Testbericht IKRA Akku-Kettensäge ICC 2/2035

Ich durfte die IKRA Akku-Kettensäge ICC 2/2035 testen. Hier sind meine Erfahrungen mit der Säge.

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IKRA Akku-Kettensäge im Praxistest

Ich durfte dieses Frühjahr die neue IKRA Akku-Kettensäge ICC 2/2035 testen.

Erlen entasten und ablängen, Haselnusshecke verschmälern und Brennholz zurecht sägen, waren meine Aufgaben, die ich der Säge stellte. Wäre das Gerät etwas früher im Jahr gekommen, hätte ich noch die eine oder andere weitere Aufgabe gehabt. Wie sich die Kettensäge mit den Akkus dabei geschlagen hat will ich euch gern mitteilen:

Erlen entasten

Einer unserer Karpfenweiher musste saniert werden. Dazu war es nötig die dicht an dich außen herum stehenden jungen Erlen wieder einmal zu entfernen. Diese Aufgabe konnten wir einem sehr freundlichen und hilfsbereiten Nachbarn vergeben, der dafür auch das passende Gerät zur Verfügung hatte.

Nun lagen die abgesägten Erlen in der Wiese. Unsere Aufgabe war es nun, bei den brauchbar dicken Stämmen die Äste zu entfernen und sie auf etwa einen Meter Länge zu kürzen. So liegen sie nun aufgestapelt zum Trocknen und wir freuen uns in einem der kommenden Winter über Brennholz und gemütliche Abende am Sofa vor dem Ofen.

Für die Arbeit zur Verfügung hatten wir eine kleine Motor-Kettensäge und die IKRA – Akkukettensäge. Beide Modelle sind sehr gut vergleichbar, weil sie genau die gleiche Größenordnung haben.

IKRA Akku-Kettensäge ICC 2/2035Kettensäge mit Benzinmotor-Antrieb
Schwertlänge (nutzbar)34 cm31 cm
Gewichtmit 2 benötigten Akkus: 4,75kgbetankt: 5,75 kg
Schall-Leistungspegel92,8dB113dB

Ich bediente die IKRA-Kettensäge und stellte sehr rasch einen großen Vorteil der Akku-Geräte fest. Sie sind einfach leiser und angenehmer fürs Ohr. Bei solchen Arbeiten sägt man die Äste von den Stämmen, zieht sich den Stamm oder den nächsten zurecht, dreht ihn, um an alle Äste zu kommen oder sammelt die Meter-Stücke auf und stapelt sie nebenan. Jedenfalls sind viele Arbeitsschritte und Abläufe nötig bei denen die Säge nicht laufen muss. Also ist Ruhe. Bei der gleichzeitig verwendeten Motorsäge sind weniger Verschnaufpausen für die Ohren vorhanden. Ruhe bedeutet dort, Motor aus, wie bei der Akkusäge auch. Aber der Benzinmotor muss für jeden neu erfolgenden Schnitt wieder mit dem Seilzug gestartet werden. Das geht fix ist aber lästiger als nur den Knopf am Hebel zu drücken. Die Akkusäge ist immer bereit, aber nicht immer an und laut.

Auch beim Betrieb ist die Akkusäge leiser, als die Benzinmotorsäge.

Die Schnitte der IKRA gehen flüssig durchs Holz. Sowohl bei den dünnen Ästen als auch bei dickeren Stämmen. Diese hatten für meinen Test einen Durchmesser von meist etwa 12 cm bis maximal 15 cm. Die Säge gleitet ohne Druck und Anstrengung (beides wären dem Motor und Akkus ohnehin nicht zuträglich) durch das Holz.

Die Anstrengung für den Sägenden hält sich auch durch das geringere Gewicht der Akkusäge in Grenzen. Sie ist ein ganzes Kilogramm leichter als die Säge mit Verbrennungsmotor.

So schaffte ich es, etwa 60 Holzscheite ab zu sägen, inklusive der Entastungsschnitte. Dazu benötigte ich 50 Minuten. Dann waren die beiden Akkus in der Säge leer.

Vorteil der Benzinsäge ist, dass der Tank nun schnell aufgefüllt wäre und die Arbeit weiter ginge. Die Akkus meiner Säge müssen erst etwa 1 Stunde am Stromnetz (was ich draußen bei den Weihern nicht habe) aufgeladen werden.

Ich war jedenfalls sehr zufrieden mit der Säge, vor allem auch mit der Leichtigkeit, mit der sie sich durch das Holz frisst.

Haselnusshecke verschmälern

Hinter meinen Kompostsilos im Gemüsegarten, noch vor dem Zaun zum Nachbargrundstück stehen sehr alte Haselnussträucher. Die halten wir durch regelmäßigen Schnitt auf einer Höhe von etwa 170 cm. Weil die Sträucher vormals etwa 5 m hoch waren, sind die Wurzeln sehr austriebsstark. Viele neue Triebe kommen aus dem Wurzelstock und auch ein wenig daneben hoch. Dadurch verbreiterte sich die Hecke zunehmend ins Nachbargrundstück. Das wollte ich nicht, ganz zu schweigen von schier unmöglichen Schnittarbeiten im Sommer.

