas warten. Ich kann meinen Blog doch an seinem Geburtstag nicht von der Öffentlichkeit fernhalten.

Etwas Schönes muß also her. Mit dem Handy zum Fotografieren bestückt, ziehe ich los und werde fündig:

Mein gelbes Beet im Vorgarten macht doch richtig Freude, so fröhlich leuchten die Farben. Hier wächst alles munter vor sich hin. Das ist sein erstes Frühjahr, weil ich erst im Herbst aus einer Grasfläche das Staudenbeet machte.

gelbes Beet (c) by Joachim Wenk
gelbes Beet im Vorgarten

  Am wirklich ganz anderen Ende des Gartens  – und da mußte ich schon ein Stück laufen – blüht es blau. Meine Bergwaldrebe am hinteren Garteneingang schmückt in ihrem zweiten Frühling den schattigen Bereich am Tor.

blaue Berg-Waldrebe (c) by Joachim Wenk
blaue Berg-Waldrebe

 Apropos zweiter Frühling. Was man nicht im Kopf hat, hat man bekanntlich in den Beinen. Die beiden Quittenbäume erleben ja auch den zweiten Frühling an ihrem Standort. Also gehe ich schnurstracks wieder durch den ganzen Garten, am gelben Beet vorbei und verlasse das Grundstück.

Die Quitten habe ich an den Südwest-Hang zwischen dem Zufahrtsweg zu unserem Haus und der Dorfstraße gesetzt. Im Spätherbst 2013 war das. Jedes Bäumchen bestand aus genau einer einzigen dünnen Rute von vielleicht 60cm Länge.

Diese Jahr habe ich sie bereits zurückgeschnitten, wie es die  „Anleitung“ zu den Bäumchen angab. Jetzt mit Laub, und das eine sogar mit den ersten Blütenknospen, sehen sie doch ganz prachtvoll und vielversprechend aus.

fränkische Hausquitte (c) by Joachim Wenk
fränkische Hausquitte

Baumwoll-Quitte (c) by Joachim Wenk
Baumwoll-Quitte

Es stand noch eine Pflanzaktion an, die ich bereits vergangen Woche tätigen wollte. Ich habe mir eine Engelwurz gekauft. Die Letzte im Garten wuchs nicht so richtig und die Samen im 2. Jahr brachten keine  Nachfahren. Jetzt ist sie weg. Es war ihr zu trocken. Nun versuche ich es am Bach zwischen unseren Weihern.

Engelwurz am Bach (c) by Joachim Wenk
Engelwurz am Bach

Oberhalb des großen Weihers blühen sie auch dieses Jahr wieder wie eh und jeh. Die Himmelschlüssel in der Wiese.

Himmelschlüssel in der Wiese (c ) by Joachim Wenk
Himmelschlüssel in der Wiese am Weiher

 Im kleinen Weiher daneben ziehen diese beiden hier munter ihre Kreise. Ich beobachte sie schon länger und vermutete daß es ein Paar ist. Jedenfalls nahm ich an dass es immer genau die selben zwei sind, die in dem Weiher planschen. Wasserhühner sind eigentlich jedes Jahr in den Weihern zu sehen.

Wasserhühner im Karpfenteich (c) by Joachim Wenk
Wasserhühner im Karpfenteich

 Aber was ist das? Seht ihr die künstliche „Insel“ mitten im Teich? Die ist das erste Jahr da. Ein Nest mitten im See. Leider hat meine Handykamera so gut wie keinen nennenswerten Zoom. Aber wenn man am Ufer des Weihers steht sieht man vier große Eier darin liegen.

Nest der Wasserhühner (c) by Joachim Wenk
Nest der Wasserhühner

Zum Feierabend kommt dann noch der Nachbar mit seinem Schlepper und Schaufel daran zu uns. Vor der Garage liegt schließlich wieder ein Haufen an Material, das verschafft werden muß. Diesmal sind es 10t Splitt. Ein paar Mal fährt er und verteilt ihn in den Wegen.

