Herbstgarten am Land – ernten, freuen und junges Gemüse pflanzen

Da sind wir als nun schon im Oktober. Die letzten Tagen waren sehr ruhig und wunderschön. Ich hatte viel Zeit für den Garten. Wegen dem Feiertag hatten wir auch ein paar freie Tage für uns, für alles was uns Freude bereitet und sogar auch Zeit für Familienbesuch. Alles läuft rund und ruhig. So mag ich das. 
Im Garten wird weiter geerntet. Weniger als die letzten Jahre. Erkannbar ist das auch daran, dass ich einen  kompletten Gefrierschrank leer stehen habe. Das kenne ich um diese Zeit ja gar nicht. Normalerweise sind alle Gefriergeräte jetzt bis zum Rand gefüllt. 
Dennoch haben wir laufend frisches Gemüse aus dem Garten, das verbraucht werden möchte. Oder das noch kurz liegen kann. 
So zum Beispiel diese wundervollen kleinen Kürbischen. Nein, es sind keine Zierkürbisse. Sie könnten dafür  hergenommen werden. Dennoch handelt es sich um Speisekürbisse (Jack-be-little). Perfekte Kürbisform, gelbes Fleisch, sehr aromatischer Geschmack, an Maronen erinnernd. Die baue ich wieder an. 
Im Gewächshaus stehen noch drei Tomaten, die aber am Wochenende weg kommen. Ich brauche den Platz. Die beiden Glockenpaprika bleiben noch etwas stehen. Die roten Glocken reifen jetzt erst. Wenn ich ein paar der scharfen Früchte geerntet habe, schneide ich sie drastisch zurück und grabe sie aus. So überwintern sie dann mit den Kübelpflanzen, bis sie im nächsten Frühjahr wieder durchstarten. 

Diese Paprika wächst wirklich sehr stark. Der Busch wird über 2 m hoch und dank reichhaltiger Verzweigung sehr breit. 

Unten am Dorfweiher habe ich aus dem staubtrockenen Boden die letzten Lagerkartoffeln geerntet.  Das Kraut war vollends abgestorben. Sie können aus der Erde geholt werden. 

Weil der Boden eben so trocken ist, sind natürlich die Knollen auch absolut sauber und es haftet keine Erde an ihnen.

Hier die Sarpo Mira mit rötlicher Schale.

Und die Cara mit gelber Schale und roten Flecken.

Zusammengezählt habe ich nun 72 kg Kartoffeln geerntet. Die reichen uns über den Winter. Ein schönes und befriedigendes Gefühl. 
Neben dem  Ernten geht auch das Genießen immer weiter. Weil ich ja für meine Beiträge hier auch stest auf der Suche nach schönen Motiven bin, fallen diese mir mittlerweile glaube ich auch viel mehr auf. Und wenn einen die schönen Momente und Szenen bewusst werden, kann man sie erst richtig genießen. Wozu so ein Gartenblog nicht alles gut ist….
Die Sonne steht viel flacher, aber wenn sie da ist, wärmt sie mächtig. Und wie schön ist es dann, auf der  Bank unter der Palme zu pausieren und zu sinnieren. 
Das kleine rote Röschen vom Geburtstagsgabentisch vor einigen Jahren blüht unermüdlich. Monat für Monat, Jahr für Jahr. Es ist gesund, wahnsinnig frosthart und trotzt auch der Trockenheit. 
Allerdings steht es hier ja auf seiner Insel unterm Hausbaum. Dort wird, im Gegensatz zum Rasen außen herum, ja auch immer mal wieder gegossen. 
Im Staudenbeet blüht außer den Astern und Dahlien nichts mehr. Die aber geben alles!

Wo anders schwappt der Blütenflor der ersten Herbstchrysantheme über den Beetrand. 
Und im Vorgarten punktet die skurrile Kombination aus Herbstaster und exotischer Banane. Ihre vormals absolut intakten Blätter hat der Orkan letzthin in lauter feine „Lametta-Streifen“ zerfetzt. 
Bananen sind aber sturmerprobt. Abgebrochen ist so gut wie nichts. 

Und klar. In einem Selbstversorgergarten geht natürlich auch der Gemüseanbau noch weiter. 
Mein Frühbeethäuschen ist jetzt an Ort und Stelle. Wir haben uns Kunststoffbretter (recycling) besorgt und einen Rahmen gebaut. So steht das Holz nicht auf der Erde und hält länger. Hoffe ich jedenfalls. 

Die Bretter davor werden mir, wenn es denn jemals wieder regnen sollte, jederzeit einen sauberen Zugang zum Häuschen ermöglichen. Der Winter kommt ja irgendwann einmal.

Und hier sind ein paar Kandidaten für’s Frühbeethäuschen. Und fauch für’s Gewäschhaus, warum eben die Tomaten langsam die Bühne räumen müssen. 
Der erste Winterkopfsalat ist gepflanzt. Ich freue mich, seine Entwicklung miterleben zu dürfen und das euch dann hier zeigen zu können. Jedenfalls, wenn er so schön wird, wie vergangenen Winter, was ich ja hoffe!
Die Tomaten stehen noch im Gewächshaus. Das Basilikum habe ich heute bereits abgeerntet. Einen ganzen Korb voller duftender Basilikumzweige schaffte ich in die Küche. 
Fast 800 ml Pesto habe ich daraus gemacht. Dann wollte ich noch ein Rezept ausprobieren, das seit Wochen in der Küche liegt. Wenn nicht jetzt, dann erst nächstes Jahr wieder. Also rasch in den Keller gerannt, eine Zucchini geholt und die Mandeln. Es gibt Zucchini-Basilikum-Pesto. 
Die Mandeln werden geröstet, die Zucchini scharf angebraten und dann mit  Basilikum und Knoblauch sowie etwas Essig im Mixer püriert. Ich sag euch, so habt ihr Pesto noch nicht erlebt. Ein Geschmackserlebnis! Die gerösteten Mandeln geben den Kick. 

Natürliches Gärtnern ist der Schlüssel – eine Ausnahme erlaube ich mir

Wir sind im Früh-Herbst und der Garten erholt sich

Willkommen im Frühherbst. Leider gab es noch immer keinen Regen (einmal 4l , das war’s). Aber die Nächte bringen Feuchtigkeit und manchmal Nebel. Mit dem Gießen komme ich nun besser herum. Nicht mehr so oft und nicht mehr so lange ist es nötig. Zudem von noch einem Computer unterstützt läuft es immer automatischer ab. 
Dadurch bleibt ein wenig mehr Zeit, nötige Arbeiten zu erledigen. Mein Gemüsegarten gefällt mir langsam wieder richtig gut. Im Ziergarten ist auch Ruhe eingekehrt. Nicht nur die Stauden wachsen kaum mehr, sondern auch das Unkraut stagniert. Irgendwann werde ich mich darum kümmern. 

Ihr habt es gewusst – es ist ein Blasenstrauch

Ein herzliches Dankeschön möchte ich sagen, an die Leserinnen mit den hilfreichen Tipps zu meiner Frage im letzten Beitrag. 
Der von mir nicht gekannte Strauch ist  also ein Blasenstrauch. 
So sehen meine Sämlinge von ihm mittlerweile aus. 
Und hier noch einmal ein schöneres Tageslicht-Foto vom damals gesuchten Strauch, dem Vorfahr meiner kleinen Sträuchlein.
Ja, der Blasenstrauch soll sehr trockenheitstolerant sein und ich freue mich, wieder etwas passendes für meinen Garten gefunden zu haben. 
Andere Sträucher sind nicht so gut zu sprechen auf die Trockenheit. Hier ist meine überreich behangene Aronia, deren Früchte ich wieder ernten wollte. Sie sind am Strauch getrocknet. Die brauche ich nicht zu ernten. Auch die Blätter färben sich wunderschön herbstlich. Aber mal ehrlich, muss das bereits Anfang September der Fall sein? 

Die Trockenheit dauert an – aber Manche stört das nicht

So wie hier der Hang, vom Garten runter zur Dorstraße, sieht die komplette Landschaft aus. Heu und blanker Boden, wo man hinguckt. Nichts ist grün und nichts blüht. Wie finden da Insekten und Säugetiere oder Vögel etwas zu fressen? 
Am Hang stehen meine beiden jungen Quitten. Die bekommen ein- bis zweimal am Tag jeweils eine halbe Gießkanne Wasser in die am Stamm eingegrabenen Eimer. Sie kommen ganz gut zurecht. Und! Sie haben dieses Jahr zum ersten Mal Früchte. Ich bin so gespannt auf deren Geschmack und Haltbarkeit. Einmal ist es eine Baumwollquitte und daneben eine fränkische Hausquitte. 
Und weiter geht es im Garten. Dieses Fotos ist ein Ausschnitt unseres Rasens im oberen Garten. Ich finde es sehr interessant, wie unterschiedlich die Gewächse mit Hitze und Dürre zurecht kommen. Alle Gräser sind hoffnungslos verdörrt, getrocknet und abgestorben. 
Stauden dagegen, hier Unkräuter oder besser Wildstauden, haben da wohl tiefer greifende und effektivere Wurzelsysteme als Gräser und sind grün, wachsen und blühen. Zumindest die für diesen Standort mit Trockenheit angepassten Arten.
Mit Gräsern im Garten kann ich ja eh nichts anfangen. Einzig im Rasen, da brauche ich sie, wegen der normalerweise ruhigen, grünen Optik. Im Staudenbeet wären sie mir wegen ihrer „ruhigen“ und immer gleichen Optik zu langweilig. Mit Stauden habe ich da mehr Abwechslung in Form und Farbe und Blüte. Auch die Insekten sind dieser Meinung.

Herbstzeit ist Erntezeit – auch diese Jahr wieder hervorragende Kartoffeln 

Im Gemüsegarten geht die herbstliche Ernte munter weiter. Unten am Dorfweiher habe ich die mittelfrühen Galactica Kartoffeln geerntet. Sie waren oberirdisch schon abgestorben. Mein regelmäßiges Gießen mit der Benzinpumpe direkt aus dem Weiher (dessen Wasser ja fast schon wie Dünger ist)  hat sich scheinbar gelohnt. Fast 20 kg herrliche, gesunde und große Kartoffeln.

Wie wohl all die anderen Sorten dieses Jahr ausfallen? Ein wenig muss ich mich da noch gedulden, mit der Ernte. 

Kartoffelernte – ganz leicht mit der Hand und ohne Gabel, Haue oder Spaten

Meine Kartoffeln habe ich nie angehäufelt. Nur in eine Rille mit Kompost und Hornmehl gelegt, zugerecht und ganz dick mit Stroh bedeckt. HIER habe ich davon berichtet. Das war alle Arbeit seit dem Frühjahr. Außer dem Gießen und NeemÖl-Spritzen gegen die vielen vielen Kartoffelkäfer. 
Beim  Ernten muss ich auch nur das übrige Stroh und Kartoffelkraut beiseite schieben. Schon liegen sie da. Mit den Händen kann man ernten. Zu Hilfe nehme ich nur eine kleinen Handschaufel um an Stellen, deren Boden hart ist, zu graben. Und um die vereinzelt tiefer wachsenden Knollen zu heben. 
Kartoffeln mit grünen Stellen habe ich keine! Als ich früher noch anhäufelte, waren immer sehr viele mit grünen Stellen dabei. 

Nach der Ernte kümmere ich mich weiter um den Boden…

Erinnert ihr euch noch an den vergangenen Beitrag mit der Möhren und Zwiebelernte? Die abgeerntete Fläche habe ich mit dem  ausgerissenen Unkraut und Gemüselaub gemulcht. Auf den Mulch habe ich einfach Senfsamen gesät. Mit der Brause einmal bewässert, daß die Samen etwas runter rutschen und das war’s. Jetzt keimt ein schöner Senfteppich, den ich dann wieder abhacken und als Mulchschicht für den Winter verwenden kann. 

… und ein lebendiger, gesunder und natürlicher Boden kann selbst todgeweihte Pflanzen retten

Und noch eine Erinnerungsfrage. Vor einen paar Beiträgen zeigte ich Fotos von den absolut kaputten und von Erdflöhen durchlöcherten Blaukrautpflanzen. Die hätten damals eigentlich schon geerntet werden müssen. Aber sie hatten ja nicht einmal ein geschlossenes Zentrum und schon gleich keinen Kopf. 
Mulchen (gesunder und lebender Boden!), Neemöl-Spritzen und Bewässerung wieder in Gang bringen (damals im August) sowie  kühlere Temperaturen haben ihn wieder belebt. Die kaputten Blätter sind abgefallen und neue haben sich gebildet. Ein oder zwei Pflanzen bilden nun Köpfe und ich kann doch noch etwas ernten. Ist das nicht sagenhaft? Man muss der Natur nur geben, was sie braucht und schon läuft es. 

Auch der Butterkohl, der schon  hätte im Frühsommer geerntet werden sollen, kommt jetzt in die „Pötte“.

Sie reifen jetzt langsamer, aber sie reifen und reifen. Morgen wird wieder verarbeitet. 
Ins Gewächshaus komme ich schon gar nicht mehr hinein, so zugewuchert ist es. Bald ist aber Schluß und es wird aufgeräumt. 
… schließlich stehen die nächsten Gewächshausbewohner schon in den Startlöchern. 
Die ersten Winterkopfsalate sind am Wachsen. Sie werden nach den Tomaten die nächsten Monate dort verbringen. Wie das dann im Frühjahr (Anfang März) aussieht, könnt ihr euch  HIER  noch mal ansehen. 

