Zwei Gartenprojekte sind abgeschlossen –

Die Dürre vom vergangenen Sommer war der Auslöser. Wir entschlossen uns zu zwei Projekten in diesem Zusammenhang. Mit einem, das ich heute beschreibe, spare ich Zeit (beim Gießen) und mit dem anderen machen wir aus der Not eine Tugend. Das wird demnächst beschrieben.

Das Bewässerungsprojekt

Eigentlich gäbe es im Garten und Land ja gerade im Frühling genug zu tun. Die laufenden Arbeiten sind sehr umfangreich und müssen Jahr für Jahr erledigt werden. Und ich bin froh, um alles, was ich erfolgreich erledigen konnte.

Und trotz der fehlenden Langeweile haben wir dieses Frühjahr zwei Projekte dazwischen geschoben. Zusätzliche Arbeit, das wohl. Aber es wäre doch langweilig im Garten, wenn man nicht immer wieder etwas Neues machen könnte.

Das Projekt zur Einsparung bei der Zeit am Gartenschlauch habe ich heute abgeschlossen. Somit sind weitere Beete mit Bewässerungsschläuchen versorgt. Ich hoffe ja, dass ich sie kaum benötigen werde. Nachdem das Jahr aber so elend trocken anfängt, wie das letzte endete, befürchte ich, dass die neue Bewässerung reichlich zum Einsatz kommen wird. Im Gemüsegarten liefen die Schläuche schon ein paar Mal und die Brause am Schlauch auch. Ohne das würde nichts keimen können.

Die neu angeschlossenen Beete ist genau genommen mein Spalierobst und das Säulenobst am Zaun zum Nachbarn. Das bedeutet, dass der Wasserhahn sehr weit entfernt ist und zwar genau auf der anderen Seite des Rasens.

So haben wir, nachdem ich endlich alles benötigte Material zusammen besorgt hatte, am Weg beim Wassserhahn eine Bodenanschlussstelle für den Zulauf installiert. Jetzt ist ein kleiner ebenerdig auf dem Boden aufliegender Deckel, über den man mit dem Rasenmäher fahren kann, der Beginn der Bewässerung.

Dann haben wir quer über den Rasen einen kleinen Graben ausgehoben. Darin liegt nun das Zulaufrohr.

Weil wir dabei am Hausbaum mit Buchsrondel und Zwiebelblumen sowie Stauden vorbei kamen, legten wir dort auch gleich ein Bewässerungsrohr. Der Buchs und die Stauden verdursten sonst im Sommer. Letztes Jahr habe ich da mehrmals die Woche etwa 6 Gießkannen Wasser drauf gekippt. Und doch hing alles immer schlapp herunter.

Weiter auf dem Weg zum Spalierobst kamen wir zur Auffahrt, die zur Scheune führt. Hier galt es, den Schlauch unter den Rasengittersteinen zu verlegen. Ein paar mussten wir also herausnehmen und wieder verlegen. Somit sind wir am Ziel angekommen, dem Spalierobst.

Ab hier ist das zu verlegende Rohr ein Tropf-Rohr. Solche habe ich seit Jahren im gesamten Gemüsegarten liegen und versorge auch alle Staudenbeete damit.

Zwei Stränge, einer vor und einer hinter den Pflanzen, verlegen wir.

Weil das Säulenobst gleich mit versorgt werden soll, kommt nun wieder ein Stück Verlegerohr ohne Tropfer und dann wieder die doppelseitige Versorgung entlang der Bäume. Gerade die Birne braucht das dringend.

Der Rambler an der Scheune, die Stauden davor und eine weitere Rose haben wir auch gleich mit dem Tropfschlauch versorgt.

Schnell wird der Anschluss, eine Bastelei aus Schlauchstück und Verbindungsstücken , zusammengeschraubt. Man muss unterschiedlich dicke Schläuche verbinden, ein Druckreduzierer mit Filter soll auch noch davor.

Aber dann kommt der erste Probelauf. Wasser Marsch! Und Gott sei dank, überall tropft es, wo es soll.

Nun brauchen wir nur noch die Bewässerungsschläuche beim Säulenobst unter die Grasnarbe zu bekommen, dann ist das Projekt abgeschlossen. Die Dürre kann kommen. (Bitte nicht!) Beim Spalierobst, wo nicht mit dem Rasenmäher zwischen den Pflanzen hindurch gemäht werden muss, ersparen wir uns die Arbeit und lassen die Schläuche auf dem Mulch liegen.

