Geburtstag

Heute ist Fronleichnam und somit Feiertag. Das Wetter ist überraschend sonnig. Windig und frisch ist es auch aber immerhin regnet es nicht. Heute Nachmittag feiern wir meinen Geburtstag nach und die Familie kommt zu Besuch. Wir richten unseren Hüttenzauber schön her, der letzte Flieder und bunte Akeleien schmücken den Tisch. Weil es doch noch etwas frisch ist schüren wir im Hüttenzauber den Holzofen. So kann man herrlich im trocknen und warmen sitzen und draußen den schönen Garten begutachten. Wenn die Sonne herauskommt zieht es uns nach draußen auf die Gartenstühle. Ein wunderbar entspannter Nachmittag war das.

Jetzt blühen auch unsere Margeriten in der Wiese. Jedes Jahr ist ein kleiner Fleck besiedelt mit Wiesenmargeriten. Wir achten beim ersten Mähen im Frühjahr immer penibel darauf wo sie waschen und lassen dort das Gras wachsen.  Erst nach der Blüte und dem Aussamen wird der Fleck dann auch in das Mähen mit einbezogen.

Wiesenmargareten

Wiesenmargareten

was ist denn jetzt das?

Es ist Sonntag, 26. Mai 2013 und wir haben seit Tagen Temperaturen unter 10°C und heute kommt das Thermometer niemals über 6°C und es ist ein eisiger Dauerregen mit Sturm. Den ganzen Tag. Nachts war stellenweise Reif bei uns im Ort und ich weiß nicht wie meine Tomaten unter ihren durchnässten Plastikhauben überlebt haben und an meine Zitronen und Drachenbaum oder Jasmin mag ich garnicht denken. Also so etwas weiß ich nicht, daß ich schon erlebt habe so kalt und so lange und ohne Aussicht auf Besserung. Angeblich sollen am Dienstag ja 19°C werden. Nur Dienstag und danach gleich wieder dieses Novemberwetter. Das vermiest einem doch die ganze Freude auf Frühling und Sommer. Erst der nicht enden wollende Winter. Jetzt immernoch Wintertemperaturen. Dazwischen wie zum Hohn und um uns falsche Hoffnungen zu machen ein paar Sommertage. Wenn das Klimaerwärmung ist, dann mag ich Klimaerwärmung nicht!

Ich habe mir gerade noch meine „Un“Kräuter für den grünen Smoothie morgen gepflückt und bin pitschnass und unterkühlt danach. Ich bin echt fassungslos.

8-Stunden-Schicht

Wow, jetzt habe ich es tatsächlich einmal nachgerechnet. Ich habe jetzt über 8 Stunden lang „Un“-Kraut beseitigt. Die neu angelegten Reihen auf vormals Wiese bringen durch das feuchte Wetter eben logischer Weise viel Gras zum Vorschein. In den Blumenbeeten habe ich schon einmal gründlich aufgeräumt und versuche es nun durch regelmäßiges ausrupfen gering zu halten.  Ein voller Arbeitstag. Und mir tun alle Knochen weh und die Finger vom Rupfen. Das Wetter war heute wenigstens trocken. Aber dass ich Ende Mai im dicken Wollpulli im Garten arbeiten muß, erfreut mich nach wie vor überhaupt nicht. Es wächst auch irgendwie nichts so richtig. Meine neu gepflanzten Rosen haben zwar ein paar Blätter geschoben und verharren nun aber in diesem Stadium. Ich kann noch nicht sehen, ob das Wachstum weiter geht  und sie angewurzelt sind oder ob nur die Augen austrieben mit den Kraftreserven aus dem vorhandenen Wurzelstock. Meine Frühkartoffeln habe ich heute, da es trocken ist gleich einmal mit Schachtelhalm gespritzt. Ich befürchte dass es ein kalter und nasser Sommer wird und ich so etwas vorbeugend gegen die Braunfäule tun kann. Zusammen mit den braunfäuletoleranten oder -resistenten Sorten, dich ich gepflanzt habe wird es doch hoffentlich mit der Kartoffelernte klappen. Jetzt brauche ich nur noch einen geeigneten Raum zum Überwintern .Im Keller ist es zu warm, das habe ich schon gesehen. Ich habe den Tipp bekommen 2 Beton-Kanalröhren übereinander in der Erde zu versenken und mit Holzdeckel und Strohisolierung oben zu verschließen. Das ist ein einfacher Erdkeller und würde mir vollkommen ausreichen. Jetzt bin ich schon am überlegen, wo ich die im Garten vergraben kann. Hier steht immer das Wasser bis zur Erdoberfläche wenn es taut, dort ist die Haselnuss daneben und ich komme sicher nicht mit dem Spaten in die Erde ( geschweige denn so tief hinein) und wieder wo anders ist es zu weit vom Haus weg oder sieht nicht schön aus….. Ich werde doch hoffentlich noch einen Platz finden und dann muß ich mich mal umsehen nach solchen Röhren. Die gibt es ja in so vielen Größen.