Und doch habe ich EINEN Mineraldünger  (Kunstdünger) im Einsatz 

Ein unspektakuläres Foto ist das Folgende. Ein Zitronenbusch im Kübel. Nichts besonderes? Oh doch, das könnt ihr euch ja denken, wenn ich hier davon berichte. 
Seit dem Winter gieße ich die Zitruspflanzen mit flüssigem Calciumdünger (wie er auch bei Blütenendfäule für Tomaten verwendet wird). Ich verwende ansonsten keine Mineraldünger und lehne das ab. Ausnahme ist so ein Mangelfall, wie ihn die Zitrusgewächse hier im Garten von Anfang an haben und mir eines nach dem anderen kaputt ging. Egal welche Erde, welcher Dünger. Speziell für Zitrusgewächse oder aus dem Garten. Nach kürzester Zeit werden die Blätter hellgrün, dann noch heller und noch heller. Die Pflanzen gehen ein. 
Ich las, dass  Zitruspflanzen entgegen aller gängigen Ratschläge, unbedingt das Calcium (Kalk im Wasser) brauchen. Scheinbar ist das in unserem Brunnenwasser nicht enthalten. Damals, vor meinem Umzug hier her hatte ich keinen Probleme mit der Zitrone. Seit wir hier sind, kränkelt sie und ich hätte sie schon beinahe verloren. 
Und jetzt? Sattgrüne Neuaustriebe. Ältere Blätter sind wieder grün geworden. Ganz alte und hellgelbe hat der Baum abgestoßen. So schön grün sah ich ihn nun seit Jahren nicht mehr. 
Calciumdünger und Brennesseljauche. Diese Beiden, vor allem glaube ich, das Calcium, haben ihn gerettet. Wer also auch derartige Probleme mit seinen blassen Zitrusgewächsen hat, sollte sich so einen Calcium (nicht Kalium!!!!) Spezialdünger besorgen. Zwei weitere Zitruspflanzen erholen sich in der gleiche Art und Weise. Dieser Busch hier ist also kein Einzelfall oder eine Ausnahme!

Herbstimpressionen mit Frosch

Bevor ich mich für dieses Mal wieder verabschiede, noch ein Blick ins Staudenbeet vor dem Gemüsegarten. 
Meine Lieblingsdahlie hier mit den letzten Blüten der Clematis und der gelben Schafgarbe. 
Und ganz zum Schluß, weil es mit dem Blasenstrauch letztes Mal so wundervoll geklappt hat, wieder eine Frage an die Fachleute unter uns. Im Garten wimmelt (ja wimmelt) es nur so von Laubfröschen. Dieser Geselle hier allerdings ist kein Laubfrosch. Dafür aber ein treuer und unaufgeregter Bewohner des Gemüsegartens.  Jeden Tag hüpft er mir über den Weg. Kann mir jemand sagen mit wem ich es hier zu tun habe? Der ist ein ganz schöner Brocken, was man im Foto (Handy und auch noch Zoom nicht so richtig sieht). Wenn ich so auf meinen Schreibtisch schaue, fällt mir auf, dass er mindestens die Größe meiner Computer-Maus hat, wenn diese Info weiter hilft. 

Garten von erfolgreich bis zerstört. Wieder mal ist alles dabei.

Heute mal wieder ein  Tagebucheintrag vom Garten. Was läuft gut, was läuft komisch? Was läuft total schief und wieder ein ernst zunehmender Schaden. 

Garten erfolgreich

Meine Ochsenherztomaten reifen. Heute hab ich wieder eine geerntet. 

Aufgeschnittene Ochsenherztomate. Da ist kein Glibber drin. 400 Gramm reines Fruchtfleisch.

Sie schmeckt mild aber mit etwas Säure und nach Tomate. Ich schneide sie gern in dicke Scheiben. Dann schmiere ich  auf eine Scheibe Brot etwas von meinem super Tomaten-Pesto. Darauf kommt eine dicke Schicht Quark und dann die Tomatenscheiben. Nur noch etwas Salz darüber und genießen. So unendlich lecker. Und genau das richtige Essen jetzt bei der Affen-Hitze.

Oder die Tomaten in den Kühlschrank legen, saß sie schön kalt wird. Dann im Mixer mit Olivenöl und Salz und einer Knoblauchzehe pürieren. So erfrischend und schmackhaft die kalte Tomatensuppe. 
Und hier kommen sie her die Tomaten. 
Ich ernte laufend für’s Essen und immer wieder massenhaft zum Konservieren. Gestern waren 4 kg Tomaten dran für Tomatensauce und getrocknete Tomaten

Erfreut bin ich dieses Jahr über das noch immer dunkelgrüne Laub. Noch keine gelben Flecken oder abgestorbene Blätter.

Unvorstellbaren Fruchtreichtum hat die Gardenpearl. Eine Ampeltomate, die wirklich in der Ampel besser aufgehoben wäre. Sie ist einfach eine Hänge-Pflanze und kann nicht mal mit viel gutem Willen ordentlich aufrecht gebunden werden. Mal sehen, ob ich nächstes Jahr mal eine Ampel damit bepflanze. 
Im Gewächshaus wuchern sie auch und tragen überreich. 
Ach ja, manche erinnern sich vielleicht an meinen Laubfrosch im  Gewächshaus. Der ist zahm und kennt mich glaube ich. Er weiß, dass ich ihm nichts tue. Nun stellte ich überrascht fest, dass er noch einen Kumpel mitgebracht hat. Nicht, dass ich sie optisch auseinander halten  oder am Gesicht erkennen könnte. Nein, der Neue hier ist winzig, fingernagelgroß. Der andere ist schon viel größer, hat aber auch mal so klein angefangen. 

Garten dubios

Was verbirgt sich hinter dieser Überschrift? Ihr seht es im Foto. Gegenüber der  Tomaten ist das Paprikabeet im Gewächshaus. Paprika sind dieses Jahr gar nichts. Ein Foto ist unten angefügt. 
Kommen wir aber zuerst zu den absolut misslungenen Chilis. 
Ja hier, seht her. Die sind total daneben, missglückt. Das ist mir noch nie passiert. 

Bitte? Die sollen perfekt und vorbildlich sein? Geradezu traumhaft schön? Das mag alles sein, aber wisst ihr, dass das Wildchilis sind ? Die Pflanze höchstens 40 cm hoch und die einzelnen Chilis Winzlinge von etwa 1 cm Länge. Und das hier? Der Busch 80 cm und höher. Die Chilis fingerlang und dick. 
Daher also misslungen? Seit Jahren  ziehe ich mir ein oder zwei dieser Chilis. Ich finde die kleinen überreich behangenen Büsche schön. Die Chilis brauche ich zum Verschenken. Selbst essen wir beide in keinster Weise auch nur annähernd scharf. 
Wie gesagt, das ging nun Jahre lang gut. Aber da die Chilis immer neben den Paprikas im Gewächshaus stehen, müssen sie sich letztes Jahr gekreuzt haben. Anders kann ich mir nicht erklären, warum die Chili dieses Jahr derart groß wachsen und riesige Wildchilis hervorbringen. Leider sind sie so scharf, wie die echten Wildchilis . Damit sind sie für uns nicht zu verwenden. Vergebenen Müh‘ und Arbeit. Was mache ich jetzt mit den unzähligen Chilis?
Und bitte: nicht falsch verstehen. Das sollte irgendwie ironisch rüber kommen! Und ich wollte die Ironie des Schicksals darstellen. Mit viel Mühe versuche ich Gemüse zu bauen und es mißlingt. Die Chili ist so kräftig, gesund, perfekt und reichtragend und die kann ich nicht brauchen oder habe sie nicht beabsichtigt. Verrückt oder? Und ich wollte darstellen, was passiert, wenn man selber Samen erntet und nicht alles bedenkt. Klar hätte ich dran denken können, daß sich die ganzen Paprika und Chilis irgendwie kreuzen, so eng wie die aufeinander stehen. Aber ich tat es halt nicht. Nächstes Jahr kaufe ich jedenfalls wieder frisches Saatgut, weil ja auch die Paprika einfach nicht mehr richtig werden wollen. Sicher sind die auch schon eine eigene Züchtung mit eher ungünstigen Eigenschaften. 
Noch mehr Chilis? Nun ich war auch erst skeptisch, als mir die Christine die Samen der Naschzipfel schickte. Ich habe es probiert und was soll ich sagen. Das sind Chilis für mich. Sehen scharf aus und schmecken köstlich nach….. Na? Nach was? Nach Gemüsepaprika! Ohne einen einzigen winzigen Hauch von scharf. Die geben Farbe und Geschmack in Salate oder auf dem Vesperbrett. 
Und hier die echten Paprika. Viele haben ein Loch und faulen am Stock. Wie im Bild hinten rechts zu sehen. 

Garten mit Zukunft

Nun, viele meinen ich wäre der perfekteste Pessimist, den man erfinden könnte. Ich halte mich aber gar nicht für so schwarzseherisch. Würde ich sonst in so einem katastrophalen Jahr im Garten noch weiter Gemüse sähen? Und mit katastrophal meine ich nicht nur die Hitze jetzt. Einfach das ganze Jahr schon bringt nur Misserfolge und begann mit großer Unlust zum Gärtnern. 
Hier sieht man Salat und Endivien. Auch Winterlauch ist noch in der Saatschale. Wie soll der nur in den Boden kommen, der so trocken ist. Die Sonne knallt unbarmherzig. Machen das Jungpflanzen mit? 

Ein paar Malvensämlinge, Winterrettiche und Gurken. Hallo Anna! 😉

Auch der Toskanische Grünkohl „Nero die Toscana“ sollte längst im Beet wachsen. 
Es hilft nichts. Ich muss es probieren. Der Lauch soll als erstes ins Beet und ein paar Salatpflanzen. 
Etwa 2 qm hat das Beet. Also schnell mal 60 Liter Wasser darauf ausgebreitet und den Lauch gepflanzt. Salat kam neben an ins Beet. Jetzt wird es interessant, was die Natur, also die Pflanzen, zum Wetter sagen. 

Garten verwelkt

Der eben gepflanzte Lauch ist hinter der Baustahlmatte. So sieht es aktuell im Beet aus. Und das bei 5maliger Bewässerung in der Woche mit Tropfschläuchen. 

Kein Wunder bei den Temperaturen.

Im Schatten ist es angenehm kühl bei 33 Grad. Im Schlafzimmer bei nur 31 Grad fröstelt es mich schon fast ?!?!

So sieht es unten am Dorfweiher in meinem Garten aus.

Ich weiß nicht, ob man es am Foto sieht. Aber die Walnußbäume im Gemüsegarten sind absolut welk und schlapp. Also so viel dazu, dass ich zu viel gieße und lieber die Gemüsepflanzen trocken halten sollte, damit sie tiefer wurzeln. Wie tief wurzelt wohl so ein Salat? Tiefer als ein Walnußbaum oder eine mehrjährige Ramblerrose, die zum Teil ihr Laub schon abgeworfen hat? 
Die Fliederhecke. 
Der Rasen. 

Garten erblüht

So, nun aber genug von Horrorbildern. Es gibt auch Schönes zu sehen. Eben überall dort wo ich oft mehrmals am Tag, gieße. 
Blühende Sukkulente.
Ich habe diese Dachwurzverwandte in einer Ampel untergebracht. 
Und die Ampel hängt an der Palme. 
Auch auf der Bank unter der Palme stehen Sukkulente. 
Der Oleander blüht nun schon seit so vielen Wochen über und über. Traumhaft! 
Der mediterrane Platz mit Oleander und Sukkulente in der Palme, im Überblick. 
Eine recht kümmernde Hortensie habe ich. Sie schluckt Wasser wie verrückt. Täglich sind die Blüten welk, egal wie viel ich am Vortag gewässert habe. Nach dem Gießen ist in wenigen Minuten alles wieder frisch. 
Die riesigen Herbstasternbüsche fangen an zu blühen. 
David Austin Rose  „Golden Celebration“ kommt absolut ohne (!) Bewässerung aus. Und blüht und blüht und blüht. 
Banane mit Sonnenhut und Sommerflieder im Mäuerchenbeet. So viele Schmetterlinge, wie dieses Jahr,  waren noch nie am Sommerflieder. 
Das Mäuerchenbeet zur aktuell schönsten Tageszeit. Wenn die Sonne endlich untergeht…..

Garten zerstört

Ja, leider beende ich diesen Beitrag nicht mit schönen Bildern. Ganz aktuell, da gestern Abend erst geschehen, muss ich schon wieder einen drastischen Schaden im Garten beklagen. 
Gut, es ist nicht mein Garten  und nicht unser Weiher. Es ist aber mein ehemaliger „Garten“. Das Familienfeld, das nun mein Bruder bewirtschaftet. Darauf habe ich vor etwa 30 Jahren eine Ulme gepflanzt. Sie sind ja fast am Aussterben, wegen einer Krankheit. Ich wollte etwas zum Erhalt tun und setzte genau diese Baumart. 
Gestern nun raste ein Autofahrer daran. Das Pressefoto lässt mich nur Kopfschütteln. Dieses Foto haben wir selbst gemacht und das darf ich auch verwenden. Der Wagen stand frontal am Baum. Wohlgemerkt seine Fahrbahn  war auf der anderen Straßenseite. Er hat die Straße überquert, unsere Einfahrt mit Durchlass zerstört (daher die Steinbrocken), ist  ins Grundstück gerast und  dann frontal in den Baum gerammt. 
Vier Personen im Auto sehr schwer verletzt. Mein Baum auch! 

Der Garten zu Beginn des kommenden Jahrhundertsommers

Hier saß ich auch vor ein paar Wochen, auf meinem neuen Lieblingsplatz im Garten. Am Stuhl unter dem Walnußbaum. 
Seither sind etliche Tage, gar Wochen vergangen. Wir haben Sommer und es wird wohl ein Ausnahmesommer. Manche finden es  super. Andere, die mit Garten, Landwirtschaft oder Natur zu tun haben, eher nicht. Die Hitze mit der seit Monaten dauernden  Trockenheit zusammen mit dem in letzter Zeit wieder regelmäßig blasenden warmen Sturm, trocknen alles aus. Als Gemüse-Selbstversorger kann ich mich dieses Jahr nicht bezeichnen. Zu viel ist kaputt gegangen und nicht gewachsen. Schädlinge geben ihren Teil dazu. Ich ernte und konserviere was da ist, aber im Vergleich zu den letzten Jahren ist es einfach nur traurig. Die Mühe beim Sähen und Pikieren, beim Beete vorbereiten und Pflanzen war die gleich wie immer, das macht alles nur noch ärgerlicher. 
Ich verlor die Lust am Bloggen. Was auch hätte ich hier schreiben sollen? Als Anregung oder Verleiten zum Nutz-Gärtnern , gar selbstversorgen, konnte ich nicht mehr bestehen. 
Ich bin damit aber nicht allein. Von England bis Deutschland, auch in Irland oder Schweden vertrocknet alles. Und stellenweise ist es so schlimm, dass ich noch eine grüne Oase habe. 
Ich sollte also nicht klagen, sondern zeigen, was ich mit dem mache, was mir geschenkt wird. Und wenn es nur einfach die Freude ist, so einen großen und (meist) schönen Garten hier beim Haus zu haben. Und! Die Freude über den Brunnen, ohne den ich wirklich nichts anbauen könnte. 