Damit sind beide Zusatzarbeiten-Projekte erfolgreich abgeschlossen und wir freuen uns wahnsinnig. Das zweite Projekt, bei dem wir aus der Not eine Tugend machten und das auch mit der Dürre zu tun hat, war etwas umfangreicher. Darüber wird es jetzt bald einen eigenen Bericht geben. Die Fotos sind jedenfalls schon einmal genauso schön, wie das Ergebnis. Ein klein Wenig kann ich schon einmal verraten, es geht um Steine und Kies im Vorgarten. Mit dem Thema sind wir ja ganz am Puls der Zeit…..

Karpfenfischen im Frühjahr und viel Teichmuscheln

Am Wochenende hatten wir wieder einmal Karpfenfischen auf dem Programm. Das Wetter war perfekt, nicht zu sonnig und nicht zu kalt. Unmengen der kleinen, jungen Karpfen haben wir aus dem Schlamm gezogen, gezählt und dann auf die Weiher verteilt. Dort können sie nun mit den großen Artgenossen den Sommer verbringen.

Sehr gefreut haben wir uns wieder über die vielen Teichmuscheln. Und, dass etliche Kleine dabei sind. Das heißt, sie vermehren sich.

Zum Vergleich einmal hier eine große, alte und eine kleine, junge Muschel.

Natürlich nahm ich mir auch wieder etwas Zeit, die Landschaft und das Frühjahr zu genießen. Ein paar Fotos habe ich mit gebracht.

Vorgestern hatte es endlich einmal geregnet. Nicht viel, nur 8 Liter, aber es war immerhin richtiger Regen. Jetzt kann alles wachsen. Obwohl ich heute in den Gemüsebeeten schon wieder nicht mehr viel von der Feuchte merkte.

Zum Gemüsegärtnern kam ich sowieso nicht. Ich habe lieber wieder Kübelpflanzen hin und her geschoben, gehoben und gezerrt. Es ist bitter kalt heute mit nur 9 Grad, bei eisigem Wind, aber vollem Sonnenschein. Die Nächte sind und werden frostig. Also mussten ein paar Kübel wieder rein und andere unters Dach. Die Feige ist zu schwer, die habe ich mit Vlies eingepackt. Schon einmal sind mir im April alle neuen Blätter ab gefroren. Und sie hat doch dieses Jahr schon ganz viele winzige neue Feigen dran hängen.

Auch zum Fotografieren der Blüten blieb wenig Zeit. Daher nur eine kleine Auswahl.

Auch die Kirsche blüht schon. Wie immer, genau zu den Frostnächten im April. Ob das gut geht? Letztes Jahr war das erste Jahr, in dem kein Frost zur Blüte kam.

11 Antworten auf „Zwei Gartenprojekte sind abgeschlossen –“

  1. Lieber Achim,
    Über die Bewässerung mache ich mir derzeit auch so meine Gedanken. Denn wenn es so weitergeht wie bisher, werde ich wohl auch dieses Jahr wieder viel Zeit mit dem Gartenschlauch in der Hand verbringen. Dass Du die Zeit jetzt investiert hast, ist gut investiert. Du wirst Dir im Sommer sicher oft sagen, dass das gut war.
    Liebe Grüße
    Steffi

    1. Liebe Steffi,
      das weiß ich jetzt schon, dass ich das ganz sicher sagen werde. Wie froh war ich letztes Jahr ja schon über die Bewässerungen überall in den Gemüse- und Staudenbeeten. Und doch blieb und bleibt so viel noch unbewässert. Nun ist wenigstens der Obstgarten auch mit versorgt. Und ich wünschte mir so sehr, dass ich mir die Arbeit umsonst gemacht hätte. Aber so wie es schon jetzt seit vielen Wochen aussieht, wird es wieder ein noch viel dürreres Jahr, weil ja noch immer die Trockenheit des letzten Jahres im Boden hängt und es hier seit Woche nicht (einmal 8l) geregnet hat. Trotzdem ist es, so schön es ist, so warm und sonnig schon seit langem. Jedenfall freue ich mich auf dieses Jahr schön wachsendes Spalierobst und eine hoffentlich gute Ernte.

      Übrigens solch eine dauerhafte Tropfbewässerung kann ich wirklich nur empfehlen. Sie ist so pflegeleicht, braucht viel weniger Wasser als alles beregnende und setzt das Wasser effektiv, direkt im Boden ein.