Split in den Gartenwegen (c) by Joachim Wenk
weiter geht`s im Wegebau

Ein Freund kommt auch und hilft beim ersten Verteilen vom Splitt in den Wegen und beim Abziehen. Wir konnten nicht anders und probierten sogleich einmal die ersten Pflastersteine aus. Am Samstag kommt die ganze Helferschar und ich bin sehr zuversichtlich – vorausgesetzt der Regen wird nicht zu arg  – dass wir am Samstagabend neue Gartenwege haben .

Split und erste Pflastersteine in den Wegen (c) by Joachim Wenk
Splitt und erste Pflastersteine in den Wegen

Nach einem Regenschauer beim Splitt-Verteilen kommt spät am Abend, kurz vor dem Hineingehen noch einmal die Sonne heraus und bescheint meine Walnuß mit der Ramblerrose und dem Meisenhaus. Achtet man nicht, sozusagen mit dem Teleobjektiv, auf die Details, sondern läßt eine Stimmung, eine Szene oder ein Bild einfach ohne wenn und aber in dem Moment auf sich wirken, so gibt es doch Schönes, über das berichtet werden kann. Ja sogar berichtet werden muß, finde ich.

So verabschiede ich mich für heute. Der Blog, das Geburtstagskind, sagt vielen vielen Dank für all eure Kommentare, Plusse und die Zeit, die ihr mit uns beiden verbracht habt.

Abendstimmung im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Abendstimmung im Gemüsegarten

Modefarbe des Frühlings 2015: irgendetwas in gedecktem braun-grün

Letztes Märzwochenende. Die Uhren werden auf Sommerzeit umgestellt. Das Wetter allerdings scheint endgültig wieder auf Spätherbst getrimmt zu sein.

Samstag haben wir noch ein wenig Sonne bei allerdings äußerst ungemütlichem und kalten Wind. Sonntag dann, nach dem lang ersehnten Regen, ist es noch ungemütlicher und an Gartenarbeit ist nicht zu denken.

Ich bin innerlich irgendwie stinkig und  bockig. Es nervt mich, daß ich so lange nicht richtig loslegen kann mit Sähen und Pflanzen. Und ich finde es einfach immer deutlich zu kalt. Selbst wenn wir in der Sonne tags bald 20°C hatten. War die Sonne weg, weil man um ein Haus herum ging oder hinterm Baum stand, war es sofort kalt.  Fröstelnd kalt mit nervigem Wind. Die Nächte natürlich waren erst recht sehr kalt und meist mit einigen Frostgraden behaftet. Es ist kein laues Frühlinglüftlein.

Wahrscheinlich ist das Ende März auch noch durchaus in der Norm und nichts außergewöhnliches. Mich jedoch macht es innerlich einfach unzufrieden.

Angesichts dieser Wetterverhältnisse sind meine wöchentlichen Berichte hier auch alles andere als farbenfroh, munter und aufmerksamkeitserregend.

Ich sehe an den Berichten aber,  daß es euch, den anderen Hobbygärtnern, ebenso geht.

Also was tat sich am Wochenende im Garten?

Heute fange ich einmal mit einem kleinen Video an. Das Plätschern eines Bächleins im Frühling.

Und weil so manches eben nicht so ist, wie es scheint, so ist eben das kleine muntere Bächlein ein Grund zur Sorge. Das Bächlein entspringt dem Damm eines unserer Karpfenweiher. Und, das ist das Schlimme daran, es gehört dort nicht hin! Jetzt dürfen wir im Sommer, wenn wir die Wege im Garten machen und ein Bagger zur Hand ist, hier draußen auch noch anfangen aufzugraben. Das Bächlein muß aufhören zu fließen!

Hier rechts im Bild seht ihr den Damm, aus dem das dumme Bächlein entspringt. Jetzt ist er schön voll der Weiher. Ich habe aber am Samstag probehalber den Zulauf gestoppt. Sonntag war dann der Wasserspiegel deutlich gesunken, so viel läuft aus dem Bächlein in den großen Bach.

Karpfenweiher im März (c) by Joachim Wenk
Karpfenweiher im März

Hier sieht man sogar am Foto schön, daß frisches Wasser in den Weiher hinein läuft. Um das gewährleisten zu können, verläuft über ca 30 m unterirdisch ein Rohr vom Bach zum Weiher.