Also kommt mit nach draußen . Ich will euch zeigen, was ich meine.

Von einem hat die Dürre uns noch immer nicht abhalten können: immer wieder etwas Neues zu probieren. Schon lange steht die Badewanne im Carport und die Pflanzen im Eimer. Es fehlte aber ein passender Stöpsel, um die Wanne wasserdicht zu machen. In Ermangelung eines Teiches wollen wir nun einfach probieren, wie dieser Teichersatz sich so macht. Einen richtigen Teich, den der Volker gerne hätte, habe ich noch nicht verwirklichen mögen. Ich weiß nicht wo hin. Die Arbeit, ihn anzulegen ist immens und dann müsste man ihn auch noch irgendwie vom badesüchtigen Hund (ich sag nur: Labrador) schützen.

So bleibt es erst einmal bei der Wanne. Die ist so hoch, dass der alte, mit Rückenbeschwerden behaftete Hund nicht mehr rein kann. Als Trinknapf nutzt er sie dagegen schon fleißig. 

Was es dieses Jahr wirklich reichlich zu ernten gibt, sind die Beeren. Die Äpfel scheinen auch schön zu werden. Letztes Jahr hatten wir keinen einzigen. Sogar meine jungen Spalierobstbäume tragen in diesem Jahr. 3 Äpfel hängen an einem Baum. Auch meine Quitten tragen das erste Jahr. 
Letztes Jahr hatte ich fast keine Himbeeren und dieses Jahr könnte ich damit handeln. 

Viele sind schon geerntet und verarbeitet. Ebenso die Johannisbeeren.

Zum Ausruhen wird keine Zeit bleiben. Werden doch gerade die ersten Brombeeren reif. Echt früh, dieses Jahr.

Und was macht das Gemüse? Die spät gesäten Stangenbohnen haben die 4 Meter hohe Stange eingenommen  und würden noch weiter wachsen wollen. Erste Blüten bilden sich gerade. 
Dank der Anna aus Wien mit ihren empfohlenen Gurkensorten, von denen sie mir auch gleich Samen schickte, ernte ich dieses Jahr zum ersten mal richtig Gurken. Eine Sorte ist bei allen Exemplaren dennoch wieder eingegangen. 2 andere Sorten tragen fleißig. Ich muss mir da unbedingt Samen nehmen. 
Sonst hatte ich zu der Zeit, wegen Mehltau und Milben oder dergleichen schon keine Pflanzen mehr. Auch dieses Jahr sind die zum Vergleich gesäten herkömmlichen Sorten schon lange wieder kaputt, ohne eine einzige Gurke gebracht zu haben. 
Klar, den Tomaten gefällt das Wetter, das ist nicht zu leugnen. 

Auch ein Erfolg sind die Pastinaken. So schön standen die noch nie im Beet. Habt ihr schon mal Pastinaken gesät? Sie brauchen Wochen zum Keimen. In der Zeit hat das Unkraut (bei mir vor allem Vogelmiere) alles überwuchert. Abhacken geht nicht, weil man dann die eventuell gerade keimenden Pastinaken mit entfernen würde. Ausreißen ist unendlich mühsam und zeitraubend.
So hatte ich immer nur einige wenige Glücks-Pastinaken, die es dennoch schafften. Dann erfuhr ich, dass man Pastinaken mittlerweile im Baumarkt als Jungpflanzen kaufen kann. Na, das war es doch. Dieses Jahr habe ich sie in einer Topfplatte mit sehr kleinen Töpfchen vorgesät. Sie brauchten selbst da, gleichmäßig bewässert, mehrere Wochen, bis sie kamen. Dann habe ich sie einzeln ins Beet gepflanzt und konnte so das Unkraut in Schach halten und sie konnten rasch weiter wachsen. 

Zum ersten mal probiere ich Speise-Platterbsen. Die normalen Erbsen sind schon im Tiefkühler. Jetzt werden die Platterbsen, die sehr lange brauchten, bis sie wuchsen, reif.

Sie schmecken gut. In den  Schoten sind immer nur 2 bis maximal 4 Erbsen.

Schön entwickelt haben sich auch die Sellerie und der Rosenkohl. Beinahe wären sie mir auch kaputt gegangen. Aber dazu gleich noch mehr. 
Naja und Salate, die jetzt ins Beet sollten, inklusive dem Endivien für den Winter oder den Lauch, habe ich auch. Aber wie sollte ich sie nun pflanzen? In den steinharten, furz-trockenen Boden? 
Und hier noch ein Versuch. Ein Test für’s nächste Frühjahr. 
Wie gerade bei den Pastinaken beschrieben, keimen Möhren ebenso langsam und das Unkraut überwuchert sie, bevor sie da sind. Die kann man glaube ich nicht vorziehen. Aber ein einem Gartenheft und früher schon mal in einem Gartenvideo, sah ich, dass Gemüse, in einer Dachrinne gesät wird . Wenn es gepflanzt werden soll, zieht man nur eine Rille im Beet und schiebt die so vorgezogenen Gemüsepflanzen als ganze Reihe hinein. Gut bei langsam keimenden Gemüsen und Kräutern hieß es. Ich besorgte im Baumarkt ein Stück Kunststoff-Dachrinne und probiere es nun. 
Gut, dass es Dachrinnen auch in rechteckigem Querschnitt gibt. Die halbrunden bleiben ja nicht ordentlich am Tisch stehen. Die Möhren sind gekeimt. Eine Sorte, die man noch im  Juli sähen kann. Mal sehen, ob ich die noch ins Beet bringen und etwas ernten werde. 
Und wer jetzt meint, mein Gram über Wetter und Garten wären doch eigentlich unberechtigt, der sollte einfach weiter lesen. 
So sieht es jeden Tag aus. 
Und so sah mein Blaukraut auch noch nicht aus….

Der Frühkohl sollte schon geerntet sein. Aber er war nur immer welk, die Erdflöhe schlugen dieses Jahr wieder ganz erbarmungslos zu und nun die Raupen. Das wird nichts mehr.

Auch der Sommerlauch hätte schon geerntet werden können.

Aber immer nur war alles schlaff in den Beeten. Trotz Bewässerung. Dann ging ich der  Sache nach und stellte fest, dass kein Wasser aus den Tropflöchern kommt. Und da wässere ich fast täglich über Stunden. Nach einigen Tests und Überlegungen stand das Problem fest. Die Flächen waren zu groß gewählt. Pro Anschluss geht nur eine bestimmte Länge an Tropfrohr, sonst reicht Wassermenge und Druck nicht mehr aus. Das war der Fall.

Ich besorgte weitere Einzelteile, stöpselte hier und da um, verlegte neue Zugänge und Verbindungen. Ab da tropfte wirklich jedes Loch gleichmäßig. Sellerie und Rosenkohl, die oben so schön kräftig abgebildet sind, hingen nicht mehr schlapp im Beet. Für vieles (Kohlrabi, Gurke, Brokkolie etc. ) kam es zu spät. Aber anderes kann jetzt vielleicht noch mal weiter wachsen. Immerhin waren auch gestern bei über 30 Grad keine Pflanzen  schlapp.

Alles kann einfach nicht bewässert werden, dazu langt auch mein guter Brunnen nicht. 
Die Johannisbeeren allerdings waren an die Bewässerung angeschlossen. Aber scheinbar kam auch hier kein Wasser. Etliche Äste sind samt Beerenbehang verdorrt. 

Gleiches Bild bei den Himbeeren.

Und auch der Rambler im Walnußbaum ist vertrocknet.

Wer sich erinnern kann, weiß, daß ich ja noch das Stück Garten unten am Dorfweiher habe. Wie sieht es dort aus? 
Von der Straße aus gesehen so…..
Also mein Stück ist das zugewucherte grüne Stück Garten. 
Steht man am Weiher und blickt hoch zum Haus, sieht der Garten so aus. 
Hier unten baue ich die Kartoffeln an. Ebenso Lagerkraut. Zum ersten  Mal die Sorte Filderkraut. 
Zwei Pflanzen sind prächtig, die anderen vertrocknet und zerfressen. Zudem stehen hier die Patisson (es wird schon geerntet) und die Zucchini von der ich laufend ernte. Eine Gurke wächst hier und fruchtet fleißig. Die Yacons, die ich zum ersten mal probiere, mögen wohl die Sonne, aber es ist zu trocken für sie. Am besten kommt der Topinambur zurecht. Eine Reihe Ackerbohnen ist jetzt gelb und bald reif zum Ernten. Ich kam nicht dazu, sie grün zu ernten. Nun musste ich sie ausreifen lassen. 
Und warum sieht hier alles so grün und saftig aus? 
Ganz einfach schaut auf das Foto. 
Hier werfe ich immer den  Saugschlauch meiner im Frühjahr erstandenen kleinen Benzinpumpe in den Weiher. Und dann wird etwa eine Stunde gegossen, was die Pumpe hergibt. Das ist eine lange Zeit und die fehlt mir leider. Also komme ich nur etwa einmal die Woche dazu. Wenn man es aber intensiv macht und alles gemulcht ist (Stroh und Mulchvlies) scheint es halbwegs zu reichen. Was bin ich froh, mir die Pumpe geleistet zu haben! Eine Schwengelpumpe, die Wasser aus dem Teich befördert, existiert ja standardmäßig in jedem der Gärten. Allerdings dauert das in Zusammenarbeit mit einer Gießkanne erfahrungsgemäß noch viel länger und man gießt  dennoch nicht ausreichend. Ich bin gespannt, wie die Kartoffelernte dieses Jahr ausfällt. 
Und nu möchte ich nach all dem Gemüse noch ein Blumenbilder präsentieren. Ein paar schöne sind mir nach langem Suchen und warten (Lichtverhältnisse) wieder gelungen. 
Hier der Blick aus dem Palmenhaus auf den mediterranen Platz. 
Der mediterrane Platz von außen. Gerne sitze ich abends, wenn die Sonne schwächer wird, hier in dem Hängesessel und baumle, zusammen mit meiner Seele, sinn- und zwecklos vor mich hin. 
Am schönsten ist dieses Jahr die Hanfpalme (Bild unten). Die Datttelpalme (Bild oben) bräuchte einen neuen Topf. Sie ist aber im Vergleich zum letzten Jahr gesünder und wächst wieder. 
Wie Feuer glühen die orangen Blüten der Montbretien von Madeira, wenn die Sonne mittags darauf scheint. 
Die Kübelpflanzen auf der Hausterrasse sind auch stark gewachsen. Die Waschingtonia muß sich noch von den Winterschäden draußen im Freien erholen. Die neuen Blätter sind alle beschädigt und ohne diese Blattspitzen. Aber sie wächst wieder. 
Wo bewässert wird, wächst auch der Phlox dieses Jahr sehr schön. Und sein Duft ist herrlich in der warmen Sommer-Abend-Luft. 
Die riesigen Dahlien blühen heuer als erstes. Die Blüte hier schwebt in etwa Augenhöhe, was bei mir 180 cm sind. 

Duftgeranie.

Immer noch gelbe und blaue Blüten im Staudenbeet.

 Sonnenblume aus dem Vogelfutter im Winter.

Staudenclematis in Blau.

Staudenclematis in Pink.

Unverwüstlicher, wuchernder Storchschnabel. Was währe das Staudenbeet ohne seine Wuchskraft und Blütenfülle.

Wer aufmerksam beobachtet hat, wird gemerkt haben, dass ich schöne Blüten abbilden kann. Ist es doch nicht so vertrocknet im Garten? Aber warum  nur Detailaufnahmen? Keine Fotos vom gesamten Beet? Na, weil es eben so schlimm aussieht und man schon genau hinsehen  muss, um die schönen Details zu finden. 
Zur Erinnerung, der Vorgarten, wo das Mäuerchenbeet mit fast allen Blüten von oben ist, im Mai: 
Gleicher Blickwinkel nur ein paar Wochen später, Mitte Juli. Und anknüpfend an meinen letzten Beitrag. Kommt mir jetzt ja niemand mit Tipps für die richtige Rasenpflege und einen saftig grünen Rasen……

 

Der schöne lila Flieder vom Mai rollt schützend seine jetzt ockerbraunen Blätter ein. Hoffentlich nützt ihm das was. 
Gleiche Taktik beim Immergrün (welcher Hohn in diesem Namen doch steckt). 
Der Hausbaum im oberen Garten hat über die Hälfte seiner Blätter schon verloren. Es ist ein Baumhasel und der hat, wie ich einmal las, eine Pfahlwurzel. Scheinbar kommt da weit kein Wasser unter der Oberfläche. 
Im Vorgarten ist auch unser Weinberg. Es hängen auch viele Trauben an den Reben. Aber es ist zu trocken. Die Pflanzen sind zu jung und wohl noch nicht weit genug unten, wo sie Wasser finden. Ich habe den Weinberg im Frühjahr auch an die Bewässerung angeschlossen, weil ein beregnen oder gießen in der Hanglage sehr umständlich ist. Aber es dürfte wohl noch mehr Wasser sein, dass die Pflanzen richtig saftig grün da stehen. 

