Tropfschläuche im Gemüsegarten und die ersten Sommerfrischler im Freien

fleißige Gärtner-Ameise (c) by Joachim Wenk
fleißige Gärtner-Ameise

Im Garten? Jetzt schon? Was mußt du denn jetzt schon im
Garten machen? Das waren die Fragen einer lieben Freundin am Samstag, als wir
uns über das Wochenende unterhielten.

Ehrlich gesagt, habe ich kurz vorher, auf der Fahrt dorthin, genau darüber selbst nachgedacht. Dann habe ich alle mir einfallenden Arbeiten der zur Verfügung stehenden
freien Zeit gegenüber gestellt. Wären wir wir 
da nicht inzwischen gerade vor dem Haus der Freundin angekommen und ich aus meinen Träumen erwacht, hätte
das doch tatsächlich alles noch zu Panikattacken und Herzrasen führen können.
Jetzt beginnt wieder die Zeit, in der plötzlich alles auf einmal fällig wird.
Gottseidank war das Wetter vergangenes Wochenende
überraschend gut und ich nutzte die freien Stunden zur Vorbeugung jener Panikattacken. Das heißt, ich genoß die Arbeit im sonnendurchfluteten
Vorfrühlingsgarten.

Die ersten Kübelpflanzen werden ausgeräumt

Freitag war die letzte Frostnacht für eine Weile. Und
kommende Woche ist schließlich schon März. Ich gehe davon aus, daß nur noch
leichte Nachtfröste kommen werden. Die Feige im Überwinterungsraum beginnt zu
treiben.
die Feige hat es im Frühjahr immer besonders eilig mit dem Austrieb (c) by Joachim Wenk
die Feige hat es im Frühjahr immer besonders eilig mit dem Austrieb (c) by Joachim Wenk
Es ist also höchste Zeit, sie heraus zu stellen. Sonst vergeilen ihre
neuen  Triebe. Bei mir steht sie geschützt
im Carport. Wenn sie sich wieder an die Frischluft gewöhnt hat, machen ihr kalte Nächte oder Tage nichts mehr aus, im Gegensatz zum warmen und dunklen Innenraum.  Zum Schutz gegen die noch sehr flach in den  Unterstand hineinscheinende Sonne (Sonnenbrandgefahr) habe ich
etwas Vlies über die frischen Knospen gehängt. Zu ihren Füßen stehen die beiden
Agapanthus und ein paar Wildstauden, die ich geschenkt bekam als es gerade  Januar war. Damals hatte es zweistelligen
Dauerfrost und so verbrachten sie sicherheitshalber  die letzte Wochen auch im Überwinterungsraum.
Sie sind eigentlich ja frosthart und so dürften sie die wenigsten Probleme damit
haben jetzt raus zu  müssen.
die ersten Sommerfrischler sind draußen (c) by Joachim Wenk
die ersten Sommerfrischler sind draußen (c) by Joachim Wenk
Die Seerose ist frisch gedüngt auch wieder in ihr  Sommerquartier eingezogen. Das scheußliche
Lattengerüst auf der Wasseroberfläche kommt später weg. Ich habe hier einmal
eine ertrunkene Meise herausgefischt. Seither mache ich da immer etwas ins
Wasser, dass hineingestürzte Vögel vielleicht leichter oder überhaupt hinaus
klettern könnten. Wenn erst einmal die Seerosenblätter auf der Oberfläche
schwimmen, ist das nicht mehr nötig. Und die Schnur, die später auch unter dem
Laub verschwindet ist im Herbst wieder wichtig. An ihr kann ich bei noch
gefülltem Becken den Seerosenkübel ganz leicht nach oben ziehen (unter Wasser
ist der nämlich ganz leicht).
auch die Seerose durfte wieder ins Freie (c) by Joachim Wenk
auch die Seerose durfte wieder ins Freie (c) by Joachim Wenk