Karpfenweiher im März (c) by Joachim Wenk
Zulauf im Karpfenweiher

Seht ihr hier das offene Rohr, halb unter Wasser? Da läuft das Bach-Wasser hinein und oben auf dem Bild ist das andere Ende des langen Rohres.  Da fließt es in den Weiher. Das hier halb versunkene Rohr wird einfach mit der Öffnung nach oben gedreht und schon ist der Zulauf für den Weiher wieder gestoppt.

Hierher kommt das Wasser für den Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
Hierher kommt das Wasser für den Karpfenweiher

Auf dem Panoramafoto sieht man direkt, wie kalt und ungemütlich es gerade ist. Links hinten im Bild ist der Teich mit dem Leck. Und da wo die Erlen stehen verläuft der „richtige“ Bach. Auf Höhe des Steges am Mönch im vorderen Weiher, ist, unten im Bach, die  Zapfstelle für den leckenden Teich.

Teichlandschaft im März (c) by Joachim Wenk
Teichlandschaft im März

Im  Garten selbst habe ich mir für Samstag eine Arbeit ausgesucht, die körperlich anstrengend ist. So wurde es mir schon nicht kalt.

In unserem allerersten Jahr im neuen Haus und dem Garten haben wir sehr viel an Gestrüpp weggeschnitten. Efeu, Wildrosen und Stauden gaben einen ordentlichen Haufen. Der Garten war noch nicht eingerichtet, Priorität hatte die Renovierung des Hauses, damit wir rasch einziehen können.

Alles Abgeschnittene wurde im Garten einfach auf einen Haufen geworfen. Ich hatte vor, mir einen Motorhäcksler größeren Formates zu leihen und dann alles dort durch zu lassen.

Das ist jetzt über drei Jahre her. Den Häcksler habe ich mir nie geliehen. Geärgert dagegen habe ich mich immer wieder über den lästigen Haufen. Immer wieder kam Neues darauf. Das allerdings habe ich dann immer zeitnah mit meinen kleinen Häckslern zerkleinert. Der Grundhaufen allerdings blieb.

Am Samstag war es dann so weit. Der Zeitpunkt war gekommen, wo er endgültig verschwinden sollte. So habe ich dann Eimer für Eimer reifen Kompostes, locker und trocken und schön verrottet durch den Garten geschleppt und Sträucher, Obstbäume, Staudenbeete und Hecken damit versorgt.

Noch immer waren viele grobe Äste und Wurzelstöcke unverrottet in dem Haufen. Daher habe ich geschaufelt und geschleppt und der Volker hat das grobe Material gehäckselt. Was weder mir noch ihm passte, wurde kurzerhand am Lagerfeuerchen verbrannt.

verrotteter Gestrüpphaufen (c) by Joachim Wenk
Viel ist nicht mehr übrig vom einstigen Gestrüpphaufen

Nachdem ich mir die Füße wundgelaufen habe, kam irgendwann der schöne Augenblick.  Nach all den Jahren ist er endlich weg der Haufen. Jetzt kann ich da noch einen Kompostmiete aufstellen. Auch benötige ich immer wieder den Platz um weiteres Material zwischen zu lagern, bevor es gehäckselt oder verbrannt wird.

Kompostplatz im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Kompostplatz im Gemüsegarten

 Und so sieht das Ganze mit einem Blick entlang des Zaunes und der Haselnußhecke aus. Genug Platz, um all das Gartenmaterial zu verkomposten. An dem braunen Rohrgestell wächst übrigens mein Brombeerstrauch.

Kompostplatz im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Kompostplatz im Gemüsegarten 

Wieder sind es einige Fotos, die ich euch heute zeigen kann. Allerdings sind alle irgendwie Ton in Ton. Naja so richtig einen Ton kann man da nicht enmal ausmachen. Irgendein gedecktes Grün-Braun eben. Da brauche ich mich nicht zu wundern, dass ich schlecht drauf bin und einfach endlich Frühjahr haben will. Ihr versteht mich sicherlich.