Heute am Samstag hat es nun endlich seit vielen Stunden geregnet. Ganz leicht aber dauerhaft. Etwa 3 Liter sind es schon. Und es ist kühl. Eine Erholung für mich und den Garten. Ab Montag sollen wieder täglich 30 und mehr Grad kommen, bei blauen Himmel. Und das für mindestens vier Wochen. Da kommt was auf meine Garten und mich zu. Gut, daß wir wenigstens heute ein wenig durchschnaufen können. Die Zeit habe ich genutzt, um in aller Ruhe und Ausführlichkeit zu berichten. Wer weiß, wann ich wieder dazu komme…
Zum Abschluss noch Rezepte. 
Falls jemand auch gerade reichlich Zucchini erntet:
Leckeres Tomatengericht: gefüllte Tomaten mit Pesto-Gries

Der Gemüsegarten, die Karpfenweiher und unsere diversen Projekte

Willkommen im Hochsommer (phänologisch)
und im Sommer ganz allgemein. Wir haben den längsten Tag und die
kürzeste Nacht. Ab jetzt geht es wieder rückwärts. Die Nächte
werden länger und die Sonne weniger. Die Zeit verfliegt. Es gibt so
viel zu tun, dass ich zum Schreiben kaum noch Zeit habe. Vieles muss
erledigt werden und doch möchte ich diese Arbeiten keinesfalls
missen. Es macht Spaß immer wieder etwas schöner zu machen oder
einfach die, der Jahreszeit entsprechenden, Arbeiten zu verrichten.
Wir genießen die Zeit draußen – sowohl im wunderbaren Garten als
auch in der traumhaften fränkischen Landschaft bei unseren
Karpfenweihern.
Im letzten Beitrag versprach ich,
dieses Mal den Gemüsegarten oder im weitesten Sinne unsere
Nutzflächen (dann kann ich auch über die Weiher berichten) zu
schreiben.
Das werde ich heute tun. Es sind
allerdings so unendlich viele schöne Momentaufnahmen und Details in
Fotos festgehalten, dass ich, trotz ausgiebigen Streichens, wirklich
viele heute zeigen werde. Für alle Interessierten und für mich,
wenn ich im kalten und trostlosen Winter mich anhand der Fotos gerne
auch mal wieder in den Sommer zurück versetzen möchte.
Um nun den Bericht nicht unnötig
aufzublähen, werde ich mich mit Erklärungen und Worten
zurückhalten. Wenn jemand also Interesse an einem bestimmten Foto
hat, ihn oder sie eine Frage dazu quält oder einfach mehr
Information gewünscht ist, dann bitte schreibt einen Kommentar. Ich
habe aus diesem Grunde die Fotos nummeriert. So kann man leicht
ausdrücken, von welchem Bild jeweils gerade die Rede ist.
Oder ihr schreibt mir einfach nur, welches Bilder, welche Bilder euch am besten gefallen haben. Würde mich auch mal interessieren. 
Bevor es nun in den Nutzgarten geht,
starte ich noch einmal kurz im Ziergarten. Wieder haben wir ein
Projekt abgeschlossen. Die Fassade vom Palmenhaus ist fertig renoviert.

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 Das war auch nötig. Das Holz wer verwittert und die Fassade nach dem Fenstereinbau spät im letzten Herbst war beschädigt. 

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Jetzt ist auch die Fassade fertig
renoviert.
Die Dächer über ihm und dem
benachbarten Carport sind auch mal wieder von Laub und Moos befreit.
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Die Gelegenheit nutzte ich, um den
Garten – und auch den Gemüsegarten – einmal aus einer noch
völlig unbekannten Perspektive ab zu lichten.
Nach dem Blick auf Dach wende ich mich dem Wohnhaus zu und fotografiere immer mehr nach links drehend, bis ich den Gemüsegarten im Blick habe. 
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Nachdem wir den Gemüsegarten jetzt von
oben betrachtet haben, begeben wir uns nun auf eine eher
bodenständige Perspektive, die mehr Details ermöglicht.
Zuerst ein paar Beet-Ansichten: 
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Einzelne Gemüsekulturen: 
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Baldige Ernte: 
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Erfolgte oder kurz bevorstehende Ernte:
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Hier muss noch gewachsen werden:
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Was man vom Dach aus nicht gesehen  hat, ist der Garten unten am Dorfweiher: 
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Mein neuer Garten-Helfer: eine Benzinpumpe. Ohne die wäre der Weihergarten nicht so grün. Wasser ist ja genug da, es muss nur in entsprechender Menge und mit möglichst wenig Zeitbeanspruchung in die Beete gebracht werden. 
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Weil ja jetzt wieder eines der
diesjährigen Gartenprojekte abgeschlossen ist, haben wir uns sofort
einem lange fälligen Projekt bei den Weihern zugewendet. Die dortige
Hütte ist so marode, daß sie abgerissen wird.
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Zu aller erst wollten wir die Bretter
neu streichen. Oder alles mit Blech neu verkleiden.
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Dann stellten wir fest, daß viele
Balken so morsch sind, daß sie schon gar nicht mehr existieren.
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Hohlräume wurden von der Natur
erobert.
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Da ist jede Arbeit und jedes Geld zu
schade, das hier rein gesteckt wird. Bevor sie aber abgerissen werden
kann, muss sie entrümpelt werden. Schließlich lagern hier noch all
die Sachen vom Vorbesitzer.
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Trotz der unschönen und staubigen
Arbeit bei fast 30 Grad Hitze
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blieb mir aber immer noch die Zeit,
Schönes wahr zu nehmen.
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Nachdem wird die Karpfen gefüttert
haben (sie wachsen übrigens prächtig),
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 ging es auch für uns heim
zum Eiskaffee auf die schattige Terrasse beim Haus.
Das darf aber nicht mehr über diesen Steg hier geschehen. 
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Aber keine Bange, die neuen Stahlträger liegen schon bereit im Garten. Wenn das Projekt Hütte abgeschlossen ist, kommt dieser Steg hier dran. 

Der faule Gemüsegärtner genießt die gesparte Zeit im Ziergarten

Alles ist üppiger, prächtiger und bunter

Ja jetzt sagt doch mal, wächst das bei euch auch wie verrückt in diesem Frühjahr?

Mahl ehrlich, ist das ein Frühjahr oder mittlerweile Frühsommer? Der Winter hatte ein paar einzelne Stauden dahin gerafft, es ist schon wieder sehr trocken und…. Nein, nichts „und“ und nichts negatives will ich berichten. Die schönen Seiten dieser traumhaften  Saison überwiegen. Was den grausligen Winter überlebt hat, und das ist fast alles im Garten, zeigt jetzt was es zu bieten hat. Es blüht irgendwie reichhaltiger diese Jahr. Die Pfingstrosen hatten noch nie so viele Blütenknospen, die Akeleien bedürfen keiner weiteren Worte mehr, schon die ganzen Zwiebelblumen erfreuten mich trotz Wärme länger als sonst mit ihren bunten Blüten. Die Sträucher waren und sind ein Blütenrausch und jetzt öffnen sich die ersten Rosen. Eine seit Jahren kümmernde Rose hat ihren ersten Blütenauftritt im Bilderbuchformat fast hinter sich. Und dann das Wetter….

Also wenn sich dieses Frühjahr jemand nicht fürs Gärtnern begeistern lässt, dann nie mehr. Besser wird’s nicht.

Eine reihe freier Tage und das passende Wetter –  das Leben ist schön!

Die Pfingstfeiertage haben wir  bei viel Sonne ruhig verbracht. Wir haben gegrillt, es gab Kaffee und Kuchen und ein Bottich mit brodelndem Bier erhöht die Vorfreude auf weitere schöne Stunden im Sommergarten.

Kommt mit und ich erzähle euch ein wenig über die vergangene Tage und über meine neue „Methode“, die Gemüsebeete vor zu bereiten.

Morgens nach dem Aufstehen und vor dem Frühstück muß der Max ja sofort raus in den Garten, dringende Geschäft erledigen. Ich öffne die Haustüre und befinde mich zu allererst einmal im Vorraum. Der Ausblick in den Garten bei Sonnenschein ist das das erste Schmankerl so eines Tages. 
Dann wird aber erst einmal gefrühstückt und irgendwie ist dann auch immer etwas in der Küche zu tun. So groß meine Gartenleidenschaft ist, so mächtig hat mich auch die Koch- und Back- und Konservierleidenschaft im Griff. 
Ein Rezept für meine neue Lieblingsbackform muß ausprobiert werden. Unten ein Boden aus Butterkeksen, die mit Butter zermanscht werden. Drauf eine Schicht Schokolade mit Creme fraiche, Mandelplättchen und einem Schuß Rum.  Ein sehr gesunder Kuchen, denn es kommt überhaupt kein Zucker hinein……

Nach 2 Stunden Kühlschrank ist der „schnelle kalte Hund“, wie ich das nenne, fertig. Aber bis zum Kaffee am Nachmittag muss ich mich noch gedulden.

Die wenigen Stunden bis dahin sitze ich ja auf einer Pobacke ab. Wie unendlich lange ist dagegen die Zeit, bis ich mein selbstgebrautes kühles Bier auf der Terrasse (hoffentlich) genießen kann. Ein paar Wochen gehen da schon noch ins Land. Nun gut, der Anfang ist gemacht und mein Weihnachtsgeschenk endlich aktiviert. Eigentlich wollte ich zu meinem Geburtstag Ende Mai das Bier kredenzen. Die Gartenarbeit hatte mich aber zu fest im Griff und so gibt es eben vielleicht zur Sonnenwendfeier ein eigenes Bierchen. 


Im Gemüse-Garten spare ich mir gerne Arbeit, wo immer es geht

Schön, wenn man weiß, dass eine Reihe freier Tage in Folge zu genießen sind. Man kann den Tag ruhig angehen lassen. Eben in der Küche ein wenig herumspielen und dann gemütlich in den Garten gehen. 
„Ruhig angehen lassen“ und „gemütlich“ sind gute Stichworte für meinen  Gemüsegarten. 
Schaut doch mal den Salat  und die Porreepflanzen, um nur ein Beispiel zu zeigen. 
Beides war ungefähr das  Erste, was im Frühjahr gepflanzt wurde. Nun frage ich euch, was für Arbeit steckt in so einem Beet, bis zum Beispiel genau zu diesem Zeitpunkt? 
  1. im Herbst jedenfalls umgraben
  2. Es ist Frühjahr: vielleicht liegt noch Laub und Pflanzenreste vom Herbst darauf? Vielleicht Mulch? Das muß weg. 
  3. lockern mit Grabegabel, Sauzahn oder Spaten? Ja manche graben nicht um, dann muss jetzt im Frühjahr mit der Grabegabel gelockert werden
  4. Unkraut entfernen 
  5. Kompost sieben und darauf verteilen Oder eben irgendeinen anderen Dünger
  6. Hacken oder Grubbern und mit dem Rechen glatt ziehen
  7. Pflanzen
Nun, das habe ich auch früher so gemacht. Seit ein paar Jahren wird nicht mehr umgegraben. Das heißt, gegraben habe ich eigentlich noch nie, sondern ich hatte die Motorhacke verwendet. Der Boden sollte lockerer werden und war das danach auch. 
Seit ich mit der Methode des lückenlosen und andauernd bodendeckenden Mulchens arbeite, lasse ich das auch. Ich bin froh, endlich Regenwürmer im Boden zu haben und will sie nicht durch die Motorhacke kaputt machen. Man könnte, wenn es nötig ist, spät im Herbst das erledigen, dann sind sie in tiefe Bodenschichten abgewandert. Allerdings gibt es weitere Gründe, das nicht zu machen, so man nicht einen ungemein schweren Lehmboden hat. 
Dieses Frühjahr begann ja alles andere als traumhaft. Der Winter war unendlich und meine Gartenlust dahin. Dann begann das traumhafte Frühjahr und ich hatte aber nicht die Zeit, alles das mit den Beeten zu machen. Ich lese viel über den Boden, seine Bewohner, das Mulchen und Pflanzen und Sähen in so einem Boden. Und ich überdenke meine Arbeitsweise und experimentiere. Vor allem bin ich gewillt, etwas zu probieren, wenn ich mir Arbeit damit spare. Arbeit sparen heißt hier auch, Zeit sparen. Das war absolut notwendig. 
Die Beete lagen also noch mit restlichem groben Pflanzenmaterial vom Wintermulch vor mir. 
Eine Schnur für die Gemüsereihen muß ich nicht mehr spannen, seit ich die Bewässerungsschläuche als „Linien“ in den Beeten liegen habe. Kommen wir wieder zu unserem Beispielbeet. Ich nahm mir die Lauch-, Salat-, und Kohlrabipflanzen und setzte sie ins Beet. Den Mulch schob ich ums Pflanzlöchlein beiseite. Ins Loch kam etwas vom Wurmhumus aus der Wurmfarm. Vorher hatte ich übers ganze Beet noch Gesteinsmehl und Hornmehl gestreut. Kein Umgraben, keine Grabegabel, keine Hacke und kein Rechen. Loch in den Boden und Pflanze rein. Mehr Arbeit habe ich mir mit den Beeten nicht gemacht.  Rasenschnitt als  Mulch und Frühjahrshäckselmaterial war auch vorhanden. So wurde alle freie Erde gleich wieder zugedeckt. 
Auf diese Weise habe ich alle Beete und das Gewächshaus „bearbeitet“. Der Boden wurde nicht bearbeitet, das machen die Regenwürmer, Asseln, Tausendfüßler und unzählige weitere sichtbare und unsichtbare, da mikroskopisch kleine, Helfer. 
Ackerbohnen sähen? Klar. Mulch beiseite schieben, Rille mit der Handschaufel kratzen, Samen rein, Rille zuschieben und alles fest andrücken. Die Bohnen keimten alle und wachsen munter vor sich hin. Radieschen zwischen dem Salat? Geht genauso. 
Der Boden muss nicht gehackt und locker sein. Ich habe einmal etwas sehr interessantes dazu gelesen. Wenn ein Samen in der Natur auf den Boden fällt, ist der Boden nicht gehackt und gerecht. Der Samen muss Bodenkontakt haben und dann keimt er. So zum Beispiel auch überall in den Beeten die kräftigen Salatpflanzen, die sich letzten Herbst selbst aussäten. 
Und was machen wir? Wir streuen in einen wild gelockerten Boden kleine Samen wie Radieschen oder Möhren und ziehen die Reihen nur locker zu. Viel Luft und Spalten sind im Boden. Der Samen liegt vielleicht in einer winzigen Erdhöhle da unten. Bodenkontakt hat er kaum. Wird jetzt nicht gründlichst gegossen und alles wieder zugeschlämmt, dann kann er schlecht keimen, weil er die Bodenfeuchte nicht abbekommt, in seiner Luftkammer. 
Daher ziehe ich nur eine Rille, sähe und drücke dann die Erde auch wieder mit den Handrücken fest. Gerade in so trockenem Boden, wie bei uns, zeigte sich das als sehr effektiv. Meine Samen keimen jetzt besser als sonst immer. Täglich gießen bis zum Keimen ist mir aus zeitlichen Gründen nicht möglich. 
Und Möhren? Ja auch Möhren. Die keimen elend langsam, sie brauchen immer feuchten Boden. Genau die profitieren glaube ich besonders von dieser Methode. Just heute morgen im Garten konnte ich erfreut feststellen, wie schön sie auflaufen. Und das ist bei der ersten Aussaat neu bei mir. Ich musste immer etliche Male nachsähen. 
Was ist mit Unkrautsamen, die aufgehen? Klar gibt es die. Vogelmiere und Baumspinat zum Beispiel bei mir ganz extrem. Auch hier kann ich etwas sehr erfreuliches Beobachten. Selbst jetzt im Mai ist noch nicht all zu viel davon gekeimt. Ich kenne auch das anders, dass die komplette Aussaat und junges Gekeimtes davon erstickt wurde. Grubbere und grabe ich in der Erde vor meiner Gemüseaussaat, dann befördere ich natürlich damit auch die im Boden immer befindlichen Unkrautsamen nach oben. Sie keimen. Ich ändere an der Bodenschichtung nichts und die Samen vom Unkraut bleiben im Boden, wo sie nicht keimen, weil sie vielleicht zu tief liegen. Jedenfalls ist auch das mit dem Unkraut deutlich harmloser als sonst. 
Diese Art des Gärtnerns ist nicht die Konvention, es ist anders und ich weiß, dass es nicht viele einmal auch so versuchen werden. Dennoch ist vielleicht der eine oder andere mutig und neugierig genug geblieben, um auch einmal andere Methoden zu testen. Zumindest habt ihr jetzt einmal davon gehört und ich werde auch weiter darüber berichten, wie es sich entwickelt. 
Jedenfalls sind jetzt auch die Kohlpflanzen gesetzt und der Sellerie gepflanzt. 