Selbst mit Teleskopheckenschere und einer möglichen Schnittentfernung von bestimmt 2m erreichte ich die Triebe im Nachbargrundstück nicht mehr. Gestutzt müssen sie aber werden, weil sonst zu wenig Licht in den Gemüsegarten kommt.

Dieses Jahr war es also wieder so weit, dass wir die Triebe außerhalb unseres Zaunes und der Grundstückgrenze abschnitten. Für die Astschere waren viele davon schon zu dick. Wieder ein passendes Einsatzgebeit für die IKRA Akku-Kettensäge. Und wieder ist es sehr angenehm, dass sie nur Lärm macht, während sie einen Trieb durchschneidet. Davor und danach ist sie still.

Gespaltens Brennholz zurecht schneiden

Eigentlich meine allererste Aufgabe für die Säge waren ein paar gespaltene Stammstücke, von denen ich Brennholz für den Ofen abschneiden wollte. Der Vorrat davon ging leider wegen der lange anhaltenden Kälte diesen Winter zur Neige. Und ich war neugierig auf die Säge und ihre Schnittleistung.

Die Kette frisst sich anstandslos durch das Holz und ich hatte wieder schöne Stücke für den wärmenden Ofen drinnen.

Für diese Aufgabe allerdings ist die Säge eher nicht konstruiert. Zwar schafft sie es locker durchs Holz. Weil sie dabei aber lange am Stück lief und die Pause dazwischen für Akku und Motor nur ein paar wenige Sekunden betrug, waren die Akkus nach 10 Minuten am Ende.

Somit ist sie auch nicht geeignet, um einen Baum zu fällen.

Man kann also durchaus, vielleicht fürs Lagerfeuer am Sommerabend, einmal rasch ein paar Stücke Holz abschneiden. Das ist aber nicht das eigentliche Einsatzgebiet der Akku-Säge. Wir haben für diesen Zweck noch eine elektrische Kreissäge, die hält natürlich „unendlich“ durch.

Die sich natürlich ergebenden Säge-Pausen beim Entasten und Ablängen der Erlen oder beim Stutzen der Hecke sind für die Säge und Akkuleistung dann doch eher zuträglicher als längere Sägearbeiten am Stück.

Fazit

Die leichte und leise Säge schneidet sich mühelos auch durch hartes Holz (Walnuss im Test).

Die Schwertlänge ist für den Gebrauch im Garten üppig bemessen.

Der Preis beträgt weniger als die Hälfte unserer oben oft erwähnten anderen Kettensäge mit Verbrennungsmotor.

Die Akkuleistung (50 Minuten), in den für sie vom Hersteller vorgesehenen Aufgaben, hat mich überzeugt. Die Ladezeit mit dem dazu gelieferten Schnellladegerät (etwa 1 Stunde) ist recht kurz.

Man braucht keinen Vorrat an Benzin-Öl-Gemisch vorrätig zu halten. Man erzeugt keinen CO2 Ausstoß.

Und die Akkus sind auch, wie heute üblich, für weitere Gartengeräte von IKRA ( Heckenschere, Laubbläser, Teleskopheckenschere, Rasentrimmer oder Rasenmäher) verwendbar. Kauft man sich ein solches Gerät mit Akku, hat man dann auch welche zum Wechseln nund kann länger mit einem Gerät arbeiten.

Ich freue mich, die IKRA Akku-Kettensäge zu haben und sie weiter für alle möglichen Arbeiten (Zurechtschneiden von Stützen von Gartenpflanzen wie Bohnen oder Obstbäume bis Pergolen, Heimerwerkerarbeiten mit Balken oder Paletten, meinen übergroßen Holunder im kommenden Frühling zurück schneiden oder ähnliches) einsetzen zu können. Ich sehe ihr Einsatzgebiet im größeren Haus- Nutz- oder Naturgarten.

4 Antworten auf „Testbericht IKRA Akku-Kettensäge ICC 2/2035“

  1. Moin Achim,
    wie heißt es so schön? Holz heizt immer drei Mal: erst beim Sägen, dann beim Hacken und schließlich beim Verbrennen. Das Hacken scheinst Du Dir ja erspart zu haben. (Wo kriegt man gespaltene Stämme?)
    Ich bin im vergangenen Jahr von Motor- auf Akkusäge umgestiegen und kann Deine Erfahrungen nur bestätigen. Für Hecken, Büsche und Brennholz reicht sie allemal.
    Beste Grüße
    Gerd

    1. Hallo Gerd, die bekommst du, wenn du einen Baum mit dicken Stamm fällst und den Stamm dann spaltest und so lagerst 😉 Ja das Holz macht paar Mal warm das ist wirklich wahr. Sind schon praktisch die Akku-Geräte finde ich.
      Viele Grüsse Achim

  2. Hallo Achim,
    super ausführlich, dein Test, da kann man sich gut ein Bild machen. Da kannst du dich jetzt wieder auf die Kaminzeit freuen, die bei der aktuellen Kälte abends noch nicht ganz vorbei ist.
    VG
    Elke

    1. Hallo Elke,
      ja du kannst das ruhig glauben, beim Sägen (und da war es ja auch noch super kalt mit 3 Grad und Eiswind) dachte ich permanent an gemütliche Winterarbende vor dem Ofen. Das wird mit dem Holz frühestens der Winter 22/23 werden. Aber es ist immer gut, vor zu sorgen.

      Viele liebe Grüße Achim

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