und hier etwas über den Ziergarten

(c) by Joachim F. Wenk
Bank in der Wiese

 Jetzt im Mai ist doch wirklich die allerschönste Zeit im Garten. Die vielen Fliederbüsche im Garten vor und hinter dem Haus blühen und der große alte Weißdorn ist weiß mit Blüten bedeckt. Und all die Sträucher geben einen unbeschreiblichen Duft von Frühling, Freude, Wärme und Heiterkeit ab. Der ganze Garten ist gehüllt in Duft. Um den Flieder herum wünschen wir uns eine Blumenzwiebelwiese. Wir haben im letzten Jahr angefangen dort Blumenzwiebeln zu vergraben. Diesjahr begann es mit Narzissen und endete mit roten Tulpen. Wir waren wirklich überrascht wie schön die Wiese schon im ersten Jahr geblüht hat. Die Narzissen sind abgeblühte Topf-Pflanzen die im Frühjahr ja überall als Zimmerschmuck verkauft werden .Weil wir die im Geschäft auch gern zur Dekoration haben, fallen da im laufe der Frühjahrsmonate doch etliche Töpfe abgeblühter Zwiebelpflanzen an .Diese lasse ich in Ruhe einziehen und vergrabe sie im Sommer/Herbst in der Wiese. Die Tulpen habe ich aus einem Beet ausgegraben, als ich es zum Kräutergarten umfunktioniert habe. Und in der Scheune warten schon wieder ein paar Wannen voll mit Töpfen verwelkter Narzissen. So wird die Blumenwiese immer fülliger von Jahr zu Jahr. Im Herbst will ich mir von einem guten Versender auch einmal ein paar weitere Zwiebeln kaufen und sie einsetzen, dass die Palette nicht zu einseitig wird.

(c) by Joachim F. Wenk
Frühling lässt sein blaues Band….

In meinem Exotenbeet an der Süd-Westseite des Hauses blühen die schönen blauen  Glocken. Ich habe wirklich garnicht mehr gewusst dass die dort „wohnen“. Ich erinnere mich nicht die letztes Jahr dort wahrgenommen zu haben. Aber dennoch müssen sie da gewesen sein, sonst wären sie nicht so üppig und verteilt aufgegangen. Von meinen Ringelblumen und Kapuzinerkresse aus dem letzten Jahr gehen auch ganz viele Samen auf und ich kann mir die Mühe sparen, hier wieder einzusähen. Schon dieses Jahr, das 2. Gartenjahr merkt man wie die Natur mitarbeitet. Arbeitet? Ich weiß nicht ob es für sie Arbeit ist, es sieht eher nach freudiger Beschäftigung aus. Alles was sie macht hat etwas lockeres und ungezwungenes. Ich habe die Ringelblumen eben verteilt über die Fläche punktuell gesät. Die Natur hat sie viel harmonischer verteilt.

In diesem Beet sollen meine vorhandenen und künftigen Exoten ihr Zuhause finden. Eine Palmlilie aus meinem früheren Domizil steht dort. Dieses Jahr habe ich eine winterharte Zitrone und einen winterharten Eukalyptus gepflanzt, den Hibiskus vom letzten Jahr habe ich auch hier her gepflanzt. Und 2 Rosen vom letzten Jahr stehen hier. Wenn ich jetzt wieder eine winterharte Pflanze sehe die in die warme Exoten-Ecke passt weiß ich schon wo ich sie hinpflanzen kann. Platz   ist noch.

Und hier ist noch in Blick auf meinen Exotengarten in Kübeln. Also die frostempfindlichen Pflanzen. Weil wir oft nicht zuhause sind zum Gießen sind diese alle an eine Tropfbewässerung mit Zeitschaltuhr angeschlossen.  Dieses System habe ich seit Jahren und möchte es nicht mehr missen. Es funktioniert absolut zuverlässig und ist eine riesen Arbeitserleichterung. 