Im Garten am Dorfweiher habe ich auch nicht umgegraben oder mit der Motorhacke gearbeitet. Wie ich die Kartoffeln gepflanzt habe, steht HIER beschrieben. Im Prinzip auch wieder Rille ziehen und Kartoffeln rein. Zuziehen und Stroh drauf.

Die Ackerbohnen keimten auch hier wunderbar. Topinambur und Yacon wurden auch nur einfach gepflanzt, genau wie der Spätkohl. Alles ist sofort angegangen und wächst.

Hier allerdings ist wegen der Brennesseln, Quecken und vor allem Ackerwinden das Unkraut deutlich aggressiver, als oben im Garten. Nur Mulch langt nicht. Ich habe die Reihenzwischenräume mit Mulchfolie belegt. Ich bin gespannt, wie sich das Auswirkt.

Der erste Gartentag neigt sich seinem Ende zu. Aber der Buchs unterm Hausbaum wird noch gestutzt. Das ist sein erstes Mal. Die Pflänzchen habe ich aus kleinen Stecklingen selbst gezogen. Das ist ein paar Jahre und Buchsschnitte her. Nun sind sie endlich ordentlich gewachsen und können in Form gebracht werden. 
Bevor es ins Haus zurück geht, mache ich noch einen bewundernd staunenden und genießenden Gartenrundgang. Schaut hier, der Mohn wird bald blühen. Wie er wohl morgen Früh aussieht? 

Im Gemüsegarten wird Zeit gespart und im Ziergarten die Zeit genossen

Die Nächte im Sommer sind kurz, der frühe Sonnenaufgang holt mich aus den Federn. Ich will schließlich nichts von der herrlichen Jahreszeit versäumen.

Und siehe da, der Mohn ist auch schon wach und hat seine riesigen Blütenblätter entknittert.

Ob es heute noch Regen gibt? Schön wäre es (war aber nicht so…), der Himmel mit den dramatischen Wolken macht sich doch gut zum roten Mohn.

Es ist Pfingstsonntag. Heute wird im Garten genossen und weniger gerackert. Schauen wir doch gleich mal nach den aktuellen Blütenereignissen. 
Immer wieder entdecke ich neue Form- und Farbkombinationen bei den Akeleien. Blau und mit einem Rokoko-Rock aus blauen Blütenblättern ist diese  hier im Gemüsegarten. 

Die gefüllte blaue Clematis „Countess of Lovelace“ blüht zum ersten Mal gefüllt. Sie war sonst immer krank, die ersten Jahre hatte sie die Welke. Daher kamen, wenn überhaupt, immer nur die späteren ungefüllten Blüten.

Neue Insekten konnte ich entdecken. Eine Holzbiene frühstückt auf dem Brandkraut.

Das Brandkraut ist riesig geworden. Die Blüten locken alles an, was brummt. Dementsprechend laut ist es hier neben der Staude.

Der bulgarische Zierlauch oder Honiglauch hat seine Blütenglöckchen geöffnet. 
Daneben blühen meine Mini-Lupinen. Gerade mal dreißig Zentimeter hoch sehen sie genau aus, wie ihre großen Verwandten. 
Überall im Garten die großen stolzen Blütentriebe der Iris. 

Die gibt es sogar im absoluten Kontrast zu der kräftig braun-lila-gefärbten Sorte. Eine fast durchsichtig weiß-rosé-farbene Variante.

Mein Kussröschen blüht traumhaft schön. Ein Schrottwichtelgeschenk zu Weihnachten. Ein roter  Restposten-Preisaufkleber leuchtete auf der Plastiktüte, in  der es  steckte. 90 Cent war es also noch Wert gewesen. Seine kleinen Blättchen waren dick mit weihnachtlichem Goldglitter eingesprüht. Ich bekam es als Trostpreis. Die eigentliche Eigentümerin hätte es in den Müll geworfen. Das war nun also vor 5 Monaten. Muss ich mehr dazu sagen? Und glaubt ihr, wie sehr ich mich über diese wirklich wundervollen Blüten freue?
Das Röschen steht auf dem Tisch wo bald wieder der Kaffee serviert wird. Und zum Kaffee brauchen wir natürlich wieder etwas Süßes. Die neue Lieblingsbackform zaubert einen Rührkuchen mit Puddingschmand-Decke und Himbeermus-Flecken. 

Hier als verbringen wir die Kaffeezeiten. Der schönste  Ruheplatz im Garten. Der lichte Schatten unter der alten Haselnuß ist traumhaft. 
Bevor nun wieder ein Feiertag und Gartentag zu Ende geht, schauen wir noch einmal auf andere Rosen. 
Marguerite Hilling kümmerte seit 2012 am Gartenzaun. Sie wuchs nicht und hatte jedes Jahr vielleicht 2-3 Blüten. Ich pflanzte sie letztes Jahr um. Dieses Jahr ist sie um ein Vielfaches größer, als sie es in all den Jahren zuvor jemals war. Und schon jetzt der erste Blütenrausch. Sie ist remontierend, so dass das nicht die letzten Blüten dieses Jahr sein werden. 

Pompon der Bourgogne. Keine einfache Rose, aber so unendlich süß mit den winzigen Blüten in Briefmarkengröße und den Knospen mit grünen, fransigen und langen Hüllblättern.

Bei Pfingsten und Rosen denkt man natürlich auch gleich an Pfingstrosen. Die haben es leider nur fast geschafft. Pfingsten ging ohne deren Blüten vorbei. Aber die Knospen in einer nicht gekannten Anzahl versprechen viel für die nächsten  Tage. 
Und klar, auch das ist eine  „Rose“. Die ersten Blüten der Seerose schwimmen auf dem Wasser. 
So geht also eine wunderbare Pfingstfeiertagszeit zu Ende. Wir genossen unser Paradies. Am Sonntag besuchten wir noch eine Geburtstagsfeier und ließen ansonsten alle Fünfe gerade sein. 
Morgen geht es wieder zur Arbeit, es wird ein sehr langer Tag. Schließlich müssen wir die Arbeiten der letzten freien Tage nachholen. Zum Abschluss der  Genuß-Tage im Garten also noch einmal ein abendlicher Blick zurück in den Gemüsegarten. Dann geht es wieder rein ins Haus.

Man darf den Tag nicht vor dem Abend loben….

Aber dann wurde der Abend doch noch richtig  mies. 

Gefreut habe ich mich auf diesen Samstag. Viel hatten wir vor, was lange schon gemacht gehört. Erfahrungsgemäß ist dann, wenn alles erledigt ist, so ein gutes Gefühl im Bauch und den müden Knochen.

Das Wetter war wohl bewölkt aber von angenehmer Temperatur zum Arbeiten im Garten. Früh beizeiten ging es los, für’s Mittagessen nahmen wir uns nur wenig Zeit. Der Kaffee war schnell getrunken und abends waren fingen wird  gerade an,  herunter zu fahren.

Da erreichten uns Meldungen am Handy bezüglich des Geschäftes. Gestern Abend schon hat mir eine EDV-Geschichte den Feierabend versaut. Heute wissen wir, dass ich einen winzigen Fehler machte, der aber größere Auswirkungen hat. Ich habe zwei grüne Daumen, aber keinen einzigen Daumen für EDV und Computer und so ein Zeugs. Es hilft nichts, Volker muss ins Geschäft fahren und das bereinigen. Der gemütliche  und entspannte Abend ist damit gelaufen. Was könnte ich mich ärgern. Und wie versaut einem so eine dumme Sache das Wochenende.

Nun bin ich frustriert und sitze also am Samstag Abend vor dem Laptop. Vielleicht baut mich das Schreiben über den ansonsten schönen Tag, all das Geschaffte und die sonnigen Frühlingserinnungen daran wieder auf.

Wie begann also dieser Tag? 

Ich las beim Frühstück in einem Land-Magazin über das Zimbelkraut. Na, da habe ich aber auch genug davon im Garten. Gleich musste ich, mit dem Handy ausgerüstet, hinaus.

Ich liebe es wirklich. Diese winzigen etwa 5 mm großen Blüten sind so bezaubernd. Die Farbkombination mag ich sowieso. Vor langer  Zeit hatte ich mir mal aus den Mauerfugen in einem historischen Garten das mir damals noch unbekannte Wildkraut gerupft und daheim eingepflanzt. Also 15 Jahre ist das mindestens her. Seither begleitet es mich immer und überall. Vom damaligen Hinterhof mit Kübelpflanzen ist es nun schon lange in meinem Landgarten heimisch.

Es wird wieder bis zum Frost im Herbst durchblühen. Es samt sich selbst aus. Sprießt aus den Fugen in der Trockenmauer, im Pflaster, im Gehweg oder in Kübeln und Beeten. 

Oder eben in den Kübelpflanzen. Hier zum Beispiel in meiner über 30 Jahre alten Washingtonia. Und hiermit habe ich es in meinen Garten „eingeschleppt“. Das ist noch aus dem Hinterhofgarten. Im filzig-luftigen Stamm der Palme wurzelte es und samte sich immer wieder aus. 

Heute wird ein Nutzgarten-Tag

Da heute ein  praktischer Nutzgartentag wird und das Zimbelkraut ja eher eine Zierpflanze ist, schwenke ich nun über die ersten Blüten der Erdbeere, einer Nutzpflanze, zum eigentlichen Tagesthema. 
Zum Nutzgarten gehört ja auch mein Obstgarten. Und hier gab es die Tage eine freudige nun im dritten Jahr erziehe, hat die ersten Blüten angesetzt. Oh das wäre wundervoll, wenn hier die ersten Früchte reifen würden. Dann weiß ich endlich, wie sie schmecken, welche Konsistenz und welches Aussehen sie haben. Bislang ist mir nur bekannt, dass es Lageräpfel sind. Der erste Bissen eines eigenen Apfels von den Bäumen wird also auf alle Fälle noch etliche Zeit auf sich warten lassen.  Das Spaliergerüst beschreibe ich HIER. Ihre wirklich interessante Geschichte und Herkunft kann man HIER nachlesen. 
Die letzten Tage  habe ich – der Urlaub sei dank –  ausschließlich im Gemüsegarten verbracht. Jetzt sind alle Beete einmal vom großen Unkraut befreit. Brennnessel und Löwenzahn waren die Hauptakteure bis dahin. Es liegt noch der restliche Mulch vom Winter. Zum Wegräumen kam ich noch nicht. Ich will es auch so lassen, weil dann wenigstens etwas auf der sonst nackten und ungeschützten Erde liegt. Ein scheußlicher Gedanke für einen Mulch-Gärtner, wie ich mich seit den Erfolgen des letzten Jahres endgültig bezeichnen möchte. 
Hier in den Gemüsebeeten ist ein traumhaftes Weben und Treiben im Untergrund. Es sind Unmengen an Würmern und Tausendfüsslern und anderen Tierchen vorhanden. Die Würmer huschen sogar über die Erde, während ich in der Nähe Unkraut grabe. Um jeden Wurzelballen oder im entstandenen Loch beim Löwenzahn ausgraben sind Mengen an Würmern. Die muss ich halten, daher darf der Boden nie unbedeckt sein. Vor meinem Mulchen waren so gut wie keine Würmer im Boden!  Und ich muss sie füttern – mit Mulch – damit sie weiter unaufhaltsam mir ihre Dienste erweisen. Ihre Arbeit kann keine Maschine oder kein Dünger und sonst Mittelchen, was man auf die Erde aufbringt, ersetzen! 
Heute habe ich Kompost auf die Beete verteilt. Mangels Zeit auch hier wieder ungesiebt, weil er ohnehin sehr schön locker und fein krümelig ist. Dann kam die entsprechende  Menge Steinmehl darüber und schließlich der Rasenschnitt von gestern Abend. Ein Beet ist fertig gemulcht und kann die nächsten Tage bepflanzt werden. 
Gottseidank haben wir auf Grund der großen Rasenfläche immer wieder Mulchmaterial zur Hand. Leider zu wenig aber ich bin dankbar für die Menge, die ich bekomme. Würde es bei uns auch mal regnen, hätte das Gras mehr Zuwachs. Es ist halt schon wieder ein wenig trocken hier. 


Gemüseexperimente im Gewächshaus

Nach der Mulcharbeit habe ich die Tomaten, die schon sehr groß sind, aus dem geschützten Partyraum endgültig ins Gewächshaus gestellt. Dort sind die Lichtverhältnisse eindeutig besser. Aber ich bin froh, dass sie noch im Haus waren. Die Nacht zum Freitag hatte Temperaturen, die nur minimal oder gar nicht mehr über dem Null-Punkt lagen. Da wäre es auch im Gewächshaus, vor allem für die Paprika, zu kalt geworden. Sie hätten einen Wachstumsschock bekommen, von dem sie sich wieder lange nicht erholt hätten. 
Im Gewächshaus stehen ja noch viele andere Jungpflanzen. Den Grünspargel zeigte ich bereits. Aber seht mal, in welch unbeabsichtigt witzigen Kombination er in der Topfplatte steht. Was isst man gern zu frischem Grün-Spargel? Na? 
Klar! Kartoffeln. Ja, wirklich, direkt neben dem Spargel stehen, wie später auch auf dem Teller, junge Kartoffelpflanzen. 