      Wünsche dir schöne Osterfeiertage, liebe Grüße, der Achim

  2. Lieber Achim,
    das ist eine sehr sinnvolle Investition in die Zukunft! Magst Du mir verraten, welches Fabrikat Dein Tropfschlauch hat? Edit: gerade oben gelesen, da gehe ich mal suchen. Ich habe hier ein System verlegt, das war nach einer Saison schon hoffnungslos dicht.
    Die Walzenwolfsmilch ist so ein schöner Vagabund, ich liebe sie sehr.
    Liebe Grüße
    Karen

    1. Hallo Karen, die Schläuche sind von Netafim, Tropfrate 1,7l pro Stunde und Loch . Sie liegen in den Staudenbeeten und Gemüsebeeten jetzt das dritte Jahr undbeschadet. Kann ich empfehlen.
      Liebe Grüße, der Achim

  3. Viel Arbeit, hast Du di gemacht, ich denke es lohnt sich.

    Die Buschwindröschen,,,,Ich liebe sie total. Ich hatte sie mal am Waldrand ausgegraben, weis das darf man nicht. Sie hatten sich zahlreich vermehrt, einige Waldbewohner waren auch dabei. Ich dachte noch nichts böses und wurde bitterlich bestraft. Ein Waldbewohner war Giersch, der andre Scharbockskraut. Jahre hatte ich gebraucht, den Giersch mit der Grabegabel zu jagen.

    Es war dann ein schöner Teppich mit den Buschwindröschen. Der Mann wollte Rasen, ich habe so viele es geht mit Gartenerde in Töpfe gepflanzt, das klappt sehr gut. Im Frühling kommen die Töpfe auf die Terasse, dann wieder in den Garten.

    Wie das so ist, es sät sich auch mal ein Löwenzahn drin aus. Mein Mann hat nun den „Löwenzahn“ zum Gartenabfall mit genommen.

    Weinbergs- und Damentulpen hatten sich im Rasen ausgebreitet, wurden vom „Rasenmäher“, erwischt,,,,,

    1. Hallo und einen schönen Samstag Morgen Helga,
      ja ja so was wird bestraft;-) Aber weißt du, ich habe sie nicht ausgegeraben sondern ganz normal gekauft und habe trotzdem allllllles voller Giersch. Alle Staudenbeete sind voll. Ich bin oft ratlos, weil ich ihn da ja nicht ausstechen kann, ohne all die neuen Sämlinge abzutöten oder wieder die gerade neu treibenden und noch nicht richtig erkennbaren Stauden, die eben später treiben und blühen zu verletzen.
      Das ist ja blöd, wenn dein Mann sie so einfach entsorgt hat. Echt schade. Und ja in der Wiese muß man gut beim Mähen aufpassen, wenn man Blumen drin haben will. Wir haben daher eine ganze Wiese den Frühlingblühern gewidmet, die dann erst im Juni das erste mal mit der Motorsense gemäht wird. So klappt das ganz gut. Nur der Hund latscht dauernd mittendurch udn tritt auch mal ne Narzisse um. Wir gehe da immer brav aussen herum.
      Schönes Wochenende, das leider ja super kalt aber wenigstens sonnig ausfallen soll. Liebe Grüße, der Achim

  4. Hallo Achim,
    da hab ich gleich ganz viele Fragen!
    Diese Tropfschläuche – kommen sie alle noch unter die Erde?
    Und sickert das Wasser da nur heraus, wenn man einen Druckreduzierer mit einbaut?
    Ich hab ja so einen komischen Schlauch am Ende des Gartens liegen.
    Aber der nervt ganz schön. Das Wasser kommt halt im hohen Bogen.
    Nur nie da wo es hin soll. Dann nehme ich doch immer die Gießkanne.
    Aber so ein richtiges Bewässerungssystem ist schon cool!
    Da habt ihr ja wieder gewirbelt 🙂
    Ganz viele liebe Grüße von der Urte