(c) by Joachim F. Wenk
der mediterrane Garten

Aprilwetter im Mai

(C) by Joachim F. Wenk
Aussicht im Regen

So habe die Aussicht aus meinem Fenster erwartet, als ich heute morgen aufgewacht bin. Zumindest hat es der Wetterbericht so vorhergesagt.

(C) by Joachim F. Wenk
Aussicht bei  Sonnenschein

Und so hat es dann ausgesehen 😉
Was für eine schöne Überraschung für einen Pfingstsonntag.
Nachdem wir also gemütlich gefrühstückt haben und ich mit den Hunden Gassi war sind wir in den Garten  gegangen und haben uns ein wenig beschäftigt.
Volker hat mir mein Gemüsegartentürchen fertig gemacht. Es ist toll geworden, funktioniert wie geplant und sieht aus wie vom Fachmann gebastelt. Mein Gemüsegarten ist ja von Anfang an eingezäunt und das ist auch gut so. Wer, wie wir zwei Rüden als Mitbewohner hat kann mich da sicherlich verstehen. Darum war von Anfang an klar: der Gemüsegarten wird in den ehemaligen Hühnerlauf einziehen. Nach einem Jahr Gemüsegarten hat sich allerdings gezeigt, daß die Fläche zu klein ist und so habe ich dieses Frühjahr daneben noch ein Stück Wiese umgeackert und so neben dem Gewächshaus noch ein schönes Fleckchen Erde bearbeitbar gemacht. Weil das aber nicht mehr eingezäunt war, mußte eine Lösung her. Durch ein Stückchen Zaun und das neue Türchen ist jetzt der ganze Bereich eingezäunt, den Zwischenzaun vom Hühnerlauf habe ich entfernt und jetzt ist es wirklich ein schöner großer Gemüsegarten .

Weil das Wetter heute so schön ist habe ich mein Bohnenzelt aufgestellt. Ich habe das letztes Jahr im Internet bestellt und es hat sich als sehr praktisch dargestellt. Für Stangenbohnen muß man in der herkömmlichen Anbauweise eine Reihe langer Stangen in den Boden bekommen. Das sieht aber immer irgendwie krumm  und schief aus. Mit dem „Zelt“ hat man einen Rahmen am Boden, fixiert mit 4 großen Heringen. Eine zentrale Stange mit einem kleinen Rahmen oben auf bildet das Zentrum. Oben am Rahmen befestigt man nun die Schnüre (schöne grüne Schnur vom Lidl) und knotet sie unten am Rahmen fest. Fertig.

(c) by Joachim F. Wenk
Rankgerüst für Stangenbohnen

Also die Feuerbohnen sind gesteckt und ich freu mich ihnen beim Klettern zusehen zu können. Letztes Jahr hatte ich Stangenbohnen aber die waren kränklich und die Bohnen selbst fasrig-holzig. Daher probiere ich jetzt wieder die robusteren Feuerbohnen, die glaube ich bei uns in Franken dem Klima besser angepasst sind.

So und meine Kartoffeln sind nun auch endlich gepflanzt. Gekauft habe ich viel zu viele, oder Platz habe ich viel zu wenig. Es kommt immer darauf an wieherum man eine Sache betrachtet. Ich habe auch Ringelblumen und Kapuzinerkressen in die Hügel mit eingesät. Die sollen als Mischkultur für Kartoffeln sehr förderlich sein. Sicher sieht es auch optisch ansprechend aus. Darum probiere ich das einmal. Zumindest bei den späten Kartoffeln. Bei den frühen Sorten wäre sicher die Ernte im Gange oder gar vorüber bis die Blumen blühen würden. Und beim Ernten gehen die sicherlich kaputt. Also habe ich sie dort erst garnicht hingesät.

(c) by Joachim F. Wenk
Kartoffelbeete

Mit dem Wetter habe ich heut angefangen und mit dem Wetter werde ich wieder aufhören.
Mittlerweile regnet es doch. Aber sagt selbst. Im Mai ist ein Garten doch sogar bei Regen schön. Oder? Zumindest wenn man selbst im Trockenen sitzt.

(c) by Joachim F. Wenk
Aussicht bei Regenwetter

Geburtstag

Ein ganz wundervolles Wochenende liegt nun hinter uns. Gut  –  wundervoll war alles außer das Wetter, das muß ich zugeben. Wir haben  Volkers Geburtstag gefeiert und vielen lieben Besuch gehabt. Und auch für den Garten hat der Geburtstag wieder neues mitgebracht.
Wir haben einen  Brunnen  mit Beleuchtung geschenkt bekommen. Am Foto seht ihr ihn. Also zumindest erst einmal den Bausatz und den künftigen Standort. Jetzt muß er nur noch eingegraben und ein Stromkabel verlegt werden. Und wenn ich dann unter meiner Haselnuss sitze, bei Kaffee und Kuchen oder einem kühlen Bierchen nach Feierabend, kann ich den Brunnen beobachten und dem Plätschern lauschen.