Wundert euch nur. Normal ist das ja auch wirklich nicht. Und meine Kartoffeln für die Küche stecken schließlich auch schon im Boden. Die hier sind ein Experiment, eine gärtnerische Spielerei. Im Samenkatalog fand ich Kartoffelsamen. Eine Mischung an Samen verschiedener Sorten. Eine Anregung zum Selberzüchten. 
Im Jahr davor wollte ich schon Samen von meinen Kartoffeln abnehmen, weil in einem hochinteressanten Artikel zum Thema Kartoffeln stand, dass man sie sähen kann. Es wird oder wurde auch schon damit experimentiert, Kartoffeln leichter für mehr Menschen zur Verfügung stellen zu können, in dem Samen statt Steckkartoffeln verteilt und gelagert werden. 
Ich habe die Samen bestellt und gesät. Jetzt habe ich wohl etliche unterschiedliche Kartoffelpflanzen nicht bekannter Sorte(n). Spannend! 
Und nun haltet euch fest. In der aktuellen Ausgabe eines von mir heiß geliebten Gartenmagazins für natürliches Gärtnern und leben (ich nenne jetzt keine Bezeichnung, sonst muss ich am Ende den Beitrag  wieder als Werbung deklarieren, was ich nicht möchte) ist eine Beschreibung, wie man seine eigene Kartoffelsorte selbst züchtet, ausgehend von gesäten Kartoffeln. Die lassen aber ihnen bekannte Sorten sich bestäuben und nehmen dann die Samen. Diesen ersten Schritt habe ich mir erspart. 
Ob ich wohl Kartoffeln hinbekomme, die ich dann gern auch mal weiter verwende. In 10 Jahren immer noch? Das ist alles höchst aufregend und ich bin neugierig, was daraus wird. Jetzt sind erst einmal die Samen gekeimt und ich habe winzige Kartoffelpflanzen. Was weiter geschieht, demnächst in diesem Blog. 
Aber eigentlich möchte ich mich ja meiner geschafften Arbeit bewusst werden und mich vom miesen Abend ablenken. 

Wem die Arbeit im Garten nicht ausreicht, macht eben draußen weiter…

Zurück also zum Tagesgeschehen. Was sich auch außerhalb des Gartens abspielte. 
Und wenn ich schon einmal außerhalb meines Gartens bin, nutze ich die Gelegenheit. Mein Weinberg sieht von draußen auch recht ordentlich aus. Alle Rebstöcke haben diesmal überlebt. Der eine erfrorene vom letzten Jahr ist durch einen neuen ersetzt. Die Schnittarbeiten und Anbindearbeiten wurden durchgeführt. 
Geht man da draußen auf dem Zufahrtsweg einen Schritt zurück, sieht man den Weinberg hinter dem Zaun und auch einmal die alte Ligusterhecke. Oh weh, die muss dieses Jahr auch wieder geschnitten werden…… 

Und drehe ich mich hier vor dem Gartenzaun um, kann ich meinen Weihergarten erblicken. Seht ihr den roten Pfeil? Da ist der Eingang und das Stückchen Land rechts vom Türchen ist meines. Da kommen wir auch gleich noch hin. 
Und schon sind wir bei der Arbeit. Zwischen dem Zufahrtsweg vor unserem Zaun und der Dorfstraße liegt ein steiler Hang.  Es ist unsere Aufgabe, den Bereich vor unserem Grundstück, zu mähen. 
Das geht nur mit der Motorsense. Der Rasenmäher geht ab einer gewissen Steillage und Neigung immer aus. Zudem droht er ständig um zu kippen. Also spielen wir ein paar Mal im Jahr Bergbauern und mähen den Steilhang. Das ist immer eine wenig beliebte Arbeit, bei uns beiden. 
Es muss aber sein. In 14 Tagen ist Kirchweih im Dorf. Die findet auch noch direkt vor unserem Haus, neben dem Dorfweiher statt. Und der Kirchweihumzug führt hier auf der Dorfstraße an unserem Grundstück vorbei. Da muss man schon alles herausputzen. 
Meine beiden Quittenbäume (fränkische Hausquitte und Baumwollquitte) pflanzte ich vor über vier Jahren. Es waren damals nur jeweils ein dünner Ast, ohne Seitentriebe und vielleicht 50 cm lang.  Ich band sie damals an einem Stock fest, damit sie nicht umgeknickt werden. Der Nachbar sah mich und fragte, ob ich nicht ein wenig sehr dünne Stützen verwende. Ich musste ihn aufklären. Das „sehr dünne“ ist der Baum und das Dicke ist die Stütze. Bilder dazu hatte ich damals auch veröffentlicht.  Früher hatte ich noch sehr kleine Bilder im Blog, die aber beim Anklicken größer werden. Schaut einfach mal HIER vorbei.  
Seither sind sie wirklich schon gut gewachsen. Allerdings blühen sie schon seit zwei Jahren, bringen aber keinerlei Fruchtbehang hervor. Ich hoffe, das ändert sich noch. Vielleicht dieses Jahr? Knospen haben sie jedenfalls wieder ausreichend. 
Der Wiesenschnitt vom Steilhang kommt gleich  runter in den Weihergarten als Mulch. 
Wie ihr sehen könnt, habe ich ein  paar Bahnen Bändchengewebe verlegt. Dazwischen sind Ackerbohnen gesät, Topinambur gesteckt und die Yacons kommen noch dorthin. Irgendwie muss ich mit den wirklich üblen Unkräutern dort unten zurecht kommen. Ob das Gewebe mir dabei hilft? Ich versuche es dieses Jahr zum ersten Mal. 
Wer schon mal mit Quecken und Ackerwinden zu tun hatte, weiß sicher, wie hartnäckig die sind. 
Ein paar Meter Hecke stehen auch am Steilhang. Damit wir den Kirchweihumzug richtig beobachten können, und weil es nötig war, wurde die Hecke gleich mit geschnitten. 
So langsam wird das Häckselmaterial echt viel. Kommende Woche muss ich wohl mal wieder den großen Häcksler anschmeißen. Das kommt mir ganz gelegen, brauche ich doch noch viel Mulchmaterial. 
Ihr seht, die Sonne geht langsam unter. Der Samstag geht zu Ende und ein wohlverdienter, ruhiger Abend naht. 
Jedenfalls holen wir bei der sehr hilfsbereiten Nachbarin (der ja mein Weihergarten eigentlich gehört) noch  einen Anhänger voll Stroh. Mit ihren sieben Pferden hat sie das natürlich immer ausreichend vorrätig. 
Somit kann ich die in der vergangenen Woche gesteckten Kartoffeln dick mit Stroh mulchen. 
Ein wenig  hebe ich mir für den Garten oben auf. Das kommt zwischen die Erdbeeren und unter die Beerensträucher. 

Tagesarbeit geschafft, der Abend geht auch vorüber und eine Einladung

Jetzt ist Feierabend. Naja dachten wir  halt wenigstens. 
Und ich habe jetzt wieder sehr viel geschrieben. Es hat mich abgelenkt und auch   Spaß gemacht. 
Mich selbst überrascht, wie viel doch immer wieder zu tun ist und über wie viele spannende Dinge man immer wieder berichten kann. 
Vielleicht sollte ich auch einmal erwähnen, dass Interessierte immer herzlich eingeladen sind, einen für uns beide passenden Termin aus zu machen und mich (uns) im Garten besuchen zu kommen. 
Vielleicht ist das eine oder andere Thema für den einen oder anderen interessant? Vielleicht überlegt jemand, selbst einen Garten zu bearbeiten oder sich mit Obst und Gemüse selbst zu versorgen und hat viele Fragen? Themen gäbe es sicher ausreichend, worüber es ich zu reden lohnt. Erfahrungen und Ideen austauschen ist für mich immer sehr wichtig. 
Also bitte keine Scheu. Kontakt gern über eine Kommentar oder über die Adresse im Impressum

Der Gemüsegarten kommt langsam in Fahrt

Es ist an der Zeit, den Gemüsegarten zu bearbeiten

Es ist nun bereits Ende April und wir haben eine ganze Reihe traumhaft schöner Frühlingstage hinter uns. Ich denke, es ist höchste Zeit, auch einmal wieder etwas vom Gemüsegarten zu berichten. 
Viel zu lange stand der dieses Jahr hinten an. Naja eigentlich stand ja der ganze Garten hinten an, weil das Wetter die ersten Monate wirklich ganz greislig war. Nun gibt es ach so viel an Arbeit nach zu holen, auf zu holen oder zu überspringen. Ich habe mir – und das ist das erste mal, daß es auch richtig nötig war – ein paar Tage Urlaub genommen um wirklich voran zu kommen. 

Die Gemüsejungpflanzen

Fangen wir mit dem Gemüse an. Vielleicht zu erst einmal die Dinge, die „jeder“ hat. Zumindest werden sie in den Gartenforen reichlich und prächtig präsentiert. 
Tomaten, Chili, Paprika stehen hier (zu) dicht gedrängt im  Regal. Auf der unteren Etage gedeihen Yaconpflanzen (hallo Anna, dies sind wunderbar geworden!), Süßkartoffelpflanzen und Basilikum. 
Das Regal ist recht praktisch. Nimmt man die Böden heraus, sackt es auf wenige Zentimeter zusammen und kann so platzsparend verstaut werden. Dazu geliefert wurde eine Gewächshaushaube mit Reißverschluss-Tür zum Öffnen. Die war am Anfang noch drüber, als es in dem Raum noch nicht so von der Sonne aufgeheizt war. Wir haben noch einen billigen Möbelroller vom Baumarkt besorgt (er muss ja keine 200 kg bewältigen können) und eine Holzplatte darauf geschraubt. Somit hat das  Regal einen fahrbaren Untersatz und ist mobil. Abends ziehe ich es zurück und schließe die Türen. Tagsüber dürfen sie sich sonnen und den Wind um die Blätter streifen lassen (letzteres ist übrigens sehr wichtig für ihre Gesundheit!). Ich achte darauf, dass jeden Tag eine andere Seite vorne am Licht steht. 
Wenn im Gewächshaus auf den Tischen Platz ist, kommen die Töpfe dorthin. Da haben sie von allen Seiten Sonne. Ich hoffe nur, dass die Temperaturen nachts nicht zu weit absacken und ihnen Wachstumsdämpfer verpassen. 
Was auch „jeder“ hat, aber nicht jeder selbst aus  Samen anzieht, ist der Salat. Den werden wir später noch einmal sehen. 
Kommen wir aber jetzt zu den spannenden Dingen, die eben nicht „jeder“ hat. Super stolz gemacht und so erfreut hat mich der Grünspargel. Kurz die Vorgeschichte: Letztes Jahr habe ich auf dem extra für ihn (und Kartoffeln) hinzu genommen Stück Land, dem Weihergarten etwa 40 Grünspargelwurzeln gepflanzt. Sie sind nicht sündhaft teuer, kosten aber auch ihr Geld. Ganz zu schweigen von der Arbeit damit. Was soll ich sagen, es war der totale Reinfall. Nichts kam. Hier und da ein Trieb, der unwesentlich größer war, als die hier Gekeimten. Der war dann schnell auch wieder weg. Alles umsonst. Dann sah ich im Samenkatalog Samen vom Grünspargel. Die dachte ich, sähe ich und setze dann die komplette Pflanze, vielleicht geht das dann an. 
Erst schien es so, als ob Grünspargel generell nicht gewillt ist, mit mir zusammen zu arbeiten. Es keimte nichts. Und dann kam ich eines Tages ins Gewächshaus und sah die herrlichen Sämlinge. Ich habe extra nach gesehen. Es hat 4 Wochen gedauert, bis er keimte. Nun Geduld brauchen wir damit sowieso noch. Schätze mal, daß wir in 4 oder 5 Jahre den ersten werden Ernten können. Oder ist das zu optimistisch? Wenn jemand Erfahrung damit hat, bitte gerne melden. 
Auch nicht so oft wird man wohl diese Sämlinge finden. Es sind die Zwiebeln. Meistens werden sie als Steckzwiebeln in die Erde kommen. Da hatte ich aber die letzten Jahre insgesamt keine Gute Erfahrung gemacht. Seit 2017 nun sähe ich sie und mache wieder gute Zwiebel-Erfahrungen. 
Vorteil ist die größere Sortenauswahl und dass keine Krankheit eingeschleppt wird. An den Saatzwiebeln können sich Krankheitskeime befinden, die man sich so in den Garten holt. Auch ein Grund übrigens, warum ich allen Kohl sowieso immer selbst ziehe. Kohlhernie holt man sich auch über die gekauften Pflanzen in den Garten. Nicht über die eigenen gesäten. Das minimiert schon mal die Gefahr diese Krankheit im Garten ertragen zu müssen. 
Meine Kohlsämlinge. Weißkraut für Sauerkraut (diesmal die Sorte Filderkraut). Frühkohl, der bei mir immer deutlich besser gedeiht, als der späte Kohl. Und Blaukraut, das wir am meisten benötigen. In den vergangene Jahren, waren die Pflanzen zu der Zeit jetzt schon deutlich größer. Dieses Jahr aber hat mir das schlimme Frühjahr einen Strich durch die Rechnung gemacht. 
Bei der vielen Arbeit im Garten muss man auch immer sehen, wie man sie sich erleichtert. So sähe ich etwa die Melden nicht mehr vor und päpple sie mühsam hoch. Bei denen ist es echt langwierig, sät man sie in Saatschalen selbst aus. Da warte ich immer, bis sie überall in den Beeten keimen und suche mir dann schöne Pflanzen heraus. Die kommen dann in die Reihe, wo sie gedeihen sollen. Der Rest wird gejätet. So kräftige Sämlinge bekommt man durch Aussaat selbst nicht hin. Glaubt mir!