    1. Liebe Urte nur her mit den Fragen, ich antworte gern.
      Also hier im Beitrag ist vor allem der Zulaufschlauch (ohne Löcher) unter dem Rasen vergraben. Bei den tatsächlichen Bewässerungsschläuchen bleiben die unter den Spalierbäumen oberirdisch liege und die unter den Säulenobstbäumen habe ich ebenfalls unter die Erde gebracht, dass sie beim Rasenmähen nicht stören. Im ganzen Garten, also alle Staudenbeete und Gemüsebeete, Beerenobst sind diese Schläuche verlegt. Gesteuert jeweils über einen Gardena-Computer. Läuft 100% ig zuverlässig. Die Tropfschläuche spritzen nicht. Es sind alle glaube ich 30 cm ein Loch mit einem eingebauten Ventil vorhanden. Das Ventil verhindert das Einwachsen von Pflanzenwurzeln und regelt auch etwas den Druck. Bei meiner Version kommen da pro Loch und Stunde 1,7l Wasser raus. Die Schläuche sind Profischleuche von Netafim. Die sind Sommer wie Winter draußen. Im Gemüsegarten liegen sie auch über der Erde. Aber übers Jahr mit Mulchen und Hacken wandern sie immer auch unter die ERde, genau wie in den Staudenbeeten. Im Weinbau und Obstbau werden sie auch oft in einem Meter Höhe angebracht, dass drunter gearbeitet werden kann. Die graben sie nicht ein, sondern hängen sie auf. Ich bin sehr zufrieden, ohne sie könnte ich zeitmäßig das Bewässern nicht schaffen. Vor jedem Teilabschnitt habe ich einen Druckreduzierer mit Filter installiert.
      Wenn du noch Fragen hast, melde dich einfach.
      Ganz liebe Grüße auch und ein frohes, schönes und ruhiges Osterfest, was ja bald ist. Der Achim.

  5. Oh, sind das gefüllte Buschwindröschen, lieber Achim? Ich hatte sie mir vor einigen Jahren mal bestellt und sicherheitshalber im Topf gelassen. Aber dieses Jahr ist leider so gar kein Buschwindröschen-Jahr bei uns. Sie kommen kaum zur Blüte und die wenigen Blauen werden mir nun auch noch abgefressen. Irgendwelche leben noch in drei von 6 Töpfen, aber wer was ist, das bleibt wohl dieses Jahr wieder ihr Geheimnis 🙁
    Unsere Sauerkirsche blüht seit Montag. Nur zu uns mag wohl kaum ein bestäubendes Insekt mehr kommen. Einmal sah ich einen Tagpfauenauge dort mittags verweilen, ab und an mal eine Hummel, aber von Getummel keine Spur. Und nun heute auch noch leichter Hagel-Schnee und vielleicht noch ein paar Nachtfröste. Kein Wunder, dass die Bienen dann kaum Lust haben bei uns vorbei zu schauen. Aber wahrscheinlich ist das Insektensterben bei uns sogar schon weiter fortgeschritten als bei Euch …
    Liebe Grüße zum ziemlich aprilwettrigen Wochenende schickt Silke

    1. Jaaaa, das sind weißgrüne gefüllte Buschwindröschen, freuuuu. Ich mag sie total. Hab sie gleich am Anfange meines Gartens wo gesehen , gekauft und ins Beet gesetzt. Damals noch blauäugig. Aber ich hatte Glück, sie verbreiten sich schön und blühen jedes Jahr zuverlässig und sehr reich. Farm und Form und der ganze Auftritt dieser hübschen Winzlinge ist einfach toll. Warum werden die bei dir nichts? Bei mir stehen sie im sonnigen Staudenbeet, werden nach der Blüte von Unkraut und Stauden überwuchert und sind dann im Frühjahr wieder zuverlässig in noch größerer Zahl da. Vielleicht mögen die keinen Wohnort im Topf?
      Nun Insekten sah ich jetzt gestern bei uns auch nicht. Knalle Sonne den ganzen Tag, aber nur 8 Grad maximal bei super eisigen Wind. Da geht keine Biene raus. Und wie es der Teufel will, schau ich auf die Kirsche und sehe eine Wildbiene, die ja angeblich schon ab 5°C fliegen und daher zuverlässiger sind als die Honigbienen. Dann ist das also bestätigt. Nur es war halt nur eine Einzige und heute Nacht bei etwa -4°C sind die erblühten Blüten dann wohl abgefroren, wie jedes Jahr. Die eisigen Frostnächte im April sind nun seit Jahren immer zu 100% pass genau zur Kirschblüte. Jedes Jahr! Nur letzes Jahr hatten wir mal Glück.

      Ja dann warten wir mal was nach dem Wochenende noch lebt. Sonnig soll es werden, aber halt so bitter kalt. Wenn man schon so schön warm gewöhnt ist, kommt es einem noch viel krasser vor.
      Schöne Tage und liebe Grüße vom Achim

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.