Nach dem Regen am Wochenende fängt so einiges tatsächlich sofort an zu wachsen. Seht hier den Knoblauch und die Schwarze Johannisbeere, den Bärlauch, Waldmeister,  den Holunder oder den ewigen Kohl.

überwinterter Knoblauch und schwarze Johannisbeere (c) by Joachim Wenk
überwinterter Knoblauch und schwarze Johannisbeere

Bärlauch, Bärlauchsämlinge, Schnittlauch (c) by Joachim Wenk
oben Bärlauch, unten Schnittlauch und in der Bildmitte
 kleine Bärlauchsämlinge

Waldmeister (c) by Joachim Wenk
Waldmeister
Holunder (c) by Joachim Wenk
Holunder 
ewiger Kohl (c) by Joachim Wenk
ewiger Kohl

Wieder grün-braun, wohin das Auge blickt. Darum zum Schluß noch des Leberblümchen, damit wenigstens ein Farbtupfer hier und heute erscheint!

Leberblümchen (c) by Joachim Wenk
Leberblümchen

Zu tun gibt es immer etwas

Endlich einmal wieder Sonnenschein und warme Luft. Wir waren in kurzen Hosen und im T-Shirt im Garten. Hier ein Lagerbericht:

Volker hat die Fenster vom Hüttenzauber, dem Gärtnerzimmer und künftigen Palmenhaus abgeschliffen und mit dem Pinsel in fieser Feinarbeit lackiert. Ebenso das neue Hintertürchen mit Rostschutz und dann mit grünem Lack gepinselt.

Ich habe die ersten Rosenblüten entdeckt. Einmal die Wildrose, deren Samen ich ca. 1992 oder 1993 von meinem Lieblingsberg am Gardasee mitgebracht hatte. Der Sämling stand dann im Topf im Hof  und dann viele Jahre in meinem Feldgarten. Geblüht hat er irgendwie nicht. Aber die Sentimentalität und Loyalität zu meinen Pflanzen hat mich zu ihr halten lassen. Letztes Jahr habe ich die Pflanze dann, spät im Jahr (April oder Mai) am Feld ausgegraben und bei der großen Trockenheit in meinen neuen Garten gepflanzt. Sie ging sofort an und wuchs. Jetzt hat sie wundervolle intensiv rosa-pinkfarbene Blüten in großer Zahl. Schöööööön

Wildrosensämling    (c) Joachim Wenk
Wildrosensämling  gesät ca. 1992

Wildrosensämling gesät ca. 1992

Wildrosensämling    (c) Joachim Wenk
Wildrosensämling gesät ca. 1992

Und wenn ich schon über meine Rosen rede. Ich habe seit ebenfalls vielen Jahren eine so entzückende kleine Rose, wie sie es wohl nicht gleich ein zweites  Mal gibt. Ich habe früher in einem Hinterhof gegärtnert. In der Stadt mit Betonboden. Das heißt, daß ich alle Pflanzen in Töpfen und Kübeln halten musste. Das wiederum bedeutet, der Wuchs darf nicht sehr stark ausfallen und die winterharten Pflanzen müssen wirklich winterhart sein, um im Topf draußen überleben zu können. Als Rosenfan habe ich viele probiert. Von der ersten  Blüte an begeistert war ich von der Pompon de Bourgogne . Sie hat – nach meinem persönlichen Geschmack – perfekte Rosenblüten und das in  Miniaturform. Eben nur daumennagelgroß. Darüber ist das Laub proportional perfekt passen, hellgrün und die Blütchen duften auch noch dazu. Sie war viele Jahre in einem Betonkübel von etwa 40 cm Höhe rund ums Jahr im Freien. Dann ist sie in meinen neuen Garten umgezogen und das Ergebnis seht ihr hier. Um daran zu riechen müsstet ihr mich allerdings demnächst einmal besuchen.

Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)    (c) Joachim Wenk
Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)

Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)    (c) Joachim Wenk
Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)

Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)    (c) Joachim Wenk
Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)

Pompon de Bourgogne (Rosa centifolia)

Pompon de Bourgogne (Rosa centifolia)

Pompon de Bourgogne (Rosa centifolia)

Aber die Rosen sind nicht die einzigen Blüten, die jetzt so nach und nach im Garten aufgehen. Im Exotenbeet vor dem Haus (winterharte Exoten wie Hibiskus, Zitrone, Palmlilie, Eukalyptus und Banane) blüht der Mohn und der Storchschnabel. Und dahinter in der Tulpen-und Narzissenwiese blühen gelbe Blüten. Da wir die Wiese bis jetzt nicht mähen konnten, da die Zwiebelpflanzen noch nicht eingezogen waren, erscheinen schon die nächsten Blüten mit denen wir nicht gerechnet haben.

Die Banane, die ich jetzt dorthin gepflanzt habe steht seit einiger Zeit in einem riesigen Kübel. In einem Winter der sehr kalt war ist sie uns in der Garage total zurückgefroren. Also alles oberirdische, um dann um so kräftiger von Unten wieder auszutreiben. Der Kaufbeschreibung nach ist sie auch winterhart. So habe ich jetzt einen Ableger beim Umtopfen abgetrennt und in das Exotenbeet gepflanzt. Im Winter werde ich sie über dem Boden abschneiden und mit Laub bedecken. Das ist ein Versuch um zu sehen, ob sie wirklich bei uns ausgepflanzt werden kann. 

Staudenmohn und Storchschnabel    (c) Joachim Wenk
Staudenmohn und Storchschnabel

Staudenmohn    (c) Joachim Wenk
Staudenmohn

gelbe Wiesenblumen    (c) Joachim Wenk
gelbe Wiesenblumen

Und in meinem Waldgarten, der noch ein wenig verwildert ist blüht mein neuer Fingerhut. Mein Waldmeister wächst auch stark. Er hat sich gut eingebürgert und ich werde ein paar Pflanzen davon zu Likör verarbeiten. Auch einen Baldrian habe ich dort gepflanzt, der ist aber im Moment noch dabei Fuß zu fassen. Er ist noch nicht gewachsen.

weißer Fingerhut im Waldgarten    (c) Joachim Wenk
weißer Fingerhut im Waldgarten

weißer Fingerhut    (c) Joachim Wenk
weißer Fingerhut im Waldgarten

Ansonsten habe ich noch meine restlichen Paprika gepflanzt. Im Gewächshaus ist wieder ein Gurke von vor-der-Kälte kaputt gegangen. Den Glockenpaprika habe ich schon einmal mit einem Stützstab versehen, auch wenn er noch nicht gewachsen ist. Dafür wachsen meine Blauwschokker -Erbsen wie verrückt. Ich habe schon 2 Spanndrähte darüber neu spannen müssen. Dafür ist noch keine einzige Blüte zu sehen.

Die Tomaten unter den Hauben sehen zum Teil wirklich fürchterlich aus. Ich bin am Überlegen, ob ich, wenn am Mittwoch der erneute Regen wieder vorbei ist, diese Pflanzen ausgrabe und dafür meine noch nachgezogenen Pflanzen einsetzen werde. 

Und Pastinaken habe ich nochmals gesät, da die im April gesäten nicht aufgegangen sind. Nachdem ich mir ein Büchlein über Pastinaken (Rezepte, Anbau, Historie) gekauft habe sind nun die neuen Pastinaken ähnlich der Kartoffeln auf kleine Hügel gesät. Hoffentlich gehen sie rasch auf, was aber bei diesen Wurzeln ohnehin einige Zeit in Anspruch nimmt. Ich habe auch etwas Dill in die Reihe mit gesät. Normal mache ich das um mit dem schnell aufgehenden Dill die Reihe zu kennzeichnen. Da die Reihe ja diesmal aber ein Hügel ist wäre es nicht nötig gewesen. Bei den Roten Rüben habe ich es auch so gemacht, hier allerdings mit Radieschen. Die waren auch noch in meiner Samenbox aber leider nicht in der Erde. Hier habe ich aber auch immer gute Ernten gehabt, wenn ich im Mai oder Juni gesät habe.