Saat-Kartoffeln stecken. Meine Methode dafür spart Arbeit und bringt super Ernte

Bereits vor einer Woche schon habe ich den beim Grünspargel erwähnten Weihergarten angefangen zu bewirtschaften. Zuerst haben wir die ganze Fläche mit Rasenschnitt gemulcht. Der Boden hier ist sehr gut, es fehlen im aber die Regenwürmer. Da muss ich jetzt wirklich daran arbeiten. Wie anders ist es, wenn ich oben im Hausgarten in der Erde herumstochere.  Alle Größen an Würmern in und auf der Erde unter dem Mulch.
Das rechte Häuschen ist übrigens unseres, falls neue LeserInnen hier sind. 
Ach ja Entschuldigung. Ich erwähne neue LeserInnen und vergesse doch glatt zu zeigen, warum ich dieses Stück Land „Weihergarten“ nenne. Ich drehe mich mal schnell um und mache noch ein Foto. 
Et voilà, der Dorfweiher. 
Zweieinhalb Stunden habe ich gerackert bis alle 100 Knollen verbuddelt waren.  30°C hatten wir,  kein  Wind und keine Wolke. Und ich Dödel habe mein Trinken oben im Garten stehen lassen…..
Was habe ich hier gemacht? Kartoffeln gesteckt, Topinambur gesteckt, Ackerbohnen gesät. 
Ein paar Worte möchte ich zum Kartoffeln-Stecken äußern, weil ich das auch nicht mache wie „jeder“ und doch super Ernten einfahre. Wir essen noch immer die Kartoffeln vom letzten Jahr. Die halten hervorragend und die Menge ist mehr als ausreichen. 
Was mache ich also anders? Es ist eher das, was ich nicht mache, das interessant sein dürfte. Und das wahnsinnig viel Arbeit spart und den Rücken schont. Mehr als jedes Hochbeet….
Der Boden ist also gemulcht und ich spanne erst mal eine Schnur, damit die Reihen nicht schräg zum Weg verlaufen werden. 
Dann reche ich den Mulch großflächig zur Seite. Mit dem Handpflug und nachhelfend dem Spaten ziehe ich eine Rille. Umgegraben wird bei mir übrigens nicht im Herbst und nicht zu einer anderen Jahreszeit.  
In die Rille lege ich meine vorgekeimten Kartoffeln. Allesamt (bis auf eine Sorte) Kartoffeln aus eigener Ernte. 
Darüber kommen 2 Schaufeln dieser Mischung. Die Reihe ist in etwa 4 Meter lang. Die Mischung besteht aus reifen Kompost, Hornmehl, Algenkalk und einer Prise Holzasche (Kartoffeln lieben Kalium im Boden). Wie kommt man auf die richtige Menge? Ich wußte, wie viele Reihen ich brauche.  Ich weiß auch wie lang eine Reihe ist und in welchem Abstand die nächste Reihe kommt. So lässt sich die gesamte Fläche ausrechnen. Wie viel Hornmehl, Algenkalk oder Kompost pro Quadratmetern bei Starkzehrern nötig ist, steht ja fest (oder eben auf der Packung). Beim Kompost ist es übrigens bei Starkzehrern etwa ein 10 l Eimer pro Quadratmeter, was ausgebracht gar nicht viel erscheint. 
Die Mengen habe ich abgemessen, vermischt und dann gleichmäßig auf die Reihen verteilt. 
Danach werden die Reihen wieder mit dem Aushub zugerecht. Der beiseite geschobene Mulch kommt wieder drüber und fertig. Jetzt muss ich nur rasch noch Stroh besorgen, das dann in einer dicken Schicht über die ganze Fläche kommt. 20 cm hoch sollte die Schicht schon sein. Schnell muss ich sein, weil ich jetzt noch einfach das Stroh über die gesamte Fläche werfen kann. Sind die Kartoffeln erst einmal über der Erde, müsste ich es sorgsam zwischen die Reihen legen. 
Wie das letztes Jahr so lief und zu was es führte, könnt ihr HIER nachlesen.  Anhäufeln ist nicht  nötig. Und Hacken auch nicht. Kartoffeln lieben einen eher kühlen und frischen, also feuchten Boden. Bei uns ist es, gerade hier unten am Weiher aber immer heiß und trocken. Da ist es besser, den Boden durch das Stroh frisch und kühl und locker zu halten. Im Herbst musste ich nur das Stroh beiseite schieben und mit einer Handschaufel die sehr oberflächlich liegenden Kartoffeln vorsichtig freischarren. Manche lagen auch auf der Erde, geschützt unter dem Stroh und mussten gar nicht ausgegraben werden. Über den Winter ist das Stroh restlich verrottet und nichts ist mehr davon zu sehen. 
Hätte ich nicht die wirklich ekelhaften Winden im Garten, gäbe es wegen dem Stroh auch keinerlei Unkraut. Also leichter und rückenschonender habe ich  noch nie Kartoffeln angebaut. Auch ich habe einmal angehäufelt und Unkraut gehackt und dann nach den Kartoffeln gegraben. Ich weiß, wie anstrengend das ist. Daher probierte dich damals, als ich darüber las, sofort und gerne die jetzige Methode aus. Die gebe ich auch nicht mehr her…..

Wie ich mir beim Gemüsepflanzen und Beetvorbereiten eine Menge Arbeit spare

So, und nun noch einmal kurz zurück, hoch in den Hausgarten. 
Bei den Tomaten, zu Beginn dieses Beitrages, habe ich es erwähnt. Der Platz auf den Gewächshaustischen muss frei werden. Daher sollte das dortige Gemüse endlich ins Freie. 
Aber die Beete liegen noch da, wie ich sie im Herbst verlassen habe. Zeit ist trotz Urlaub Mangelware. Sie ist knapp und rast zudem noch. Also müssen alle Arbeiten auf ihre Notwendigkeit überprüft werden. 
  • Restlichen Mulch von den Beeten entfernen zum Pflanzen. Kann entfallen. Dann liegt eben noch Laub  und ein paar Pflanzenstängel im Beet. 
  • Boden mit der Grabegabel lockern, bevor gepflanzt wird. Kann entfallen. Ich lese von Gärtnern, die selbst das nie machen, ganz abgesehen vom Umgraben. Umgraben tue ich sowieso nicht. Es ist ansträngend und für meine  Boden (ist kein reiner Lehmboden) nicht nützlich. Ausserdem ist der Boden locker, wenn ich so mit meinem Schäufelchen darin herum stochere.

  • Unkraut jäten. Kann entfallen. Also fast jedenfalls. Hier und da steht ein Löwenzahn oder Brennnessel oder ein ein Grasbüschel. Das ist schnell beseitigt. Ich bin selbst ganz überrascht, dass nicht mehr kommt und schon keimt.  Ich habe da eine Idee, die muß ich aber erst überprüfen und werden, wenn es stimmt noch darüber berichten.
  • Der Kompost müsste noch gesiebt werden. Kann entfallen. Er ist locker bröselig und trocken. Nur wenig grobe Stücke sind enthalten. Klar, es wird ja auch alles gehäckselt, bevor es auf den Kompost kommt. Die Arbeit spare ich mir also. 

So mische ich mir wieder, wie bei den Kartoffeln beschrieben meine Düngemischung aus Kompost, Hornmehl und Algenkalk. Zusätzlich kommt in jedes Pflanzloch ein wenig vom „Gartengold“, meinem Wurmhumus aus der Wurmfarm. 

Und schon sind die jungen Salatpflanzen (die wir oben schon einmal im Gewächshaus gesehen haben) und Sommerlauchpflanzen in der Erde. Zwischen dem Salat wurden Radieschen gesät. Und dann waren da noch ein paar Kohlpflanzen der ersten Aussaaten Anfang März. Weil dieses Jahr einfach nichts gelingen wollte, keimten sie fast nicht, dann doch zog ich die Saatschalen irgendwie durch. Nun weiß ich nicht mal  mehr, was es genau ist. Doch die Pflänzchen waren schön und ich habe sie jetzt einfach wild in der Reihe gemischt gesetzt. Es kann nur Frühkohl oder Kohlrabi sein. Zwei Stunden war ich dennoch locker damit beschäftigt. Wie lange wäre ich wohl beschäftigt gewesen,  hätte ich die Arbeiten oben ausgeführt, statt ausgelassen? 
Und ich bin sicher, die Pflanzen gedeihen prächtig. Verfolgt es einfach in den künftigen Beiträgen.

Hier die ersten Gemüse im Beet für dieses Jahr. 

Es ist erst April und doch denkt der Selbstversorger schon wieder ans Konservieren

Neben den  notwendigen Arbeiten im Garten geht es parallel in der Küche weiter. Die Ernte muß ja auch verarbeitet und konserviert werden. Ja! Auch jetzt wird beim Selbstversorger schon an später, den Winter und schlechte Zeiten gedacht. 
Heute habe ich erst einmal vom Bärlauch Bärlauchbutter gemacht und portionsweise eingefroren. 
In den Fotos seht ihr meinen Bärlauch. Hier im Gemüsebeet. 
Und hier in der Wildnis an der Grundstücksgrenze unter den Haselnußsträuchern. Schaut mal hinten rechts im Bild….
Der wird auch demnächst geerntet werden können. Es ist meine Waldmeisterplantage. 

Die Kartoffelernte ist abgeschlossen und ein Schlußstrich kann gezogen werden

Es ist also vollbracht. Mein Kartoffel-Jahr ist abgeschlossen. Die letzten Knollen sind geerntet. Nun kommt das Sortieren, Lagern, Verkosten, Genießen in unzähligen Kartoffelgerichten. Und es kommt die schwere Entscheidung, welche Sorten ich vielleicht nächstes Jahr gar nicht mehr anbaue. 

Mein  Grundstückchen unten am Dorfweiher

Zuerst aber einmal kommt doch noch mal mit in meinen Garten unten am Dorfweiher. 
Warum ich immer von unten rede, sieht man hier am Foto sehr gut. Der Blick vom Garten aus hinauf zum Haus. 
Blick vom Weihergarten zum Wohnhaus (c) by Joachim Wenk
Blick vom Weihergarten zum Wohnhaus (c) by Joachim Wenk
Hier ein Blick in Richtung Dorfmitte. Man sieht, wie der Garten direkt an der Dorfstraße liegt. 
Der Weihergarten liegt direkt an der Dorfstraße  (c) by Joachim Wenk
Der Weihergarten liegt direkt an der Dorfstraße  (c) by Joachim Wenk

Gleichzeitig so romantisch direkt am Ufer des Weihers.  Ein Geschenk so ein Grundstückchen bewirtschaften zu dürfen. Dies war der zweite Sommer und die erste Saison, in der ich das Grundstück von Frühjahr an bewirtschafte.

Der Weihergarten liegt natürlich auch am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk
Der Weihergarten liegt natürlich auch am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk

Seht mal, wie die Kartoffeln schon direkt an der Erdoberfläche liegen. Ich habe sie damals nur in einen leichten Graben gepflanzt. Der wurde mit dem Rechen danach nur zugezogen. Angehäufelt wird nicht. Unnötige Arbeit. Schließlich kam eine etwa 10 dicke Mulchschicht aus Stroh auf die ganze Fläche.

Das Stroh ist jetzt beinahe vollkommen verrottet und die Kartoffeln liegen direkt unter der Strohschicht. Sie mußten sich nicht anstrengen, in der Erde zu wachsen und ich muß  mich nicht sonderlich anstrengen, sie auszugraben. Die Handschaufel genügte. Und so rutsche ich auf allen Vieren, was die rückenschonendste Haltung ist, wieder Reihe für Reihe durch den Garten. Wieder ist die Ernte sehr zufriedenstellend.

erntereife Kartoffeln  (c) by Joachim Wenk
erntereife Kartoffeln  (c) by Joachim Wenk

Leider weiß ich jetzt aber auch, so denke ich , warum meine 40 im Frühjahr gesetzten Grünspargel nicht austrieben. Nur drei oder vier und die sind dann unter dem Unkraut und Kürbissen verschwunden, weil ich keine Lust mehr hatte mich um den Spargel zu kümmern.

Die Antwort auf meine Frage lautet schlicht: Wühlmäuse.

Etliche Kartoffeln sind angefressen und nicht mehr verwertbar. Meiner Ernte macht das nicht viel. Aber ich denke, die Viecher haben im Frühjahr die Grünspargelwurzeln aufgefressen. Warum sonst kommt von dutzenden Pflanzen, die im Fachhandel gekauft wurden, keine zum Wachsen?

Die späten Lagerkartoffeln sind nun auch geerntet

Die Kübel mit den Kartoffeln werden den Berg hinauf gezogen und in der Wiese zum Fototermin ausgekippt.

Das hier ist die Sorte Cara. Eine späte Lagerkartoffeln, widerstandsfähig gegen die Krautfäule und trockenheitstolerant. Die Kartoffeln sind sehr groß aber auch mit vielen sehr kleinen dabei. 34 Kartoffeln habe ich gesteckt und nun 13 kg Speisekartoffeln geerntet.

Kartoffeln Sorte Cara  (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln Sorte Cara  (c) by Joachim Wenk

Daneben war noch die Sorte Sarpo Mira zu ernten. Ebenfalls eine sehr widerstandsfähige Lagerkartoffel. Wieder viele große und sehr große Kartoffeln aber auch eine Menge sehr Kleiner. Die Knollen aber sind schön, haben eine feste Schale und sind gesund.

14 vorgetriebene Kartoffeln gepflanzt und 8 kg Speisekartoffeln geerntet.

Kartoffeln Sorte Sarpo Mira (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln Sorte Sarpo Mira (c) by Joachim Wenk

Das ganze Grundstückchen von etwa 35 qm wurde nun, da es vollkommen abgeerntet ist, natürlich sofort wieder mit Mulch bedeckt. Offene Erde ist immer schlecht fürs Bodenleben. Und genau das ist mir ja so wichtig. Wir haben wieder Rasenschnitt verteilt.

Der Gemüsegarten ist abgeerntet und gemulcht (c) by Joachim Wenk
Der Gemüsegarten ist abgeerntet und gemulcht (c) by Joachim Wenk

Wenn ich alles zusammen rechne, habe ich im Frühjahr fast 100 vorgetriebenen Kartoffeln der unterschiedlichen Sorten  gepflanzt. Nun durfte ich etwa 85 kg Speisekartoffeln wieder ausgraben. Alles zusammen gerechnet eine sehr gute Ernte. Einige Sorten brachten überdurchschnittlich viel Ertrag und andere sehr sehr wenig. Leider gehört  die ansonsten gute Sorte Duke of York zu den absoluten Etragsminimalisten. Ich denke, als Frühkartoffel muß ich mir eine andere Sorte aussuchen. Auch schon im vergangenen Jahr brachte der Duke keine Ernte. Daher schließe ich darauf, daß er nicht zu mir und meinen Gärten passt. 