Ein üppig blühendes kleines Rosenbäumchen hat Volker bekommen. Das hat seinen neuen Terracotta-Topf schon bezogen und schmückt die Ecke neben der Haustür.

Eine Glockenpaprika haben wir bekommen und diese gleich ins Gewächshaus gesetzt. Gerade habe ich gegoogelt nach Glockenpaprika. So etwas habe ich ja noch nie gesehen. Die sind ja total süß die Früchte. Also wohl nur optisch denn geschmacklich gehören sie laut Beschreibungen im Internet zur feurigen Fraktion der Paprikas. Und hoch werden die  – hoffentlich ist da neben der Tomate im Gewächshaus genügend Platz. Wenn die wirklich so schöne Früchte trägt und man diese auch einigermaßen essen kann, werde ich auch versuche sie zu überwintern. Ich habe vergangenes Jahr auch eine Andenbeere im Gewächshaus gehabt und wie immer hat sie wahnsinnig reich getragen, aber zu spät im Jahr als dass die Früchte reif geworden wären. Ich habe sie im Herbst mit dem Spaten ausgegraben, stark gestutzt, in einen großen Kübel gestellt und mit den Geranien überwintert. Seit vielen Wochen schiebt sie Blätter und Triebe und blüht schon seit einger Zeit. Ich werde sie jetzt nach den Eisheiligen auspflanzen. Da muß ich dann die langen Triebe gut stützen um sie vor Bruch zu bewahren. So gelingt mir aber sicherliche eine reichere Ernte als sonst. Und genauso könnte ich ja die Glockenpaprika überwintern.

 Maaaaannnnn und ich bin doch so ungeduldig und das alles wächst soooooo langsam. Zumindest meine ich es auf meinen Rundgängen. Jetzt gärtnere ich schon so lange, aber die Geduld hat sich irgendwie noch nicht eingstellt.
Aber eine von meinen diesjahr gepflanzten Stauden blüht tatsächlich schon. Ein pinkfarbener Storchschnabel. Und die ersten Radieschen haben wir geerntet. Es wird schon werden. Jetzt bin ich auch froh dass schon die Eisheiligen da sind und garnicht sooo kalt. Also wohl ohne Bodenfrost bei uns. Am Mittwoch kommen dann hoffentlich (vorausgesetzt meine Zeit langt) die Tomaten ins Beet und Zucchini und Co. Die restlichen Kartoffeln ebenfalls. Ich habe mir noch ein paar Tomaten nachgesät. Die habe ich gestern pikiert. Naja, die werden dann wohl etwas später anfangen zu tragen, aber ich glaube die holen noch auf. Und 4 Kürbiskerne habe ich gesteckt. Nach ewiger Zeit ging einer auf. Den habe ich auch gestern eingetopft. Und da ich die anderen Töpchen aus Zeitungspapier (selbstgedreht mit dem Holzstempel für solche Töpfchen, was sehr praktisch ist) habe stehen lassen habe ich gesehen, daß JETZT noch einer keimt. Also ich war der Meinung dass Kürbis schneller keimt. Das sind jetzt wirklich schon ein paar Wochen her, daß ich gesät habe. Ich freue mich dennoch nun noch einen zweiten Kürbis auspflanzen zu können.

  (C) by Joachim F. Wenk

  (C) by Joachim F. Wenk
unser beleuchteter Brunnen, der Anfang

  (C) by Joachim F. Wenk
unser beleuchteter Brunnen, der Anfang

  (C) by Joachim F. Wenk
kleiner Storchschnabel in Blüte

Heute starte ich mit meinem TraumGarten-Blog

  (C) by Joachim Wenk

Also gut versuche ich es nun doch.Jetzt habe ich das Internet durchforstet und viel probiert und wieder verworfen, aber die Idee etwas über meinen wunderbaren Garten und mein noch wunderbareres Hobby zu erzählen lässt mich nicht in  Frieden .Vielleicht erzählt mir ja auch  jemand was über seinen  Garten oder seine Gartenträume. Ich habe noch einige Projekte im und um den Garten vor. Hier wäre ein Erfahrungsaustausch auch sehr schön. Jetzt muß das alles erstmal richtig starten. Mal sehen was daraus wird. Ich bin gespannt…