Im Gewächshaus keimt das erste Gemüse der Saison

Im Gewächshaus keimt das erste Gemüse. Unterm Vlies ist
Rauke zu erkennen. Den Rosmarin, den ich tatsächlich einmal lebend über den
Winter brachte, habe ich auch hier rein gestellt. Ebenso den Mammutbaum aus San
Francisco.
Rauke keimt im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Rauke keimt im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

aus aus dem Überwinterungsraum  und rein ins Gewächshaus. Licht und Luft werden gut tun. (c) by Joachim Wenk
Raus aus dem Überwinterungsraum  und rein ins Gewächshaus. Licht und Luft werden gut tun. (c) by Joachim Wenk
Ebenfalls im Gewächshaus fängt jetzt der Schnittlauch an zu
wachsen und die Winterheckenzwiebel. Hier gibt es bald frisches Grün aufs Brot!
Erster Schnittlauch im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
 Erster Schnittlauch im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Die Winterheckenzwiebel im Gewächshaus schiebt frisches Grün (c) by Joachim Wenk
Die Winterheckenzwiebel im Gewächshaus schiebt frisches Grün (c) by Joachim Wenk

Leimringe an den Obstbäumen im Frühjahr erneuern

Frische Grüne Manschetten haben jetzt auch alle meine
Obstbäume. Vom großen Apfelbaum im Gemüsegarten über das Säulenobst bis zu den
bleistiftdicken Stämmchen des Apfelspalieres. Es sind Leimringe. Im Herbst
halten sie die Frostspannerweibchen davon ab, den Stamm hoch zu klettern und dann
die Äpfel madig zu machen. Jetzt verhindern sie auch, daß Ameisen hinauf
klettern um  sich ihre Läusekolonien anzulegen.
Gerade die kleinen Apfelbäumchen waren im letzten Sommer sehr verlaust.
Vielleicht wird es diesen Sommer besser. Auch bin ich gespannt, ob die
Herbstwirkung am Apfelbaum im Gemüsegarten spürbar zu sehen ist. Der hatte
immer sehr viele madige Äpfel.
frische Leimringe für die Obstbäume (c) by Joachim Wenk
frische Leimringe für die Obstbäume (c) by Joachim Wenk

Bewässerung im Gemüsegarten: Tropfschläuche werden verlegt

Die richtige Arbeit kommt aber erst. Ich habe begonnen auch
im Gemüsegarten weiter Tropfschläuche zu verlegen.
Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Da muß vor der Arbeit auch viel überlegt werden. Wie
verbinde ich zum Beispiel die einzelnen dreieckigen Beete, damit nur einmal der
Schlauch angeschlossen werden muß und dabei möglichst viel Fläche bewässert
wird. Zu berücksichtigen ist auch, daß nur eine bestimmte maximale Anzahl
Laufmeter Tropfschlauch auf einmal angeschlossen werden kann, ohne dass Druck
oder Durchfluß unter die Mindestgrenze sinken.
Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Ich weiß, daß einige sicher der Meinung sind, sich so etwas
nie in den Garten legen zu wollen.
Im Bild oben muß auch nachgebessert werden. Hier sind die falschen, da zu dicken Schläuche ins Beet gekommen. Sie wölben und krümmen sich unnachgiebig. Ich werde sie alle austauschen müssen. 
Verwendet man dünnere Schläuche, so sieht es gleich ordentlicher aus. 
Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Nach dem Test in einem Abschnitt vergangenen
Sommer war auch ich lange hin und her gerissen. Optisch schöner und vielleicht
auch leichter zu Pflegen bei der Bodenbearbeitung ist ein Garten ohne die
Schläuche. Wer aber jeden Sommer vergebens versucht mit Schlauch und Regnern
etwas Wasser in den Boden zu bekommen und doch zusehen muß, wie vieles
vertrocknet oder einfach nicht wächst, weil über viele Monate bei meist starkem
Wind und praller Sonne nicht ein einziger Tropfen regen fällt der wird mich
verstehen. Auf alle kann das nur jemand verstehen, der ernsthaft versucht, sich
in eben geschilderter Umgebung, so weit es möglich is,t selbst mit Gemüse zu
versorgen. Ich entschloss mich also die Schläuche zu legen und hoffe, dieses
Jahr den Pflanzen ausreichend Wasser bieten zu können. Ich werde euch auf alle
Fälle laufend darüber berichten. Am Ende des Jahres wissen wir dann mehr über
Sinn oder Unsinn sowie Praktikabilität so einer Anlage im Hausgarten.
Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

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