Wenn Gemüse zum Unkraut wird

Zum Abschluß noch eine lustige Beobachtung, die ich in den letzten Tagen machen durfte. 
Salat. 
Salat? Ja! Salat.  Er geht überall auf und in jeder Ecke finde ich kräftige junge Salatpflanzen in den Gemüsebeeten. Wie Unkraut wächst er da. 
Wer sich nun fragt, wie das geht, soll Antwort erhalten.
Im Frühjahr hatte ich zu viele Pflanzen gezogen. Einige schossen, weil sie absolut zu lange im Beet standen. Ich ließ ein paar blühen, weil ich Samen abnehmen wollte. Da ich nur samenechte Sorten baue, ist das kein Problem. Diese winzigen Samen, wie beim Löwenzahn mit Flugschirmen ausgerüstet, wurden natürlich vom Wind auch in den Beeten verteilt. Das Ergebnis sieht man jetzt. 

wild aufgegangene Salatsämlinge (c) by Joachim Wenk
wild aufgegangene Salatsämlinge (c) by Joachim Wenk

wild aufgegangene Salatsämlinge (c) by Joachim Wenk
wild aufgegangene Salatsämlinge (c) by Joachim Wenk
wild aufgegangene Salatsämlinge (c) by Joachim Wenk
wild aufgegangene Salatsämlinge (c) by Joachim Wenk

Nicht so kräftig wie die wild aufgegangen, sind die von mir ausgesäten Wintersalate. Nun sind die restlichen aus pikiert und ich bin gespannt, ob das noch kräftige Pflanzen werden. Immerhin sollen sie ja den Winter draußen im Beet verbringen können. Vier Sorten will ich testen. Ob da im Frühjahr noch welche da sind und ob ich wohl Salat ernten werde?

Wintersalatsorten als Jungpflanzen  (c) by Joachim Wenk
Wintersalatsorten als Jungpflanzen  (c) by Joachim Wenk

Nach der Ernte weiß ich, warum die Kartoffelsorte Galactica heißt, wie sie heißt

435 Gram für eine Kartoffel? Das muß besser gehen…

Wißt ihr noch? Vor ein paar Tagen bemerkte ich, daß das Kartoffellaub abgestorben ist und schabte ein wenig mit dem Schäufelchen in der Erde. Die Kartoffeln die ich dabei zu Tage förderte, sprengten all meine Vorstellungskraft einer Kartoffelernte. 435 Gramm wog die Größte von ihnen. 
Was soll ich sagen. 400 Gramm für eine Kartoffel? Das ist doch eher Mittelmaß. Das muß besser gehen! 
Und jetzt halten mich sicher manche von euch für übergeschnappt, überkandidelt oder eingebildet. Oder eben sehr sehr dumm, sollte ich es dennoch besser hinbekommen haben. 
Das können wir gern alles auch einmal ausdiskutieren. Aber zuerst muß ich euch von meiner gestrigen Kartoffelernte berichten. 
Ich hatte mir also vorgenommen, die Kartoffeln zu ernten. Also erst einmal nur diese eine Sorte, die anderen müssen noch bleiben. Ich habe nur ganz schlecht Lagerplatz und auch die Zeit langt nicht, alle auf einmal zu ernten. 
Dann der Morgen. 9 Grad, gegen Mittag schon über 10 Grad. Da Kartoffeln ernten? 
Nachmittags wurde es mit einem Mal mild und es sah nach Regen aus. Ich ließ mich aber auch von den ersten Tropfen, die rasch wieder verschwanden, nicht aufhalten. Ich wollte das jetzt wissen, wie die Ernte weiter geht. 
Schnell war klar, daß ich sie einzeln mit der Handschaufel, auf allen Vieren robbend, ausgraben muß. Normalerweise nehme ich die Grabegabel. Dabei sticht man hin und wieder eine an, die muß halt dann bald verzehrt werden. 
Hier aber ist die Grabegabel nicht zu empfehlen. Warum? Mit ihr würde ich ja unter Garantie jede der riesigen Kartoffeln anstechen. 
Schaut euch das an!
Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk
Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk

Und es ging tatsächlich besser…..

Und nun komme ich nochmal auf die 435 Gramm zu sprechen. Wieder suchte ich mir die vermeintlich größte Kartoffel aus und legte sie auf die Waage. 
Na bitte. Es geht eben doch! 740 Gramm für eine Kartoffel. Also ich würde sagen, da kann man nicht meckern. Oder? 
Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk
Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk

Erstklassige Kartoffelernte 2017

Die Sorte heißt übrigens Galactica. Ich weiß gar nicht, woher sie wohl diesen Namen hat! 
Das war jetzt eine Reihe und 3 Pflanzen. Fünf weitere Reihen anderer Sorten warten noch auf die Ernte. 
Die werden nicht derart groß sein. Dennoch verspreche ich mir eine gute Ernte. 
Was im Eimerchen neben dem Wagen zu sehen ist, wäre auch eine gute Ernte. Leider ist mir dabei ein Fehler unterlaufen. Das waren neben der Galactica noch Duke of York. So sagt es meine Aufzeichnung. Leider hatte ich das nicht mehr im Kopf. Ich dachte, am Weiher nur Späte gesetzt zu haben. Jetzt ist aber der Duke of York eine sehr frühe Sorte. Das merkte man an der Ernte. Die Kartoffeln fingen bereits an zu faulen. Hätten schon längst aus der Erde gehört. Viele nicht verfaulte haben Flecken, die sie sicher nicht mehr genießbar machen. Einige sind aber noch schön und auch die Größe ist gut. Schade, ich hätte sie gut gebrauchen können, als frühe Kartoffeln. Dumm, daß man so was vergisst. 
Die erste Sorte Kartoffeln ist abgeerntet  (c) by Joachim Wenk
Die erste Sorte Kartoffeln ist abgeerntet  (c) by Joachim Wenk
Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk
Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk

Wie die Kartoffeln wurden, was sie sind

Und jetzt noch  einmal ein kurzer Rückblick auf den Werdegang der Galactica. 
Das Laub ist abgestorben. Zeit zum Ernten. Leider kam wieder sehr, sehr viel Unkraut auch durch die dicke Strohschicht hindurch. Die Winden sowieso und auch das Franzosenkraut wuchert wie wild. Das immense Unkraut hier unten am Weiher ist wirklich ein Dorn im Auge. Sonst könnte ich tatsächlich Spaß an dem gepachteten Grundstücklein haben. 
Kartoffeln vor der Ernte (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln vor der Ernte (c) by Joachim Wenk
Vor etwa vier Wochen, also Anfang August, sah das Kartoffelbeet noch so aus. Die Wochen zuvor überfielen Unmengen Kartoffelkäfer die Beete bei mir und allen Nachbarn. Erst sammelte ich ab. Diese Mengen konnte ich aber nicht schaffen. Mehrmaliges Spritzen mit Niehm-Öl reduzierte sie merklich. Gut, daß  ich vorgetrieben hatte und zeitig pflanzte. So waren die Kartoffeln schon so gut im Laub, daß die Käfer sie nicht kahl fressen konnten, bis ich mit dem Spritzen anfing. Das hätte großen Schaden angerichtet. Ganz weg brachte ich sie nicht. Aber ich merkte dann, daß die Kartoffeln größer sind, als die Larven vertilgen könnten. Zudem hatte ich sie mit dem Niem reduziert. Ich kam auch zum Spritzen überhaupt nicht mehr in das überwucherte Beet, ohne die Triebe abzutreten. Also ließ ich die wenigen Larven und jetzt haben sie ohnehin nichts mehr zum Knabbern. 
Kartoffeln Anfang August (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln Anfang August (c) by Joachim Wenk
Im Juni hatte ich eine sehr dicke Strohschicht als Mulch zwischen die Kartoffeln verteilt. Das half, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Übermäßig gesegnet mit Regen waren wir schließlich auch dieses Jahr nicht. Zudem mögen Kartoffeln kühlen Boden. Hier unten knallt den ganzen Tag die Sonne hin. Da tut ein Mulch auf dem Boden wirklich gut. 
Kartoffeln Anfang Juni  (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln Anfang Juni  (c) by Joachim Wenk
Bevor wir dazu kamen, das Stroh zu organisieren, mulchten wir mit Grasschnitt. Das hier sind übrigens die Galactica und der Duke. 
Kartoffeln im  Mai  (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln im  Mai  (c) by Joachim Wenk
Leider habe ich kein Foto von der Galactica beim Pflanzen. Im Prinzip ging das aber so, wie bei den weiteren Kartoffeln auch. Ich treibe sie vor und pflanze sie dann. Die Galactica habe ich am 12. April gepflanzt. Dann kam die Woche mit den heftigen Frösten und dem Schnee. Der Galactica machte es nichts, sie trieb rasch wieder aus. 
Ich setze die Kartoffeln nur in einen flachen Graben, den ich nach  dem Pflanzen mit dem Rechen zu ziehe. In diesen Graben kam als Dünger nur reifer Kompost, nicht all zuviel, und etwas Hornmehl. 
Ich häufle die Kartoffeln nicht (mehr) an. Diese Arbeit spare ich mir. Mulch und besonders der Strohmulch halten den Boden schön feucht und jetzt beim Ernten sah ich es auch. Triebe der Kartoffeln krochen unter dem Mulch umher und so lagen auch riesige Kartoffeln halb über der Erde unter dem Stroh. Man mußte gar nicht graben, einfach nur ein wenig oberflächlich buddeln. Die Ernte ist einfach und die Pflege auch. Genau das Richtige für mich. Ich muß überall sehen, wie ich Zeit und Arbeit sparen kann. Einmal bin ich eben „faul“ und zum anderen will ich ja so viel wie möglich heraus holen. Unnötige Arbeiten sind mir einfach ein Dorn im Auge. 
Als ich noch angehäufelt hatte, erntete ich viele grüne Kartoffeln, die aus dem Erdwällen heraus schauten. Die Erdwälle waren noch viel trockener, als die Beete und wärmer. Kartoffeln mögen kühle und feuchte Erde. Bei uns regnet es sehr wenig, die Wälle sind also immer furz-trocken. Warum also sollte ich mir die Mühe machen? Ich finde es eher kontraproduktiv. 
Kartoffeln im  April (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln im  April (c) by Joachim Wenk
Ebenfalls Kompost und Hornmehl bekamen die Zucchini, Patisson und Zierkürbis. Sie wucherten wie im Urwald und die  Ernte konnte ich gar  nicht vollkommen nutzen. Zu viel war es einfach. Die Zierkürbisse werden jetzt zu Dekozwecken verwendet. Sie sollen noch ein wenig ausreifen. 
Zierkürbis (c) by Joachim Wenk
Zierkürbis (c) by Joachim Wenk
Und als ob meine Gärten es wüssten, daß ich nicht gern arbeite und dennoch ernten mag. Gestern haben wir noch Rasen gemäht und ein Stück stehen lassen. Darauf wachsen Champignons. Die werden natürlich geerntet. Und sie haben keinerlei Arbeit gemacht….
Champignons im Rasen (c) by Joachim Wenk
Champignons im Rasen (c) by Joachim Wenk

Champignons im Rasen (c) by Joachim Wenk
Champignons im Rasen (c) by Joachim Wenk

Der Tag danach, Kartoffelernte sortieren und wiegen

AmMittwoch gelang es mir nach der Ernte noch, den Bollerwagen unseren Berg in den Garten hoch zu ziehen. Dann fing es richtig an zu regnen. Ich stellte die Ernte für’s Erste nur ins Carport. Morgen ist auch noch ein Tag dachte ich. 
Und was  das dann für ein Tag war. 9 Grad war die Tageshöchsttemperatur. Sturm und fast ununterbrochen Regen. Ein entsetzliches Wetter.  Wie gut, daß die Ernte und das Rasenmähen gestern noch erledigt werden konnten. Im strömenden Regen ging ich dann gegen Abend doch noch ins  Carport und sortierte die Ernte aus. 
Es gab angestochene Kartoffeln, die baldigst gegessen werden. Es gab viele Saatkartoffeln und ganz viele Kartoffeln zum Lagern. 
Zusammengerechnet waren es 25 kg Kartoffeln und 2 kg Saatkartoffeln. Gesteckt hatte ich 13 Kartoffeln. 
Blick aus dem Carport in die Kälte und den Regen im Garten (c) by Joachim Wenk
Blick aus dem Carport in die Kälte und den Regen im Garten (c) by Joachim Wenk

Erinnerung an vergangene, sonnige Herbsttage im Garten

Das Wetter soll ja auch die nächsten 8 Tage noch so spätherbstlich ungemütlich bleiben. Wie die Tomaten das wohl wegstecken? Paprika wären noch so viele dran, aber nicht reif. Also, so kalt ist schon echt unpraktisch, zu dieser Zeit. 
Erinnere ich mich doch schnell noch an die Tage davor. Da hatten wir noch ein wenig Sonnenschein zwischen den Wolken. Den habe ich zum Fotografieren genutzt. Die Astern und ersten Herbstchrysanthemen eröffnen ihr Blütenfeuerwerk. 
Herbstchrysantheme  (c) by Joachim Wenk
Herbstchrysantheme  (c) by Joachim Wenk

Herbstastern  (c) by Joachim Wenk
Herbstastern  (c) by Joachim Wenk

die größte Aster, unten am Zaun (c) by Joachim Wenk
die größte Aster, unten am Zaun (c) by Joachim Wenk

Blick über die Zaunaster aufs Dorf (c) by Joachim Wenk
Blick über die Zaunaster aufs Dorf (c) by Joachim Wenk
Myrtenaster  (c) by Joachim Wenk
Myrtenaster  (c) by Joachim Wenk

bunt ist es nochmal im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
bunt ist es nochmal im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

so sieht Herbst bei Sonnenschein aus (c) by Joachim Wenk
so sieht Herbst bei Sonnenschein aus (c) by Joachim Wenk