Zum Schluss noch eine traurige Nachricht. Das Storchennest ist leer. Am Samstag morgen als ich vom Gassigehen heimkam, kreisten beide Störche in Serpentinen über unseren Häusern und nun sind sie weg. Wahrscheinlich haben sie sich da verabschiedet? Ich habe jedenfalls das ganze Wochenende keinen Storch mehr gesehen oder gehört. Es war wohl doch zu nass und kalt. Hoffentlich probieren sie die nächste Brut wieder bei unseren Nachbarn und hoffentlich dann als glückliche Familie.

was ist denn jetzt das?

Es ist Sonntag, 26. Mai 2013 und wir haben seit Tagen Temperaturen unter 10°C und heute kommt das Thermometer niemals über 6°C und es ist ein eisiger Dauerregen mit Sturm. Den ganzen Tag. Nachts war stellenweise Reif bei uns im Ort und ich weiß nicht wie meine Tomaten unter ihren durchnässten Plastikhauben überlebt haben und an meine Zitronen und Drachenbaum oder Jasmin mag ich garnicht denken. Also so etwas weiß ich nicht, daß ich schon erlebt habe so kalt und so lange und ohne Aussicht auf Besserung. Angeblich sollen am Dienstag ja 19°C werden. Nur Dienstag und danach gleich wieder dieses Novemberwetter. Das vermiest einem doch die ganze Freude auf Frühling und Sommer. Erst der nicht enden wollende Winter. Jetzt immernoch Wintertemperaturen. Dazwischen wie zum Hohn und um uns falsche Hoffnungen zu machen ein paar Sommertage. Wenn das Klimaerwärmung ist, dann mag ich Klimaerwärmung nicht!

Ich habe mir gerade noch meine „Un“Kräuter für den grünen Smoothie morgen gepflückt und bin pitschnass und unterkühlt danach. Ich bin echt fassungslos.

Frühjahr 2013 (2. Frühjahr im eigenen Garten)

So sieht es im Moment bei mir im Garten aus. Alles eben ein paar Wochen später als letztes Jahr. 2012 hatten wir zum Geburtstag der Mutter die Terrasse bereits zum 21. März bestuhlt. Dieses Jahr war es am Sonntag 5. Mai, daß wir die Stühle aufgestellt haben.

Im Gemüsegarten sind die ersten Erbsen am Keimen und der Meerrettich spitzt aus dem Boden. Gesät sind Mairüben, Mangold, Melde, Spinat, Schnittknoblauch. Das ist am Keimen oder ist auch noch nicht zu sehen.

Am Samstag war ich endlich in der Gärtnerei und habe Kohlrabi, Salat, Sellerie, Lauch, Petersilie, Weiß- und Blaukraut, Blumenkohl und Brokkoli gekauft. Immer nur 3, 5 oder 10 Pflanzen. Letztes Jahr hatte ich dann den ganzen Kopfsalat auf einmal reif, das passiert mir dieses Jahr auch nicht mehr. Immer schön der Reihe nach kleine Mengen pflanzen. Dann ist laufend etwas erntereif.

Im Gewächshaus stehen die ersten Tomaten, Gurken, Chili, Stevia (im selbst gesammelten Kräutertee sind immer ein paar Steviablätter mit drin und schon ist der Geschmack wunderbar „rund“ kräuterig und eben leicht süß und das ganz ohne Zucker oder Honig).

Die Kübelpflanzen müssen noch umgetopft werden. Ausgeräumt ins Carport sind sie schon mal um sie noch etwas schattiert und geschützt unterbringen zu können.

Jetzt müssen noch meine vorgekeimten Kartoffeln unter die Erde. Mal sehen ob ich am Mittwoch dazu kommen. Vorgenommen habe ich es mir und das Wetter soll herrlich werden .

  (C) by Joachim Wenk

  (C) by Joachim Wenk

  (C) by Joachim Wenk

  (C) by Joachim Wenk

  (C) by Joachim Wenk

  (C) by Joachim Wenk

  (C) by Joachim Wenk

  (C) by Joachim Wenk

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  (C) by Joachim Wenk

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